Der große Vergleich: Rollrost ODER Lattenrost: Was ist besser für Deinen Schlaf? Und welche Unterschiede zeigen sich im Check?

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Einleitung


Wer ist am besten im Bett: Lattenrost oder Rollrost?!

Zugegeben, in Wahrheit sind Bettroste vielleicht nicht allzu sexy – aber trotzdem geht es hier um ein echt wichtiges Thema! Viele Leser und Follower unseres Snug Magazins wollen wissen, ob unsere knuffigen Snooze Project Matratzen eigentlich eine besondere Unterlage brauchen, um optimal zu funktionieren. Klar, Rollroste sind praktisch – doch verstellbare Lattenroste sollen angeblich viel gesünder für den Rücken sein, oder? Wir haben uns die unterschiedlichen Roste mal genauer für Dich angeschaut. Kleiner Spoiler: Dein nächster Rost wird vielleicht preisgünstiger und bequemer, als Du dachtest!

Lattenrost


Was genau ist eigentlich ein Lattenrost – und wie funktioniert er?

Dass erholsamer Schlaf wichtig ist, um Kraft für den kommenden Tag zu sammeln, ist allgemein bekannt und sogar wissenschaftlich erwiesen. Beim Kauf einer neuen Matratze wird oft auch empfohlen, den Rost ebenfalls zu erneuern – doch ist das wirklich nötig, oder wittert der Verkäufer im Matratzenladen womöglich nur ein schnelles Zusatzgeschäft? Na klar: Wenn es nach ihm geht, ist die „richtige“ Kombi aus Matratze und Lattenrost Dein goldener Schlüssel zu optimalem Liegekomfort. Aber welcher Lattenrost eignet sich für Dich und Deine Schlafvorlieben am besten? Und vor allem: Was genau ist ein Lattenrost überhaupt, und was unterscheidet ihn vom Rollrost?

Definition: Was ist ein Lattenrost?

Ein Lattenrost wird unter der Matratze lose ins Bett gelegt, um eine bessere Luftzirkulation und mehr Liegekomfort zu erreichen. Er besteht aus einem rechteckigen Holz- oder Metallrahmen, an dem Querleisten aus Holz oder Fiberglas entweder einzeln in beweglichen Halterungen oder fest montiert sind. Unter Belastung geben die Rostleisten je nach Bauart und Material mehr oder weniger flexibel nach.

So einfach, wie es in unserer Definition klingt, ist die Wahl des passenden Lattenrosts aber leider nicht, denn Lattenroste gibt es in vielen Ausführungen mit allerlei Funktionen, die zu ganz unterschiedlichen Schlaftypen, Betten und Wohnsituationen passen. Die wichtigsten Bauformen stellen wir Dir deshalb nachfolgend näher vor.

Die 5 wichtigsten Lattenrost-Typen im Überblick

  1. Der Rahmenrost: Bei der einfachsten, meist auch billigsten Lattenrost-Variante wird ein starrer Holzrahmen mit fest montierten, kaum nachgiebigen Latten ausgestattet. Rahmenroste sind daher wenig elastisch und dienen eher der stabilen und luftigen Lagerung der Matratze.
  2. Der Federholzrahmen zählt ebenfalls zu den preisgünstigeren Lattenrost-Arten. Erähnelt optisch dem Rahmenrost, wird aber mit flexibleren Federholz-Querleisten versehen, um eine höhere Nachgiebigkeit und Körperanpassung zu gewährleisten.
  3. Anpassbarer Lattenrost: Bei dieser weit verbreiteten Bauform werden nachgiebige Federholz-Leisten verwendet, deren Flexibilität sich zumindest teilweise durch verschiebbare Kunststoffspanner nach Bedarf justieren lässt. Ein typischer Vertreter dieser Lattenrost-Kategorie ist der anpassbare 7-Zonen-Lattenrost, bei dem für die unterschiedlichen Körperzonen jeweils die passenden, unterschiedlich nachgiebigen Querleisten eingebaut sind, die sich zusätzlich einzeln nachjustieren lassen.
  4. Verstellbarer Lattenrost: Bei diesem Lattenrost-Typ lassen sich nicht nur die Querstreben nachjustieren, sondern dank eingebauter Scharniere auch einzelne Bereiche wie etwa Kopfteil und/oder Fußteil anheben oder absenken. Standardmäßig werden im Handel verstellbare 3-Zonen-Lattenroste angeboten, bei denen Bein-, Hüft- und Kopf-Liegezone unterschiedlich hart sind – doch es gibt zunehmend auch verstellbare 7-Zonen-Lattenroste. Preislich liegen anpass- und verstellbare Lattenroste tendenziell im oberen Segment, speziell dann, wenn sie mit sehr vielen Querlatten und mehreren Liegezonen ausgerüstet sind. Da sie als besonders ergonomisch beworben werden, sind solche Modelle jedoch trotz ihres höheren Preises sehr gefragt.
  5. Motor-Lattenrost: Hierbei handelt es sich um einen anpassbaren und verstellbaren Lattenrost, der zusätzlich mit einem per Fernbedienung steuerbaren Motor ausgestattet ist. Die Basis des Systems bildet meist ein hochwertiger, in Liegezonen unterteilterLattenrost mit zahlreichen justierbaren Federleisten, dessen Segmente auch einzeln angesteuert werden können. Motorisierte Lattenroste lassen sich daher ohne Kraftaufwand jederzeit nach Belieben verstellen und passen sich bequem den unterschiedlichsten Alltagssituationen an. Der Motorrahmen wird seitlich mit Gummi gepolstert, um Verletzungen durch scharfkantige, harte Metallteile vorzubeugen.

Lattenrost-Typen im Check: Der große Lattenrost-Vergleich (mit Beispielen)

Soso, 5 verschiedene Lattenrost-Typen gibt es also – aber wie findest Du heraus, welcher davon zu Deinem Schlaftyp, Deinem Bett, Deiner Matratze und nicht zuletzt auch zu Deinem Geldbeutel passen könnte? Falls Du Dich tatsächlich für einen Lattenrost – und nicht für einen praktischen Rollrost – entscheidest, hast Du vorerst die Qual der Wahl, denn zwischen Europalette und Luxusunterlage scheint es alles zu geben. Doch Deine Rettung naht, denn gleich erläutern wir Dir die verwirrenden Features der unterschiedlichen Lattenrost-Arten anhand alltäglicher Anwendungsbeispiele.

Fangen wir wieder beim einfachsten Lattenrost an: Ein hochwertiger Rahmenrost ist meist besonders robust und belastbar, da er keinerlei bewegliche Bauteile hat, die durch mechanische Belastung kaputtgehen könnten. Für beim Toben und Spielen punktuell stark belastete Kinder- und Jugendbetten sowie für Doppelbetten, die am Kopf- oder Fußteil nicht  unbedingt hochklappbar sein sollen, eignet sich in puncto Stabilität am besten ein hochwertiger Rahmenrost mit stabilen Querleisten.

Einfache Federholzrahmen werden gern in Betten-Komplettsets verkauft, erweisen sich aber auf Dauer selten als ausreichend robust, weil im niedrigen Preissegment noch immer die billigeren Weichhölzer (meist Nadelhölzer wie Kiefer oder Fichte) eingesetzt werden. Dabei kommt es  gerade bei den simpel aufgebauten Rahmenrosten und Federholzrahmen auf die Qualität des Materials an. Gut geeignet und aus heimischem Anbau sind zum Beispiel Buche und Esche. Auch Bambus erweist sich als stabil, hat aber einen Transport um die halbe Welt hinter sich und keine gute Klimabilanz vorzuweisen.

Ein anpassbarer Lattenrost eignet sich prima zum Gebrauch in Futonbetten, Hoch- bzw. Etagenbetten und Gästebetten – hier wird auf weitere Features wie die Höhenverstellbarkeit von Kopf- und Fußteil öfter mal verzichtet. Falls Du keinen gesteigerten Wert darauf legst, im Bett sitzend zu lesen oder sonntags gemütlich angelehnt im Bett zu frühstücken, wirst Du mit einem anpassbaren, aber nicht verstellbaren Lattenrost vermutlich vollauf zufrieden sein.

Übrigens: Darüber, ob die Anpassung der Leistenhärte tatsächlich zu besserem Schlaf beiträgt, streiten die Experten munter vor sich hin. Unserer Erfahrung nach fühlen sich jedenfalls mehr Schläfer und Schläferinnen auf starren Rosten ohne teure Extras wohl, als man angesichts der Werbung mancher Bettenshops vermuten würde...

Bei verstellbaren Lattenrosten sind hingegen Scharniere eingebaut, durch die sich bestimmte Teile (z. B. Kopf- und/oder Fußbereich) anheben lassen. Auf diese Weise liegst Du während des Schlafens etwas erhöht oder kannst Deine Lieblingsserie leichter vom Bett aus verfolgen. Je mehr Latten, desto teurer ist oft auch der verstellbare Lattenrost – und umso exakter lässt er sich den Körperkonturen anpassen. Ob Dir der Aufpreis fühlbare Vorteile einbringt, hängt jedoch stark von Deiner Matratze ab.

Verstellbare Lattenroste mit engem Lattenabstand werden häufig im Set mit Kaltschaummatratzen verkauft, da diese Kombi im Hinblick auf herkömmliche Kaltschaummatratzen sinnvoll ist: Der Kaltschaum wird durch den engen Strebenabstand vor Verschleiß und Durchhängen geschützt, passt sich der Form des Lattenrosts problemlos an und lässt sich durch verschiedene Einstellungen am Lattenrost sogar nachträglich etwas „härter“ machen.

Für hochwertige anpassbare und verstellbare Lattenroste musst Du beim Wunsch nach hoher Stabilität nicht selten etwas tiefer in die Tasche greifen: Bei ihnen hängt alles von der Beschaffenheit und passenden Kombination der Einzelteile (Lattenaufhängung, Material und Verarbeitung der Federholzlatten etc.) ab – und Qualität hat leider auch hierbei ihren Preis.

Unser Tipp: Günstiger kann es sein, wenn Du Dir eine Kaltschaummatratze der neueren Generation wie die Matratze von Snooze Project aussuchst. Sie bietet Dir durch ihren intelligenten, mehrschichtigen Aufbau selbst auf einfachsten, preisgünstigen Lattenrosten und sogar direkt auf dem Boden gleichbleibend optimale Liegeeigenschaften – und kommt selbst mit etwas größeren Lattenabständen locker klar.

Du legst viel Wert auf komfortable Einstellungsmöglichkeiten? Dann solltest Du Dich näher mit dem Motor-Lattenrost befassen.  Nicht nur Bettlägerige und Senioren schwören auf die motorisierte Lattenrost-Variante, weil es sich mit ihrer Hilfe so einfach aufstehen oder bequemer liegen lässt – auch immer mehr Menschen mit einem Faible für clevere Technik können sich für die Verstellung ihres Betts per Knopfdruck auf die Fernbedienung erwärmen. Allerdings hat der Spaß auch seinen (hohen) Preis, den sich längst nicht jeder Schläfer leisten kann.

Kaufberatung & Profi-Tipps: So erkennst Du einen guten Lattenrost! (mit Liste)

In Prospekten oder im Internet klingt jeder Lattenrost hochwertig – doch woran kannst Du eigentlich erkennen, ob all die schönen Verheißungen auch der Realität entsprechen?! Speziell für die Nutzung unter einer Kaltschaum- oder Latexmatratze werden auch heute noch häufig teure Tellerroste empfohlen, die nicht mit Latten, sondern mit flexibel beweglichen, quadratischen „Tellern“ aus Kunststoff ausgestattet sind. Brauchst Du so etwas?

Bei minderwertigeren Kaltschaummatratzen mit geringem Raumgewicht (RG-Wert kleiner als 35) oder generell bei Latexmatratzen solltest Du tatsächlich auch weiterhin Vorsicht walten lassen: Sie reagieren empfindlich auf ungleichmäßige Belastungen und gehören entweder auf einen Lattenrost mit engen Lattenabständen (3-4 cm) oder tatsächlich auf einen Tellerrost, der bauartbedingt keine breiten Spalte aufweist.

Für moderne Kaltschaummatratzen aus hochwertigen Schäumen wie unsere Snooze Project Matratzen genügt in Wahrheit aber auch ein ganz normaler Lattenrost in Deiner bevorzugten Ausstattung – und selbst den brauchst Du nur, falls Du überhaupt in einem herkömmlichen Bett schlafen möchtest und Deine Matratze nicht viel lieber direkt auf den Boden legst.

Obwohl zahlreiche Lattenrost-Hersteller behaupten, dass sich der Liegekomfort mit steigender Latten-Anzahl spürbar erhöht, wird diese These inzwischen von immer mehr Experten angezweifelt. Unseres Wissens existiert keine einzige seriöse Studie, die einen gesundheitlichen Vorteil hochpreisiger Lattenroste mit besonders vielen Querstreben oder beweglichen Kunststofftellern belegen würde. Plausibler ist die Argumentation, dass viele Lücken zwischen den vielen Latten für eine gleichmäßigere Belüftung der Matratze sorgen. Damit kann deren Lebensdauer zwar geringfügig erhöht werden, doch Einfluss auf den Liegekomfort hat dies kaum.

Entscheidende Kaufkriterien für Lattenroste sind daher aus unserer Sicht:

  • Stabilität des Materials
  • Langlebigkeit
  • Umweltverträglichkeit
  • Möglichkeit zur Härteanpassung (falls gewünscht)
  • Verstellbarkeit von Kopf-/Fußteil (falls gewünscht)
  • Preis

Da Lattenroste aus den unterschiedlichsten Hölzern angeboten werden, lohnt sich ein Blick auf die häufigsten Holzarten. Nadelhölzer wie Fichte und Kiefer gehören zu den Weichhölzern und eignen sich entsprechend schlecht als Bettlatten-Materialien. Buche ist im Vergleich zwar teurer, dafür aber auch höchst robust und sehr langlebig. Esche zählt wie die Buche zu den Harthölzern, erweist sich jedoch als etwas weniger stabil. Lattenroste aus Birke bekommst Du schon sehr preisgünstig, musst aber mit einer eher kurzen Lebensdauer rechnen.

Der Newcomer Bambus zählt genau genommen gar nicht zu den Hölzern, denn die schnell wachsende Bambuspflanze wird botanisch der Familie der Gräser zugeordnet. Dennoch sind die verholzten Teile des Bambus auch langfristig sehr stabil, sodass sich Bambus-Lattenroste perfekt für schwere Schläfer eignen. Die Umweltbilanz des asiatischen Shooting-Stars leidet allerdings durch weite Transportwege und fragwürdige Anbaumethoden, die nur selten europäischen Standards gerecht werden. Bis sich diese Verhältnisse ändern, raten wir Dir zu heimischen Holzarten wie den oben genannten – mit guten Gewissen schläft es sich halt einfach besser...

Das Prinzip Lattenrost im Check: Vorteile & Nachteile (mit Liste)

Im Anschluss an all die vielen Erklärungen fassen wir jetzt nochmal übersichtlich die Vorzüge und Nachteile von Lattenrosten für Dich zusammen.

Vorteile von Lattenrosten

  • In vielen unterschiedlichen Ausstattungen und Preisklassen erhältlich
  • Je nach Typ justierbarer Härtegrad und verstellbare Kopf-/Fußteile
  • Bei beweglich gelagerten Latten exaktere Anpassung an Matratze und Körper
  • Passende Modelle für jede Matratzenart (auch Latex) verfügbar
  • Gute Lattenroste halten sehr lange und müssen nicht oft erneuert werden

Nachteile von Lattenrosten

  • Scharniere und Kunststoffteile sind verschleißanfällig
  • Dünnere, empfindlichere Querstreben als beim Rollrost
  • Sperrig, daher unhandlich beim Transport oder Umzug
  • Kann nach längerer Nutzung störende Quietschgeräusche verursachen
  • Kann bei schweren Schläfern oder Paaren durchhängen
  • Optimale Federung meist nur mittig (und nicht gleichmäßig bis zum Bettrand)
  • Hochwertige Lattenroste mit vielen Ausstattungsmerkmalen sind meist teuer

Eignung: Welcher Lattenrost passt zu Deinem Bett?

Hochwertige Lattenroste aus widerstandsfähigen Hölzern verschleißen nur sehr langsam. Auch wenn Dir ein Matratzenverkäufer immer raten wird, zur neuen Matratze auch gleich einen passenden Rost zu erwerben, ist das in den meisten Fällen gar nicht nötig.

Die Tester der Stiftung Warentest gehen noch weiter: Ihren Testergebnissen zufolge hat ein Lattenrost keine wesentliche Funktion für den Schlafkomfort – denn dieser hängt offenbar viel stärker von der Matratze selbst ab als von ihrem Unterbau! Angesichts dessen erstaunt es nur wenig, dass die zu kürenden Testsieger auf einfachen Sperrholzbrettern getestet werden. Für den längerfristigen Hausgebrauch empfehlen die Warentester einen Rollrost Marke Eigenbau: Nach ihrer Ansicht genügt ein simpler Rollrost nämlich vollkommen, sofern Qualität und Liegeeigenschaften der darauf liegenden Matratze stimmen.

Wir haben unseren eigenen Vergleichstest gemacht und sind zum selben Ergebnis gekommen: Unter unserer Snooze Project Matratze macht sich ein hochwertiger Rollrost genauso gut wie mancher teure Lattenrost. Falls Du Dich dennoch für einen bestimmten Lattenrost aus dem Matratzenladen oder einem Matratzen-Onlineshop entscheidest, lohnt sich vorab ein scharfer Blick aufs Innenleben Deines vorhandenen Betts. Damit Dein neuer Lattenrost später auch gut in den Bettrahmen passt, solltest Du Dir die entsprechenden Haltevorrichtungen genau einprägen oder mit dem Smartphone fotografieren.

Hat Dein Bett innen an den Längsseiten durchgehende Auflageleisten und eventuell (bei breiteren Betten ab ca. 140 cm) einen tragenden Mittelholm, kannst Du Dich frei für Deinen bevorzugten Lattenrost entscheiden, denn für solche Betten eignet sich jeder Lattenrost-Typ – und übrigens auch ein preisgünstigerer Rollrost.

Dein Bett hat Querstreben und/oder Auflagewinkel aus Metall? In diesem Fall brauchst Du zwingend einen Lattenrost mit umlaufendem, festem Rahmen. Mit einem Rollrost würden einzelne Latten mangels Auflagefläche zur Seite kippen oder herunterhängen – er ist daher für diese Bett-Art nicht geeignet.

Üblicherweise sind Lattenroste stets geringfügig kleiner als die entsprechende Standard-Bettgröße, damit sie in den Rahmen hineinpassen: In der Breite kann diese Differenz rund 2 cm, in der Länge sogar 4-5 cm betragen – das ist ganz normal und kein Grund zur Sorge. Um ganz sicher zu gehen, solltest Du dennoch vor jedem Lattenrostkauf die Innenmaße Deines Betts mit den Maßen des Rosts abgleichen.

Unser Tipp: Für Betten mit unüblichen Abmessungen bieten einige Lattenrost-Hersteller neben Sondergrößen auch Sonderanfertigungen nach Maß an. Einfach „Lattenrost Sonderanfertigung“ oder „Lattenrost nach Maß“ googeln – et voilà!

Du wünschst Dir einen komfortablen Motorrost, weil Du Dein Kopfteil per Fernbedienung verstellen können willst? Fast jeder elektrischer Lattenrost benötigt unter sich Platz für Verstellmechanik und Motor, weshalb Du auf ausreichende Bodenfreiheit achten solltest. Mit dem Begriff Bodenfreiheit ist bei Betten der Abstand zwischen Fußboden und Lattenrost-Auflage gemeint.

Für Betten mit Quertraversen oder Bettkasten eignen sich nur wenige Motorrost-Modelle: Sie brauchen dank ihrer veränderten Bauart keinerlei Bodenfreiheit. Bei Unsicherheiten raten wir Dir, vor dem Kauf beim Händler anzufragen, ob Dein Wunschrost auch wirklich zum vorhandenen Bett passt: Auf diese Weise kannst Du Dir auch gleich einen ersten Eindruck vom Kundenservice des Anbieters verschaffen.

Tja, jetzt weißt Du alles Wesentliche über Lattenroste... Aber haben wir da nicht jemanden vergessen?! Ach herrjeh, da vorne hat sich der Rollrost derweil beleidigt zusammengerollt und schmollt vor sich hin. Aber jetzt bekommt er endlich seinen großen Auftritt: Licht aus, Spot an für den Rollrost!

Rollrost


Was genau ist eigentlich ein Rollrost – und wie funktioniert er?

Einen Rollrost wird Dir vermutlich kein Matratzenverkäufer der Welt von sich aus empfehlen. Das liegt nicht etwa daran, dass Rollroste schlecht wären: Im Gegensatz zu Lattenrosten sind sie lediglich um einiges preisgünstiger – und bringen dadurch nur wenig Gewinn in die Kasse. Ach so... Naja, wenn Rollroste so billig sind, können sie ja wohl auch nicht viel bringen, oder? Aber wieso kennst Du dann so viele Leute, die auf ihren robusten Rollrost schwören und bei flexiblen Lattenrosten mit allen Extras nur müde lächelnd abwinken? Lass uns gemeinsam rausfinden, was da nun wieder los ist!

Definition: Was ist ein Rollrost?

Ein Rollrost (selten auch Rolllattenrost) besteht aus einzelnen Holzlatten, die durch ein flexibles Gewebeband (meist aus Kunstfaser oder Baumwolle) miteinander verbunden werden. Flach im Bettrahmen ausgebreitet trägt der Rollrost die Matratze nicht nur, sondern verbessert auch ihren Feuchtigkeits- und Luftaustausch. Verglichen mit herkömmlichen Rahmen-Lattenrosten sind Rollroste tendenziell deutlich preisgünstiger und lassen sich platzsparend aufgerollt einfacher transportieren oder verstauen.

Der Rollrost: Funktion in Reinkultur

Rollroste, die im Gegensatz zu den höherpreisigen Lattenrosten ganz ohne Metallrahmen funktionieren, bieten den meisten Matratzen eine ausreichend robuste und dennoch luftige Basis. Damit der rahmenlose Lattenrost nicht durch Schlafbewegungen verrutschen kann, werden die Bänder im Bereich der Lattenzwischenräume häufig zusätzlich mit röhrchenförmigen Abstandhaltern aus Kunststoff umhüllt. Alternativ lassen sich verrutschende Rollroste bei Bedarf aber auch einfach durch kleine Schrauben am Kopf- sowie Fußende bzw. am Mittelholm Deines Betts fixieren.

Viele Rollroste erinnern optisch ein bisschen an die allgegenwärtige Euro-Palette – und tatsächlich ähneln sich die beiden, denn sie sind mega-praktisch, genial einfach und noch dazu unglaublich stabil. Ausschlaggebend für die Langlebigkeit dauerhaft belasteter Holzstreben ist die Qualität des Ausgangsmaterials: Holzart und -güte sind daher die Kriterien, auf die Du bei einem Rollrost zu allererst schauen solltest. Mehr dazu verraten wir Dir weiter unten in unserer Rollrost-Kaufberatung mit Profi-Tipps!

Die wichtigsten Rollrost-Arten im Überblick (mit Beispielen)

Das Prinzip Rollrost klingt erfrischend simpel – umso überraschender erwischt Dich wahrscheinlich die riesige Auswahl unterschiedlichster Modelle und Formate, sobald Du Dich auf die Suche nach einem für Dich geeigneten Rollrost begibst.

Für Dich sehen Rollroste alle gleich aus? Das ist verständlich, denn auf den ersten Blick ähnelt sich der Aufbau sämtlicher Lattenroste tatsächlich sehr. Schließlich setzt sich jeder Rollrost aus vielen einzelnen Holzlatten zusammen, die durch flexible Bänder verbunden sind. Doch beim näheren Hinsehen wirst Du schnell merken, dass die Holzleisten ziemlich unterschiedlich wirken: Das liegt daran, dass es sowohl Rollroste mit nachgiebigen, etwas dünneren Federholzleisten aus verleimtem Schichtholz gibt, als auch Modelle mit starren, dickeren Streben, die durch ihre hohe Stabilität und lange Lebensdauer überzeugen.

Falls Du zuhause am liebsten auf einem elastisch nachgebenden Lattenrost schläfst, erreichst Du mit einem rahmenlosen Federholzleisten-Rollrost auch beim Camping, im Wohnmobil, im Gartenhäuschen oder in der Bootskoje einen ganz ähnlichen Liegekomfort – kannst Deinen Rollrost bei Bedarf aber jederzeit zusammenrollen und in ein freies Eckchen verbannen, bis Du ihn wieder benötigst. Rollroste mit Federleisten sind in unterschiedlichen Härtegraden erhältlich: Du kannst also auch bei ihnen genau wie beim Lattenrost wählen, ob Du lieber hart, mittelhart oder eher weich liegen willst.

Starre Rollroste von hochwertiger Qualität haben im Gegensatz hierzu den unschlagbaren Vorteil, dass sie auch schwerere Schläfer oder Paare problemlos durch die Nacht tragen – sie werden daher gern für große Familienbetten genutzt, in denen es bei Kissenschlachten regelmäßig hoch hergeht. Auch wenn Du Dich gerne mal schwungvoll aufs Bett wirfst, ohne Dir dabei um einen teuren, aber empfindlichen Lattenrost Gedanken machen zu müssen, liegst Du mit dem Rollrost aus massiven, dickeren Holzleisten goldrichtig.

Ein seltener Zwischentyp ist der Lamellenrost, bei dem gleich zwei Lagen nachgiebiger Federleisten übereinander angeordnet werden. Zwischen den Lagen werden an den Latten-Enden dämpfende, elastische Kaltschaum- oder Latexwürfel eingebaut: Dies soll bewirken, dass die obenliegenden Latten flexibel nachgeben, während die unteren Latten den Rost stabilisieren und gegen Durchhängen schützen. Da die Bezeichnung „Lamellenrost“ nicht geschützt ist, werden manchmal auch einfache, starre Gitterroste, mehrteilige Modulroste oder andere Nischenprodukte aus dem Lattenrost-Bereich als Lamellenroste angeboten.

Rollroste beider Haupttypen werden im Handel sowohl für Erwachsenen- als auch für Kinderbetten angeboten. Zu den üblichen, meistgekauften Größen gehören Rollroste in den Formaten 90 x 190, 90 x 200, 100 x 190, 100 x 200, 140 x 200 und 180 x 200 Zentimeter. Da die Herstellung von Rollrosten wegen des nicht erforderlichen Metallrahmens weniger aufwendig ist, sind selbst Rollroste in Sondermaßen nicht übermäßig teuer: Einige Hersteller bieten ihre Rollroste deshalb auch als Sonderanfertigung nach Wunschmaßen an.

Die Zeiten, in denen ein Rollrost nur als billige Notlösung galt, sind längst vorbei. Das breitgefächerte Angebot an Rollrosten wird nahezu täglich durch neue Varianten ergänzt, die zum Teil sehr hochwertig verarbeitet sind und Dich dank ihrer haltbaren Qualität durchaus ein Leben lang begleiten können.

Witziger Irrtum: Warum Rollrost aus Aluminium definitiv nicht in Dein Bett gehören

Als kleines Gimmick zwischendurch rasch eine neue Folge der Serie „Snooze Project klärt auf“: Herzhaft lachen mussten wir neulich, als wir auf der Infoseite eines hier aus ehrlichem Mitleid nicht näher genannten Online-Matratzenshops zu lesen bekamen, dass sich für Matratzen zwar Rollroste aus Holz, aber auch aus „besonders robustem Aluminium“ perfekt eignen sollen. Ein klassischer Fall von abgekupferten Fake News – denn Rollroste aus Aluminium haben im Bett nichts zu suchen! Offenbar sind nicht bei jedem Matratzen-Blog echte Experten am Werk...

Sollte Dir beim Googeln nach Deinem neuen Bettrost also ein Rollrost aus Aluminium oder anderen Metallen begegnen, ist dieser nicht fürs Bett gedacht. Verwirrenderweise nennen sich nämlich auch rollbare Roste zur Abdeckung von Fensterschächten und Luftauslässen „Rollrost“ – die sind zwar in der Tat äußerst robust, haben aber mit gutem Schlaf allerhöchstens dann entfernt zu tun, wenn sie der Einbruchsicherung dienen...

Kaufberatung & Profi-Tipps: So erkennst Du einen guten Rollrost! (mit Liste)

Was musst Du nun beachten, wenn Du Dir gerne einen Rollrost zulegen willst? Im Gegensatz zu einem guten Lattenrost, bei dem Du ja immer auch die Möglichkeiten der Verstellbarkeit und Härteanpassung abchecken musst, lässt sich ein geeigneter Rollrost recht einfach erkennen. Newcomer in unserer Checkliste ist der möglichst gleichmäßige Abstand der Leisten, denn nur mit parallel ausgerichteten Latten kann ein Rollrost Matratze und Körper wie vorgesehen stützen.

Für Deine Kaufentscheidung sollten beim Rollrost folgende Kriterien wichtig sein:

  • Stabilität des Materials
  • Gleichmäßiger, nicht zu großer Lattenabstand
  • Langlebigkeit
  • Umweltverträglichkeit
  • Preis

Wie beim Lattenrost sind auch beim Rollrost Hartholzstreben die Königsklasse: Heimische Buche oder Esche ist etwas teurer als Kiefer, Fichte oder Birke, dafür aber auch deutlich langlebiger. Als grobe Einteilung kannst Du Dir merken, dass die meisten heimischen Nadelbäume Weichholz liefern – doch auch einige wenige Laubbäume wie Weide, Pappel, Erle oder Linde schaffen es nicht in die elitäre Gruppe der Harthölzer. Umgekehrt sind Schwarzkiefer und Lärche zwar Nadelgehölze, haben aber dennoch unerwartet stabiles und hartes Holz. Dass es sogar innerhalb einer Holzart zu Abweichungen im Hinblick auf die Härte kommen kann, liegt an der Anbauregion und der Bodenbeschaffenheit.

Ob Du nachgiebige Federholzleisten oder starre Massivholzlatten bevorzugst, ist hauptsächlich eine Frage Deiner persönlichen Schlafvorlieben. Besonders stabil sind dicke, massive Latten aus Buche oder Esche – bei den dünneren Federholzlatten kann während ihrer Herstellung einiges schieflaufen, da sie aus mehreren dünnen Holzschichten zusammengeleimt und oft zusätzlich im Dampf gehärtet werden. Auch die besten Federholzlatten bestehen meist aus Buche, doch selbst Birke oder Kiefer können bei fachmännischer Verarbeitung erstaunlich gute Ergebnisse liefern.

Was es an einem guten Rollrost keinesfalls geben sollte, sind herausstehende Splitter, ungeschliffene Stellen, Astlöcher oder Risse im Holz – schließlich willst Du einen stabilen Rollrost und Dich nicht verletzen, wenn Du Dein Bett beziehst oder den Rollrost transportierst. Mach Deinen eigenen Rollrost-Test und schau (und fühle!) Dir mehrere Rollroste im direkten Vergleich an. Dadurch bekommst Du einen Eindruck davon, was eine gute oder nachlässige Verarbeitung ausmachen kann. Die Oberflächen sollten sich glatt und eben anfühlen: Das ist ein klares Kennzeichen des handwerklich einwandfreien Holzschliffs.

Ein weiteres Merkmal sorgfältig produzierter Rollroste sind die parallel verlaufenden Latten, zwischen denen gleichmäßige, nicht zu breite Abstände zu sehen sind. Neben der ergonomischen Stützung sorgt ein Rollrost mit gleichmäßigen Lücken auch für die optimale Belüftung Deiner Matratze. Voraussetzung hierfür ist die korrekte Anbringung der Haltebänder schon während des Herstellungsprozesses. Außerdem müssen aber auch die einzelnen Holzleisten gleichmäßig geformt und sorgfältig bearbeitet werden, damit sie an den Rändern plan aufliegen und später keine störenden Geräusche verursachen.

Langlebigkeit und Umweltverträglichkeit hängen unmittelbar vom verwendeten Holz ab – aber auch von seiner Herkunft und Verarbeitung. Bei Deinem Bettrost legst Du Wert auf Nachhaltigkeit und eine vertretbare CO²-Bilanz? Die Bettfederleisten hochwertiger Rollroste bestehen oft aus heimischen Hölzern – falls die Herkunftsangabe jedoch fehlt, solltest Du hartnäckig nachhaken. Weil auch aus Bio-Baumwolle oder Hanf problemlos robuste Gurtbänder gefertigt werden können, lässt sich ein Rollrost besonders umweltfreundlich aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen und kommt anders als die meisten Lattenroste bequem ohne Unmengen an Metall und Plastik aus.

Wenn Du Dich mit dem Hintern zuerst schwungvoll auf Dein Bett fallenlässt, wirkt dabei ein Vielfaches Deines Gewichts auf einen ziemlich kleinen Bereich des Rollrosts ein. Genau wie bei Lattenrosten solltest Du deshalb auch beim Rollrost auf die Qualität achten: Immerhin müssen die einzelnen Holzlatten im ganz normalen Alltagsleben auch hohen Druckbelastungen standhalten können – und nicht nur gerade so Dein Körpergewicht tragen können. Mancher billige Federlatten-Rollrost ist mit solchen Situationen haltlos überfordert, biegt sich nach unten durch oder bricht sogar. Um sicher zu gehen, solltest Du Dich vor dem Kauf eines Rollrosts nach der vom Hersteller angegebenen Höchstbelastung erkundigen.

Preisunterschiede zwischen mehreren Lattenrosten sind meistens hauptsächlich durch Unterschiede bei Material, Verarbeitung und Belastbarkeit bedingt. Die Preisspanne für handelsübliche Rollroste im Einzelbetten-Format liegt derzeit etwa zwischen 19 und 250 Euro. Noch mehr sparst Du aber durch die extreme Langlebigkeit eines hochwertigen Rollrosts: Kaufst Du den richtigen, brauchst Du Dir für die nächsten 2 bis 3 Jahrzehnte nie mehr Gedanken um Deinen Bettrost zu machen – und kannst Dein Geld stattdessen in hochwertige Matratzen investieren.

Der Rollrost im Check: Vorteile & Nachteile (mit Liste)

Bevor Du Dich zwischen Lattenrost und Rollrost entscheidest, wirf hier nochmal einen kurzen Blick auf unsere übersichtliche Zusammenfassung pro und contra Rollrost:

Vorteile von Rollrosten

  • Kaum verschleißanfällig
  • Viele Rollroste sind metallfrei
  • Zahlreiche unterschiedliche Ausführungen verfügbar, auch in Sondermaßen
  • Optimierung von Schlafklima und Luftaustausch schont die Matratze
  • Passende Modelle für jede Matratzenart (auch Kaltschaum und Latex) verfügbar
  • Gute Rollroste halten jahrzehntelang und müssen nicht oft erneuert werden
  • Einzelne Latten lassen sich bei Schäden leicht ersetzen
  • Platzsparend zusammenrollbar
  • Umzugsfreundlich, da weniger sperrig als Rahmenroste
  • Ökologisch sinnvolle Konstruktion ohne viel Plastik oder Metall
  • Vergleichsweise preisgünstig, selbst bei Maßanfertigung

Nachteile von Rollrosten

  • Je nach Bauart keine flexible Federung
  • Härte der Federleisten nicht durch Schieber anpassbar
  • Kopf-/Fußteil nicht verstellbar

Eignung: Passt ein Rollrost zu Deinem Bett, zu Deiner Matratze – und zu Dir?

PN: Wenn es um Deinen guten Schlaf geht, wirst Du zum Puristen? Statt allerlei luxuriösem Brimborium magst Du Deine Schlafumgebung lieber authentisch? Du kennst eine Schreinerin oder einen Tischler, die/der niemals einen kalten, harten Metallrahmen ins Bett lassen würde? Du liegst neuerdings lieber etwas härter? Diät halten ist nicht Dein Ding? Oder magst Du es womöglich immer schon simpel und praktisch? In all diesen Fällen spielt der Rollrost bei Dir sicher gern die Rolle seines Lebens!

Zu welchen Betten passt ein Rollrost? Zunächst solltest Du das Format Deines Bettrahmens kennen, um den dazu passenden Rollrost kaufen zu können. Rollroste sind für alle gängigen Standard-Bettmaße erhältlich – dabei ist der Rollrost natürlich etwas kürzer und schmaler, damit er auch in den Bettrahmen hineinpasst. Da Rollroste keinen umlaufenden Rahmen haben, sind sie auf seitliche Auflagenfläche an den inneren Längsseiten des Betts angewiesen. Bei größeren Betten ab 1,40 m Breite ist ein Mittelholm nützlich, da er den Rollrost tragend unterstützt und vor allzu hohen Belastungen bewahrt. Falls Dein Bett nicht mit durchgängigen Seitenleisten ausgestattet ist, eignen sich dafür leider nur Lattenroste mit Rahmen. Oft besteht aber auch die Möglichkeit, einfach nachträglich Seitenleisten im Bettrahmen anzubringen. Falls Du Dir unsicher bist, beraten wir Dich gern per Chat oder Telefon und sagen Dir, ob sich Dein Bett für einen Rollrost eignet.

Rollroste werden besonders gern in Modulbetten, Eigenbau-Betten, Gästebetten, Kinderbetten, Jugendbetten und Futonbetten eingesetzt. Auch Wohnmobil- und Camper-Begeisterte schätzen Rollroste, da sich diese tagsüber platzsparend aufrollen und verstauen lassen – sogar hochkant im schmalen Wandschrank. Im Grunde kannst Du einen Rollrost aber auch in jedem anderen Bett verwenden, sofern es im Bettrahmen seitliche Auflageleisten aufweist.

Zu welchen Matratzen passt ein Rollrost? Wenn ein Rollrost trotz hochwertiger Verarbeitung nicht für ausreichenden Liegekomfort sorgt, liegt das häufig an der Matratze, denn nicht alle Rollroste lassen sich mit jeder Matratze kombinieren. Bis heute raten viele Matratzenverkäufer vom Rollrost ab: Abgesehen davon, dass sie daran weniger verdienen als an den teureren Lattenrosten, ging man früher davon aus, dass sich Rollroste wegen ihrer schwachen oder nicht vorhandenen Federung nicht für Schaummatratzen, Kaltschaummatratzen oder Latexmatratzen eignen, sondern nur für Federkern-, Taschenfederkern- und Rosshaarmatratzen.

Das stimmt so nicht (mehr): Erstens kommt es auf die Breite der Abstände zwischen den Latten an – ca. 3 cm und weniger eignen sich sogar für die empfindlichen Latexmatratzen –, und zweitens kommen viele moderne Schaummatratzen wie die Kaltschaummatratze von Snooze Project aufgrund ihres speziellen Aufbaus optimal mit den preisgünstigen Rollrosten zurecht. Die neue Matratzengeneration basiert auf weiterentwickelten Kaltschaum-Sorten, die deutlich haltbarer und robuster als ihre Vorgänger sind: Ihre hohe Punktelastizität gleicht die fehlende Federung eines Rollrosts locker aus.

Probleme können lediglich bei sehr einfachen, minderwertigen Schaummatratzen auftreten, die wegen ihrer mangelnden Eigenelastizität besser auf Federleisten-Rollrosten oder Rahmen-Lattenrosten funktionieren, dort aber erfahrungsgemäß auch nicht allzu lange durchhalten. Für alle anderen Matratzentypen kannst Du bedenkenlos einen Rollrost nutzen, bei dem Du aber sicherheitshalber auf nicht zu breite Lattenabstände Wert legen solltest – das empfehlen wir Dir allein schon deshalb, weil Dein Rollrost dann auch in Zukunft perfekt zu all Deinen Matratzen passen wird.

Zu welchen Schlaftypen passt ein Rollrost? Weil das Körperwachstum bei Kindern und Teenagern noch in vollem Gange ist, wird für Heranwachsende eher zu einer härteren, nicht federnden Matratzenunterlage geraten. Im Kinderbettchen oder Jugendbett ist ein Rollrost aus diesem Grund sogar den nachgiebig federnden Lattenrosten vorzuziehen.

Auch viele schwere Schläfer oder aktive Paare erleben auf robusten Rollrost ein völlig neues Liege- und Schlafgefühl: Die Sorge, dass sich Latten unter einem hohen Körpergewicht durchbiegen oder gar brechen könnten, wird durch die stabile Zuverlässigkeit eines hochwertigen Hartholz-Rollrosts schnell entkräftet. Nicht wenige Rollroste eignen sich für Belastungen bis 300 kg – und dieses sichere Gefühl wirkt sich positiv auf Liebesleben und Schlafqualität aus.

Allergiker und Gesundheitsbewusste schätzen den Rollrost, da er sich einfach staubfrei halten lässt und je nach Modell ganz ohne Metall oder Plastik auskommt. Überraschend viele Schläfer entscheiden sich aber auch nur deshalb für einen massiven Rollrost, weil sie gern etwas härter liegen: Sogar bei Rückenbeschwerden empfinden viele Betroffene die starke Stützung durch einen unnachgiebigen Rollrost als besonders angenehm.

Falls Du gern testen möchtest, ob das auch auf Dich zutrifft, solltest Du Deinen Rollrost am besten bei einem Shop bestellen, der Dir eine risikolose Geld-zurück-Option beim Probeschlafen im Deinen eigenen 4 Wänden einräumt!

Fazit


Lattenrost & Rollrost im Vergleich: Welche Unterschiede zeigen sich im Duell?

Wir von Snooze Project wollten es mal wieder ganz genau wissen und haben in Deinem Auftrag unseren eigenen Test gestartet: Lattenrost gegen Rollrost - wer gewinnt das Rennen um die Alltagstauglichkeit?

Dass sich der Rollrost jederzeit kompakt aufrollen lässt, hat sich dabei schon beim Transport durch den Berliner Feierabendverkehr als unschlagbarer Vorteil erwiesen. Die sperrigen und/oder steinschweren Rahmen-Lattenroste mussten wir uns oft anliefern lassen, während wir die rahmenlosen und handlich aufgerollten Rollroste problemlos in Öffis wie S-Bahn und Bus durch den Hauptstadt-Dschungel manövrieren konnten. Sogar ein paar nette Leute haben wir dabei kennengelernt.

An ihrem zugedachten Testort angekommen, mussten die gebrauchsfertig montierten Rollroste nur noch in den jeweiligen Bettrahmen eingelegt werden. Deutlich mehr Arbeit kam auf die andere Gruppe zu, denn hier mussten viele unserer TesterInnen erst noch die lose beiliegenden Leisten an den Lattenrost-Rahmen montieren – was sich anhand der dürftigen Aufbau-Anleitungen manchmal bedenklich nach IQ-Test anfühlte. Was soll‘s? Nach einigen deftigen Flüchen und hysterischen Lachkrämpfen war schließlich auch das geschafft.

Dass Rollroste rahmenlos konzipiert sind, hatte auch in den Betten unserer Tester seine Vorzüge: Der vernachlässigte Randbereich, der wegen des breiten Metallrahmens beim Lattenrost ungefedert bleibt, fällt beim Rollrost fast vollständig weg. Bis zum Rand hin ergibt sich mit Rollrosten ein völlig gleichmäßiges Liegegefühl – ohne harte Rahmenkanten, die sich durch die Matratze hindurch bemerkbar machen könnten.

Ein Federholz- oder Massivholzlatten-Rollrost wird generell ohne Spanner gefertigt – die Nachgiebigkeit der einzelnen Leisten ließ sich also nicht verstellen. Obwohl wir zu Beginn unseres Vergleichstests ehrliche Bedenken hatten, stellte das erstaunlicherweise für unsere eifrigen Rollrost-TesterInnen keinerlei Problem dar. Lediglich den alltäglichen Umgang mit dem Rollrost hat jede/-r individuell ein bisschen unterschiedlich gestaltet: Manche fühlen sich auf einem massiven, nicht federnden Rollrost wohler, wenn sie ein anderes Kopfkissen als sonst oder auch ein spezielles Seitenschläfer-Kissen benutzen.

Wir waren sehr gespannt, ob Markenroste mit all ihren beeindruckenden Namen, die allesamt aus Silben wie VARIO, TECH, FLEX, MEDI oder ECO zu bestehen scheinen, in unserem Test vorne liegen würden. Wir machen es kurz: Nein. Zu unserem großen Erstaunen gehörten Latten- und Rollroste von renommierten Herstellern nicht durchweg zu den Gewinnern, sondern verteilten sich querbeet durch unser gesamtes Testfeld.

Das mag daran liegen, dass manche Firmen nicht mehr nur in Deutschland fertigen, sondern Teile der Produktion in Billiglohnländer verlagert haben. Die hochwertigen Rollroste stammten dagegen fast alle aus deutscher Produktion, weil ihre schlichte Bauform bei der Herstellung weniger Arbeitszeit verschlingt: Hier waren Markenprodukte mit den Rollrosten von kleinen Start-ups und Online-Schreinern gleichauf.

Die Schlafexperten der Stiftung Warentest scheinen recht zu haben: Es muss wohl tatsächlich kein superteurer Lattenrost sein, solange nur die Matratze stimmt! Am besten haben uns die hochwertigeren Rollroste gefallen: Ob Federleisten oder massive Latten, da wackelte oder quietschte nichts – diese Roste lagen im Bettrahmen wie angenagelt und gaben uns das durchweg sichere Gefühl, uns in unseren Betten unbekümmert bewegen zu können.

Noch ein wesentliches Argument spricht bei unserem Vergleich zwischen Rollrost und Lattenrost eindeutig für den Rollrost: Sein günstiger Preis. Für unseren Test haben wir Rahmenroste aller Qualitätsklassen zum Durchschnittspreis von 237 Euro eingekauft, während wir für die Rollroste durchschnittlich nur 103 Euro ausgeben mussten. Totalausfälle durch Materialfehler und minderwertige Latten haben wir übrigens bei Billig-Modellen beider Rosttypen erleben müssen.

Rollrost, du passt zu uns!

Unser Alltags-Test ist nicht repräsentativ, zumal wir alle auf einer unserer punktelastischen Snooze Project Matratzen schlafen – und doch spricht schon die Preistendenz Bände. Ein hochwertiger Rollrost ist unserer Erfahrung nach

  • praktisch aufrollbar
  • platzsparend in der Aufbewahrung
  • robuster und langlebiger als die meisten Rahmen-Lattenroste
  • genauso bequem wie ein gleichwertig ausgestatteter Lattenrost.
  • deutlich preisgünstiger als vergleichbare Lattenroste

Bei Deiner Entscheidung zwischen Rollrost und Lattenrost sollten jedoch stets Deine ganz persönlichen Anforderungen die Hauptrolle spielen. Falls Du einen breiteren Rollrost benötigst, solltest Du für den Transport zur Sicherheit lieber jemanden mitnehmen: Zu zweit trägt sich die 1,40 bis 2,20 Meter lange Rolle für ein Queen-Size- oder Doppelbett einfach leichter und lässt sich besser um Ecken oder durch Treppenhäuser manövrieren. Bestellst Du Deinen neuen Rollrost dagegen online, wird dieser meist per Spedition bis an die Bordsteinkante oder vom Paketdienst sogar bequem bis an Deine Wohnungstür geliefert.

Gute Qualität drückt sich längst nicht mehr in stylischen Namen und bekannten Marken aus: Mehr denn je musst Du selbst gucken, anfassen und draufliegen, um sie zielsicher aufzuspüren. Im Zweifel empfehlen wir Dir bei kleinerem Geldbeutel, statt eines mittelmäßigen Lattenrosts lieber einen gut verarbeiteten, ökologisch einwandfreien Rollrost mit Hartholzlatten zu wählen. Kauf aber lieber bei Anbietern, die Dir einen längeren Zeitraum von mindestens einigen Wochen zum Probeschlafen gewähren. So kannst Du Deinen Rollrost ganz lässig und entspannt zuhause in Deinem Bett testen.

Unsere intelligent geschichteten, besonders atmungsaktiven Matratzen könnten wir ja, wie Du vielleicht schon entdeckt hast, unbesorgt sogar direkt auf den Boden legen. Wir brauchen also eigentlich gar keinen Bettrost, um gut und komfortabel zu schlafen. Trotzdem haben sich die meisten von uns inzwischen für einen Rollrost entschieden - bloß unsere beiden Leseratten haben Lattenroste genommen, da sie verstellbare Kopfteile bevorzugen. Wir alle schlafen derzeit gern auf einem Bett (natürlich jede/-r brav auf dem eigenen!), weil man so etwas höher liegt: Eine reine Geschmackssache, die dank der erschwinglichen Rollroste kein unbezahlbarer Luxus bleiben muss.

Nach allem, was wir bei unserem Vergleichstest erlebt haben, ist uns der bislang zu Unrecht als billige Notlösung verschriene Rollrost irgendwie ans Herz gewachsen. Wir haben viel besser geschlafen als erwartet, dabei aber weit weniger Geld verballert als geplant. Sogar unsere Snooze Project Matratzen sind ein bisschen verknallt in die stabilen, unkomplizierten Rollroste, die authentisch und ohne Allüren ihre schwere Aufgabe erfüllen. Derart selbstlose Helden sind heutzutage eben schwer zu finden...

Auf Lattenrost, Rollrost oder Boden richtig gut schlafen: Deine Matratze von Snooze Project!  

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