Kopfkissen für Rückenschläfer, Seitenschläfer & Co: So findest Du das richtige Kissen

Zuletzt aktualisiert am 22. Juni 2021
Veröffentlicht am 21. Juni 2021

Die Auswahl an Kopfkissen mit verschiedenen Füllungen aus unterschiedlichen Materialien ist riesig. Umso schwieriger kann es sein, das optimale Modell zu finden − dabei hängt Dein guter, entspannter Schlaf nicht nur von der Matratze, sondern auch vom passenden Kissen ab. Snooze Project sorgt für Durchblick: Wir haben die besten Expertentipps für Deinen nächsten Kissenkauf!

Warum ist die Wahl des richtigen Kopfkissens wichtig?

Beim Kopfkissenkauf achten viele Verbraucher*innen eher auf Gemütlichkeit als auf Qualität, Material und individuelle Eignung − dabei trägt die ergonomisch korrekte Stützung von Hals und Nacken bedeutend zum Schlafkomfort bei. Dein Kopfkissen beeinflusst die Haltung Deines gesamten Oberkörpers. Das falsche Kissen kann daher nicht nur zu Verspannungen und Kopfschmerzen führen, sondern sogar Schlafstörungen verursachen.

Achtung: Bei Rückenproblemen, Kopfweh, Nackensteifigkeit oder Schlafstörungen solltest Du nicht nur die Eignung Deiner Matratze checken, sondern auch mal ein anderes Kissen ausprobieren!

Eines der wichtigsten Kriterien für die Wahl Deines Kopfkissens ist Deine Lieblings-Schlafposition. In welcher Lage Du die längste Zeit in Deinem Bett verbringst, hat beträchtlichen Einfluss auf die Anforderungen an Dein Kissen: Schließlich willst Du Deinem Körper besonders im Schlaf eine natürliche, dauerhaft gesunde Haltung gönnen, die seine nächtliche Erholung fördert.

Welches Kissen passt zu welcher Schlafposition?

Je nach Liegeposition ändert sich sowohl der auszugleichende Abstand zwischen Kopf und Matratze als auch die Form des Hohlraums. Dein Kopfkissen sollte ihn ausfüllen, Deinen Kopf auf passender Höhe abstützen und so dafür sorgen, dass Deine Wirbelsäule beim Schlafen ihrer natürlichen Formgebung folgen kann. Aus dieser Überlegung heraus haben sich im Handel 4 verschiedene Kissentypen eingebürgert:

  1. Rückenschläferkissen
  2. Seitenschläferkissen
  3. Bauchschläferkissen
  4. Wechselschläferkissen (für jeden Schlaftyp)

Am häufigsten sind Rückenschläfer- und Seitenschläferkissen zu finden, während ausgesprochene Bauchschläferkissen eher selten erhältlich sind. Universelle Wechselschläferkissen sollen sich aufgrund unterschiedlich hoch gestalteter Längsseiten oder durch unterschiedliche Materialien an Ober- und Unterseite für sämtliche Schlafpositionen eignen − und tatsächlich kommen auch viele Bauchschläfer*innen trotz ihres im Schlaf zur Seite gedrehten Kopfs gut damit zurecht.

Kopfkissen für Rückenschläfer

Als Rückenschläfer*in schläfst Du in der entspanntesten Position überhaupt. Dein Kissen sollte im Kopfablage-Bereich eher flach sein, aber zugleich durch eine wulstförmige Erhöhung am unteren Kissenrand Deine Halswirbelsäule abstützen. Mit dem falschen Kissen kippt Dein Kopf nachts zu weit nach hinten oder bleibt zu weit vorn − beides kann Muskelbeschwerden hervorrufen. Für besonders angenehme Unterstützung in der Rückenlage sorgen daher Nackenstützkissen, die gelegentlich auch als orthopädische Kopfkissen bezeichnet werden.

Kopfkissen für Seitenschläfer

Dass mehr als 50 % der Deutschen ihre Nächte am liebsten in der Seitenlage verbringen, spiegelt sich in der schier unerschöpflichen Auswahl an Seitenschläferkissen wider. Wenn auch Du gern auf der Seite schläfst, sollte Dein Kopf relativ hoch liegen − auf diese Weise wird Deine Wirbelsäule nachts optimal entlastet. Auch für Seitenschläfer empfehlen Schlafexpert*innen meist Nackenkissen mit Schaumkern.

Falls Dir Nackenstützkissen in 40 x 60 oder 40 x 80 cm nicht zusagen: Seitenschläferkissen sind auch in Seifenstückform, X-Form, Sichelform, körperumgebenden U-Formen oder diversen länglichen Formaten (z. B. 40 x 145 cm oder 40 x 200 cm) erhältlich. Die größeren Körperkissen sind oft mit weniger elastischen, stärker stützenden Materialien befüllt − sie passen vor allem zu Seitenkipp-Schläfer*innen, die halb seitlich auf dem Bauch schlafen.

Kopfkissen für Bauchschläfer

Nach Ansicht vieler Mediziner*innen ist die Bauchlage ungesund: Weil sie starken Druck auf Organe, Muskeln, Nerven und Blutbahnen ausübt, sind Verdauungsbeschwerden oder kribbelnde Gliedmaßen bei Bauchschläfer*innen keine Seltenheit. Rund 15 % der Deutschen schlafen dennoch auf dem Bauch und drehen zum Atmen den Kopf zur Seite − doch diese Haltung belastet die Nackenwirbel. Ein hohes Kopfkissen würde den Hals zusätzlich nach hinten überdehnen, weshalb Fachleute zu flachen, eher härteren Bauchschläferkissen mit Atemmulden oder Belüftungskanälen raten.

Der Allrounder: Kopfkissen für Wechselschläfer

Wenn Du während des Schlafens häufig Deine Körperstellung veränderst, gehörst Du zu den Wechselschläfer*innen: Dein Kissen sollte die Kopf-Nacken-Partie passend zur jeweiligen Schlafposition einsinken lassen und dabei so abstützen, dass die natürliche Form Deiner Wirbelsäule in jeder Lage optimal fortgesetzt wird.

Mit dem richtigen Wechselschläferkissen kannst Du Dich bedenkenlos umdrehen und herumwälzen, da es die wesentlichen Kriterien für jede Schlafposition erfüllt. Kopfkissen für Wechselschläfer*innen sind häufig variabel gefüllt: Sie haben unterschiedlich nachgiebige Bereiche, mehrere Kammern in diversen Härtegraden oder ungewöhnliche Füllungen bis hin zu Wasser. Derartige Modelle sind aufwendig und oft relativ teuer.

Dank moderner Materialien und weiterentwickelter Konzepte gibt es mittlerweile aber auch erschwinglichere Wechselschläferkissen wie unser Snooze Project Kissen: Sie bestehen aus extrem anpassungsfähigen Materialien, die Kopf und Nacken angenehm einsinken lassen und in jeder Lage für eine typgerechte Unterstützung sorgen. Ihr Vorteil: Beim Kauf kannst Du nicht viel falsch machen, da sie zu fast jedem Körpertyp und nahezu jeder Schlafposition passen.

So findest Du das richtige Kopfkissen

Viele Menschen haben genaue Vorstellungen, wenn es um ihr Schlafkissen geht: Manche knüllen es gern auf eine ganz bestimmte Art zusammen, andere bevorzugen spezielle Bezugsstoffe, Füllungen oder Formen. Neben Deiner bevorzugten Schlafposition gilt es bei der Wahl des besten Kopfkissens zudem noch einige weitere Aspekte wie Deine sonstigen Schlafvorlieben, Deine Körperform oder eventuelle körperliche Beschwerden zu beachten.

Weitere Kriterien & Einflussfaktoren

In zahlreichen Möbelmärkten und Bettengeschäften werden Kissen ohne nähere Produktangaben als günstige Mitnahmeartikel präsentiert − dabei ist gerade für einen Gegenstand, der jede Nacht stundenlang direkt unter Deiner Nase liegt, die gesundheitliche Unbedenklichkeit besonders wesentlich. “Billigkissen” ohne seriöse Prüfsiegel wie „OEKO-TEX® Standard 100 Klasse 1“ oder „CertiPUR®“ solltest Du daher eher meiden oder genaustens auf Inhaltsstoffe prüfen.

Der Schaumstoffkern hochwertiger Nackenkissen ist von einem abnehmbaren, waschbaren Bezug umgeben: Atmungsaktive Stoffe gewährleisten durch Wattierungen, Steppungen oder spezielle Materialien einen guten Feuchtigkeitsaustausch mit der Raumluft. Der Bezugsstoff sollte faltenfrei anliegen, aber dehnbar genug sein, um die Eigenschaften des Kernmaterials voll zur Geltung zu bringen.

Allergiker*innen sollten auf passende Füllungen achten: In Federkissen nisten sich unweigerlich irgendwann Hausstaubmilben ein, während hochwertige Schaumstoffe lange hygienisch bleiben. Falls Du allergisch auf Latex reagierst, solltest Du auf Latexkissen sicherheitshalber verzichten: In den Herkunftsländern werden natürlicher und synthetischer Latex manchmal in derselben Anlage verarbeitet, was zu Vermischungen führen kann.

Die optimale Kopfkissenfüllung

Noch immer sehr weit verbreitet, doch im Hinblick auf Tierschutz und Ergonomie längst nicht mehr zeitgemäß, sind bauschige Daunenkissen der Größe 80×80 cm. Wirf mit uns einen Blick auf gängige Materialien für locker befüllte Kissen und für Kissen mit durchgängigem Schaumkern − angesichts dieser Vielfalt findest garantiert auch Du Deine Lieblings-Kissenfüllung!

Materialien für lose Kissenfüllungen

Wenn Du gern auf einem weichen, formbaren Kissen liegen möchtest, kannst Du aus den nachfolgend aufgeführten Füllmaterialien wählen. Bei manchen lose gefüllten Kissen lässt sich die Füllmenge dank Reißverschluss nach Belieben verändern − praktisch, da sich viele der lockeren Materialien nach längerem Gebrauch verdichten. Sobald ein derartiges Kissen an Volumen verliert, kannst Du es einfach wieder auffüllen.

Federn & Daunen:

Federn verleihen einem Kissen Stützkraft, während sich die weicheren Daunen (Unterfedern) ideal als wärmeisolierendes Füllmaterial eignen. Weil Enten- oder Gänsedaunen den Kopf nur dürftig stützen und schnell verklumpen, mischen die meisten Kissen-Hersteller größere Federn bei, die für mehr Festigkeit sorgen: Je höher der Federanteil, desto härter, aber auch luftdurchlässiger ist das Kissen. Daunen und Federn passen zu Dir, wenn Du nachts schnell frierst und bauschige, schwere Kissen bevorzugst. Tierschützer kritisieren allerdings die Verwendung von Gänsefedern und -daunen, denn diese stammen − anders als Entenfedern und -daunen − oft von lebend gerupften Tieren.

Natürliches Tierhaar:

Vor allem im Naturbettenhandel sind Kopfkissen aus Rosshaar, Schafschurwolle und Kamelflaumhaar erhältlich. Die Gewinnung dieser Materialien schadet den Tieren üblicherweise nicht. Eine Kissenfüllung aus Rosshaar ist sehr fest, kompakt und flach − Schurwolle und Kamelflaumhaar sind hingegen weich und bauschig. Durch ihre Atmungsaktivität eignen sich Kissenfüllungen aus Tierhaaren gut für Dich, wenn Du nachts an Kopfhaut, Gesicht und Nacken zum Schwitzen neigst. Wie die meisten natürlichen Füllstoffe sind sie eher im oberen Preissegment zu finden.

Naturfüllungen pflanzlicher Herkunft:

Füllungen aus Dinkel- oder Hirsespelzen passen sich an die Form von Kopf und Nacken an, sind jedoch unnachgiebig und vermitteln ein recht festes Liegegefühl. Dinkelspreu und Hirseschalen haben einen typischen, aber meist nicht störenden Geruch. Als Kissenfüllungen sind sie vor allem dann für Dich geeignet, wenn Du natürliche, luftdurchlässige Materialien bevorzugst. Bei Nackenproblemen solltest Du dennoch auf andere Materialien ausweichen: Getreidekissen bieten aus Sicht vieler Schlafexperten zu wenig Elastizität.

Füllwatte:

Wattefüllungen sind deutlich leichter als tierische Materialien und haben ihnen gegenüber einen wesentlichen Hygienevorteil: Sie sind meist bis 60° C maschinenwaschbar. Kissenwatte kann aus unterschiedlichen Fasern bestehen: Lyocell oder Tencel werden aus natürlicher Cellulose hergestellt, während Watte aus PU bzw. Polyester erdölbasiert, aber auch preisgünstiger ist. Beliebt sind Mischungen aus Cellulose- und Synthetikwatte: Sie verleihen Kissen eine hohe Bauschkraft, sind aber erschwinglicher als Watte aus reinem Lyocell oder Tencel. Wattefüllungen passen zu Dir, wenn Dein Kissen kuschelig, formbar und allergikergeeignet sein soll.

Schaumstoff-Flocken & -Stäbchen:

Da es Schaumstoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften gibt, können daraus hergestellte Flocken oder Stäbchen ebenso unterschiedliche Charakteristika mitbringen: Atmungsaktivität, Rückstellkraft und Haltbarkeit hängen vom jeweiligen Material ab. Insgesamt sind Kissen, die mit Schaumstoffflocken oder -stäbchen gefüllt werden, sehr formbeständig. Wenn Du ein atmungsaktives, bauschiges, aber elastisches Kissen bevorzugst, liegst Du auf Schaumflocken richtig.

Kugeln aus (silikonisierter) Hohlfaser:

Hohlfaserkugeln sind Mini-Wattebäusche aus Polyester. Durch Luftkanäle in ihrem Innern sind die Fasern sehr leicht und isolieren gut. Eine Silikonbeschichtung sorgt für mehr Weichheit. Silikonisierte Hohlfaser hat ein hohes Bauschvermögen, ist atmungsaktiv, geräuschlos und meist kochfest sowie trocknergeeignet − Letzteres ist vor allem für Allergiker*innen interessant. Kissen mit einer Füllung aus silikonisierter Hohlfaser sind voluminös und lassen sich gut zurechtknautschen. Aufgrund ihrer Eigenschaften und ihres relativ günstigen Preises eignen sie sich besonders dann für Dich, wenn Du einen atmungsaktiven, hygienischen, leichten und tierfreundlichen Ersatz für Daunenkissen suchst.

Unser Tipp: Das Rascheln von Füllungen wie Dinkelspelzen, Hirsespreu oder Polystyrol-Mikroperlen  kann sich beim Schlafen störend auswirken − Materialien wie Latex- oder Viskoschaum sind dagegen geräuschlos.

Materialien für Schaumkissen & Nackenstützkissen

Kissen mit Formschaum-Kern passen zu Dir, wenn Du kein knuddeliges Kopfkissen, sondern eine zuverlässige, statische Kopfablage bevorzugst. Der derzeit beliebteste Vertreter dieses Kissentyps ist das (orthopädische) Nackenstützkissen. Manche Varianten bestehen aus mehreren Schichten unterschiedlicher Schäume. Häufig haben Nackenkissen wulstige Längsseiten in zwei Höhen: Hierbei gehört die hohe Welle stets unter den Nacken.

Du schläfst auf wulstigen Gesundheitskissen nicht bequem? Dann kannst Du problemlos auf wulstfreie Modelle ausweichen, sofern sie wie unser Snooze Project Kissen einen Kern aus hochwertigem Viscoschaum aufweisen, der Deinen Nacken auch ohne sichtbaren Formzuschnitt sicher abstützt. Übrigens: Da sich die meisten Schaumkissen nicht waschen lassen, ist ein atmungsaktiver, waschbarer Bezug bei diesem Kissentyp besonders wichtig.

Naturlatex oder synthetischer Latex:

Latexschaum hat eine lange Lebensdauer und passt sich punktelastisch an die Nackenpartie an. Unterschiede im Liegekomfort werden durch unterschiedliche Anteile von etwas festerem synthetischem Latex oder weicherem Naturlatex erzeugt. In der Kritik steht Latex, weil er bei fehlerhafter Produktion Spuren krebserregender Nitrosamine ausgasen kann.

Stiftlatex, Talalay-Latex oder Sonocore-Latex sind sehr feinporig und atmungsaktiv − sie passen daher auch zu Personen, die nachts zum Schwitzen neigen, sind allerdings auch besonders teuer. Trotzdem solltest Du auf Qualität achten, auch um unerwünschten Chemie-Rückständen aus dem Weg zu gehen. Latex eignet sich gut für Hausstauballergiker*innen, doch bei bekannter Latexallergie solltest Du unbedingt auf andere Kissenfüllungen ausweichen.

Viscoschaum:

Eine spannende Alternative bieten Kissenfüllungen aus Viscoschaum: Der thermoelastische Memory-Schaum sorgt ebenfalls für hohe Nachgiebigkeit bei optimaler Stützung, ist aber preisgünstiger. Viscoelastischer Schaum bietet zudem von allen Schäumen die beste Druckentlastung − ein großer Vorteil für Dich, falls Du Deine Schlafstellung nachts nur selten veränderst. Selbst hochwertige Kissen aus dichtem Viscoschaum mit hohem Raumgewicht sind zu moderaten Preisen erhältlich.

Für unruhige Schläfer*innen ist Viscoschaum wegen seiner verlangsamten Rückstellkraft weniger empfehlenswert. Von den meisten Menschen werden Nackenkissen aus derartigen Gedächtnis-Schäumen allerdings als sehr angenehm empfunden: Hier hängt das Liegegefühl nicht von der vorgegebenen Kissenform ab, da sich das Material unter Einwirkung von Körperwärme und -gewicht punktgenau anschmiegt.

Gelschaum:

Gelschaum besteht aus herkömmlichem Kaltschaum, dem während der Produktion Gel-Anteile beigefügt werden. Anders als Viscoschaum weist er eine schnelle Rückstellung auf, versetzt sich also nach Entlastung wieder zügig in die Ausgangslage zurück − das macht Gelschaum für besonders bewegungsfreudige Schläfer*innen interessant.

Ansonsten bieten Gelschaumkissen ähnliche Eigenschaften wie Viscoschaumkissen, bleiben aber selbst bei sehr kühlen Schlafzimmer-Temperaturen nachgiebig. Durch ihre hohe Atmungsaktivität bieten Gelschaumkissen auch hitzeempfindlichen Menschen ein angenehm kühles, trockenes Schlafklima. Neben Latex ist auch Gelschaum eher im oberen Preissegment angesiedelt.

Das richtige Kopfkissen für jeden Körperbau

Wichtig ist vor allem die Dicke Deines Schlafkissens: Ist es im Auflagebereich zu flach, wird Deine Halswirbelsäule im Liegen überdehnt, ist es hingegen zu hoch, wird Dein Hals geknickt und kann sich nicht ausreichend strecken. Obwohl es nur um wenige Zentimeter geht, können beide Fehlstellungen im Lauf der Zeit zu Muskelschmerzen und Spannungskopfschmerzen führen − oft, ohne dass Du diese Symptome überhaupt mit Deinem Kissen in Verbindung bringst.

Ob ein Kissen zu Dir passt, hängt nicht nur von Deiner bevorzugten Schlafposition ab: Auch Dein Körperbau und die Beschaffenheit Deiner Matratze spielen eine große Rolle. Für Seiten- oder Wechselschläfer*innen gilt einerseits: Je breiter Deine Schultern, desto höher bzw. dicker sollte Dein Kopfkissen sein, denn in der Seitenlage wirkt die aufliegende Schulter wie eine Art Abstandhalter. Andererseits: Je weicher Deine Matratze, desto tiefer sinkt Deine Schulter ein, und umso stärker verringert sich die erforderliche Kissenhöhe.

Unser Tipp: Auch die Kissenbreite kann wichtig sein! Ist Dein Kissen zu schmal bzw. zu kurz, musst Du es bei jeder nächtlichen Drehung hinter Dir her ziehen − das kann sich störend auf Deinen Schlaf auswirken.

In der Seitenlage sollte Dein Kissen den Kopf so abstützen, dass Deine Wirbelsäule von Hals bis Becken eine gerade Linie bildet. Damit Deine Schulter ungehindert in die Matratze einsinken kann, darf Dein Kopfkissen nicht bis unter die Schulter reichen: Riesige Knuddelkissen in 80 x 80 solltest Du also möglichst nur zum gemütlichen Lesen im Bett weiterbenutzen, aber besser nicht mehr darauf schlafen. Empfehlenswert sind dagegen Nackenstützkissen im Format 40 x 80.

In 7 Schritten zu Deinem neuen Kopfkissen: Tipps für den Kauf

Das passende Kissen kann als Ergänzung zur richtigen Matratze entscheidend zu Deinem guten Schlaf beitragen. Mit unseren 7 Experten-Tipps findest Du ab sofort ganz einfach das beste Kopfkissen für wirklich erholsame Nächte:

  1. Erst informieren: Kissen & Bezug nie spontan vom Angebots-Wühltisch shoppen, sondern immer gezielt auswählen.
  2. Stets auf hochwertige Qualität achten (Made in Germany, seriöse Prüfsiegel, bei Schaumkissen hoher RG-Wert etc.).
  3. Nur Kissen mit Probeschlaf-Option kaufen: Solche Kopfkissen darfst Du zuhause für mehrere Wochen testen und bei Nichtgefallen problemlos zurückgeben bzw. -schicken.
  4. Kissen nie zu groß wählen: Deine Schultern sollten auf der Matratze liegen.
  5. Natürliche Körperlinie checken: Lass jemanden prüfen, ob Deine Wirbelsäule in der Seitenlage gerade bleibt, wenn Dein Kopf auf dem Kissen liegt.
  6. Allergien berücksichtigen: Bei Hausstauballergie Formschaum-Nackenkissen oder Kissen mit waschbaren Füllungen wählen, bei Latexallergie latexfreie Kissen nutzen.
  7. Auf den Bezug achten: Hygienisch sind Kissenbezüge, die bis mindestens 60° C maschinenwaschbar sind.

FAQ

Wie finde ich das richtige Kissen?

Dein Kissen und den passenden Bezug solltest Du optimal passend zu Deinem Körperbau (Schulterbreite), Deinen persönlichen Schlafvorlieben (Lieblings-Position, luftiges Schlafklima etc.) sowie gesundheitlichen Beschwerden (Muskelschmerzen, Verspannungen, Allergien etc.) auswählen.

Welche Kopfkissenfüllung ist am besten?

Wenn Du bauschige Kissen bevorzugst, passen lockere Kissenfüllungen wie Hohlfaser, Schaumstoff-Flocken oder Federn zu Dir. Ergonomisch sinnvoller sind in vielen Fällen allerdings Nackenstützkissen mit einem Formkern bzw. Schaumkern aus Materialien wie Latex, Gelschaum oder Viscoschaum.

Welche Art von Kopfkissen?

Seiten- und Rückenschläfer*innen wählen aus orthopädischer Sicht am besten ein längliches Nackenkissen im Format 40×80, das die Schultern auf der Matratze aufliegen lässt, während es Kopf und Halspartie abstützt. Kissen für Seitenschläfer*innen sind meist etwas höher als Modelle für Rückenschläfer*innen. Bauchschläfer*innen sollten sich, sofern sie eine Unterlage brauchen, für ein sehr flaches, eher hartes Kissen entscheiden.

Welches ist das gesündeste Kopfkissen?

Am gesündesten ist immer das Kissen, das am besten zu Dir passt. Schläfst Du auf dem Rücken, sollte Dein Kopf weder nach vorn gedrückt werden noch nach hinten kippen. Liegst Du auf der Seite, sollte Deine Wirbelsäule möglichst gerade bleiben. Entscheidend hierfür ist die Kissenhöhe, aber auch die Elastizität und Stützfähigkeit der Kissenfüllung.

 

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