Boxspringbett

Aktualisiert von Marco am 22. November 2023
Veröffentlicht von Carina am 17. September 2020

⏰ Das Wichtigste in Kürze

  • Boxspringbetten bestehen aus drei Hauptkomponenten: einer Federkernbox als Unterbau, einer Matratze und einem Topper als oberste Schicht
  • Die Federkernbox sorgt für eine gute Federung, während die Matratze das Gewicht gleichmäßig verteilt. Der Topper bietet zusätzliche Weichheit.
  • Boxspringbetten können oft individuell angepasst werden, um den persönlichen Bedürfnissen und Vorlieben gerecht zu werden.

Definition: Was ist ein Boxspringbett?

Das Boxspringbett ist ein Schlafsystem, bei dem ein gefedertes Untergestell die Basis bildet. Dabei handelt es sich um einen Rahmen oder eine Box, in der Federkerne verbaut sind. So leitet sich der Begriff “Boxspring” ab: Box = Kasten, Spring = Feder. Dieses Untergestell dient als Grundlage für eine Matratze. Anfangs war das große Bett z.B. in Amerika vorwiegend als luxuriöses Hotelbett etabliert. Seit ca. 1950 konnte man es dort auch im Möbelhaus kaufen. Aufgrund seiner Geschichte gilt das Boxspringbett als Premium-Variante der Schlafsysteme.

Amerikanisches und skandinavisches Boxspringbett       

In Europa erfreute sich das Boxspringbett hauptsächlich in Skandinavien großer Beliebtheit. Daher trifft man immer wieder auf die Redeweise von der amerikanischen oder der skandinavischen Variante. Wobei der skandinavische Boxspring meistens etwas flacher ausfällt. Der Unterschied besteht zudem darin, dass bei der skandinavischen Variante ein zusätzlicher Topper für noch mehr Komfort auf der Matratze platziert wird. Boxspringbetten werden gelegentlich auch Amerikanisches Bett, Kontinentalbett, Springboxbett, Hotelbett oder Boxbett genannt. Mittlerweile steigt auch die Nachfrage in Deutschland. Das Boxspringbett ist zu einem Trendprodukt geworden. Entsprechend steigt das Angebot. Oft aber nicht immer zum Vorteil der Konsumenten.

Der Aufbau eines Boxspringbettes

Während ein uns geläufiges Bettsystem im Wesentlichen aus Bettgestell, Lattenrost und Matratze besteht, setzt sich das Boxspringbett aus anderen Komponenten zusammen. Anders als herkömmliche Betten haben Boxspringbetten keinen Lattenrost. Was finden wir stattdessen?

  1. Untere Ebene: Federkernbox meist mit Bonellfederkern
  2. Mittlere Ebene: Matratze (z.B. aus Federkernen oder Kaltschaum)
  3. Obere Ebene: Je nach Hersteller und Variante ein Topper

Die Federkernbox kann man vergleichen mit dem Bettrahmen plus Lattenrost eines herkömmlichen Bettes. Sie funktioniert als Unterfederung. Genau wie der Lattenrost auch sorgt sie dafür, dass die aufliegende Matratze ihre Stützkraft genauso entfalten kann wie ihre Nachgiebigkeit. Die Federkernbox ist auf Bettfüße montiert, um die gewünschte Luftzirkulation zu erreichen. An den Außenseiten ist sie je nach Hersteller mit Stoff oder Leder bezogen. Zusammen mit den Bettfüßen ergibt sich so ein großer Spielraum für das Design. In der Regel ab einer Bettbreite von 160cm werden zwei separate Federkernboxen zu einem Doppelbett kombiniert.

Die Matratze wird auf die Federkernbox gelegt. So wie man es auch von herkömmlichen Betten kennt, wenn die Matratze auf den Lattenrost platziert wird. Idealerweise sorgt sie im Zusammenspiel mit der Federkernbox für die optimale Unterstützung des Körpers beim Liegen und Schlafen. Wie schon erwähnt, wird in der skandinavischen Variante auf die Matratze noch ein Topper gelegt. Er erhöht den Schlafkomfort und schont die Matratze. Als durchgehender Topper schafft er beim Doppelbett eine gemeinsame Liegefläche.

Unterschied: Boxspringbett & herkömmliches Bett

Bei den herkömmlichen Bettsystemen ist das Zusammenspiel von Lattenrost und Matratze maßgeblich für die Eigenschaften und den Schlafkomfort des Bettes. Matratzen in einer großen Vielfalt und unterschiedlich gestaltete Lattenroste stehen dafür zur Verfügung. Kaufentscheidungen werden entlang der eigenen Bedürfnisse und der individuellen körperlichen Anforderungen getroffen.

Auch bei den Boxspringbetten eröffnet sich diese Welt. Für Box, Matratze und Topper werden Materialien verwendet, die sich bereits bei konventionellen Schlafsystemen bewährt haben. So ergeben sich zahlreiche Varianten, die den optimalen Zuschnitt und eine passgenaue Abstimmung des Boxspringbettes auf persönliche Wünsche und Vorlieben erlauben.

Boxspringbett oder Lattenrost?

Das EINE allgemeingültige Rezept für das richtige Schlafsystem gibt es nicht. Denn Wünsche, persönliche Vorlieben und das subjektive Empfinden eines jeden von uns lassen sich schwer in objektive Richtlinien pressen. Wer schon auf den ersten Blick von der besonderen Optik eines Boxspringbettes fasziniert ist, wird sich vom Thema Lattenrost erst einmal abwenden. Warum auch nicht. Wenn Box und Matratze perfekt auf die Schlafbedürfnisse abgestimmt sind, spricht nichts gegen das Boxspringbett. Gleiches gilt für die Kombination aus Lattenrost und Matratze.

Boxspringbett oder Polsterbett?

Je nach Ausführung des Boxspringbettes besteht der Unterschied zwischen einem Polsterbett und einem Boxspringbett allein im Aufbau. Optisch sind die Unterschiede häufig nur sehr randständig. Die Frage, ob ein Polsterbett besser ist als ein Boxspringbett, lässt sich ebenso wenig pauschal beantworten wie die zum Boxspringbett und Lattenrost. Auch hier gilt: Finde Deinen eigenen Weg. Konkrete Tipps für Deine Kaufentscheidung findest Du im weiteren Verlauf dieses Beitrages.

Merkmale & Eigenschaften von Boxspringbetten

Schlafgefühl

Boxspringbetten haben ihren Ursprung im Segment der Luxusbetten. Die opulente Optik unterstützt natürlich diesen Premiumgedanken. So verwundert es nicht, dass die Nutzer/innen den Schlafkomfort als besonders hoch ansehen. Und tatsächlich: Der mit einem Federkern ausgestattete Boxspring-Unterbau ist flexibler als der Lattenrost bei herkömmlichen Betten. Im Boxspringbett senkt sich bei Belastung nur die jeweils unter Druck stehende Feder nach unten ab. Dennoch führt kein Weg daran vorbei, das Boxspringbett so individuell wie möglich zusammen zu stellen.

Haltbarkeit & Lebensdauer

Die Haltbarkeit des Boxspringbettes hängt natürlich zunächst von den Materialien ab, die verwendet wurden. Sind die Box und die Füße aus Massivholz, die Bespannung aus hochwertigen Textilien und die Federn von entsprechender Qualität ­ dann kann das Boxspringbett schon einmal 20 Jahre lang zu einer verlässlichen Schlafstätte werden. Wie bei anderen Gebrauchsgegenständen auch bedarf das allerdings auch entsprechender Pflege. Die Matratze ebenso wie der Topper sollten regelmäßig gewendet, die Bezüge – auch die des Toppers – regelmäßig gewaschen werden. Und wer Kinder hat, die das kuschelige “Königsbett” als Spieleparadies nutzen, beschleunigt natürlich den Verschleiß.

Härtegrad

Die Angabe des Härtegrades etwa von H1 (sehr weich) bis zu H4 (sehr fest) legt nahe, dass es sich um genormte Kategorien handelt. Das ist nicht so. Die jeweiligen Hersteller definieren die Härtegrade nach eigenem Ermessen. Ein sehr festes H4 des einen Produzenten kann also einem mittelfesten H3 eines anderen entsprechen.

Um den persönlichen Härtegrad zu bestimmen, sind Schlafposition und Körpergewicht essentiell. Grundsätzlich sollte die Matratze etwas weicher sein, wenn Du selbst ein Leichtgewicht bist und entsprechend härter für schwerere Körper. Auf die Härtegrad-Einteilung der Anbieter sollte man sich deshalb nicht alleine stützen. Probieren geht über studieren – das ist auch hier einmal mehr die Empfehlung.

Preisniveau

Boxspringbetten gibt es mittlerweile in nahezu jedem Preissegment. Zu bedenken ist, dass das Schlafsystem aus mehreren Komponenten aufgebaut ist. In einem sehr günstigen Boxspringbett können logischerweise keine teuren Komponenten verbaut sein. Statt Massivholz werden dann zum Beispiel Faserplatten und weniger Federn pro Quadratmeter verbaut. Generell ist das noble Boxspringbett immer mit einer Investition verbunden. Am falschen Ende sollte man dann nicht sparen.

Findige Kaufleute nutzen natürlich auch den “Abstrahleffekt” aus, den die Geschichte des Boxspringbettes mit sich bringt. Als Bett der Hotels und Kreuzfahrtschiffe haftet ihm ein gewisser Luxus-Charakter an, den sich Hersteller bezahlen lassen, auch wenn sie schlussendlich ein eher gewöhnliches Bett anbieten. Folglich sollte man genau hinschauen, was man wirklich für sein Geld bekommt.

Die passende Matratze für ein Boxspringbett

Die EINE Boxspringmatratze gibt es nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass keine verbindliche gesetzliche Definition des Begriffs vorliegt. Daher lohnt es sich, immer ganz genau zu überprüfen, was unter dem Namen Boxspringmatratze tatsächlich angeboten wird. Worauf sollte man achten?

Eigenschaften der passenden Matratze

Je nach Schlafposition, Körpergewicht und Vorlieben lassen sich im Boxspring-System die Komponenten passgenau kombinieren. Dazu kann eine Federkernmatratze ebenso ratsam sein wie eine Kaltschaummatratze. Eine ausführliche Betrachtung dieses Themas findet Ihr in unserem Artikel zum Thema Boxspringbett Matratze.

Federkernmatratze

In Verbindung mit dem Boxspring-Unterbau, der ja auch mit Spiral-Federn arbeitet, sorgt eine Federkernmatratze für ein punktelastisches Abfedern des Körpers. Das wird von vielen Nutzer/innen als angenehm empfunden. Doch Nachschwingen und durch das System addierte Vibrationen können sich bei bestimmten Schlaftypen auch nachteilig auswirken und den Schlafkomfort beeinträchtigen. In einem solchen Fall ist die Kaltschaummatratze empfehlenswert.

Kaltschaummatratze

Wer ruhig liegen möchte und sich am Nachschwingen der Federkernmatratze stört, sollte eine hochwertige Kaltschaummatratze ausprobieren. Moderne, atmungsaktive Kaltschaummatratzen sind günstig, pflegeleicht und erfreuen sich sehr großer Beliebtheit so wie die One-fits-All-Matratze von Snooze Project.

Der passende Topper für Dein Boxspringbett

Wer mag, legt auf die Matratze seines Boxspringbettes noch einen Topper. Das erhöht den Schlafkomfort, schont die Matratze und ist zudem sehr hygienisch. Der Matratzen-Topper von Snooze Project ist die einfache und flexible Lösung für alle, denen ihr Bett, ihre Matratze oder ihr Schlafsystem nicht weich oder nachgiebig genug ist. Als kuschelige Auflage schafft der Matratzen-Topper im Handumdrehen Extra-Entlastung für stark beanspruchte Druckpunkte wie Hüften und Schultern. Wir haben unseren Matratzen-Topper so gestaltet, dass er mit den meisten Matratzen kompatibel ist.

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Vorteile & Nachteile von Boxspringbetten

Vorteile eines Boxspringbettes

Was spricht dafür, in ein Boxspringbett zu investieren?

Komfortable Einstiegshöhe

Mit 60 bis 80 Zentimetern Einstiegshöhe sind Boxspringbetten durchschnittlich 15 bis 35 Zentimeter höher als normale Betten. Das vereinfacht den Ein- und Ausstieg und ist besonders für ältere Menschen von Vorteil. Aber auch der hinlänglich bekannte Morgenmuffel kommt morgens einfach bequemer aus dem Bett.

Elegante, edle Optik

Boxspringbetten sind ein Statement der Eleganz. Das muss man nicht gut finden, kann man aber. Allein schon durch den Aufbau wirken sie pompös. Je nach Hersteller mutet Ihr Design fast “königlich” an. Das Schlafzimmer wird aufgewertet und rückt vom hochwertigen Look her in die Nähe eines edlen Hotelzimmers.

Gut gefederter Schlaf

Boxspringbetten federn das Körpergewicht besonders gut ab. Es liegt sich angenehm weich. Wenn Unterbau, Matratze und Topper wie ein gut abgestimmtes Ensemble funktionieren und punktelastisch ausgerichtet sind, ist das auch wohltuend für die Wirbelsäule.

Ein stabiles, geräuscharmes Schlafsystem

Sofern aus gutem Material und präzise gefertigt ist die Federkern-Box stabiler als der Lattenrost.  Weil bei herkömmlichen Betten der Lattenrost auf den Komponenten des Bettgestells aufliegt, kann es schon einmal zu Reibungsgeräuschen kommen. Boxspringbetten sind dagegen geräuschärmer.

Nachteile eines Boxspringbettes

Was spricht dagegen, in ein Boxspringbett zu investieren?

Der hohe Preis

Wer ein qualitativ hochwertiges Boxspringbett kaufen will, muss definitiv tief in die Tasche greifen. Da werden schon einmal 1.000 bis 5.000 Euro fällig. Im Hochpreissegment kann man auch bei entsprechender Fertigung bis zu 15.000 Euro ausgeben. Insofern ist es angeraten, sich die eigene Haushaltsplanung genau anzusehen. Denn gute, wohltuende Schlafsysteme gibt es auch für deutlich weniger Geld.

Platzbedarf

Das Boxspringbett macht sich breit im Schlafzimmer. In kleinen Räumen kann es daher mächtig und deplatziert wirken. Der Unterbau besetzt darüberhinaus den Platz, den Ihr bei einem herkömmlichen Bettsystem als Stauraum nutzen könntet. Verfügt das Boxspring über einen extra Bettkasten erhöht das auch gleich wieder den Preis.

Reinigung

Bei vielen Modellen ist der Stoffbezug mit der Federkern-Box zur besseren Stabilität vernäht. Optisch ein Hingucker, aber in puncto Reinigung suboptimal. Denn der Bezug kann nicht einfach in die Waschmaschine gesteckt werden. Hier ist mühsame Handreinigung gefragt. Und wer im Schlafzimmer raucht, sollte diesem Aspekt besondere Beachtung schenken.

Reparaturen

Wenn sich nach Jahren des Gebrauchs erste Verschleißspuren zeigen, wird die stabile Verarbeitung vieler Boxspringbetten zu einer Herausforderung. Anders als bei herkömmlichen Bettsystemen können elementare Komponenten nicht einfach ausgetauscht werden. Federn sind oft fest im Unterbau integriert und können nicht neu ausgerichtet werden.

Weitere Informationen

Exkurs: Boxspringbetten mit Motor

In der Regel können Boxspringbetten nicht verstellt werden, um den Liegekomfort anzupassen. Durch den integrierten Unterbau lässt sich im Gegensatz zum Lattenrost weder die Höhe noch die Rückenlage ändern. Darauf haben die Produzenten reagiert und bieten mittlerweile Modelle mit Motor an. Per Fernbedienung können Box und Matratze in die gewünschte Position gebracht werden. Das erhöht allerdings dann auch den Preis.

Exkurs: Boxspringbetten mit Bettkasten      

Ein Boxspringbett mit Bettkasten ist eine nützliche Boxspringbett-Variante mit integrierter Stauraum-Funktion. Diese Variante bietet die Möglichkeit, zusätzliche Bettwäsche, Kissen oder auch Reisekoffer unterhalb des Bettes zu verstauen.

Es gibt je nach Preisklasse Unterschiede beim Aufbau, denn günstigere Boxspringbetten mit Bettkasten haben oft statt der Federkernbox einen Holzrahmen verbaut, um Platz für den Bettkasten zu schaffen. Diese Varianten sind bei Licht besehen keine “echten” Boxspringbetten mehr.

Fazit

Bei häufigen Umzügen, kleinen Schlafzimmern oder der ausgeprägten Vorliebe nach einem sehr festen Schlafsystem, ist das Boxspringbett sicher nicht die erste Wahl. Gleiches gilt für alle Interessenten, die sich für “kleines Geld” ausstatten möchten.

Wer seinen Lebensmittelpunkt gefunden hat, über ein großzügig dimensioniertes Schlafzimmer verfügt, es kuschelig und weich bevorzugt und ein entsprechendes Einkommen hat, sollte Boxspringbetten genauer unter die Schlaf-Lupe nehmen. Dabei sollte die Qualität im Fokus stehen und die Preis-Leistung analysiert werden.

Wir empfehlen in jedem Fall: Probeliegen. Dazu gibt es Showrooms und auch in einigen Hotels finden sich ausgestellte Boxspringbetten, die man testen kann. Kleiner Tipp am Rande: Probeliegen sollte man nicht, wenn man übermüdet ist. Dann wird so ziemlich jedes Bett zu einer Wohltat.  So wie hoffentlich dieser Lexikon-Eintrag auch.

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