Polypropylen

Polypropylen

Aktualisiert am 5. Mai 2022
Veröffentlicht am 30. November 2021

In Kürze: Polypropylen – was ist das? 

  • Polypropylen ist ein Kunststoff
  • Der Kunststoff enthält keine Weichmacher
  • Er wird vielseitig in unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt, z. B. in Joghurtbechern, Flaschenverschlüssen, Textilien und Autos 

Was ist Polypropylen?

Polypropylen stellt einen thermoplastischen Kunststoff dar. Er hat eine niedrige Dichte, ist jedoch besonders widerstandsfähig. Im Vergleich zu vielen anderen Materialien verfügt Polypropylen über eine große Wärmedehnung. Deshalb ist es möglich Polypropylen bei Temperaturen von 0 bis 100 Grad zu verwenden.

Im Vergleich zu Wasser ist das Material übrigens viel leichter. Das hat zur Folge, dass es keine Feuchtigkeit aufnehmen kann. Darum leiten Oberflächen aus Polypropylen Schweiß und ähnliche Substanzen schnell ab.

Da Polypropylen ein geruchloser Stoff ist, wird er für viele Produkte eingesetzt. Dazu trägt auch seine hohe Hautverträglichkeit bei. Neben Textilien für den Sport findest Du Polypropylen oft in medizinischen Produkten und sogar in Matratzenbezügen.

Wusstest Du, dass sich der Kunststoff ab einer gewissen Temperatur verformt? Dieser Vorgang ist beliebig oft reversibel, was Polypropylen zu einem Material macht, das sehr flexibel einsetzbar ist.

Eigenschaften von Polypropylen

Polypropylen unterscheidet sich von klassischen Kunststoffen. Das liegt daran, dass das Material unterschiedliche Molekülstrukturen aufweisen kann. Die Folge davon ist, dass der thermoplastische Stoff zahlreiche Eigenschaften annehmen kann. Deshalb gibt es auf dem Markt viele verschiedene Polypropylen-Sorten.

Meist hat das flexible Material diese Besonderheiten:

  • Fester sowie harter Stoff
  • Hohe Steifigkeit
  • Bei Kälte wird Struktur spröde
  • Schmilzt bei 160 bis 165 Grad
  • Einsatz bei bis zu 110 Grad sicher

In einigen Fällen wird Polypropylen in Kombination mit mineralischen Substanzen, wie Glasfaser und Kreide, kombiniert. So ist es möglich die Eigenschaften des Materials zu erweitern. Da der Stoff gegenüber vielen Lösungsmitteln aus organischen Bestandteilen, Laugen und Säuren resistent ist, kommt er in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz.

Anwendung von Polypropylen

Im Lebensmittelbereich kommt Polypropylen, aufgrund seiner Geruchlosigkeit und Hautverträglichkeit, oft zum Einsatz. Du findest Gegenstände aus dem Stoff aber auch in der Innenausstattung von Autos. Neben dem Batteriegehäuse besteht auch das Armaturenbrett häufig aus dem Material.

Du entdeckst Produkte aus dem besonderen Kunststoff auch in der Elektrotechnik. Besonders Kabel und Drähte bestehen zum Teil aus Polypropylen. Im Bereich Bauwesen findest du oftmals Rohrleitungen oder Fittinge, die aus Polypropylen gemacht sind. Sie haben den Vorteil schwerer entflammbar zu sein und entsprechen daher den aktuellen Regelungen und Standards.

Im Handel triffst Du auf weitere Produkte aus Polypropylen. Zu ihnen gehören z. B. Garne. Sie kommen nicht nur für Heimtextilien, sondern auch für Geo- und Sportprodukte zum Einsatz. Häufig kannst Du außerdem Decken, Kissen und Matratzen erwerben, die zum Teil aus dem thermoplastischen Kunststoff gemacht sind.

FAQ 

Wie gefährlich ist Polypropylen?

Der Kunststoff Polypropylen hat laut aktuellem Stand der Forschung keine schädigende Wirkung. Das liegt daran, dass er keine Weichmacher enthält. Im Vergleich zu zahlreichen anderen Kunststoffen gilt er somit als ungefährlich.

Wo wird Polypropylen eingesetzt?

In der Regel wird das Material für Verpackungen genutzt. Neben Kochbeuteln, Joghurtbechern und Flaschenverschlüssen eignet es sich auch für Behälter. Ebenso ist Polypropylen in Textilien, Teppichen, Innenausstattung für Autos, Kabelummantelungen und Rohrleitungen enthalten.

Ist Polypropylen BBPA-frei?

Der Kunststoff Polypropylen ist frei von BPA. Das bedeutet, dass er keine schädigenden Weichmacher enthält. Deshalb gilt der Stoff als nicht gesundheitsschädlich.

Warum ist Polypropylen umweltfreundlich?

Polypropylen ist vergleichsweise einfach recycelbar. Das liegt daran, dass neue Technologien das Material schnell erkennen und aussortieren können. So ist es im Anschluss leicht wieder verwendbar und keine Belastung für die Umwelt.

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