Nachtschweiß: Ursachen, Definition und Tipps gegen das nächtliche Schwitzen

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Allgemein


0,5 Liter pro Nacht im Schnitt

Im Durchschnitt verliert jeder von uns bis zu 500 Milliliter Schweiß pro Nacht. Das klingt zunächst viel. Wenn Du allerdings berücksichtigst, dass die Haut unser größtes Organ ist, lässt sich diese Menge nachvollziehen. Während moderates Schwitzen durchaus zum Schlafen dazu gehört, wird es kritisch, wenn Dir die nächtlichen Hitzewallungen den Schlaf rauben.

Ganz wichtig ist, dass die überschüssige Feuchtigkeit ausreichend verdunsten kann bzw. von atmungsaktiver Nachtwäsche aufgenommen wird. Damit die nächtlichen Schweißattacken zukünftig einem erholsamen Schlaf weichen und Du stattdessen von tropischen Nächten träumen kannst, ohne selbst zu zerfließen, geben wir Dir informative Tipps.

Funktionen von Schweiß

Schweiß besteht zu fast 100 Prozent aus Wasser. Hinzu kommen geringe Mengen an Salz, Harnstoff und Fettsäuren. Über winzige Öffnungen bzw. über die Schweißdrüsen – von denen jeder von uns zwischen zwei und fünf Millionen besitzt – kann der Schweiß nach außen gelangen, um zu verdunsten.

Da sich besonders viele Schweißdrüsen auf Handflächen, Fußsohlen und Deiner Stirn befinden, wird dort beim Schwitzen besonders viel Schweiß abgesondert.

Auch wenn die nächtlichen Schweißtropfen sicher nicht zu Jubelsprüngen auf Deiner Matratze führen, hat Schwitzen aus physiologischer Sicht durchaus ihren Sinn. Indem Schweiß über die Hautporen abgesondert wird, kann unsere innere Wärme nach außen abgeleitet werden. Dabei kühlt Deine Haut leicht ab. Insbesondere in der warmen Jahreszeit kannst Du von diesem körpereigenem Mechanismus profitieren.

Darüber hinaus sorgt der Schweiß – egal ob tagsüber oder während der Nacht -, dass Dein Säureschutzmantel der Haut aufrecht erhalten bleibt. Dadurch wird das Keimwachstum von Bakterien und Co. effektiv gehemmt.

Ist die Umgebungstemperatur im Schlafzimmer kühler als Deine Körpertemperatur, kann sie Deine überschüssige Körperwärme aufnehmen. Unabhängig vom übermäßigen Schwitzen kühlt Dein Körper übrigens während der Nacht bis zu 2° C ab, damit er sich – über die Reduktion der physiologischen Prozesse -  beim Schlafen optimal regenerieren kann.

Ursachen


Ursachen für „tropische“ Nächte

Während kulinarische Ursachen für Nachtschweiß – genau wie für Schweiß am Tag – in Frage kommen, können auch gesundheitliche Beschwerden zu Schweißperlen auf dem Kopfwissen führen. Dabei wird zwischen physiologischen und psychologischen Gründen unterschieden.

Als harmlose Ursachen für Nachtschweiß kommen darüber hinaus äußere Einflüsse wie ein ungesunder Lebensstil oder Dein Schlafzimmer – beispielsweise eine nicht ausreichend atmungsaktive Matratze - in Frage.

Grundsätzliche Gründe für Nachtschweiß

  • physiologische Ursachen
  • psychologische Ursachen
  • äußere & kulinarische Einflüsse

 

Je nach Ausprägung kann nächtlicher Schweiß in Form eines leichten Schweißfilms oder Schweißperlen auf der Stirn bis hin zu einem durchnässten Bett auftreten, so dass Pyjama bzw. Nachthemd ein- oder mehrmals während der Nacht gewechselt werden müssen.

Gesundheitliche Ursachen für Nachtschweiß

Während ein gelegentlichen Schwitzen – beispielsweise im Rahmen eines grippalen Infektes – vollkommen okay ist, solltest Du die Ursachen bei regelmäßigem Schwitzen ohne ersichtlichen Grund von einem Arzt abklären lassen.

Falls jemand intensiv während der Schlafphase schwitzt, spricht man aus medizinischer Sicht von einer nächtlicher Hyperhidrose. Charakteristisch für dieses starke Schwitzen ist das regelmäßige Auftreten über einen längeren Zeitraum hinweg. Bei dieser Form des Nachtschweißes handelt es sich um ein krankheitsbedingtes Schwitzen, welches klar von Ursachen wie einer heißen Sommernacht oder zu dicker Bettwäsche abzugrenzen ist.

Wer häufig schweißgebadet aufwacht, läuft zudem Gefahr Schlafstörungen - und in Folge einhergehende Folgebeschwerden wie Konzentrationsstörungen, Müdigkeit oder Kopfschmerzen – zu entwickeln.

Gesundheitliche Ursachen von Nachtschweiß auf einen Blick

  • Grippaler Infekt (Erkältung)
  • Hormonelle Störungen (Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion, Wechseljahre, Schangerschaft)
  • Infektionskrankheiten (bakterielle Herzinnenhautentzündung, Virus-Grippe, Tuberkolose, HIV-Infektion bzw. Aids)
  • Autoimmunerkrankungen (Gefäßentzündungen, Rheumatoide Arthritis)
  • Krebserkrankungen (u. a. Leukämie, Lymphdrüsenkrebs)
  • Neurologische Erkrankungen (Schlaganfall, Parkinson)
  • Psychische Beschwerden (u. a. Ängste, Albträume, traumatische Erlebnisse, Schlafstörungen)
  • Nebenwirkungen von Medikamenten

 

Nachtschweiß durch Anspannung & psychischen Stress

Übermäßiges Schwitzen inklusive Schlafstörungen basiert häufig auf psychologischen Ursachen. Auf physiologischer Ebene entsteht Nachtschweiß im vegetativen Nervensystem, welches wiederum eng mit unserer Psyche verknüpft ist. In diesem Zusammenhang können Stress oder seelische Beschwerden – beispielsweise das Burnout-Syndrom – zu nächtlichen Schweißausbrüchen führen.

In diese Prozesse erhöhter Anspannung sind Stresshormone involviert, die bei psychischem Druck vermehrt ausgeschüttet werden. Um das Stresslevel nicht weiter zu erhöhen und abbauen zu können, liegst Du mit einem Mix aus moderatem Ausdauertraining, regelmäßiger Entspannung und einem gesunden Lebensstil goldrichtig.

Basiert ein regelmäßig auftauchender Nachtschweiß auf einer gravierenden psychischen Belastung oder einer Angsterkrankung, ist eine psychologische Unterstützung – zum Beispiel eine Verhaltenstherapie – sinnvoll.

Der Angstschweiß bei psychischer Belastung kommt übrigens aus speziellen Drüsen, die sich erst im Laufe der Pubertät bilden.

Harmlose Ursachen von Nachtschweiß beseitigen

In den meisten Fällen können bereits einfach umsetzbare Strategien hilfreich sein, um nicht mehr schweißgebadet während der Nacht aufzuwachen. Können gesundheitliche bzw. medizinische Ursachen für Nachtschweiß ausgeschlossen werden, legen wir Dir folgende Tipps ans Herz:

In diesem Zusammenhang kommen sowohl kulinarische, temperaturabhängige und materielle Aspekte in Frage. Wichtig in puncto Nachtschweiß ist allen voran, dass Deine Matratze ausreichend atmungsaktiv ist und Deine Nachtwäsche die Schweißperlen optimal aufnimmt.

Die Schlafzimmertemperatur sollte maximal bei 20 Grad liegen. Bei hohen Nachttemperaturen im Sommer kann ein feuchtes Tuch – beispielsweise ein Bettlaken – vor das leicht geöffnete Fenster gehängt werden.

Tipp: Wer im Sommer nicht auf eine schützende Decke während der Nacht verzichten möchte, kann einfach nur den Bettbezug nutzen. Dadurch kann der Nachtschweiß – ein atmungsaktives Material wie Baumwolle vorausgesetzt – auch zuverlässig aufgesogen werden.

Während schwer verdauliche Nahrungsmittel am Abend das Verdauungssystem daran hindern, sich während der Nacht ausreichend zu regenerieren, punktet leicht verdauliche Kost zusätzlich mit dem Vorteil, dass weniger Körperwärme produziert wird. Gleiches gilt für mild gewürzte Speisen fernab von Chili, Wasabi und Co.

Tipps


Tipps gegen nächtliches Schwitzen auf einen Blick

  • eine kühle Schlaftemperatur
  • Luftfeuchtigkeit reduzieren
  • eine atmungsaktive Matratze
  • leichte, atmungsaktive Bettwäsche
  • beim Abendessen auf scharfes & fettes Essen verzichten
  • kein oder nur ein moderater Alkohol- und Kaffeegenuss
  • auf Nikotin verzichten
  • atmungsaktive, luftige & natürliche Nachtwäsche
  • leicht verdauliche Mahlzeiten zum Abendessen bevorzugen
  • moderates Ausdauertraining
  • Entspannungsübungen vor dem Schlafengehen

 

Pyjama, Nachthemd & Co. gegen Hitzewallungen

Falls Du nachts schnell schwitzt, solltest Du unbedingt auf Nachtwäsche aus synthetischen Fasern verzichten, da Kunstfasern das Schwitzen – nicht nur während der Nacht – fördern. Im Gegensatz zu künstlichen Materialien sind Naturfasern wie Baumwolle ideal. Diese natürlichen Stoffe sind nicht nur atmungsaktiv, sondern auch sehr saugfähig.

Nachtkleidung aus Seide hat zudem den Vorteil, dass sie temperaturausgleichend ist. Allerdings ist es eine Typfrage, ob Seide als kühlend oder wärmend empfunden wird.

Darüber hinaus gibt es auch Pyjama und Co. aus feinen Mischgeweben – beispielsweise Modal mit Seidenanteilen -, die für ein luftig-leichtes Gefühl am Körper à la zweite Haut sorgen.

Tipp: Der komplette Verzicht auf Nachtwäsche führt nicht dazu, dass Du weniger schwitzt. Der Schweißfilm auf der unbekleideten Haut kann sogar fördern, dass Du leichter frierst.

Ideal sind nicht zu eng geschnittene Kleidungsstücke. Luftige Nachtwäsche kann einen Hitzestau verhindern und die Haut kann besser atmen.

Du neigst zum starken Schwitzen? Zusätzlich wird spezielle Nachtwäsche angeboten, deren Material mit Silberfasern angereichert wird. Durch die optimierten physikalischen Eigenschaften wird die Verdunstungsgeschwindigkeit von Nachtschweiß intensiviert. Dadurch entsteht ein angenehm trockenes Körpergefühl. Abgerundet werden die Highlights silberhaltiger Materialien mit antibakteriellen Effekten, die den unangenehmen Schweißgeruch zuverlässig hemmen sollen.

„Keep cool Baby“ – Die optimale Matratze gegen Nachtschweiß

Im Gegensatz zu einer Matratze mit Memory Effekt, deren Kuhlenbildung dass Schwitzen während der Nacht fördert, empfehlen wir Dir eine Kaltschaummatratze. Dieser Matratzentyp – beispielsweise unsere Snooze Project Matratzen – leiten überschüssige Wärme zuverlässig nach außen und unten. Dank der atmungsaktiven Qualität und des offenporigen Aufbaus wird eine ausreichende Durchlüftung effektiv unterstützt.

Von einer nicht atmungsaktiven Latexmatratze raten wir Dir hingegen ab, wenn Du zu Nachtschweiß neigst.

Tags: GESUNDHEIT
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