Waschprogramm

waschprogramme

Definition / Begriffs-Erklärung

Unter Waschprogrammen versteht man die unterschiedlichen, durch den/die BenutzerIn auswählbaren Menüpunkte einer Waschmaschine. Obwohl sich das Programmangebot je nach Hersteller unterscheidet, verfügt nahezu jede Waschmaschine über 4 gängige Basisprogramme sowie eine variable Anzahl zusätzlicher Spezialprogramme. Jedes Waschprogramm unterscheidet sich durch seine typische Einweichdauer, Waschtemperatur und Schleudergeschwindigkeit (ggf. auch durch das Weglassen des abschließenden Schleudergangs) von den weiteren Programmen.

Grundlagen: Geschichte & Bedeutung der Waschprogramme

Für eine gründliche, zugleich aber auch möglichst schonende Reinigung unterschiedlicher Textilfasern sind neben dem Einsatz des passenden Waschmittels hauptsächlich 5 Faktoren verantwortlich:

  • die verwendete Wassermenge
  • die Dauer der Einweichzeit(en)
  • die Waschtemperatur
  • die Anzahl der Spülgänge
  • die Anzahl der Schleudertouren

 

Die ersten elektrisch betriebenen Waschmaschinen mit mehreren vollautomatisch ablaufenden Waschprogrammen, die mittels Drucktasten vor Beginn des Waschgangs eingestellt werden konnten, kamen Ende der 1950er Jahre auf den Markt. Sie ermöglichten der damals meist noch alleine für den Haushalt zuständigen Hausfrau, während des Wäschewaschens andere Aufgaben zu erledigen. Dass die Waschmaschine während des Waschvorgangs nicht mehr überwacht und bedient werden musste, bedeutete eine große Zeitersparnis.

Heute bietet jede Waschmaschine eine große Auswahl unterschiedlicher Waschprogramme, die nahezu jede mögliche Kombination von Wassermenge, Einweichdauer, Wassertemperatur, Spülgängen und Schleuderdrehzahl abdecken. Abgesehen davon können auch der Entwässerungsgrad der Wäsche beim Schleudern und die Waschmechanik − also die Bewegungen der Waschtrommel − je nach Programmwahl variieren.

Inzwischen geht es bei Waschprogrammen nicht mehr nur um Sauberkeit und die pflegliche Behandlung der jeweiligen Stoffe und Farben: Ein weiteres Ziel ist auch, die Wäsche unter Einsatz von möglichst wenig Wasser, Energie und Chemikalien zu reinigen. Die daraus resultierende Ersparnis schlägt sich aus Verbrauchersicht vor allem auf der Nebenkostenabrechnung und der Stromrechnung nieder − nachhaltig gestaltete Waschprogramme wirken sich aber auch positiv auf die Umwelt aus, da sie Ressourcen und Trinkwasser einsparen.

Wie umweltfreundlich moderne Waschmittel wirklich sind, welche sinnvoll und welche eher unnötig, erfährst Du in unserem Lexikon-Eintrag über Waschmittel.

Waschprogramme: Eigenschaften & Verwendung

Die meisten Waschprogramme sind speziell auf die Eigenarten bestimmter Textilien zugeschnitten und sorgen damit für die effektive Reinigung unterschiedlichster Wäschestücke. Das Waschprogramm beeinflusst jedoch nicht nur die Sauberkeit der Wäsche, den Wassereinsatz und den Energieverbrauch, sondern auch die längerfristige Haltbarkeit von Fasern und Farben. Obwohl viele VerbraucherInnen dazu neigen, nur drei oder vier Programme ihrer Waschmaschine regelmäßig zu nutzen, können sich in manchen Anwendungsbereichen auch die selten beachteten Spezialprogramme als nützlich erweisen.

Auf dem im Wäschestück eingenähten Pflegeetikett kannst Du in den meisten Fällen anhand der aufgedruckten Symbole sehr einfach herausfinden, welches Waschprogramm am besten zu Deiner Kleidung oder Deinen Haustextilien passt. Alle wichtigen Details über die Bedeutung der unterschiedlichen Piktogramme wie Wanne, Quadrat, Kreis oder Dreieck erfährst Du in unserem Artikel über Waschsymbole: Dort gibt es auch einen kostenlosen Download, in dem wir das Symbol zu jedem Waschprogramm und den weiteren Pflegeschritten genau erklären.

Welche Waschprogramme es gibt, und welches Waschprogramm sich für welche Textilien und Stoffe am besten eignet, sehen wir uns nun genauer an.

Die vier Basis-Waschprogramme

Auch wenn die meisten Waschmaschinen-Modelle wesentlich mehr Auswahl bieten, benutzen die meisten VerbraucherInnen hautsächlich 4 Programme: das Programm Koch- und Buntwäsche für Bettwäsche und Handtücher, das Waschprogramm Pflegeleicht für etwas empfindlichere Textilien wie etwa Kleidung, das Waschprogramm Feinwäsche für empfindliche Wäschestücke und das besonders schonende Waschprogramm Wolle für Strickwaren und Wollstoffe.

Die 4 gängigsten Waschprogramme im Überblick:

  • Koch- und Buntwäsche
  • Pflegeleicht
  • Feinwäsche
  • Wolle (bei manchen Waschmaschinen auch Handwäsche genannt)

Das Waschprogramm Koch- und Buntwäsche

Das meistgenutzte Waschprogramm Koch- und Buntwäsche eignet sich ideal für robustere Stoffe wie Handtücher oder Bettwäsche, aber auch für andere unempfindliche Wäschestücke wie Baumwoll-Unterwäsche. Es unterteilt sich in Hauptwäsche, Spülen und Schleudern. Bei der Anwendung dieses Programms kannst Du bedenkenlos die volle Kapazität Deiner Waschmaschinentrommel (je nach Größe und Modell zwischen 3 und 9 kg) ausnutzen. Buntes sollte möglichst nur mit bleichefreien, farbschonenden Colorwaschmitteln, Weißes hingegen mit bleichehaltigen Vollwaschmitteln gewaschen werden.

Im Waschprogramm Koch- und Buntwäsche lässt sich die Temperatur meist frei wählen, wobei kochfeste Baumwoll-Wäsche wie helle Handtücher oder Bettlaken bei bis zu 95 Grad Celsius „gekocht“ werden können. Die Einstellung 60° C wird ebenfalls hauptsächlich für Textilien aus Baumwolle benutzt − die meisten restlichen Fasern könnten unter der hohen Temperatur leiden und womöglich einlaufen. Die Hauptwäsche geschieht mit intensiver Waschtrommel-Bewegung bei sehr niedrigem Wasserstand. Anschließend wird die Wäsche mit ausreichend Wasser in zwei bis sechs Spülgängen von der reinigenden Waschmittel-Lauge befreit.

Bei einigen Waschmaschinen kann das Spülniveau intensiviert oder ein weiterer Spülgang hinzugewählt werden. Diese Zusatzfunktion ist sinnvoll, um empfindliche Textilien und dunkle Stoffe vor störenden Waschmittelrückständen zu schützen. Auch für Allergische oder generell bei sehr weichem Wasser empfiehlt sich das zusätzliche Spülen, um Waschmittelreste vollständig aus den Fasern zu entfernen.

Nach dem Abpumpen der Waschlauge wird das Waschprogramm Koch- und Buntwäsche durch einen Schleudergang vollendet, wobei sich die Anzahl der Umdrehungen meist separat steuern lässt. Die Zahl der bei einem bestimmten Waschmaschinenmodell möglichen Schleudertouren wird vom Hersteller in Umdrehungen pro Minute (U/min) angegeben: Je höher die Drehzahl, desto trockener kommt Deine Wäsche aus der Maschine.

Für den Fall, dass Du die feuchte Wäsche nicht sofort nach Ende des Waschgangs entnehmen kannst, verfügen viele Geräte über eine Knitterschutz-Funktion: Die Trommel dreht sich auch nach Abschluss des Waschgangs ab und zu, wodurch die Textilien bis zur Entnahme immer wieder aufgelockert werden. 

Tipp: Der Umwelt zuliebe genügt es in der Regel, Bettwäsche und Handtücher auf 60° C – und lediglich leicht bis normal verschmutzte Textilien bei 40° C – zu waschen. Waschtemperaturen von 60 Grad oder mehr sind nur bei besonders hohen Hygieneansprüchen nötig, etwa bei einer akuten Erkrankung im Haushalt, die durch Viren, Bakterien oder Pilze bedingt ist. In solchen Fällen solltest Du auch für Buntes ausnahmsweise ein bleichehaltiges Vollwaschmittel verwenden, um die Erreger zuverlässig abzutöten.

Das Waschprogramm Pflegeleicht

Da zu Beginn der Waschmaschinen-Ära die meisten Kleidungsstücke weiterhin nur per Hand gewaschen werden konnten, wurde der Begriff pflegeleicht für nicht ganz so empfindliche Textilien verwendet: Diese vertrugen zwar keinen Kochwaschgang, aber immerhin eine (wenn auch kühlere) Maschinenwäsche. Beim Programmnamen Pflegeleicht ist es geblieben, obwohl die nicht mehr ganz passende Bezeichnung bei VerbraucherInnen von heute angesichts des insgesamt viel pflegeleichter gewordenen Textilienangebots immer wieder für Verwirrung sorgt.

Dieses Waschprogramm ist ideal für weniger empfindliche, nur leicht knitteranfällige Kleidungsstücke wie Hemden aus Kunstfasern oder Shirts aus Mischgeweben (Naturfasern mit Synthetikbeimischung) geeignet. Da die Füllmenge relativ gering ist, lässt sich damit auch die schnelle Wäsche zwischendurch optimal erledigen: Schon wenige Wäschestücke genügen oft schon, um eine komplette Waschladung zusammenzustellen.

Die empfohlene Füllmenge im Waschprogramm Pflegeleicht variiert je nach Waschmaschinen-Modell etwa zwischen 1,5 und 4,5 Kilogramm Schmutzwäsche, was einer halben Trommelfüllung entspricht. Dennoch ist gegenüber dem Programm für Koch- und Buntwäsche die Wasserzufuhr etwas höher: Dies bewirkt, dass sich die einzelnen Teile freier im Waschwasser bewegen können, intensiver durchspült werden und weniger knittern.

Charakteristisch für dieses ebenfalls sehr häufig genutzte Waschprogramm ist die leicht reduzierte Trommelbewegung (auch Reversierrhythmus genannt). Die Wäsche wird hierdurch schonender gereinigt als im Waschprogramm für Koch- und Buntwäsche. Die abschließenden Spülgänge finden bei höherem Wasserstand statt, um Waschmittelreste trotz sanfterer Waschbewegungen vollständig aus den Fasern zu entfernen.

Beim Waschgang Pflegeleicht wird das Wasser typischerweise auf 40 Grad Celsius erhitzt, doch auch andere Temperaturen zwischen 30 Grad und 60 Grad Celsius stehen zur Auswahl. Ein Colorwaschmittel ohne Bleiche schont die Farben und verlängert ihre Lebensdauer. Je nach Waschmaschine können Zusatzfunktionen wie Vorwäsche, Knitterschutz und Kurzschleudern hinzugewählt werden − auf diese Weise lässt sich das vorgegebene Waschprogramm individuell auf die jeweiligen Textilien anpassen.

Tipp: Das Waschprogramm Pflegeleicht eignet sich ideal für alltägliche Kleidungsstücke, die meist nur leicht verschmutzt sind. Es dauert kürzer als ein Waschgang für Koch- und Buntwäsche und ist gerade dann besonders effizient, wenn sich noch nicht genug Wäsche für eine volle Trommel angesammelt hat. Der etwas höhere Wasserverbrauch des Pflegeleicht-Waschgangs fällt angesichts seines geringeren Strombedarfs zumindest im niedrigen Temperaturbereich kaum ins Gewicht.

Das Waschprogramm Feinwäsche

Mit dem Programm für Feinwäsche lassen sich Textilien aus Seide und Spitze, aber auch Synthetikstoffe wie Nylon, Polyester oder Polyamid besonders schonend waschen. Typische Wäschestücke für das Feinwaschprogramm sind Dessous, Kleidung aus besonders dünnen Stoffen wie Chiffon, Strickjacken und -schals aus Kunstfasern, aber auch Gardinen oder farbecht bestickte Tischdecken.

Sogar schmutzige Stoffschuhe, Synthetik-Rucksäcke und -Sporttaschen kannst Du, sofern es ihr Hersteller erlaubt, ohne großen Aufwand im Programm für Feines waschen. Geruch und Flecken werden in der Waschmaschine oft gründlicher entfernt als bei einer mühsamen Reinigung von Hand. Als Zusatz eignet sich für alle infrage kommenden Textilien ein sogenanntes Feinwaschmittel, das ebenfalls zur schonenden Behandlung empfindlicher Stoffe beiträgt: Es enthält weder optische Aufheller noch Bleichmittel, sondern reinigt allein durch Enzyme und Seife.

Das Feinwaschprogramm zeichnet sich durch niedrige Temperaturen bis 40 Grad Celsius, einen hohen Wasserstand, seine sehr sanfte Waschmechanik, seine kurze Waschdauer und extrem niedrige Schleudertouren bei kurzer Schleuderdauer aus. Die Fasern quellen durch diese milde Behandlung weniger stark auf und werden mechanisch kaum beansprucht, da es vor dem Spülen keine Zwischenschleudergänge gibt.

Tipp: Die Feinwäsche lässt sich optimal als sanftes Waschprogramm für Gardinen und Vorhänge nutzen. Ein großes Wäschenetz erspart Dir dabei das zeitraubende Entfernen eventuell vorhandener Gardinengleiter: Fällt während des Waschvorgangs eines der Kunststoff-Röllchen ab, kann es auf diese Weise nicht das Flusensieb Deiner Waschmaschine verstopfen oder verloren gehen.

Das Waschprogramm Wolle

Auch beim Waschprogramm Wolle handelt es sich strenggenommen um ein besonders schonendes Feinwaschprogramm mit leicht verringertem Wasserstand sowie stark reduzierter Wasch- und Spülfunktion - aus diesem Grund ist es bei manchen Waschmaschinen auch als Waschprogramm Handwäsche gekennzeichnet. Da nasse Wolle sehr empfindlich auf Bewegung reagiert, bleibt die Waschtrommel während der Aufheizphase zeitweise vollständig stehen, schaukelt die Wäsche dann einige Sekunden lang sanft in der Waschlauge hin und her (man nennt diesen Vorgang auch Wollwiege) und ruht anschließend erneut. Auf diese Weise werden Wollsachen sehr sanft gereinigt.

Obwohl auch hier Waschtemperaturen von 20, 30 oder maximal 40 Grad Celsius möglich sind, solltest Du möglichst den niedrigsten Bereich bevorzugen, um die sensiblen Wollfasern zu schonen. Das Waschprogramm für Wolle ist schonend genug, um manche Handwäsche zu ersetzen. Da das Waschprogramm für Wolle grundsätzlich ohne Schleudern endet, sind die Wäschestücke bei Ende des Waschgangs tropfnass und sollten idealerweise auf einer saugfähigen Unterlage im Liegen getrocknet werden − anderenfalls können sie durch ihr Eigengewicht ausleiern oder sich verziehen.

Empfehlenswert für alle Textilien, die Schafwolle bzw. Schurwolle enthalten, sind spezielle Wollwaschmittel. Die meisten Spezialwaschmittel für Wolle sind flüssig und enthalten rückfettende Substanzen wie Lanolin. Weil sie das ausgewaschene Wollfett noch während des Waschgang ersetzen („rückfetten“), werden Pullover, Kuscheldecken oder Schals mit derartigen Spezialwaschmitteln schonend wieder sauber, ohne zu verfilzen. Ungeeignete Waschmittel können dagegen zu Beschädigungen führen.

Tipp: Spezielle Wollwaschmittel kannst Du notfalls durch rückfettende, milde Shampoos − etwa für strapaziertes Haar − ersetzen. Als Alternative am besten geeignet sind Bio-Shampoos ohne Silikone, da sie die empfindlichen Wollfasern nicht verkleben.

Sinnvolle & nützliche Spezialprogramme

Abgesehen von den vier Basisprogrammen bieten moderne Waschmaschinen allerlei Zusatzprogramme. Die Mehrzahl davon ist vor allem dann zweckmäßig, wenn Du zahlreiche unterschiedliche Textilarten wäschst. Zudem bedeutet es einen gewissen Zeitaufwand, vor jedem Waschgang Deine Wäsche sorgsam zu sortieren, um jede Wäschesorte separat im optimalen Programm zu waschen − wer diesen Aufwand nicht regelmäßig betreiben will, kommt im Normalfall auch mit einigen wenigen Zusatzprogrammen aus.

In den meisten Haushalten kommt nicht genug Wäsche zusammen, um alle Sonderfunktionen auszunutzen − oft müsste die Waschmaschine dazu im halbleeren Zustand laufen, was jedoch weder umweltfreundlich noch kostengünstig wäre. Vor der Anschaffung einer neuen Waschmaschine kann sich deshalb die Überlegung lohnen, ein preisgünstigeres Modell mit etwas weniger Waschprogrammen zu kaufen. Nachfolgend erläutern wir Dir die wichtigsten Spezialprogramme und Zusatztasten, die sich für nahezu jeden Haushalt rentieren.

Vorwäsche

Falls Deine Wäsche besonders stark verschmutzt ist, kannst Du bei den Waschprogrammen Koch- und Buntwäsche, Pflegeleicht oder Feinwäsche die Option Vorwäsche hinzuwählen: Sie dient zum Einweichen hartnäckiger Flecken, hilft aber auch beim gründlichen Durchnässen großer Textilien wie Vorhängen oder Bettdecken. Durch die Vorwäsche wird grober Schmutz angelöst und im nachfolgenden Hauptprogramm gründlicher entfernt. Für die Vorwäsche dosierst Du etwa ein Viertel der üblichen Waschmittel-Menge in die dafür vorgesehene, separate Waschmittelkammer. Für die Hauptwäsche bleibt es weiterhin bei der normalen Dosierung.

Energiesparprogramm

Das Waschprogramm Energiesparend, Öko oder auch Eco – die Bezeichnung variiert je nach Waschmaschinenmodell – ist entweder per Tastendruck hinzuwählbar oder als eigenständiges Energiesparprogramm verfügbar. Dieses nachhaltige Waschprogramm basiert auf einer verlängerten Einweichzeit Deiner Wäsche in der Waschlauge. Das Prinzip ähnelt dem der Vorwäsche, doch hier wird die Waschlauge zwischendurch nicht erneuert − lediglich die Waschzeit verlängert sich. Dadurch wird ein Großteil der haushaltsüblichen Schmutzwäsche auch bei niedriger Temperatur sauber, und der Stromverbrauch sinkt.

Waschprogramm für Jeans

Zu intensives Schleudern führt häufig zu Knitterfalten und kann auf dunklen Wäschestücken unschöne helle Streifen hinterlassen, die oft erst nach dem Trocknen sichtbar werden. Das Jeans-Waschprogramm (je nach Gerät manchmal auch als Waschprogramm für Dunkles gekennzeichnet) ähnelt dem Basisprogramm Pflegeleicht, ist in puncto Trommelbewegung jedoch speziell auf ganz besonders empfindliche Farben abgestimmt.

Dunklere Jeansjacken, Jeanshosen oder Accessoires aus dunklem Jeansstoff sollten nur zusammen mit ähnlichen Farben in die Maschine gesteckt werden, um hellere Textilien vor Verfärbungen zu schützen. Das Jeansprogramm eignet sich neben Jeans auch für andere Stoffe, die nicht farbecht sind: Steht auf dem Etikett, dass ein Kleidungsstück nur mit ähnlichen bzw. dunklen Farben gewaschen werden soll, kannst Du dazu beruhigt das Jeans-Waschprogramm wählen.

Um zu verhindern, dass fabrikneue Blue Jeans oder andere Kleidungsstücke aus dunkelblauem oder schwarzem Denim während des Waschgangs ausbluten, solltest Du sie stets auf links – also mit der Innenseite nach außen – bei maximal 40 Grad Celsius waschen: Je kühler die Wassertemperatur, desto schonender für die Farben. Außerdem solltest Du beim Waschen von Jeans möglichst auf Waschmittel mit bleichenden Zusätzen (Vollwaschmittel, Universalwaschmittel) verzichten.

Kurzprogramm / Mix-Programm

Wenn es mit der Wäsche besonders schnell gehen soll, wirken sich lange Einweichzeiten eher störend aus. Deshalb hat sich das Waschprogramm Kurz (je nach Hersteller auch Rapid-, Schnell- oder Mix-Programm genannt) heutzutage in vielen Haushalten zu einem der am häufigsten verwendeten Waschprogramme überhaupt entwickelt.

Seine Vorteile: Es läuft sehr kurz (etwa eine Stunde) und erlaubt auch gemischte Waschladungen aus Baumwolle, Synthetikfasern und deren Mischungen. Empfehlenswert sind derartige Schnellprogramme vor allem für kleine Haushalte, in denen sich naturgemäß nicht so viel Schmutzwäsche ansammelt wie etwa bei großen Familien. Für die zügige Wäsche wenig verschmutzter Textilien reicht ein Kurzprogramm meist vollkommen aus − sollten jedoch stärkere Verschmutzungen oder Flecken vorhanden sein, sind Programme mit längeren Einweichzeiten zu empfehlen.

Abpumpen

Dass sich die Option zum Abpumpen jederzeit auch separat wählen lässt, gehört zur Standardausstattung jeder guten Waschmaschine. Manchmal muss das laufende Waschprogramm wegen eines Defekts oder aus einem anderen Grund vorzeitig beendet werden. In diesem Fall kann die Waschlauge jederzeit abgepumpt werden, damit sich die Tür der Waschmaschine ohne Überschwemmung öffnen lässt. Die Abpump-Funktion verhindert auch, dass schmutziges Restwasser zu lange in der Trommel stehen bleibt und einen unerwünschten Bakterienfilm im Innern der Waschmaschine verursacht.

Tipps & Tricks rund ums Thema Waschprogramme

Die Beschäftigung mit den Waschprogrammen Deiner Maschine kann sich lohnen: Durch die Wahl des passenden Programms bleiben Farben länger schön, Stoffe werden sanfter behandelt und halten länger − und bares Geld lässt sich außerdem sparen. Wer besser mit Energie und Trinkwasser haushalten möchte, kann dieses Ziel beim Wäschewaschen schon durch Beachtung einiger weniger Ratschläge erreichen.

Moderne Waschmaschinen sind sparsamer

Waschmaschinen von heute verbrauchen aufgrund ihrer verbesserten Waschmechanik bedeutend weniger Wasser als ältere Modelle. Dadurch sinkt auch ihr Stromverbrauch beträchtlich. Je weniger Wasser erhitzt werden muss, desto weniger Energie ist dazu nötig. Dennoch ist dies noch kein Grund, ein funktionierendes Gerät älteren Datums zu entsorgen – schließlich verbrauchen auch Herstellung und Transport einer neuen Waschmaschine zunächst Energie und Rohstoffe.

Machen sich bei einer alten Waschmaschine zunehmend Probleme bemerkbar, kannst Du an eine Neuanschaffung denken. Der Energieverbrauch von Waschmaschinen lässt sich anhand des Energielabels einfach vergleichen: Die Geräte werden derzeit in Effizienzklassen von A+++ (beste, umweltfreundlichste Klasse) bis D (schlechteste Klasse) eingeteilt. Sparen lässt sich bis zum Austausch jedoch auch mit älteren Geräten: Schon die Änderung der Waschtemperatur von 60 Grad auf 40 Grad Celsius kann den Energieaufwand nahezu halbieren. Bei wenig verschmutzter Wäsche solltest Du zudem auf eine Vorwäsche verzichten.

Füllmenge richtig ausnutzen

Das auf Deine Bedürfnisse abgestimmte Fassungsvermögen einer Waschmaschine ist ein wichtiges Kaufkriterium, das die Hersteller meist auch sehr deutlich hervorheben. Angegeben wird es üblicherweise in Kilogramm. Viel Geld und Strom sparst Du, wenn Du Dein Gerät für jeden Waschgang so voll wie erlaubt belädst: Im Normalwaschgang kann die Trommel voll beladen werden, in den Waschgängen Pflegeleicht und Feinwäsche darf sie mindestens halbvoll sein. Warte möglichst immer, bis sich dafür genug Wäsche angesammelt hat.

Zu wenig gefüllte Trommeln und zeitsparende Kurzprogramme verursachen einen unnötig hohen Wasser- und Energieverbrauch. Zur korrekten Beladung der Waschtrommel brauchst Du Deine Wäsche nicht unbedingt zu wiegen: Experten raten, im oberen Bereich der Trommel auch bei voller Beladung eine Handbreit Platz zu lassen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sich die einzelnen Wäschestücke noch frei bewegen und in der Waschlauge aneinander reiben können.

Weniger heizen − sparsamer waschen

Gering verschmutzte Textilien ohne Flecken werden schon bei niedrigen Temperaturen sauber genug. Dank moderner Waschmittel und verbesserter Waschmechanik ist eine Kochwäsche bei 90 Grad nur noch extrem selten nötig: Bereits bei 60 Grad werden die meisten Wäschestücke wieder einwandfrei sauber. Sofern es nicht um Slips, Socken oder verschwitzte Shirts geht, genügt meist sogar schon ein sparsamer 30-Grad-Waschgang − Flecken kannst Du schon vor der Wäsche einem speziellen Fleckenmittel, Gallseife oder einem Vorwasch-Spray behandeln, damit sie sich leichter lösen.

Bei der Neuanschaffung einer Waschmaschine solltest Du über ein Modell nachdenken, das Warmwasser direkt aus dem Wasseranschluss beziehen kann. Nach Laboruntersuchungen der Stiftung Warentest amortisieren sich die höheren Anschaffungskosten für eine Waschmaschine mit Warmwasseranschluss je nach Modell bereits nach etwa 2 bis 4 Jahren. Da Leitungswasser häufig durch effizientere Energiequellen wie Erdgas, Solaranlage oder Wärmepumpe erhitzt wird, lässt sich mit derartigen Geräten unter den passenden Umständen eine beträchtliche Menge Strom sparen.

Menge der Schmutzwäsche reduzieren

Am meisten Energie und Wasser sparst Du mit der Wäsche, die Du nicht wäschst (oder vielmehr: noch nicht)  – und auch der Umwelt kommt diese Entlastung zugute. Schützende Arbeitsbekleidung, pflegeleichte Sporttextilien und die altbekannte Schürze sorgen dafür, dass Deine Kleidung selbst bei Arbeiten wie Heimwerken, Fußball, Gärtnern oder Grillen fleckenfrei bleibt. Textilien, die nicht sichtbar verschmutzt sind, sondern denen es lediglich an Frische fehlt, können nach dem Ausbürsten oder Lüften häufig nochmals getragen werden. Auf diese Weise fällt insgesamt weniger Schmutzwäsche an.

Wäschetrockner: nur bei Bedarf

Der Trockengang in einem handelsüblichen Wäschetrockner verbraucht bis zu dreimal so viel Strom wie das Waschen bei 60 Grad. Elektrische Wäschetrockner solltest Du daher nur sehr gezielt − etwa für eine größere Menge rasch wieder benötigter Frottiertücher − nutzen. Schleuderst Du Textilien vor dem Trocknen im Trockner bei möglichst hohen Drehzahlen, wird der Trocknungsvorgang dadurch merklich verkürzt. Auf der Wäscheleine oder einem Wäscheständer trocknet Deine restliche Wäsche nicht nur energiesparender, sondern duftet anschließend auch angenehm frisch.

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  • Mein größtes Problem bis dato!

    Danke euch für den netten Beitrag hier. Die Waschmaschine war bzw. ist eigentlich mein natürlicher Feind, aber die Tipps haben mir ein wenig geholfen und einiges klarer gemacht und es läuft.