Gesundheit fängt beim Wohnen an: 5 Tipps & Tricks für ein gesünderes Schlafzimmer!

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Unsere Ruhezone

Das Schlafzimmer ist die Ruhezone unserer Wohnung. Seine Lage, die Einrichtung, die Farbgebung und der Komfort entscheiden darüber, wie gut wir uns im Schlaf erholen. Außerdem sollten die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit so reguliert werden, dass ein Wohlfühlklima entsteht. Darüber hinaus gibt es beim Renovieren und Möblieren des Schlafzimmers einiges zu beachten.

Zu diesem spannenden Thema haben wir mit einer echten Expertin auf dem Gebiet Wohnen gesprochen:

Verene Mai

Verena Mai ist für sz-immo in der Redaktion tätig. Recherchen und Kooperationen zu den Themengebieten Wohnen & Einrichten, Umzüge & Sicherheit im Haushalt gehören zu den bevorzugten Themengebieten.

Tipp 1: Lage des Schlafzimmers bewusst wählen

Beim Einzug in die neue Wohnung oder wenn weitreichende Umbaumaßnahmen im Haus stattfinden, stehen für die Auswahl des Schlafzimmers beinahe alle Türen offen. Bei der Entscheidung spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Grenzt die Wand zum Treppenhaus, an ein Kinderzimmer oder an das Wohnzimmer der Nachbarn, die abends lange auf sind?

Dann kann es zu unseren gewöhnlichen Schlafenszeiten laut werden. Besser ist es, als Schlafzimmer den Spitzboden, einen Raum zwischen Küche und eigenem Wohnzimmer oder ein Zimmer an der Außenwand zu wählen.

Tipp 2: Schlafklima optimal gestalten

Als optimale Schlaftemperatur empfehlen Fachleute Temperaturen zwischen 16 und 18 Grad Celsius. Das Dach, die Fenster und die Wände sollten daher eine gute Isolierung aufweisen. Sonst wird es im Sommer im Schlafgemach zu warm. Werden die Fenstergläser des Schlafzimmers nur am frühen Morgen oder am späten Abend von der Sonne beschienen, heizen sie weniger auf. Sofern sich dies nicht vermeiden lässt, schützen Thermo-Rollos, Klemmfixe oder spezielle Vorhänge vor Hitze und gleichzeitig vor zu viel Lärm von draußen. Damit die Atemwege beim Schlafen nicht austrocknen, sollte die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer zwischen 50 und 60 Prozent betragen.

Da Heizungsluft eher trockener ist, wird vor dem Zubettgehen noch einmal gründlich gelüftet. Dazu reicht es nicht, die Kippstellung zu wählen. Alle Fensterflügel werden für mindestens zehn Minuten weit geöffnet. Auch Zimmerpflanzen tragen zur Verbesserung des Schlafklimas bei. Sie filtern Schadstoffe aus der Luft und binden Staub. Lediglich auf Blütenpflanzen sollte verzichtet werden, da diese häufig stark riechen. Einige Arten können bei empfindlichen Personen Allergien auslösen.

Tipp 3: Richtige Beleuchtung einsetzen

Der Grund für einen schlechten Schlaf ist häufig die falsch gewählte Beleuchtung im Schlafzimmer. Ist sie zu hell, gaukelt sie dem Gehirn vor, es wäre Tag. Deswegen kommen wir nicht zur Ruhe. Ähnlich ungünstig wirkt sich die Hintergrundbeleuchtung von Smartphones, Lesegeräten oder Laptops aus. Deswegen müssen sie die Nacht anderswo in der Wohnung verbringen.

Um zum Lesen im Bett, zum Sortieren der Kleidung im Schrank und zum nächtlichen Gang auf die Toilette die passende Beleuchtung anschalten zu können, empfehlen sich mehrere Lichtquellen oder wo sie aus Platzgründen nicht installiert werden können, dimmbare Leuchten. 

Tipp 4: Wandfarben gezielt auswählen

Bestimmte Farben regen den Stoffwechsel an, andere beruhigen das Gemüt. Rot beispielsweise ist eine Signalfarbe, die im Schlafzimmer besser nichts zu suchen hat. Grün, Blau und auch zarte Pastellfarben lassen unser Gemüt entspannen. Muster dürfen auf Wänden, Teppichen und Accessoires gern eingesetzt werden, sollten aber eher dezent gewählt werden. Ton-in-Ton-Varianten bei Muster-Mixen sind eine empfehlenswerte Variante. Ansonsten ist es besser, sich auf ein Design zu beschränken.

Tipp 5: Schadstoffbelastung minimieren

Jeder Erwachsene verbringt täglich etwa acht Stunden im Bett. Grund genug, auf eine möglichst geringe Schadstoffbelastung zu achten. Denn nur dann ist der Körper in der Lage, sich zu regenerieren. Bei der Renovierung des Schlafzimmers sollten ökologische Wandfarben, atmungsaktive Putze und Fußbodenbeläge natürlicher Herkunft verwendet werden. Für Letztere empfehlen sich beispielsweise Teppiche und Läufer aus Schurwolle, ein Parkett aus geöltem Holz oder Kork.

Wenn Möbelplatten ausdünsten, lohnt die Anschaffung neuer Kleiderschränke und Betten aus unbehandeltem Holz. Matratzen, Bettwaren und Bettwäsche sind ebenfalls gezielt auszuwählen, zumal ihre Materialien mit darüber entscheiden, wie stark wir nachts schwitzen. Baumwolle und Leinen erweisen sich als äußerst atmungsaktiv, während Polyester und Microfaser für stark schwitzende Menschen eher nicht geeignet sind, sich dafür aber leicht pflegen lassen.

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