Schlaf Apps im Überblick

Schlaf Apps

Aktualisiert von Snooze Project am 24. August 2023
Veröffentlicht von Martin am 20. Januar 2023

⏰ Das Wichtigste in Kürze 

  • Schlaf-Apps können helfen, sich mit dem eigenen Schlaf zu befassen
  • Oftmals wird eine kostenfreie Basis-Version mit einem Abo-Modell gekoppelt
  • Ob die oft überschaubaren Leistungen dieser Abos ihr Geld wert sind, mag jede*r für sich herausfinden
  • Eine tiefergehende Analyse unserer Schlafqualität leisten die gängigen Schlaf-Apps nicht
  • Aber: Es gibt auch anerkannte Gesundheitsanwendungen auf Rezept – eine stellen wir Dir vor 

Welche Schlaf-App passt zu Dir? 6 Apps und Ihre Funktionen im Überblick

Moderne Technik macht auch vor dem Schlafen nicht Halt. So finden sich mittlerweile zahlreiche Schlaf-Apps auf dem Markt. Eine App und ein Smartphone, schon schläft man gut – so einfach ist das natürlich nicht.

Schauen wir uns dennoch an, wie die gängigen Schlaf-Apps aussehen. Was leisten sie? Können sie unsere Schlafqualität unterstützen? Was gibt es zu beachten? All das wollen wir im folgenden Beitrag klären.

Die digitale Nachtwache

Viele Menschen schlafen schlecht. Schon von daher ergibt sich ein Marktvolumen für alle möglichen Schlafprodukte. Das Smartphone ist von besonderem Interesse. Heute ist es der verlängerte Arm vieler Zeitgenossen*innen.

Für zahlreiche Apps ist es daher grundlegend, dass Du Dein Smartphone während des Schlafens neben das Kopfkissen legst. Per Bewegungssensor werden dann Daten erhoben. Einige Apps nehmen auch Geräusche auf. So erfährst Du, ob Du im Schlaf sprichst, schnarchst oder Umgebungsgeräusche dominanter werden. Am nächsten Morgen stellt die App Dir die Daten aufbereitet zur Verfügung.

Andere Schlaf-Apps sollen das Einschlafen unterstützen, indem sie sanfte Musik, Klänge wie Meeresrauschen oder Gedankenreisen und Achtsamkeitsübungen anbieten.

So weit, so gut. Schauen wir uns an, welche Apps sich auf dem Markt tummeln. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und wertfrei.

Pillow (iOS)

Die Schlaf-App “Pillow” gibt es auch in einer kostenlosen Basisversion. Dank Smart Wake Up-Funktion kann der Nutzer einstellen, zu welchem Zeitpunkt er spätestens geweckt werden möchte (Auswahlmöglichkeiten von 15 bis 60 Minuten in der Weckphase). In der Auswertung sehen die User die Daten der letzten Nacht.

Ist die App aktiv, nimmt sie alle Geräusche in der Umgebung auf. Allerdings benötigt man die Premium-Version, um sie auch anzuhören. Das ist dann mit monatlichen Kosten von rund 5 € verbunden.

Sleep Cycle (Android & iOS)

Auch Sleep Cycle versucht, uns in der leichtesten Schlafphase zu wecken. Das Zeitfenster lässt sich bis zu 90 Minuten variieren. Auch hier werden Geräusche aufgezeichnet. Die Vollversion (29,99 € jährlich) bereitet Langzeitstatistiken auf. Weitere Extras wie der Herzfrequenzmonitor oder Schlaf-Notizen weiten die Analysemöglichkeiten aus. Kostenfrei sind die Schlafanalyse mit Diagrammen und Auswertung sowie die Aufweckfunktion.

Sleep Tracker: Schlaf Analyse & Tracker (Android)

Die App Sleep Tracker gibt es nur für Android. Die App ist in der kostenlosen Variante werbefinanziert. In der Premium-Version wird auf Werbung verzichtet.

Für das Einschlafen gibt es verschiedene Sounds. Der integrierte Wecker soll das Aufwachen in einer leichten Schlafphase ermöglichen.

Du kannst Tags mit Schlaf-Faktoren setzen. Z.B. wann Du Alkohol oder Kaffee getrunken hast. Auch bei dieser App werden Funktionen wie die Geräuschaufzeichnung erst in der Premium-Version freigeschaltet. Ob dafür Kosten von etwa 40 € pro Jahr angemessen sind, überlassen wir an dieser Stelle Deiner allgemeinen Budgetplanung.

Headspace: Entspannungs-Helfer

Headspace bietet eine große Auswahl beruhigender Sounds. Außerdem werden Gedankenreisen in entspannter Tonalität vorgelesen. Meditationsübungen versprechen kleine Pausen und Stressabbau. Fokus, Produktivität, Konzentration und Kreativität will die App steigern mit Videos, Übungen und Musik von Künstlern wie John Legend, Hans Zimmer und Monika Kruse.

Du ahnst es schon: Alle Funktionen werden erst freigeschaltet, wenn Du das Abo-Modell für rund 60 Euro im Jahr wählst.

7Mind: Für noch mehr Achtsamkeit

In den Bereich Achtsamkeit und Entspannung gehört auch die 7Mind App. Das Ziel ist klar: Der Stress im Alltag soll reduziert werden, so dass die Nachtruhe nicht leidet. Ein schönes Ziel. Helfen sollen dabei beruhigende Klänge, Achtsamkeits- und Entspannungsübungen und Lebenshilfe für Krisensituationen.

So wird beispielsweise der Online-Kurs „Achtsamkeitsbasiertes Stressmanagement“ von verschiedenen Krankenkassen finanziell unterstützt. Auch hier ist der volle Funktionsumfang mit einem Abo verbunden. Kosten etwa 60 Euro im Jahr.

Somnio: Bei Schlafstörungen auf Rezept

Die Somnio App zählt zu den sogenannten DiGAs (Digitale Gesundheitsanwendung). Das bedeutet, dass sie von Ärzten per Rezept verschrieben werden kann. Via Lizenzcode lässt sie sich dann komplett kostenlos aktivieren.

Somnio hilft, Schlafprobleme zu verstehen und richtig einzuordnen. Es gibt Entspannungstechniken für besseres Einschlafen. Mithilfe eines digitalen Schlaf-Tagebuchs werden Schlafzeiten dokumentiert und analysiert. So soll sich die Schlafhygiene verbessern und zu einem ausgewogenen Schlaf-Wach-Rhythmus führen.

FAQ

Das kann man so nicht pauschal sagen, denn Schlaf-Apps unterscheiden sich stark – vor allem in ihren Grundfunktionen. Während einige auf Entspannungsübungen zum Einschlafen setzen, tracken andere Deinen Schlaf. Vor der Auswahl einer Schlaf-App solltest Du also erstmal Deinen Bedarf abstecken. Erst dann kannst Du verschiedene Apps in dem Bereich für Dich vergleichen. Tipp: Einige Apps zählen zu den sogenannten DiGAs, das bedeutet: Ärzte können sie Dir auf Rezept verschreiben. 

Die meisten Apps bieten eine kostenfreie Basisversion an. Die Funktionen sind dann sehr eingeschränkt bzw. werbefinanziert. Um alle Funktionen nutzen zu können, muss man oft ein Abo abschließen. DiGAs (Digitale Gesundheitsanwendungen) können auf Rezept verschrieben werden. Die Kosten übernimmt dann Deine Krankenkasse. 

Eine App kann hilfreich sein, um sich mit dem eigenen Schlaf auseinanderzusetzen. Eine tiefergehende Analyse unserer Schlafqualität leisten die gängigen Schlaf-Apps nicht. Wer manifeste Schlafstörungen hat, sollte daher medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

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