Formstabilität

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Allgemeine Infos


Was ist Formstabilität?

Die Erhaltung einer Form auch bei Druck oder Wärmeeinwirkung bezeichnet man als Formstabilität. Das kannst Du Dir vorstellen wie bei einem Baumast: Den kannst Du bis zu einem gewissen Grad biegen. Bei nachlassendem Druck „springt“ er aber in seine ursprüngliche Form zurück.

Formstabilität bei Matratzen

Formstabilität bedeutet bei einer Matratze, dass diese ihre Form behält. Das heißt, sie richtet sich über Tag in ihre ursprüngliche Form zurück. Damit bildet sie ein Qualitätsmerkmal hochwertiger Matratzen. Ist keine Formstabilität vorhanden, bilden sich Mulden an den Stellen, die in der Nacht besonders belastet wurden. Das sind am häufigsten die Bereiche der Matratze, an der die Hüfte und die Schultern liegen. Muldenbildung - auch Durchliegen genannt - ist nicht nur unangenehm und kann zu Verspannungen oder sogar Schmerzen bis hin zu Haltungsschäden führen. Es führt auch zu einem schnellen Verschleiß der Matratze.

Charakteristika


Merkmale einer formstabilen Matratze

Formstabile Matratzen passen sich dem Körper beim Schlaf an. So sinken bei Seitenschläfern die Hüfte und die Schultern angenehm ein, ohne Druck auszuüben. Gleichzeitig geben solche Matratzen einen angenehmen Gegendruck, der leicht massierend wirken kann. Testen kannst Du das gut, indem Du in der Rückenlage eine Hand zwischen Matratze und unteren Rücken schiebst. Ist sie fest zwischen Deinem Rücken und der Matratze „eingeklemmt“, dann ist Deine Matratze formstabil.

Formstabile Matratzen bestehen aus hochwertigem Schaumstoff, den man in Form gießt und aushärten lässt. Er hat eine sehr homogene Zellstruktur, was ein höheres Raumgewicht - RG - ermöglicht. Raumgewicht bezeichnet eins der zwei wichtigsten Qualitätsmerkmale von formstabilen Matratzen. Je höher es ist, desto hochwertiger, weil formstabiler ist die Matratze. Eine Matratze mit hohem Raumgewicht - RG von 40 Kilogramm je Kubikmeter - liegt sich nicht so schnell durch. Dadurch ist sie viele Jahre nutzbar. 

Der zweite der wichtigsten Faktoren ist die Stauchhärte, welche mindestens 30 Kilopascal betragen sollte. Je höher diese zwei Qualitätsmerkmale oder Faktoren ausfallen, desto formstabiler ist die Matratze. Zudem zeichnen sich formstabile Matratzen durch eine hohe Atmungsaktivität aus und sind damit sehr hygienisch.

Vorteile einer formstabilen Matratze

Formstabile Matratzen sind besonders für Seitenschläfer eine gute Wahl. So ist zum Beispiel Formschaum wegen seiner vielen guten Eigenschaften sehr beliebt. Seine spezielle Außenhaut erhöht die Formbeständigkeit dieses Matratzentyps. Die Außenhaut verhindert ein Verschließen der Belüftungskanäle, was die Luftzirkulation jederzeit gewährleistet. Die typische Zellstruktur intensiviert die Belüftung und die Entlüftung der Matratze.

Durch das spezielle Federungsverhalten können formstabile Matratzen auf ein Körpergewicht von bis zu 120 Kilogramm mit Widerstand reagieren. Sie behalten dabei aber die lockere Zellstruktur und das Federungsverhalten. Aufgrund dessen bietet das Qualitätsmerkmal Formstabilität eine angenehme Stützfunktion und weichen Liegekomfort. Zudem liegt die Matratze sich nicht so schnell durch. Solche Matratzen begünstigen mit dem hohen Liegekomfort Deinen tiefen, erholsamen Schlaf.

Weitere Vorteile von formstabilen Matratzen:

  • Sie eignen sich wunderbar als gemeinsame Matratze für Paare
  • Sie passen sich allen Körperformen optimal an
  • Sie bieten ergonomischen Liegekomfort
  • Sie schenken auch unruhigen Schläfern erholsame Nächte
  • Sie ermöglichen ein gesundes Schlafklima
  • Sie sind mit 10-15 Jahren Lebensdauer sehr langlebig

In der Praxis


Welche Matratzen sind formstabil?

Hier sind vor allem Formschaummatratzen, Latexmatratzen, Memorymatratzen und Kaltschaummatratzen zu nennen. Sie alle zeichnet eine gute bis sehr gute Formstabilität aus.

Formschaum

Dank der speziellen Herstellung der Formschaummatratzen entsteht eine sehr komfortable und vielseitige Matratze. In Fachkreisen wird Formschaum als der große Bruder des Kaltschaums bezeichnet. Er bringt alle guten Eigenschaften des Kaltschaums mit und hat darüber hinaus noch weitere Qualitätsmerkmale. Beide bestehen aus Polyurethan.

Latex

Eine Latexmatratze bietet sich für Allergiker und solche an, die unter Rückenschmerzen leiden. Allerdings sollte sie gut gepflegt werden, da die Bettwäsche bei zu wenig Belüftung feucht werden kann. Preislich liegt sie im mittleren Bereich.

Memory

Der Memory- oder Viscoschaum „merkt“ sich Druckpunkte, was für ein sanftes Einsinken der beanspruchten Schlafpartien wie Schulter- und Hüftbereich sorgt. Diese Matratzenart liegt preislich im mittleren Bereich.

Kaltschaum

Diese Matratzen werden bei kalten Temperaturen produziert, daher der Name. Doch auch diese bestehen wie Formschaummatratzen aus Polyurethan und gelten als Vorgänger der Formschaummatratzen. Preislich sind die Kaltschaummatratzen oft günstiger als andere Matratzenarten.

Alle Schaumstoffmatratzen eignen sich gut für Allergiker und Menschen mit Rückenleiden.  Gleichzeitig aber nicht gut für Schläfer, die in der Nacht stark schwitzen. Das gilt vor allem bei Latex- und Memoryschaummatratzen, da sie eine starke Wärmeisolierung bieten. Was wiederum diejenigen freut, die im Bett häufig frieren.

Kaltschaummatratzen – formstabil, atmungsaktiv & vieles mehr

Hochwertige Kaltschaummatratzen sind eine gute Wahl, wenn es um Formstabilität geht. Dank hoher Punktelastizität und Stützfunktion kann sich eine Matratze aus Kaltschaum Deinem Körper optimal anpassen. Wenn diese nachweislich ein Mix aus hohem Raumgewicht und hoher Stauchhärte auszeichnet. Mit diesen Eigenschaften wird Dein Körper gut gestützt, was ein Durchliegen effektiv verhindert.

Stauchhärte bezeichnet dabei die notwendige Kraft, Schaumstoffe einzudrücken und gleichzeitig die Fähigkeit der Matratze nach Belastung in die Ursprungsform zurückzugehen. Das Duo Raumgewicht und Stauchhärte hat also direkten Einfluss auf die Formstabilität. Eine Matratze mit niedrigem Raumgewicht und niedriger Stauchhärte fällt also weich aus. Je höher das Raumgewicht und die Stauchhärte, desto höher ist auch die Druckentlastung. Dein Gewicht verteilt sich über die gesamte Liegefläche und Du darfst Dich über ein komfortables Liegegefühl freuen. Es lohnt sich also, eine Probeschlafzeit auf einer hochwertigen Kaltschaummatratze in Anspruch zu nehmen. Achte dabei bitte darauf, dass Du vier Wochen lang zur Probe auf der Matratze schlafen darfst, bevor Du Dich endgültig für den Kauf entscheidest. Nur so kannst Du herausfinden, ob sich die Matratze optimal für Dich eignet. Ein kurzes Probeliegen im Laden kann - gerade wenn Du müde von der Arbeit kommst - täuschen und zu Fehlkäufen führen.

Formstabiles Lattenrost

Formstabilität bezeichnet die Eigenschaften in Form zu bleiben und nicht zu verrutschen. Somit kann auch ein Lattenrost formstabil sein.

Das ist wichtig, da ein Lattenrost eine zusätzliche Stütze und Federung für die Matratze und Deinen Körper sein kann. Ein ergonomisch punktelastisches Lattenrost sorgt zusätzlich für einen gesunden und erholsamen Schlaf.

Für ein formstabiles Lattenrost braucht man ein besonders robustes Holz als Ausgangsmaterial. Hier hat sich Buchenholz bewährt, das diese Eigenschaften mitbringt. Mit solchen sogenannten Federholzleisten kannst Du die Formstabilität Deines Bettes zusätzlich erhöhen.

Formstabiles Kissen

Auch die Nackenwirbelsäule und der Kopf sollten während des Schlafes eine gute Stütze haben. Zum Beispiel ein formstabiles Kissen aus Memoryschaum oder Kaltschaum. Sie sind mit einer durchschnittlichen Größe von 40 * 80 Zentimetern kleiner als reguläre Kissen. Den Memory- oder Viscoschaum kennst Du sicher. Er „merkt“ sich Druckpunkte, was für ein besonders sanftes Einsinken sorgt. Dabei bleibt er elastisch, ist angenehm weich und sehr hygienisch.

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