Japandi: Der neue Interior-Trend für Dein Schlafzimmer

Aktualisiert von Snooze Project am 24. August 2023
Veröffentlicht von Martin am 9. März 2021

Japanischer Minimalismus trifft auf das warme Design Skandinaviens

Japandi heißt der aktuelle Design-Mix, der den Mut zu japanisch-skandinavischer Schlichtheit ausdrucksstark feiert, sich mit originellen Details aber auch gerne selbst auf die Schippe nimmt. Von Tokio bis Stockholm sind es mehr als 8.000 Kilometer – wer hätte angesichts dieser riesigen Entfernung je mit einer Fusion zwischen den beiden Einrichtungskonzepten aus Fernost und dem hohen Norden gerechnet?

Die vielgescholtene Globalisierung macht’s möglich: Was vor wenigen Jahrzehnten noch unerreichbar füreinander schien, vereint sich nun – nicht zuletzt dank Internet – wie von selbst zu einem überraschend konsistenten, einheitlich wirkenden Style, der das Zeug zum Klassiker hat. Japandi wird wie selbstverständlich zum Ausdruck des aktuellen Zeitgeists, nutzt bisher ungekannte Gemeinsamkeiten zwischen entfernten Kulturen, fängt uns in stressigen Zeiten auf wie eine tröstliche Umarmung und legt noch dazu größten Wert auf Nachhaltigkeit.

Bei näherem Hinsehen sind skandinavische und japanische Wohn-Philosophie wie füreinander gemacht, denn beiden geht es um Klarheit, Funktionalität und Naturnähe. Gemeinsam stehen sie unter der Bezeichnung Japandi (einem Kunstwort aus Japan und Skandi bzw. Scandi) für einen zurückgenommenen, dabei aber auf Anhieb einladend wirkenden Stilmix. Japan und Skandinavien: Dieses verrückte Paar lässt sachlich-funktionelle Wohnräume entstehen, die zugleich warme Geborgenheit vermitteln.

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Wie Einrichten in Skandinavien geht, haben wir Dir am Beispiel Hygge kürzlich schon in unserem Snooze Project Magazin vorgestellt – doch was macht eigentlich die japanische Wohnkultur aus?

Japanisch einrichten

Wohnen auf Japanisch ist traditionell durch sparsam möblierte Räume geprägt, die ihren Bewohnern fernab des Alltags die nötige Ruhe und Entspannung bieten – außerhalb der Städte ist dies bis heute so. Aufgrund seiner klaren Strukturen lässt sich der japanische Einrichtungsstil besonders gut mit anderen Looks kombinieren. Seine Philosophie geht im Wesentlichen auf zwei Strömungen zurück, die sich auch in anderen asiatischen Ländern wiederfinden: Feng Shui und den Zen-Buddhismus. Erst in letzter Zeit auch bei uns bekannt geworden ist Wabi-Sabi, ein sehr modern erscheinendes, tatsächlich jedoch dem Buddhismus entlehntes Wahrnehmungskonzept, das den Makel gebrauchter Dinge lieber betont als beseitigt.

Wichtige Einflüsse in der japanischen Wohnkultur

Fusui (Feng Shui)

Ursprünglich stammt Feng Shui aus China, doch auch die JapanerInnen praktizieren diese Lehre – allerdings unter dem Namen Fusui (Wind-Wasser). Das Ziel besteht in der Harmonie des Wohnens. Der chinesischen 5-Elemente-Lehre folgend versucht man auch in Japan, alle Aspekte der Einrichtung – also Materialien, Farben, Formen und Strukturen – nach den Elementen Feuer, Holz, Metall, Wasser und Erde auszurichten.

Der energetische Fluss in Wohnung, Haus oder Garten wird mit dem sogenannten Bagua untersucht und korrigiert – einer Art Raster, dessen Felder die neun Hauptbereiche unseres Lebens repräsentieren, wie sie im Feng Shui definiert sind. Wissen, Karriere, hilfreiche Freunde, Familie, Tai Chi, Kinder, Reichtum, Ruhm und Partnerschaft: Um die Lebensenergie Chi (oft auch Qi geschrieben) zum Fließen zu bringen, sollten all diese Bereiche auch in unseren Wohnräumen an den ihnen zugedachten Positionen vertreten sein und nötigenfalls verstärkt werden. Ist die angestrebte Ausgewogenheit erreicht und das Chi in ungehemmtem Fluss, fühlt sich der Fusui-Lehre zufolge auch der Mensch wohl.

Zen-Buddhismus

Der Zen-Buddhismus hat die traditionelle Wohnkultur Japans ebenfalls stark beeinflusst. Er umfasst die Fokussierung aufs Wesentliche, eine weitgehende Reduzierung des Besitzstrebens sowie die Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst und dem Umfeld. Die klassische japanische Inneneinrichtung ist deshalb eher praktisch orientiert: Es geht hauptsächlich um Minimalismus, um Ruhe und Funktionalität – und nicht um die Präsentation von Statussymbolen. Persönliches verschwindet hinter den Türen einer unauffälligen Schrankwand. Wenige ausgewählte Deko-Accessoires setzen Akzente im ansonsten sehr klar strukturierten Raum.

Wabi-Sabi

Erwähnenswert ist auch das ästhetische Konzept Wabi-Sabi: Hiernach wird die Ausstrahlung der Dinge erst durch ihre Unvollkommenheit und Vergänglichkeit perfektioniert. Gebrauchs- und Alterungsspuren werden als unscheinbarer Anteil der Schönheit wertgeschätzt. Bei uns beliebt ist derzeit Kintsugi, die durch Wabi-Sabi geprägte nachhaltige Reparaturkunst, bei der die Bruchstellen zerbrochener Keramikgefäße beim Zusammenfügen absichtlich betont werden – so bleiben Zeit und Hingabe, die in die Reparatur investiert wurden, für spätere Betrachter sichtbar.

Typische Elemente des japanischen Wohnstils

Abgesehen von den auch im Westen populären japanischen Accessoires wie Sitzkissen, Fächern, Bambusmöbeln, Bonsai-Bäumen oder Mini-Zen-Gärten gibt es noch mehr Zutaten für einen perfekten Japan-Style. Wir haben uns umgeschaut und einige gefunden, die Du entweder günstig fertig kaufen oder aus Deinem eigenen Möbelbestand leicht nachahmen kannst. Die typischsten Stücke – wie die charakteristischen Paravents oder Wandbehänge – sind inzwischen meist auch als preiswerte Imitationen im Handel erhältlich. Oft tut es aber auch schon ein schöner Stein oder eine eindrucksvolle Wurzel, die Du vom nächsten Spaziergang mitbringst.

Unser Tipp: Manchmal genügt schon ein neuer Anstrich oder das Bekleben mit farblich passender Dekorfolie, um Deinen Lieblingsstücken japanisches Flair einzuhauchen.

Die 9 besten Möbel, Accessoires & Looks für den authentischen Japan-Stil:

  1. Natürliche Materialien wie Reispapier, Holz, Bambus, Steingut
  2. Die 4 Ur-Farben Rot, Schwarz, Weiß und Blau (oder auch Grau) – außerdem die Naturfarben Lila, Braun, Grün, Gold und Silber
  3. Fließendes Licht oder Wasser durch gezielten Einsatz von Lampen oder Zimmerbrunnen
  4. Flexible Unterteilung der Räume durch Shoji (lichtdurchlässige Reispapierwände), Fusuma (blickdichte Schiebetüren) oder Byóbu (Wandschirme)
  5. Spezielle Rollmatratzen (Futon) oder ein niedriges Futon-Bett im Japanlook
  6. Dicke Reisstroh-Bodenmatten (Tatami) zum Chillen oder statt eines Teppichs
  7. Vorhangähnliche Stoffbahnen (Noren) mit japanischen Motiven und Schriftzeichen, als Sonnen- und Blickschutz am Fenster oder als Raumteiler
  8. Kisten mit Deckel (Hako-Zen), die als Stauraum und Tischchen zugleich dienen – der Deckel eignet sich auch als Tablett
  9. Handwerklich hergestellte Unikate wie kunstvolle Holzschalen, edles Lackgeschirr oder betont schlichte Keramik

Japandi: Hoher Norden trifft auf fernen Osten

Elemente japanischer und skandinavischer Wohnkultur sind bei uns schon seit Jahrzehnten stark vertreten. Nachdem wir uns beim Einrichten bisher immer relativ streng für eine einzige Stilrichtung entscheiden mussten, kommt mit Japandi jetzt erstmals ein echter Hybrid-Look in unser Zuhause. Japandi, das ist die gelungene Fusion von Japan- und Skandi-Design, von minimalistisch und hyggelig. Der strenge japanische Purismus wird durch Elemente skandinavischer Gemütlichkeit gekonnt gebrochen: Wie bei einem Stillleben werden wenige, ausgesuchte Möbel und Accessoires zu einem Gesamtbild mit ganz neuer Ästhetik arrangiert.

Japan & Scandi: Woher stammen welche Japandi-Stilelemente?

Beim Anblick mancher Japandi-Räume lässt sich nicht gleich entschlüsseln, welche Stücke japanisch und welche skandinavisch inspiriert sind. Besonders, wenn Du demnächst auch Deine eigenen vier Wände im Japandi-Style verschönern möchtest, ist es jedoch hilfreich, die Herkunft einzelner Design-Bestandteile zu erkennen: Dadurch wirst Du bald in der Lage sein, mit Japandi harmonierende Möbel und Accessoires stilsicher aufzuspüren oder einfach selbst zu gestalten – auch solche, an die Du bisher vermutlich noch gar nicht gedacht hast.

Der folgende Überblick kann Dir helfen, japanische und skandinavische Anteile der Japandi-DNA richtig einzuordnen.

Herkunft der Japandi-Merkmale: Typisch japanisch vs. typisch skandinavisch

Japan-Look                                                                 Skandi-Style

Reispapier, Holz, Bambus, Steingut                       Massivholz, Wolle, Leder

Dunkles oder dunkel lackiertes Holz                     Helle Hölzer, oft mit sichtbarer Maserung

Schwarz, Weiß, Rot, weiche Erdfarben                Weiß, Blau, Beige, Creme- & Pastelltöne

Minimalistisch, klar, ruhig, elegant                       Praktisch, einladend, schlicht, naturnah, modern

Was ist neu am Japandi-Stil?

Der Japandi-Wohntrend liefert die Antwort auf drängende Fragen: Wenn wir uns von Überkonsum, Verschwendung und Wegwerfmentalität möglichst schmerzfrei verabschieden wollen, kann das im Wohnbereich nur durch die Rückkehr zu natürlichen Materialien und den Einsatz zweckmäßiger, möglichst langlebiger Interior-Elemente gelingen. Alle paar Jahre alles neu – das ist spätestens mit Japandi keine Option mehr.

Statt auf minderwertige Billigmöbel setzt Japandi auf nachhaltige Klassiker: Auch Flohmarktfunde mit bewegter Geschichte taugen mitunter zum Japandi-Accessoire. Wenn ein Neukauf nötig ist, dann am besten ein alltagstauglicher (gern auch gebrauchter) Designklassiker, der sich durch die restlichen Gestaltungs-Elemente prominent in Szene setzen lässt. Je zeitloser, schlichter und hochwertiger Deine Möbel, desto länger wirst Du Dich damit wohlfühlen – und sie womöglich an kommende Generationen vererben, wie es bei unseren Urgroßeltern noch gang und gäbe war.

Bei Japandi-Möbelstücken geht Funktionalität vor, Japandi-Accessoires werden nur minimal und sehr überlegt eingesetzt – dazu kommt hier und da ein solitäres Statement-Detail, das manchmal fast wie ein ironisches Augenzwinkern über die strenge Akkuratesse des Japan-Wohnstils daherkommt und immer wieder mal gegen einen neuen Blickfang ausgetauscht werden kann. Der Japandi-Trend ist dezent und schlicht, aber dennoch ausdruckstark und verbindlich. Außerdem ist er wandelbar genug, um über viele Jahre hinweg niemals langweilig zu werden.

Für Japandi spielt die Idee der Konsumvermeidung eine tragende Rolle. Speziell aus der japanischen Tradition heraus kommt Dingen mit Geschichte eine große Bedeutung zu. Oft können daher schon vorhandene Möbel, selbstgemachte oder in der freien Natur gesammelte Deko-Gegenstände und persönliche Erbstücke problemlos mit in den neuen Wohnstil einfließen. Damit Du zukünftig ganz einfach erkennen kannst, ob derartige Stücke in Dein persönliches Japandi-Konzept passen, schauen wir uns nun genauer an, was eigentlich typisch Japandi ist.

Was macht den Japandi-Look aus?

Japandi ist das Beste aus zwei Welten – doch schon vor dieser Entdeckung bevorzugten sowohl Japaner als auch Skandinavier funktionale Räume in einfachem, ruhigem Design. Barocke Schnörkel, verspielte Verzierungen oder überbordende Dekorationen kommen in den beiden Wohnstilen nicht vor. So sehr sich skandinavische und japanische Wohnkultur also auch unterscheiden mögen: Sie haben tatsächlich überraschend viel gemeinsam.

Werden Scandi-Chic und Japan-Look gekonnt miteinander kombiniert, entsteht Japandi – ein schlichter und doch wohnlicher Einrichtungsstil, der sich aufs Wesentliche beschränkt, zugleich aber Wärme und Behaglichkeit ausstrahlt. Die Japandi-Farbpalette ist zurückhaltend, stellenweise aber trotzdem plakativ: Die schlichten, hellen, eher gedeckten Farben und Naturholztöne des Scandi-Styles erhalten durch das Zusammentreffen mit Japans dunklen Nuancen eine noch stärkere Wirkung. Spannende, gerne auch etwas kräftigere Akzente setzen vor allem Grün, Blau und Aubergine.

Ein Muss für ein gelungenes Innenraum-Styling im Japandi-Stil sind japanisch anmutende, tiefschwarze Details. Ihre filigrane Strenge lenkt das Auge durch den Raum und betont im Kontrast zu helleren skandinavischen Möbelstücken deren gemütliche Seite. Japandi ist die Verkörperung der ästhetischen Philosophie des Wabi-Sabi: Hier besteht die Unvollkommenheit, welche die verborgene Schönheit in sich trägt, in der gelungenen Symbiose aus bodenständiger Skandi-Optik und elegant-klarer japanischer Wohnkultur.

Im hohen Norden wie im fernen Osten werden Handwerkskünste gleichermaßen geschätzt. Die Liebe zu einfachen Formen ist groß: Traditionsreiche Manufakturen fertigen schlichte – und gerade dadurch sehr ausdrucksstarke – Objekte wie Skulpturen, Vasen oder Teegeschirr. Handgefertigte Accessoires stehen deshalb auch beim neuen Japandi-Wohntrend hoch im Kurs: Als Unikate, von denen keines exakt wie das andere ist, verleihen solche Einzelstücke jedem Raum eine unverwechselbare, oft auch ganz persönliche Note. Ihr ideeller Wert steigt mit den Arbeitsstunden, der Kunstfertigkeit und der Hingabe, die für ihre Herstellung erforderlich waren.

Essenziell für den einzigartigen Zauber des Japandi-Trends sind neben qualitativ hochwertigen Materialen wie Massivholz oder Rattangeflecht auch Textilien aus Naturfasern wie Baumwolle, Jute, Leinen oder Wolle. Nur, wenn sie als Blickfang fungieren, dürfen Teppich, Kissen oder Decke auffällig gemustert sein – ansonsten bleiben sie farblich eher bei den zurückhaltenden Tönen der Natur. Ein Material-Mix aus Bambus und Holz, Papier und Keramik, Leinen und Wolle sorgt durch unterschiedliche Strukturen für spannende Kontraste und lässt sogar sehr hohe oder große Zimmer auf geheimnisvolle Weise wohnlich wirken.

So schläfst Du im Japandi-Stil

Von einem Schlaf- oder Gästezimmer im Japandi-Look brauchst Du nicht nur zu träumen, denn dieser Style lässt sich mithilfe weniger neuer Accessoires meist auch aus schon vorhandenen Möbeln und liebgewonnenen Einzelstücken zusammenstellen. Die puristische Coolness und Aufgeräumtheit eignet sich dank gemütlicher Akzente optimal fürs heimische Schlafzimmer: Japandi lässt Raum für freie Gedanken, scheint schon beim Eintreten Ordnung in die Erlebnisse des Tages zu bringen und schafft mit seiner entspannten Leichtigkeit die besten Voraussetzungen für unbeschwerten Schlaf.

Auf unserem Pinterest Profil findest Du Inspiration für Dein Schlafzimmer im Japandi Stil! 


Das Schlafzimmer ist für den Japandi-Style wie geschaffen, denn was könnte dessen fernöstlichen Anteil besser repräsentieren als ein Futonbett? Auch weitere asiatische Japandi-Elemente wie etwa Raumteiler aus lackiertem Holz und halbtransparentem Reispapier passen sich besonders gut in die einmalige Zweck-Melange zwischen Schlafen und Auf-den-Tag-Vorbereiten ein: Was abends beim Ausziehen hinterm Paravent liegen bleibt, bleibt elegant versteckt, ohne die Ordnung des Raums zu stören.

Japandi Sleeping passt nicht nur ins Luxus-Penthouse: Die gelungene Mischung aus Minimalismus und Wohnlichkeit hat gerade bei kleineren Räumen ihre Berechtigung. Da japanisches Wohnen traditionell bodennah geschieht, sind Einrichtungsgegenstände wie Futons, Sitzkissen oder Schränkchen stets niedrig – und lassen selbst in beengten Schlafzimmern die Illusion von Weite entstehen. Wer mehr Platz zur Verfügung hat, schwenkt womöglich lieber auf ein wuchtiges skandinavisches Boxspringbett als Mittelpunkt um und betont dessen Höhe noch durch umgebende, niedrig gehaltene Japan-Details. Erlaubt ist, was gefällt.

Viel Holz, gepaart mit Farben und Materialien aus der Natur: Diese reduzierte, aber doch warme Optik verleiht jedem Schlafzimmer ein wohnliches Setting und sorgt durch ihre ruhige, kraftvolle Ausstrahlung für Entspannung. Statement-Möbel, die fast zu schweben scheinen, schaffen gemeinsam mit wenigen ausgesuchten Accessoires eine luftig-dezente Atmosphäre, die unwillkürlich zum Wohlfühlen und Träumen einlädt. Nach den Lehren des Feng-Shui liegt dies am Chi, das ungehindert fließen kann – doch auch nach westlichem Kenntnisstand eignet sich ein Japandi-Schlafzimmer ideal für Menschen, die abends sonst nur schwer abschalten.

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Leitfaden: Die wichtigsten Merkmale des Japandi-Wohnstils

Wer ein Japandi-Schlafzimmer zum Do-It-Yourself-Projekt (kurz DIY) macht, sollte zunächst die Haupt-Regeln des beliebten Hybridlooks verinnerlicht haben. Hast auch Du auch schon Lust bekommen, Dein Schlafzimmer in Japandi-Optik zu gestalten? Damit Du den Japandi-Trend in Deinen eigenen vier Wänden stilecht umsetzen und individuell interpretieren kannst, haben wir seine wesentlichen Eigenschaften nochmals übersichtlich für Dich zusammengefasst.

Japandi-Schlafzimmer selber einrichten: Mit diesen 9 Tipps wird es perfekt!

  1. Weniger ist mehr: Konzentriere Dich aufs Wesentliche
  2. Lege vorher Deine Farbpalette fest, an die Du Dich beim Einrichten hältst
  3. Achte auf qualitativ hochwertige Möbelstücke mit langer Lebensdauer
  4. Wähle (multi-)funktionale, geschlossene Kommoden & Schränke aus massivem Holz
  5. Bevorzuge niedrige Möbel (Bodennähe), diese aber in unterschiedlichen Höhen
  6. Kombiniere helle Scandi-Hölzer mit dunklem Holz im Japan-Look
  7. Verzichte auf üppige Deko: Bleibe stets bei ausdrucksstarken, schnörkellosen Formen
  8. Nutze möglichst Möbel & Accessoires mit Geschichte
  9. Wenn Pflanzen, dann besser wenige große Exemplare mit interessanten Blättern

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Die Praxis: Ideen & konkrete Beispiele für Dein Japandi-Schlafzimmer

Die Kunst bei der Einrichtung eines stilechten Japandi-Schlafzimmers besteht darin, die richtige Balance zwischen skandinavischen und japanischen Elementen herzustellen. Das Ziel ist eine klare, sachliche Optik, die nichtsdestotrotz Behaglichkeit ausstrahlt. Willst du den Japandi-Style in dein Zuhause integrieren, beginnt alles mit Ordnung: Miste zu allererst gründlich aus und schaffe auf diese Weise die Grundlage für den minimalistischen Wohnstil.

Anschließend kannst Du Dich um den Mittelpunkt Deines neuen Schlafzimmers kümmern: Nach den Lehren des Feng Shui sollte das Bett mit dem Kopfende an einer Wand stehen und von beiden Seiten aus zugänglich sein. Hast Du Tür(en) und Fenster vom Bett aus im Blick, wirst Du Dich auch im Schlaf geborgen und sicher fühlen. Bei Japandi entscheidest Du selbst, welche Elemente eher nüchtern-japanisch und welche doch lieber gemütlich-skandinavisch sein sollen. Dein Bett könnte ein niedriger Futon sein – Du kannst Dich aber auch für ein einladendes Boxspring-Polsterbett in sanftem Naturton entscheiden. Die Wirkung dieses Fusion-Wohnstils lässt sich also bedeutend gezielter nach Deinen Vorstellungen steuern als viele andere Designs.

Dass Japandi viel Mut zur freien Fläche erfordert, kommt den meisten Schlafzimmern zugute: Weniger Möbel, nur gezielte Deko – und der Raum wirkt gleich viel größer und luftiger. Für einen begehbaren Kleiderschrank hat der Platz nie gereicht? Ein Raumteiler oder Paravent gehört zu den typisch japanischen Dekoelementen und ersetzt zusammen mit einem schlichten, hellen Holzhocker das Ankleidezimmer – ein perfektes Japandi-Team.

Damit Körper und Geist zur Ruhe kommen können, verzichtest Du am besten auf offene Regal voller Krimskrams – nutze zur Aufbewahrung lieber komplett geschlossene Kommoden und Schränke, hinter deren Türen das Chaos elegant verschwindet. Elektronische Geräte wie Handy, Fernseher oder Laptop solltest Du übrigens ganz aus dem Raum verbannen, damit Dein Energiefluss nicht unnötig gestört wird – auch Forscher bestätigen inzwischen die schlaffördernde Wirkung medienfreier Schlafzimmer.

Das Tolle an Japandi ist, dass Du für die Umsetzung des neuen Stils nicht viel Geld auszugeben brauchst. Viele Elemente, die zu diesem Styling passen, hast Du vermutlich schon zuhause. Die wichtigsten Japandi-Regeln hast Du bereits kennengelernt – nun heißt es, Deine vorhandenen Möbel und Accessoires durch die „Japandi-Brille“ zu betrachten. Der geerbte Reisekoffer von Deinem Uropa dient jetzt vielleicht als Tisch, den Du mit einer flachen Keramikschale und einer einzelnen, großen Muschel zum Weltenbummler-Blickfang ummodelst.

Bei den Accessoires genügen wenige, gezielt ausgesuchte Hingucker: Handwerkskunst, Fundstücke aus der Natur oder eine exotische Pflanze im blaugrünen Farbspektrum, ummantelt mit einem Japandi-gemäßen Übertopf aus grobem Steingut lassen den Look edel, aber geerdet wirken. Ein einziges, großes Statement-Wandbild mit meditativem oder beruhigendem Motiv sorgt rasch für eine ansprechende Einschlaf-Atmosphäre.

Ideal für Dein Japandi-Schlafzimmer geeignet sind natürliche Farben: Braun, Beige und Sand bilden die neutrale Basis, während einzelne Möbel und Dekorationen in Schwarz und dunklem Grau Kontraste bilden und dem Raum optische Tiefe verleihen. Mintgrün, gedämpftes Hellblau und Altrosa werden als skandinavische Einflüsse mit den warmen Erdfarben kombiniert – sie heben auch die Natürlichkeit von Accessoires wie Blumen, Steinen oder Wurzeln deutlicher hervor. Die Kunst des gezielten Weglassens sorgt für Balance und bewirkt, dass der minimalistische Gesamteindruck voll zur Geltung kommt.

Japandi lebt vom Mix & Match – doch anders als bei bisherigen Hybrid-Wohnstilen werden hier selten Kontraste gesucht, sondern eher Elemente mit ähnlichen Eigenschaften miteinander kombiniert. Natürliche, strukturierte Textilien wie Leinen und Wolle unterstreichen den gemütlichen Aspekt des Looks. Dabei passt sich auch mancher Kissenbezug aus Uromas Aussteuer überraschend gut in den zeitlosen Japandi-Stil ein – und extradickes Wollgarn zum Handstricken lässt sich auch ohne Nadeln und große Handarbeits-Kenntnisse zur einladenden Kuscheldecke mit Aha-Effekt verarbeiten.

Für Dein Schlafzimmer im Japandi-Look sind dunkle Hölzer ein Must-Have. Falls Du bereits helle, unbehandelte Holzmöbel besitzt, kannst Du ein oder zwei Lieblingsstücke mit einer dunklen Lasur oder lösungsmittelfreiem Lack stilecht upgraden – oft lassen sich aber auch mit selbstklebenden Möbelfolien erstaunliche Effekte erzielen. Spiele ruhig mit unterschiedlich hohen Möbelstücken und betone einzelne Bereiche durch einen flauschigen Teppich oder eine tiefhängende, elegante Lampe.

Falls Dein Schlafzimmer bisher im Skandi-Stil eingerichtet war, lässt sich der Wechsel zu Japandi besonders schnell umsetzen: Tausche einfach die typisch nordischen Pastellfarben gegen natürliche Nude-Töne wie Grau oder Beige. Passende Kunstwerke aus grobem, naturbelassenem Ton oder Skulpturen aus Speckstein musst Du nicht teuer kaufen: VHS-Kurse oder Online-Tutorials erklären Dir, wie Du individuelle Unikate für Dein DIY-Japandi-Schlafzimmer selbst anfertigen kannst.

Ein wesentliches Element des Japandi-Wohnstils sind schlichte Formen und klare Linien. Bleibst Du bei der Wahl Deiner Möbel, Accessoires und Farben zurückhaltend, erreichst Du auch mit wenig Geld einen zeitlosen Understatement-Look: Japandi sorgt nicht nur für eine angenehme Schlaf-Atmosphäre, sondern lässt sich auch mit modernen Ansprüchen wie Konsumvermeidung, Upcycling und Nachhaltigkeit perfekt vereinen.

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