Vollholz

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Vollholz: Definition und Verwendung der ursprünglichsten Holzart

Hochwertige Möbel aus natürlichen Materialien sind genau Dein Ding? Ob Du Dir nun ein neues Bett, einen Kleiderschrank oder einen Tisch kaufen willst: Für Dich dürften Möbel aus Vollholz genau das Richtige sein! Aber was bedeutet der Begriff „Vollholz“ wirklich? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen den relativ hochpreisigen Vollholzmöbeln und den häufig schon für weniger Geld erhältlichen Massivholzmöbeln?

Vollholz: Bedeutung und Definition

Mit dem Begriff Vollholz werden Holzteile bezeichnet, die in einem Stück aus dem Baumstamm gesägt wurden. Gängige Beispiele sind Holzbalken oder Bauhölzer. Hochwertige Vollholz-Möbel werden hauptsächlich im Naturmöbel- oder Biomöbel-Handel angeboten. Störende Fehler wie Astlöcher oder Einschlüsse lassen sich bei Vollholz kaum ausbessern − zudem ist seine Verarbeitung insgesamt sehr aufwendig. Möbel aus Vollholz sind deshalb vergleichsweise teuer.

Vollholz gilt als die qualitativ hochwertigste Form von Massivholz. Nur die besten Bretter, Bohlen, Balken und Kanthölzer aus Vollholz eignen sich tatsächlich auch für die anspruchsvolle Möbelfertigung, denn natürlich gewachsenes Holz ist nur selten frei von optischen Fehlern. Manche Mängel, die bei Vollholz vorkommen, vermindern zudem die Tragfähigkeit und Stabilität der Holzteile − gerade bei Betten,  Regalen oder Bodendielen, die ja häufig hohen Belastungen ausgesetzt sind, könnte das später zu Problemen führen.

Die Verarbeitung: Vom Baum zum Vollholz

Nachdem ein Baumstamm zu Brettern (auch Schnittholz oder Blockware genannt) zersägt worden ist, wird er zunächst getrocknet. Um den optimalen Feuchtigkeitsgrad der jeweiligen Holzart zu gewährleisten, werden die Teile nach einer ersten Trockenphase an der frischen Luft in speziellen Trockenkammern kontrolliert nachgetrocknet. Erst dann können die großen Bretter nötigenfalls noch weiter zerschnitten, der Maserung folgend wie eine Art Puzzle neu zusammengesetzt und zu großen Blöcken verleimt werden.

Erst durch diese Vorarbeiten wird es möglich, auch großflächige Tischplatten oder Küchenarbeitsplatten aus einem Baum herzustellen, dessen Stammdicke ursprünglich nicht für diese Zwecke ausgereicht hätte. Die fertig zugesägten Bauteile können jetzt gehobelt, geschliffen und lackiert bzw. geölt werden, ehe sie schließlich zum fertigen Möbelstück zusammengesetzt werden.

Der feine Unterschied: Was unterscheidet Vollholz von Massivholz?

Vollholz so zu produzieren, dass es sich für die Möbelherstellung eignet, erfordert den kundigen Umgang mit den Bedingungen und Vorgaben, die der einzelne Baum von Natur aus mitbringt. Je nach Standort, Region, Klima und Bodenbeschaffenheit können sich selbst Bäume derselben Art hinsichtlich ihres Holzes stark voneinander unterscheiden. Wissen und Erfahrung können also darüber entscheiden, welche Qualität das fertig bearbeitete Vollholz am Schluss tatsächlich erreicht.

Der entscheidende Unterschied von Vollholz zu Massivholz besteht darin, dass die einzelnen Vollholzstücke aus ein und demselben Stück vom selben Baumstamm zugeschnitten werden. Massivholz darf hingegen auch von mehreren Bäumen derselben Holzart stammen. Kurz gesagt: Jedes Vollholz ist zugleich auch Massivholz − aber nicht jedes Massivholz ist Vollholz!

Damit Kunden auch über viele Jahre hinweg Freude an ihren Vollholz-Möbeln haben, müssen die einzelnen Holzteile besonders sorgfältig ausgewählt werden, und es fallen größere Mengen an Ausschuss an. Solche Holzreste können allerdings häufig noch zur Herstellung einer anderen Massivholz-Art (sogenanntes Leimholz) verwendet werden, gehen also selten ganz verloren.

Vollholz-Möbel: Vorteile und Nachteile

Möbel aus Vollholz strahlen Verlässlichkeit aus, bringen eine wertige Optik mit und sind tatsächlich äußerst robust. Bei fachgerechter Verarbeitung hält sich die Verwendung von Holzleim stark in Grenzen: Die Holzporen bleiben größtenteils offen, und auch problematische Zusatzstoffe können weitestgehend vermieden werden. Aus diesem Grund sind Vollholzmöbel vor allem bei gesundheits- und umweltbewussten Verbrauchern beliebt, die keine unnötigen Risiken eingehen möchten.

Allein schon das gute Gefühl, sich mit einem Vollholz-Bett ein Stück Natur ins heimische Schlafzimmer holen zu können, lässt viele Menschen beruhigter schlafen. Dass bei Vollholz ausschließlich natürlich gewachsene Holzstücke zu Einsatz kommen, die nicht oder nur in geringem Maße verleimt oder aus Teilen zusammengesetzt sind, hat jedoch nicht nur Vorteile. Je naturbelassener Holz ist, desto weniger Möglichkeiten gibt es nämlich leider auch, seine typischen Eigenschaften im Nachhinein zu verändern.

Vollholz, also Massivholz aus einem Stück, kann je nach Holzsorte anfälliger für eine spätere Rissbildung sein. Da sich Schwankungen der Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit direkter auswirken als bei intensiver verarbeiteten Holzarten wie Spanplatten oder Leimholz, kann sich Vollholz auch stärker verziehen und selten sogar reißen.

Insgesamt betrachtet bieten Holzteile, die aus kleineren Stücken oder dünnen Schichten zusammengesetzt werden, oft eine höhere Formstabilität als das naturnahe Vollholz. Weil die sachkundige Herstellung von Vollholzbetten, -schränken und -regalen so anspruchsvoll und kompliziert ist, sind sie meist auch besonders teuer. Auch wenn Vollholz als besonders natürlich gilt, kann sich daher der Vergleich mit anderen Massivholzmöbeln durchaus lohnen.

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