Invasion der Bettwanzen: Wie erkennen, wie bekämpfen? Hilfe!?

Bettwanzen

Das große Krabbeln: So Bettwanzen wieder loswerden!

Eine echte Horrorvorstellung: Der Urlaub war so toll, und jetzt das! Plötzlich bist Du nur so übersät mit juckenden Pusteln. Moskitos, denkst Du zunächst vielleicht – dabei sind in Wirklichkeit häufig Bettwanzen die wahren Übeltäter. Das Team von Snooze Project beantwortet Dir, wieso ein Bettwanzen-Befall heute immer häufiger vorkommt, woran Du Bettwanzen erkennst, weshalb Dir diese kleinen Plagegeister regelrecht gefährlich werden können, und natürlich auch, wie Du die Plagegeister am besten wieder loswirst.

Die Rückkehr der Bettwanzen

„Auf der Mauer, auf der Lauer, sitzt 'ne kleine Wanze…“ – seit Tagen geht uns dieser Ohrwurm aus Kindertagen nicht mehr aus dem Kopf. So richtig Spaß macht es uns trotzdem nicht, uns dermaßen eingehend mit der Bettwanze zu befassen. Aber es nützt ja nichts: Schließlich habt Ihr uns um Rat gebeten. Also ran!

Immer mehr Haushalte betroffen

Einige von Euch hatten ja bereits das zweifelhafte Vergnügen, die Bettwanze in ihrer bevorzugten Umgebung zu erleben. Und das intensiver, als ihnen lieb war: Hautnah, im wahrsten Sinne des Wortes... Aber woher kommen denn nun plötzlich diese Viecher? Und was führt dazu, dass sie sich auch in unseren Breiten neuerdings pudelwohl zu fühlen scheinen? Um dieses Geheimnis zu enträtseln, schlüpft Snooze Project diesmal in die Rolle des Wanzen-Verstehers.

Dürfen wir vorstellen? Die Bettwanze!

Da! Da läuft eine!! Sieh sie Dir schnell an, denn normalerweise bekommst Du sie kaum zu Gesicht. Bettwanzen, auch bekannt unter der Bezeichnung Hauswanzen, sind die ewigen Gewinner bei jedem Versteckspiel. Sogar vollgefressen sind sie weniger als einen Zentimeter lang, in hungrigem Zustand meist nur um die fünf Millimeter. Weil sie extrem flach sind, nennt man sie in manchen Gegenden auch Tapetenflunder. 

Huch, wo ist sie denn plötzlich?

Und schon ist sie wieder weg! Dank ihrer unauffälligen, rostbraunen Farbe verkriechen sich Bettwanzen tagsüber ganz easy in Spalten und Ritzen unter Teppichen, in Matratzen oder sogar im Bettgestell. Obwohl sie Flügel besitzen, können sie immerhin nicht fliegen – doch mittels körpereigener Duftstoffe rufen sie ihre Kumpels herbei, um nachts im Dunkeln einen Flashmob auf Dein Bett zu starten.

Weitgereiste Tierchen

Eigentlich könnte es so richtig nett sein: Schließlich ist die Gründerin Deiner hauseigenen Wanzenkolonie eine echte Weltbürgerin. Was hätte sie nicht alles zu erzählen, wenn sie bloß reden könnte! Bettwanzen, a. k. a. Cimex lectularius, gehören zur Familie der Plattwanzen. Ausschlaggebend für die Ortswahl der kosmopolitischen Insekten ist nur ein Kriterium: Als reine Blutsauger suchen sie mit Vorliebe die Nähe von Tier und Mensch. Ob im Kuhstall oder im Sternehotel: Wo es kuschelig warm ist und sich nachts Lebewesen schlafen legen, fühlt sich die Bettwanze so richtig heimisch. In den Alpen genauso wie in tropischen Gefilden.

Nicht alle Blutsauger reisen im Sarg

Urlaubs-Souvenir mal ganz anders: Bettwanzen sind als blinde Passagiere munter rund um die Welt unterwegs – und das nicht immer nur in Deinen eigenen Koffern. Auch Gäste können die Parasiten in Dein Zuhause einschleppen, ohne selbst überhaupt etwas davon zu merken. Wanzen nutzen viele Transportmittel und Verstecke. Nicht nur, dass sie im Gefieder von Schwalben weite Strecken zurücklegen: Auch in Taubennestern wurden schon mehrfach große Ansammlungen von Bettwanzen gefunden. Sogar in Second-Hand-Klamotten oder alten Möbeln vom Flohmarkt können sie sich verbergen. Hundertprozentige Sicherheit wäre also selbst mit Supermans Röntgenblick eine pure Illusion.

Manche mögen’s warm 

Bettwanzen verpuppen sich nicht, wie es Käfer oder Schmetterlinge tun. Stattdessen durchlaufen sie nacheinander fünf Larvenstadien, in denen sie sich immer wieder häuten. Die Dauer ihrer Entwicklung hängt hauptsächlich von der Umgebungstemperatur ab: Je gemütlicher es ist, desto kürzer dauert ein Zyklus. Zwischen zwei Häutungen brauchen die Larven mindestens einmal eine ordentliche Mahlzeit: Blut, das von Menschen, aber auch von Vögeln oder Säugetieren stammen kann.

Ihr Lieblingssport: Fastenwandern

Die Bettwanze ist ein echter Hungerkünstler und kann es nach einem anständigen Blutbesäufnis über 500 Tage ohne Nahrung aushalten. In solchen Zeiten geht sie besonders gern auf Wanderschaft. Voll entwickelte Weibchen können täglich bis zu fünf Eier ablegen, die sie gut versteckt an ungestörten Stellen anheften. Ihr Erfindungsreichtum stellt dabei jeden Osterhasen in den Schatten: Sogar in DVD-Hüllen, in Büchern und im Innern von Steckdosen wurden schon Bettwanzen-Eier und -Larven gefunden. Ein Weibchen kommt während seines Lebens auf rund 250 bis 500 Eier.

Die Horrorvision jedes Hotelchefs

Obwohl ein Bettwanzen-Befall nichts mit mangelnder Sauberkeit zu tun hat, wird er von Hoteliers meist schamhaft totgeschwiegen. Die Anzahl der Sterne interessiert die lästigen Parasiten kein bisschen: Bettwanzen finden sich durchaus auch mal in der Luxusklasse. Eine Meldepflicht existiert bislang nicht, und das gute Geschäft mit den Touristen will man sich auf keinen Fall verderben.

Gerne mitten im Trubel 

Bettwanzen kannst Du Dir nicht nur in Hotels, sondern auch in Flugzeugen und an ähnlich stark frequentierten Orten einfangen. Überall dort, wo sich viele Menschen tummeln, sind auch sie nicht weit. Bemerkbar machen sich die Tierchen lediglich durch einen typischen, süßlichen Geruch im Raum – doch dieser verbreitet sich meist erst dann, wenn die Wanzen-Population schon beträchtlich angewachsen ist. Er ist also leider kein zuverlässiges Warnzeichen.

Erkennung des Bettwanzen-Befalls 

Iiiih, juckt es Dich inzwischen auch schon überall? Keine Angst, uns geht es gerade nicht anders. Doch es gibt sichere Symptome, anhand derer Du einen Befall mit Bettwanzen schnell und sicher erkennen oder ausschließen kannst. Das erste Merkmal auf dem Steckbrief sind stark und ungewöhnlich lang juckende Hautrötungen an Stellen, die nachts nicht bedeckt sind, also zum Beispiel an Deinen Armen, Deinen Beinen oder im Gesicht.

Auf der Suche nach der Ader 

Sind tatsächlich Bettwanzen die Übeltäter, handelt es sich dabei nicht etwa um Bisse, sondern um Stiche –gleich mehrere davon liegen hintereinander in einer Linie, falls die Bettwanze nicht gleich beim ersten Versuch auf Blut stößt. Dadurch wirken die für Bettwanzen-Stiche charakteristischen Hautschwellungen, die auch Wanzenstraßen genannt werden, oft wie an einer Perlenschnur aufgereiht.

Beutezug mit Verzögerungstaktik 

Bettwanzenstiche wirst Du vermutlich erst bemerken, wenn der Überfall schon längst vorbei ist. Denn raffinierterweise verfügen die Bluträuber über ein örtliches Betäubungsmittel: Es bewirkt, dass der typische Juckreiz erst viel später einsetzt. Bei empfindlichen Menschen können sich dann jedoch durch das blutgerinnungshemmende Sekret der Bettwanzen großflächige Hautareale entzünden. Selten treten sogar Sehstörungen und Unwohlsein auf. Da aber auch andere Parasiten wie Flöhe sehr ähnliche Hautreaktionen auslösen können, solltest Du schleunigst nach weiteren Indizien suchen.

Spurensuche im Bett kann Gewissheit bringen 

Rätselhafte Blutflecken auf Deinem Laken deuten zusätzlich auf eine aktive Bettwanzen-Population hin: Da bei fast jedem Stich ein wenig Blut danebengeht, gelangen winzige Mengen davon an Dein Bettzeug. Wenn Du dieses sowieso schon untersuchst, kannst Du auch gleich auf schwarze Pünktchen achten, die die Mini-Vampire hinterlassen: Es handelt sich dabei um die Ausscheidungen der Parasiten. Prüfe auch, ob sich eventuell Bettwanzenkot auf Deiner Matratze befindet. In der Nähe von Bettwanzen-Schlupfwinkeln finden sich manchmal auch die fast durchsichtigen Häutungsrückstände der Larven. Auch wenn Bettwanzen wahre Camouflage-Meister sind, hinterlassen sie halt doch Spuren.

Machen Bettwanzenstiche krank? 

Wenn die Anzeichen dafür sprechen, dass bei Dir tatsächlich Bettwanzen am Werk sind, stellst Du Dich am besten schnell bei einem Hautarzt vor. Er kann nicht nur Deine Vermutung bestätigen, sondern die Stiche auch gleich behandeln, damit sich diese nicht ernsthaft entzünden. Außerdem sollte eine Allergie ausgeschlossen werden, die infolge weiterer Stiche heftigere Ausschläge, Asthmaanfälle oder gar einen lebensbedrohlichen Schock verursachen könnte.

Verbreiten Bettwanzen wirklich Krankheitserreger? 

Immer wieder wird gemunkelt, dass Bettwanzen auch ansteckende Krankheiten übertragen könnten. Tatsächlich haben Experten bereits diverse Krankheitserreger in Bettwanzen nachgewiesen – dennoch ist eine Infektion durch Bettwanzenstiche nicht sehr wahrscheinlich. In zahlreichen Laborversuchen konnten die Insekten weder Pest, Pocken, Tuberkulose, Lepra, Tropenkrankheiten, Hepatitis noch HIV (AIDS-Virus) weitergeben. Untersuchungen zu weiteren Krankheiten dauern aktuell noch an.

Ausnahmen bestätigen die Regel 

Erst vor wenigen Jahren haben Forscher der Universität von Pennsylvania zumindest einen Erreger gefunden, der durch Bettwanzen verbreitet werden kann. Der Epidemiologe Dr. Michael Levy hat den Nachweis in seinem Labor in Peru erbracht. "Bettwanzen können Trypanosoma cruzi übertragen, den Erreger der Chagas-Krankheit. Sie sind gefährlich und ein Gesundheitsproblem", so Levy gegenüber dem Deutschlandfunk. Chagas kommt vor allem in Lateinamerika vor, ist tödlich und wird durch einen Parasiten verursacht, der das Herz seines Wirts im Laufe von Jahrzehnten immer stärker schädigt, bis es irgendwann versagt. Die Übertragung kann jedoch nur stattfinden, falls verseuchter Bettwanzenkot in einen aufgekratzten Stich gelangt – ein relativ unwahrscheinliches Szenario.

Was tun bei Bettwanzen bzw. einem Befall von Bettwanzen? 

Du willst Dein Bett keinesfalls mit lauter kleinen, ekligen Vampiren teilen? Verständlich, denn Bettwanzen sind lästig, und schließlich hast Du sie auch gar nicht eingeladen! So manche Ratgeberseite gibt unzählige kluge Tipps gegen Bettwanzen. Auch finden sich online ganze Ansammlungen vorbeugender Maßnahmen. Doch mal ehrlich: Wenn Du sie alle befolgen willst, wird das schnell zur Lebensaufgabe, und Du kommst zu nichts anderem mehr. Auch in Deiner Umgebung kennt plötzlich jeder ein todsicheres Mittel gegen Bettwanzenbefall, und im Internet wimmelt es nur so von DEM angeblich wirksamsten Bettwanzenspray. Ist da was dran? Und was hilft wirklich gegen Bettwanzen?

Zunehmend immun gegen Insektizide 

Forscher bezeichnen die Bettwanze auch als Zivilisationsfolger, da sie sich überall dort verbreitet, wo sich Menschen ansiedeln. Die Bekämpfung der Parasiten gestaltet sich nach Meinung von Forschern nicht nur durch deren Reiselust so schwierig. Experten vermuten: Immer mehr Bettwanzen sprechen nicht mehr auf altbewährte Pestizide an.

Möglicherweise genetisch begünstigt 

Der Zoologe Klaus Reinhardt, Professor an der TU Dresden, hat kürzlich das Erbgut der Insekten entschlüsselt. Im Interview mit der ZEIT äußerte er die Vermutung, dass Bettwanzen besonders schnell Widerstandskräfte gegen Schädlingsbekämpfungs-Mittel entwickeln. Meist sind deshalb mehrere Anläufe nötig, um die kleinen Monster endgültig zu vertreiben. Das kostet Dich unwiederbringliche Lebenszeit, Deinen letzten Nerv – und nicht selten auch eine Stange Geld.

Bettwanzen selbst bekämpfen? 

Unzählige Betroffene haben schon versucht, dem Feind in ihrem Bett alleine beizukommen. Logisch, denn wer redet schon gern darüber, dass er daheim eklige Schädlinge hat? Obwohl eine Bettwanzenplage jeden treffen kann, schämen sich die meisten. Wir von Snooze Project sagen: Vergiss es! Nur die wenigsten dieser Versuche enden mit einem glorreichen Sieg. Außerdem leidet die Psyche vieler Betroffener unter der ständigen Ungewissheit, die Biester auch wirklich los zu sein. Schließlich reicht ein einziges übersehenes Weibchen – und schon fängt der ganze Spuk wieder von vorne an.

Lieber jemanden fragen, der sich damit auskennt! 

Letztendlich läppern sich die Ausgaben für Insektizide, Dampfreiniger & Co. meist doch zu einer fetten Gesamtsumme, die die Kosten für einen professionellen Kammerjäger durchaus weit übersteigen kann. Sogar Experten brauchen meist mehrere Anläufe, um alle Bettwanzen nachhaltig zu entfernen. Je eher Du Dich an einen Fachbetrieb wendest, desto besser. Die Preise kannst Du dort vorab erfragen. Gute Schädlingsbekämpfer beraten Dich zudem individuell und sagen Dir, mit welchen Maßnahmen Du wirklich zum Erfolg ihres Einsatzes beitragen kannst. Mit einem Quantum Glück bist Du die ungebetenen Besucher dann auch ganz schnell wieder los.

Bettwanzen weg, neue Matratze gefällig? 

Garantiert unverwanzt: Deine neue Matratze von Snooze Project!

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