Formschaum

formschaum

Material & Matratze


Namensgebung & Definition

Formschaum bezeichnet ein Material, das vor allem bei Matratzenherstellern sehr beliebt ist. Formschaummatratzen bestehen aus hochwertigem Schaumstoff, der in Form gegossen und anschließend ausgehärtet wird. Er hat eine sehr homogene Zellstruktur, womit ein höheres Raumgewicht ermöglicht wird. Raumgewicht bezeichnet ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Matratzen. Je höher dieses ist, desto hochwertiger, weil formstabiler ist die Matratze. Eine Matratze mit hohem Raumgewicht - RG von 50 - liegt sich nicht so schnell durch und ist lange nutzbar. Infolge der Aushärtung mit Wärme bildet sich bei Formschaummatratzen außerdem eine leichte Außenhaut, die die feinen Luftkanäle in Form hält. Das ist wichtig für die Belüftung der Matratze. Die größten Vorteile von Formschaum sind die sehr gute Stützkraft und die hohe Atmungsaktivität.

Merkmale & Eigenschaften von Formschaummatratzen

Für die Herstellung einer Formschaummatratze wird Polyurethan in eine geschlossene Form gegossen und gebacken. Dank dieses Verfahrens lassen sich vielfältige, an die individuellen Schlafbedürfnisse angepasste Matratzen fertigen. Formschaummatratzen können aufgenommene Feuchtigkeit schnell wieder ableiten, was ein besonders angenehmes Schlafklima ermöglicht. Das macht den großen Unterschied zu Kaltschaummatratzen aus, die zwar auch aus Polyurethan hergestellt werden, jedoch im sogenannten Blockschaumverfahren entstehen. Sie werden in einen einfachen Block gegossen und dann geschnitten, was zu Qualitätsunterschieden führen kann.

Bei Formschaum hingegen lässt sich angesichts des aufwendigeren Verfahrens eine gleichbleibende Qualität garantieren. Das zeigt sich vor allem bei der Atmungsaktivität, die erhalten bleibt, weil der Schaum nach dem Gießen nicht mehr geschnitten wird. Beim Schneiden können die feinen Luftkanäle nämlich beschädigt werden, was ein schnelleres Durchliegen der Matratze begünstigt.

Matratze


Einordnung & Matratzentyp

Bei Matratzen unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Gruppen, den Federkernmatratzen und den Schaumstoffmatratzen. In diesem Artikel geht es also um die zweite Gruppe, zu der auch Latex-, Memoryschaum- und die Kaltschaummatratze gehören. Hier ein kleiner Überblick der Schaumstoffmatratzen:

Formschaum

Die Herstellung von Formschaummatratzen ist recht aufwendig. Doch gerade wegen diesem speziellen Prozess erzielt man im Ergebnis eine sehr komfortable und vielseitige Matratze. In Fachkreisen wird Formschaum als der große Bruder des Kaltschaums bezeichnet. Er bringt alle guten Eigenschaften des Kaltschaums mit und hat darüber hinaus noch viele weitere Qualitätsmerkmale.

Latex

Eine Latexmatratze bietet sich für Allergiker und solche an, die unter Rückenschmerzen leiden. Allerdings sollte diese Gattung gut gepflegt werden, da die Bettwäsche bei zu wenig Belüftung feucht werden kann. Preislich liegt sie im mittleren Bereich.

Memory

Der Memory- oder auch Viscoschaum ist wohl jedem bekannt. Er „merkt“ sich Druckpunkte, was für ein besonders sanftes Einsinken der stark beanspruchten Schlafpartien wie Schulter- und Hüftbereich bei Seitenschläfern sorgt. Auch diese Matratzenart liegt preislich im mittleren Bereich.

Kaltschaum

Diese Matratzen werden bei kalten Temperaturen produziert, daher der Name. Doch auch diese bestehen aus Polyurethan und gelten als Vorgänger der Formschaummatratzen. Preislich sind die Kaltschaummatratzen in der Regel günstiger als andere Matratzenarten.

Für alle Schaumstoffmatratzen gilt, dass sie gut für Allergiker und Menschen mit Rückenleiden geeignet sind. Jedoch eignen sie sich gleichzeitig wenig für diejenigen, die in der Nacht stark schwitzen. Das gilt vor allem bei Latex- und Memoryschaummatratzen, da sie eine starke Wärmeisolierung bieten. Was wiederum diejenigen freut, die im Bett häufig frieren.

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Aufbau von Formschaummatratzen

Die Formschaummatratze besteht aus Polyurethan, einem feinporigen, hochwertigen Schaumstoff. Dieser Schaum wird, sobald er in eine geschlossene Form gegossen wurde, zur Aushärtung hohen Temperaturen eingesetzt. Man könnte es mit dem Backen eines Brotes vergleichen, die Matratzen backen dabei bei maximal 135 Grad aus. Dieses Verfahren wendet man seit 1940 für die industrielle Produktion von Schaumstoffen - zum Beispiel auch für Möbel zur Wärmedämmung - an. Entwickelt wurde es von der Forschergruppe Otto Bayer in Leverkusen. Dank des ausgeklügelten Verfahrens bildet der Schaumstoff eine lockere Struktur, was diesen sehr atmungsaktiv und angenehm weich macht.

Eigenschaften & Merkmale von Formschaummatratzen

Mit einer Matratze aus Formschaum im Bett hast du ein Schlafsystem, das vor allem Allergiker-freundlich und wärmend ist. Grundsätzlich ist sie für alle Schlaftypen geeignet. Dank der hohen Anpassungsfähigkeit an Deinen Körper kann die Formschaummatratze auch bei Rückenbeschwerden entlasten. Eingelegene Mulden bilden sich - durch das besondere Federungsverhalten des Schaums - über den Tag wieder zurück. Das heißt, die Matratze richtet sich wieder in ihre ursprüngliche Form auf. Solch eine Formstabilität ist ein sicheres Zeichen für eine hochwertige Matratze. Doch dieser hochwertige Schaum hat auch ganz praktische Eigenschaften. So kannst du Deine Formschaummatratze bei Bedarf zusammenklappen oder einrollen. Das bietet sich zum Beispiel für Besucherbetten an, die viel Platz rauben können. Außerdem sind Formschaummatratzen sehr leicht, weshalb du sie auch mit auf Campingreisen nehmen kannst. Einfach zusammenrollen, rein ins Auto und los geht es in die Berge oder an das Meer.

Kaufberatung Formschaummatratze: Vorteile, Nachteile, Eignung & Tipps


Vorteile & Nachteile Formschaummatratzen

Vorteile auf einen Blick

  • Sie ist ideal für Paare mit sehr unterschiedlichem Gewicht
  • Sie passt sich allen erdenklichen Körperformen an
  • Sie kann mit Wunschmaß angefertigt werden
  • Sie ermöglicht ein gesundes Schlafklima
  • Sie bietet ergonomischen Liegekomfort
  • Sie hat hohe Formstabilität
  • Sie ist sehr hygienisch
  • Sie ist atmungsaktiv
  • Sie ist langlebig

 

Nachteile auf einen Blick

  • Nicht geeignet für Schläfer mit mehr als 120 Kilogramm Körpergewicht
  • Sie nutzt sich schneller ab, als andere Matratzenarten
  • Sie liegt meistens in einem höheren Preissegment

Eignung von Formschaummatratzen

Für wen eignet sich eine Matratze aus Formschaum nun besonders? Ideal sind sie für Seitenschläfer. Etwa 60 % der Europäer schlafen auf der Seite. Eine Formschaummatratze ist für sie eine gute Wahl, da sie sich allen Körperformen gut anpasst. Da Seitenschläfer sich in der Nacht deutlich häufiger bewegen - drehen - brauchen sie eine Matratze, die ihre Wirbelsäule und die Bandscheiben optimal entlastet. Gerade das Becken und die Schultern brauchen bei Seitenschläfern genug Platz, um leicht einzusinken. Nur so ist gewährleistet, dass die Wirbelsäule gerade bleibt. Passiert das nicht, kann es zu Verspannungen und Schmerzen kommen.

Das alles kann eine Formschaummatratze leisten, ohne zu weich zu sein, was wiederum nicht genügend Stütze für die Wirbelsäule bedeuten würde. Sie passt sich optimal allen Körperformen, ob klein und zierlich oder groß und kräftig, leicht an. Damit ist sie eine gute Investition für alle, die eine gute Matratze suchen, auf der man bequem und erholsam schlafen kann.

Weitere Tipps  


Zonen

Formschaummatratzen haben eine fließende Liegezone, besitzen damit keine offensichtlich voneinander getrennten Zonen. Doch sie passen sich gerade deshalb ergonomisch optimal an jeden Körper an, ohne dass man zu tief einsinkt. Das alles unabhängig von Schlafposition und Gewicht. Da sie im Herstellungsprozess in eine Form gegossen werden, kann diese für individuelle Wünsche angepasst werden. Da jeder Kern einzeln geschäumt wird, entsteht eine hochwertige Oberflächenstruktur. Auf diese Weise können Druckentlastungs- und Stützbereiche geschaffen werden, die sogar eine leichte Massage-Wirkung haben. Im Fachjargon bezeichnet man das auch als hohe Punkt-Elastizität. Durch das sehr variable Herstellungsverfahren kann ganz nach Wunsch eine individuelle Festigkeit des Kerns und damit ein besserer Liegekomfort erreicht werden.

Qualitätsmerkmale

Formschaum ist wegen seiner vielen guten Eigenschaften sehr beliebt. Dank einer speziellen Außenhaut wird die Formbeständigkeit dieses Matratzentyps erhöht. Die typische Zellstruktur intensiviert darüber hinaus die Belüftung und die Entlüftung der Formschaum-Matratze. Die Außenhaut verhindert dabei ein Verschließen der Belüftungskanäle, sodass sich die optimierte Luftzirkulation erklärt. Durch das spezielle Federungsverhalten kann der Formschaum auch auf ein Körpergewicht von bis zu 120 Kilogramm mit Widerstand reagieren, ohne dabei die lockere Zellstruktur oder das Federungsverhalten zu verlieren. Auf Grund dessen bietet der hochwertige Schaum eine angenehme Stützfunktion und weichen Liegekomfort. Es lohnt sich also hier etwas mehr zu investieren, da die gleichbleibend hohe Qualität dies rechtfertigt. Sie unterstützt mit dem hohen Liegekomfort einen tiefen, erholsamen Schlaf.

Weitere Tipps für den Matratzenkauf

Um Dir die Auswahl der richtigen Matratze zu erleichtern, haben wir hier ein paar abschließende Tipps für Dich zusammengetragen. Wir hoffen, das hilft Dir bei der Wahl Deiner Matratze.

  • Für Seitenschläfer ist es wichtig, dass die Matratze mindestens 18 Zentimeter hoch ist. Ab dieser Höhe ist ein angenehmes Einsinken der besonders belasteten Bereiche Hüfte und Schulter gewährleistet.
  • Paare mit sehr unterschiedlichem Gewicht können auf Formschaummatratzen sehr gut gemeinsam schlafen. Bei anderen Matratzen ist es oft der Fall, dass jeder seine eigene Matratze benötigt.
  • Formschaummatratzen sind leise, was besonders förderlich für einen erholsamen Schlaf ist. Darum ist sie eine Empfehlung, vor allem an unruhige Schläfer. Wer kann sich nicht an eine Situation erinnern, bei der man sich auf einer Federkern-Matratze unruhig hin und her geworfen hat, weil sie ständig quietschte.
  • Schwitzt Du nachts besonders stark? Dann wirst Du mit einer Formschaum-Matratze sehr zufrieden sein. Denn durch die hohe Atmungsaktivität kann die Luft in der Matratze optimal zirkulieren. Folglich bilden sich keine unangenehmen Gerüche und Du wachst nicht in nassem Bettzeug auf. Achte beim Kauf auch darauf, dass der Bezug der Matratze abnehmbar und bei mindestens 60 Grad waschbar ist.
  • Um lange Freude an der Matratze zu haben, ist es wichtig, diese regelmäßig zu wenden und auszulüften. Dazu kann man sie immer mal aus dem Bettgestell nehmen und schräg an die Wand stellen. Oder - wer die Möglichkeit hat - gleich auf den Balkon oder die Terrasse. Ein paar Stunden genügen bereits.
  • Da Formschaum sowohl leicht als auch biegsam ist, eignet sich so eine Matratze ideal für Camper. Man kann sie einfach aufrollen und in den Wohnwagen oder das Zelt legen.
  • Frage am besten bei jeder neuen Matratze nach, ob der Anbieter Dir vier Wochen Probeschlafen gewährt. Das ist sehr wichtig, da ein kurzes Probeliegen nicht ausreicht, um Deine Schlafqualität ausreichend beurteilen zu können.

 

Matratzen aus Formschaum haben – zumindest im direkten Vergleich mit einfachen Kaltschaum-Matratzen – die Nase in puncto Haltbarkeit, Flexibilität gegenüber Körperkontur und Schlafposition, Luftzirkulation, Formstabilität und bezüglich der Druckentlastung vorne. Dennoch bieten hochwertige Kaltschaummatratzen eine echte Alternative zur Variante aus Formschaum.

Unsere Snooze Project Matratzen verhindern - aufgrund des Mixes aus hohem Raumgewicht und hoher Punktelastizität - genau wie beim Formschaum, ein Durchhängen, da der Kaltschaum nur an den Stellen nachgibt, wo Druck entsteht. Dadurch kann Dein Körper optimal gestützt werden. Dank Formbeständigkeit und Stabilität müssen sich hochwertige Kaltschaummatratzen also keinesfalls hinter Formschaum verstecken, da sie eine optimale Gewichtsverteilung bieten. So wird Dein Körpergewicht über die gesamte Liegefläche verteilt und Du darfst Du Dich über ein komfortables, stabilisiertes Liegegefühl freuen. Komplettiert werden unsere Matratzen mit einer atmungsaktiven, langlebigen Qualität.

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