Welches Waschprogramm ist sinnvoll? Erklärungen rund um Waschprogramme, Waschmaschine, Pflegeleicht ...

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Die facettenreiche Welt der Waschprogramme

Obwohl fast jeder von uns stolzer Besitzer einer Waschmaschine ist, bleiben die ganzen Waschprogramm-Symbole für viele ein Rätsel. So mancher ist froh, wenn er zumindest die Programme 'Kochwäsche' für Bettwäsche und Handtücher und das Waschprogramm 'Pflegeleicht' für Hemden, Blusen und Co. kennt. Wir wollen Dir – dank unserer Waschprogramm-Erklärung - Licht ins Dunkel der Waschprogramm-Symbole bringen und präsentieren Dir die wichtigsten Waschmaschinen-Programme, ohne Dich mit unnötigem Geschwafel zu langweiligen.

Sinn & Zweck der verschiedenen Waschprogramme

Vielleicht hast Du Dich auch schon mal gefragt, ob die ganzen Waschprogramme Deiner Waschmaschine überhaupt nötig sind. Die einzelnen Programme unterscheiden sich hauptsächlich in puncto Wassermenge, Temperatur, der Anzahl der Spülgänge und der Waschprogramm-Dauer. Zusätzlich variieren der jeweilige Entwässerungsgrad und die Waschmechanik. Dadurch sind die einzelnen Programme auf Aspekte wie Material, Farbe und Verschmutzungsgrad von Bettwäsche, Deiner Lieblingsjeans oder Gardinen optimiert.

Während die facettenreichen Waschprogramme einer Bosch Waschmaschine und von Siemens und Co. so manchen Hausmann aus technischer Sicht sicher begeistern, können die zahlreichen Waschproramme sicher auch zur Überforderung führen. Schließlich wünschst Du Dir einfach nur saubere Wäsche, ohne vorab stundenlang die individuellen Features zu studieren.

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Die Basis – Vier Programmtypen für saubere Wäsche

Auch wenn die meisten Modelle wesentlich mehr Waschprogramme besitzen, sind für den Otto-Normalverbraucher vier Waschmaschinen-Programme ausreichend. Diesbezüglich sind das Waschprogramm Pflegeleicht, Koch- und Buntwäsche - als Waschprogramm für Bettwäsche und Handtücher -, Feinwäsche für empfindliche Fashion und das Waschprogramm Wolle relevant. Während die letzten beiden Waschprogramme typischerweise kalt – bei bis zu 30° Grad – oder bei maximal 40° Grad warm waschen, wird der Waschgang 'Pflegeleicht' typischerweise auf 40° (teilweise auch zwischen 30° und auf 60°) Grad und die Koch- und Buntwäsche auf maximal 95° Grad erhitzt.

Tipp: Der Umwelt zuliebe ist es in der Regel ausreichend, Bettwäsche und Handtücher bei 60° Grad – und nur leicht verschmutzte Textilien – bei 40° Grad zu waschen.

Zusätzlich bieten moderne Waschmaschinen verschiedene Zusatztasten, die allerdings nur dann Sinn machen, wenn Dein Kleiderschrank zahlreiche Textilarten beheimatet und Du Deine Wäsche vor dem Gang in die Trommel sorgfältig sortierst.

Der Klassiker: Koch- und Buntwäsche

Dieses besonders häufig genutzte Waschprogramm für Handtücher, Bettwäsche und Co. unterteilt sich in Hauptwäsche, Spülen und Schleudern. Deine Wäsche ist besonders verschmutzt? Dann kannst Du die Zusatzfunktion Vorwäsche hinzuwählen.

Während die Hauptwäsche auf einem niedrigen Wasserstand und einer normalen Trommelbewegung basiert, wird die Wäsche anschließend mit ausreichend Wasser in zwei bis sechs Spülgängen von der reinigenden Lauge befreit.

Tipp: Bei einigen Waschmaschinen kann das Spülniveau intensiviert – oder ein weiterer Spülgang hinzugewählt – werden. Diese Zusatzfunktion macht Sinn, um empfindliche Textilien vor Waschmittel-Rückständen zu schützen. Darüber hinaus empfiehlt sich das zusätzliche Spülen für Allergiker oder bei sehr weichem Wasser.

Das Waschprogramm 'Koch- und Buntwäsche' wird mit einem Schleudergang – und gegebenenfalls zusätzlich mit einer Auflockerung à la Knitterschutz – vollendet. 

Waschprogramm Pflegeleicht

Je nach Waschmaschinen-Modell variiert die Füllmenge zwischen 1,5 und 2,5 Kilogramm Schmutzwäsche. Charakteristisch für dieses ebenfalls häufig genutzte Waschprogramm ist ein niedriges Wasserniveau bei reduzierter Trommelbewegung, welches von mehreren Spülgängen bei hohem Wasserstand beendet wird.

Das Waschprogramm ist für pflegeleichte Wäsche aus Kunstfasern und Mischgewebe mit Naturfasern wie Hemden geeignet. Je nach Waschmaschine können Zusatzfunktionen wie Vorwäsche, ein Knitterschutz – beispielsweise für empfindliche Blusen - und kurzes Schleudern hinzugewählt werden.

Energiesparprogramm – Der Umwelt zuliebe

Du möchtest energiesparend – einer Senkung des Stromverbrauchs sei Dank - waschen? Das Waschprogramm 'Energiesparend' basiert auf einer verlängerten Einwirkzeit Deiner Wäsche in der Lauge. Dadurch soll die Schmutzwäsche auch bei niedriger Temperatur und weniger Energieverbrauch sauber werden.

Dieses nachhaltige Waschprogramm ist - in Abhängigkeit des Waschmaschinenmodells – hinzuwählbar oder kommt in Form eines eigenständigen Energiesparprogramms daher.

Feinwäsche versus Wollprogramm – Für sensible Textilien

Während das Waschprogramm Feinwäsche für empfindliche Kleider, Röcke und Blusen geeignet ist und bei hohem Wasserstand und reduzierter Trommelbewegung ohne Zwischenschleudern wäscht, werden Wollfasern im Wollprgramm dank verringertem Wasserstand und stark reduzierter Wasch- und Spülfunktion besonders sanft gereinigt.

Da nasse Wolle sehr empfindlich auf Bewegung reagiert, bleibt die Waschtrommel während der Aufheizphase teilweise stehen.

Tipp: Der Frühjahrsputz steht an und Du möchtest Deine Gardinen vom Grauschleier des Winters befreien? Dann kannst Du die Feinwäsche auch als Waschprogramm für Vorhänge nutzen.

Handwäsche in der Waschmaschine? 

Dieses Waschprogramm klingt zunächst paradox, macht aber durchaus Sinn, wenn Du keine Lust hast, hochempfindliche Textilien wie Seide im Waschbecken zu reinigen. Typisch für diesen Waschgang sind die noch geringeren Bewegungen als beim Wollwaschprogramm, so dass sich dieses Waschprogramm auch für Wollmode à la Chic im Strick eignet. Die Waschtrommel bewegt sich zwar schneller, aber dadurch wird empfindliche Wäsche an der Trommelwand fixiert, ohne zu häufig zu fallen.

Tipp: Falls Du Seide oder Wolle doch lieber per Hand waschen möchtest, solltest du Deine sensiblen Lieblingsstücke nur kurz in der Lauge liegen lassen und anschließend vorsichtig ausdrücken, ohne die Fasern durch Reiben oder Wringen zu schädigen.

Waschprogramm für Jeans – Denim richtig waschen

Um zu verhindern, dass Deine intensiv gefärbte Blue Jeans nicht während des Waschgangs 'ausblutet', solltest du Skinny Jeans oder Pants im Boyfriend-Style auf links – also umgedreht – und bei maximal 40° Grad waschen. Da ein zu hoher Schleudergang Knitterfalten erzeugen kann, liegst Du mit dem Waschprogramm Pflegeleicht samt reduzierter Trommelbewegung goldrichtig.

Tipp: Um ein dunkles Blau effektiv zu schützen, solltest Du auf Waschmittel mit bleichenden Zusätzen bzw. auf Weißwaschmittel verzichten. Jeansjacke und Co. am besten nur mit gleichen Farben zusammen waschen, um hellere Textilien zu schützen.

Weitere Tipps und Tricks rund um das optimale Waschprogramm

Während Du stark verschmutze Wäsche samt Flecken mithilfe der Zusatzfunktion 'Einweichprogramm' länger in der Lauge einweichen lassen kannst, ist ein Kurzprogramm wiederum ideal für nur leicht verschmutzte Textilien zum Auffrischen sinnvoll.

Du möchtest Wasser sparen? Zusatzprogramme wie 'Mengenautomatik' oder die ältere Funktion '½-Programm' kannst Du nutzen, wenn Du die Wassermenge – in Abhängigkeit der Befüllung - reduzieren möchtest.

Innovative Waschmaschinen mit smarter 'Fuzzy-Logic'-Funktion erfassen sogar zusätzlich den Verschmutzungsgrad Deiner Wäsche und dosieren in dessen Abhängigkeit nicht nur die maximal benötigte Wassermenge sondern auch das Waschmittel.

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  • Mein größtes Problem bis dato!

    Danke euch für den netten Beitrag hier. Die Waschmaschine war bzw. ist eigentlich mein natürlicher Feind, aber die Tipps haben mir ein wenig geholfen und einiges klarer gemacht und es läuft.