Snooze Project erklärt: Kaltschaum und die Kaltschaummatratzen [Projekt: Matratzenkunde]

kaltschaummatratze

Deine kleine Matratzenkunde: Die Kaltschaummatratze

Jetzt reicht’s Dir aber endgültig! Auf Deiner Suche nach der richtigen Matratze hat man Dich ausgefragt wie nie zuvor: Wie schwer Du bist, ob Du nachts viel schwitzt, ob Du alleine schläfst – das und noch mehr wollten Matratzenverkäufer von Dir wissen. Dabei lässt sich das alles doch gar nicht so eindeutig beantworten. „Mal so, mal so“ würde Dein Leben viel besser beschreiben? Nichts leichter als das: Die Kaltschaummatratze ist dabei!

Geeignet für fast jeden Schlaftyp: Die Kaltschaummatratze

Wenn Du gar nicht so genau weißt, welche Eigenschaften Deine neue Matratze aufweisen sollte, gehörst Du damit wohl zur Mehrheit der Kunden. Die Kaltschaummatratze ist deshalb nicht ganz zufällig die beliebteste Matratze Deutschlands: Sie ist besonders vielseitig und erfüllt bei guter Qualität auch unterschiedlichste Anforderungen ohne einen Seufzer. Nicht alle Modelle mögen gleich gut zu Dir passen – doch wir verraten Dir gern, worauf Du achten kannst, um mit der richtigen Kaltschaummatratze 100%ig glücklich zu werden.

Kaltschaum: Was ist das?

Gigantische Blöcke aus Polyurethan-Schaum bilden die Grundlage zur Herstellung der meisten Kaltschaummatratzen. Der Kunststoff Polyurethan wird mit PU oder - nach DIN-Normung - auch mit PUR abgekürzt, weshalb Du die Kaltschaummatratze manchmal auch unter den Namen PUR-Matratze oder PURschaum-Matratze findest. Die Herstellung solcher Blocks geschieht durch chemische Prozesse ohne Zuführung von zu viel Wärme – daher der Name Kaltschaum (weil nicht so viel Wärme verwendet wird, wie bei anderen Schäumen).

Und was ist dann HR-Schaum?

Vereinzelt werden manchmal Matratzen aus HR-Schaum angeboten. HR steht für high resilient, zu Deutsch: hoch elastisch – und ist schlichtweg eine andere Bezeichnung für Kaltschaum. Der aussagekräftige Name soll betonen, dass Kaltschaum aufgrund seines speziellen Herstellungsverfahrens deutlich elastischer ist als einfache PUR-Schaumstoffe. Als punktelastisches Matratzenmaterial sorgt Kaltschaum für die optimale Anpassung an Deinen Körper und besonders hohen Komfort: Sobald Du Deine Schlafposition änderst oder aufstehst, kehrt der eingedellte Schaum dank seines guten Rückstellvermögens sofort zu seiner ursprünglichen Form zurück. Das gewährleistet jahrelanges Liegevergnügen ohne Kuhlen oder Mittelgebirgs-Feeling. 

Crushing: Pressefreiheit mal ganz anders

Direkt nach der Aufschäumung sind die Poren des frischen Kaltschaums noch geschlossen. Unter der Lupe wirkt seine Struktur wie eine Ansammlung unzähliger winziger Seifenblasen. Um den Schaum atmungsaktiv zu machen, muss er nun zum Crushen (Zerdrücken): Erst unter einer Spezial-Presse platzen die Zellwände auf, was die Mini-Poren untereinander verbindet. Entstanden ist nach diesem Crush-Prozess ein offenporiger Kaltschaum, der Luft und Feuchtigkeit frei durchlässt.

Vom Block zur Kaltschaummatratze

Ob als Singlematratze in den Maßen 80x200, 90x200, 100x200, 120x200 oder als Partnermatratze in den gängigen Doppelbett-Maßen 140x200, 160x200 und 180x200: Die meisten herkömmlichen Kaltschaummatratzen werden aus einem großen Schaumblock größengerecht herausgeschnitten und anschließend je nach Hersteller mit unterschiedlichen Schnitten oder Profilen versehen. Tückisch: Durch die Schwerkraft, die während der Herstellung auf den noch flüssigen Schaum einwirkt, weist Kaltschaum innerhalb eines Blocks unterschiedliche Härten auf. Diese Stelle bitte merken; wir kommen gleich noch darauf zurück!

Tipps für den Kauf der richtigen Kaltschaummatratze

Woran kannst Du zuverlässig eine gute Kaltschaummatratze erkennen? Ihr wohl wichtigstes Merkmal ist das Raumgewicht (RG): Je höher sein Wert, desto formstabiler und langlebiger die Matratze. Ab einem hohen RG-Wert von mindestens 35 kg/m³ wird es interessant: Diese Kaltschaummatratzen sind heute ähnlich punktelastisch wie teure Latexmatratzen, bieten Dir aber ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Fast alle Kaltschaummatratzen kannst Du mit verstellbaren Lattenrosten, manche auch mit weiteren Untergründen kombinieren; einige dürfen sogar direkt auf dem Boden liegen. Aus hygienischen Gründen solltest Du auf einen bei 60° C maschinenwaschbaren Bezug achten, der sich mittels eines vierseitigen Rundum-Reißverschlusses einfach abnehmen lässt.

7-Zonen-Kaltschaummatratze: Was kann sie wirklich? 

Zahlreiche Kaltschaummatratzen werden mit 3, 5, 7 oder 9 Liegezonen ausgestattet: Verschiedenförmige Einschnitte im Matratzenkern sollen bewirken, dass jeder Körperbereich passend gebettet ist. Dabei sollen schwerere Regionen in den Kaltschaum einsinken können, während leichtere Bereiche gestützt werden. Die Idee dahinter: Liegt die Wirbelsäule gerade, können sich Bandscheiben und Muskulatur im Schlaf optimal erholen. Die Tester der Stiftung Warentest bezweifeln allerdings, dass die beliebten 7-Zonen-Kaltschaummatratzen und andere Mehrzonenmatratzen tatsächlich immer wie angegeben wirken: Im Labor waren oft keinerlei oder nur geringe Unterschiede zwischen den ausgelobten Liegezonen messbar.

Trügerisch: Härtegrad und viele Schichten

Leider sorgen beim Kauf einer Kaltschaummatratze weder Härtegradangaben noch viele Schichten für Sicherheit: Der Härtegrad ist nicht einheitlich genormt, und viele Schichten deuten häufig auch auf viele große Klebeflächen zwischen den Lagen hin, die der Luftzirkulation entgegenwirken. Allein die Möglichkeit zum Probeschlafen erlaubt Dir, die Bequemlichkeit zuverlässig nach Deinen individuellen Bedürfnissen zu beurteilen. Achte auf hohen Liegekomfort und die ausreichende Dicke der Matratze – 18 cm sollten es mindestens sein. Den besten Matratzentest machst immer Du selbst in Deinen eigenen 4 Wänden!

Die Vorteile der Kaltschaummatratzen im Überblick:

  • punktelastisch, sehr anpassungsfähig
  • hohe Rückstellkraft
  • gemütliches Schlafgefühl
  • gute Luftzirkulation
  • hygienisch: für Allergiker geeignet
  • sehr geringes Nachschwingen
  • bei RG-Werten ab ca. 35 kg/m³ sehr lange Haltbarkeit (10 Jahre und mehr)
  • teilweise latexähnlich, aber preisgünstiger
  • große Auswahl unterschiedlicher Hersteller und Variationen
  • leicht, einfach handhabbar und transportabel
  • je nach Ausführung auch für schwere Schläfer geeignet
  • für verstellbare Lattenroste und Motor-Lattenroste geeignetellbare Lattenroste geeignet

Für wen eignet sich eine Kaltschaummatratze weniger gut? 

Durch ihre zahlreichen positiven Eigenschaften gibt es für die allermeisten Schlaftypen die richtige Kaltschaummatratze. Lediglich dann, wenn Dir ständig zu warm ist und Du auch nachts zu starkem Schwitzen neigst, könnte eine Federkern-Matratze die angenehmere Wahl für Dich sein: Sie ist die einzige, die dank der Hohlräume in ihrem Innern über eine noch bessere Durchlüftung verfügt. Eine ähnlich hohe Punktelastizität wie bei einer Kaltschaummatratze findest Du dann am ehesten bei Tonnentaschenfederkernmatratzen, die allerdings auch nicht ganz billig sind.

Schnee von gestern: Nur Federkern für Schwergewichte 

Früher rieten Matratzenverkäufer Kunden mit hohem Körpergewicht generell zu einer Tonnentaschenfederkernmatratze. Nachdem sich Langlebigkeit und Stabilität von Kaltschäumen während der letzten Jahre immer mehr verbessert haben, hat diese Empfehlung jedoch an Bedeutung verloren. Auch als schwerer Schläfer kannst Du heutzutage bedenkenlos eine Kaltschaummatratze nutzen. Sofern sie ein hohes Raumgewicht aufweist und mindestens 18 Zentimeter dick ist, kann Dein Körper tief genug in die Matratze einsinken und wird dennoch in jeder Position angemessen gestützt.

Sind billige Kaltschaummatratzen immer schlecht? 

Selbst ganz einfache Kaltschaummatratzen vom Discounter mit einem eher niedrigen Raumgewicht müssen nicht automatisch schlecht sein. Die Eignung jeder Matratze hängt immer auch vom Körpertyp und von der Nutzungsabsicht ab. Eine Kaltschaummatratze günstig im Angebot kaufen? Bei einer geplanten Nutzung für Kinder mit ihrem geringen Körpergewicht kann das durchaus eine gute Alternative sein. Und auch für den gelegentlichen Einsatz in speziellen Locations wie Gästezimmer, Ferienhaus oder Wohnmobil genügen billige Kaltschaum-Varianten oftmals vollkommen. Zu diesem Schluss kommt auch die Stiftung Warentest, die Matratzen aus Discounter-Angeboten immer wieder in spontanen Schnelltests bewertet.

Verwirrende Angebotsvielfalt 

So manche Kaltschaummatratze, die auf Test-Portalen als Testsieger aufgelistet wird, passt nicht zu jedem Schläfer gleich gut. Kaltschaum hat wohl von allen Matratzenmaterialien die meisten Vorteile zu bieten – dagegen trifft längst nicht jedes Manko aus der nachfolgenden Liste tatsächlich auf alle Kaltschaummatratzen zu. Das liegt daran, dass Kaltschaummatratzen in unzähligen Varianten und Qualitäten angeboten werden, und der Markt dadurch nicht gerade übersichtlicher wird. Du solltest Dich daher über jedes Modell schon vor dem Kauf gründlich informieren – die Unterschiede erscheinen zwar häufig nur klein, können aber maßgeblich über Deinen guten Schlaf entscheiden.

Die Nachteile der Kaltschaummatratzen im Überblick:

  • teilweise teuer (besonders bei bekannten Marken mit hohem Werbe-Etat)
  • Billig-Modelle mit niedrigem RG-Wert können Kuhlen entwickeln
  • Härtegrad-Angaben sind meist unzuverlässig, da nicht einheitlich genormt
  • manchmal ungeeignet für stark schwitzende Schläfer
  • für die meisten Kaltschaummatratzen ist ein Lattenrost erforderlich
  • kurz nach dem Kauf zunächst evtl. für einige Tage eigener Geruch

Härtegrade: Abweichungen vorprogrammiert 

Na, Stelle gemerkt? Genau: Matratzen einer Härte werden also aus dem selben Material hergestellt – doch je nachdem, aus welchem Teil des Blocks sie geschnitten wurde, kann es innerhalb des selben Härtegrades eines Matratzenmodells zu unterschiedlichen Härten kommen. Die Differenz kann dabei bis zu 15 Prozent betragen! Schon deshalb solltest Du nur Kaltschaummatratzen in die engere Wahl ziehen, bei denen Du die Möglichkeit zum Probeschlafen in Deinen eigenen 4 Wänden bekommst. 4 Wochen sind okay – besser sind 100 Tage, denn die Eingewöhnungsphase auf jeder neuen Matratze nimmt oft mehrere Wochen in Anspruch.

Neue Technologie: Die One-fits-All-Matratze aus Kaltschaum 

Ganz ohne Liegezonen und ungenaue Härtegrade kommt eine neuartige Generation von Kaltschaummatratzen aus. Für (fast) jeden Schlaf- und Körpertyp genau richtig: Das bieten Dir beispielsweise die Matratzen von Snooze Project – dank eines innovativen und gleichzeitig super einfcahen Schicht-Systems, mit dem Du von jedem der verbauten Schäume nur die besten Eigenschaften bekommst.

Sogar das Schlafklima konnte durch eine bessere Belüftung deutlich verbessert werden: Nicht zu kalt, aber eben auch nicht mehr so warm wie bei vielen herkömmlichen Kaltschaummatratzen. Die Verteilung Deines Körpergewichts auf die gesamte Liegefläche erzeugt in jeder Position maximalen Komfort. Mit ihrer intelligenten Schichtung ist unsere Fusion-Matratze zudem besonders punktelastisch und für alle Untergründe geeignet – eben Dein idealer Ruhepol in jeder Lebenslage. Deine One-fits-All-Kaltschaummatratze von Snooze Project: Jetzt 100 Nächte probeschlafen!

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