Waschmittel

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Waschmittel (Definition)


Waschmittel sind Gemische verschiedener Chemikalien, die zum Reinigen von Textilien verwendet werden. Sie enthalten waschaktive Substanzen, die in Verbindung mit Wasser Flecken und andere Verunreinigungen aus Stofffasern herauslösen. Abgesehen von Pulver- oder Flüssigwaschmitteln, die je nach Verschmutzungsgrad und Härtegrad des Wassers frei dosierbar sind, etablieren sich zunehmend auch fertig portionierte Waschmittel in Form sogenannter Tabs, Pods oder Caps.

Geschichte, Ursprung & Entwicklung: Woher kommt Waschmittel?


Wie in Homers Odyssee beschrieben, wurde in den Anfängen des Wäschewaschens vermutlich nur reines Wasser in Kombination mit mechanischer Behandlung – also langwierigem Schrubben – und einem anschließenden Bleichvorgang im Sonnenlicht genutzt. Möglicherweise wurden dem Wasser je nach Verfügbarkeit tensidhaltige Pflanzen wie das waschaktive Seifenkraut, Efeublätter oder zerstoßene Rosskastanien zugesetzt.

Seife als Waschmittel: Ein langsamer Siegeszug

Während die Sumerer bereits um 3000 v. Chr. eine Art Seife aus Holzasche und Öl herstellten, soll im alten Rom Urin gesammelt und zu einer ammoniakhaltigen Brühe vergoren worden sein – womöglich das erste Flüssigwaschmittel der Weltgeschichte. Ägypter, Gallier und Germanen kannten zwar die Seifenherstellung aus Fetten und Ölen, verwendeten Seife nach bisherigen Erkenntnissen jedoch eher für kosmetische oder medizinische Zwecke. Die Entdeckung der Reinigungskraft von Seife geht auf den griechisch-römischen Arzt Galenos von Pergamon (130–200 n. Chr.) zurück.

Waschen mit Seife: Initialzündung durch die Araber

Noch Jahrhunderte später musste Karl der Große (747–814 n. Chr.) in seinem Frankenreich das Seifensieder-Handwerk gezielt durch Vergünstigungen fördern. Erst Nachwirkungen der islamischen Expansion in Europa sorgten aufgrund der Verbreitung des Olivenbaums durch die Araber allmählich für einen merklichen Boom der Seifenherstellung zu Wasch- und Reinigungszwecken in Frankreich, Italien und Spanien. Ab dem 14. Jahrhundert wuchs auch in deutschen Landen die Zahl der Seifensieder, wobei der Luxusartikel Seife den „Oberen 10.000“ vorbehalten blieb.

Erste synthetische Waschmittel: Die Industrialisierung macht’s möglich

Im Zuge der Industrialisierung konnte Soda als Grundstoff für die Verseifung von Fetten ab dem 19. Jahrhundert erstmals im großen Stil produziert werden: Seife als Waschmittel wurde endlich auch für die Allgemeinheit erschwinglich. Nachdem man der Schmutzwäsche zunächst mit Seifenflocken aus Kernseife zu Leibe gerückt war, kam 1932 das erste synthetische Waschmittel auf den Markt – doch auch solche Produkte funktionierten nur bei gleichzeitigem kräftigem Reiben der Textilien auf einem geriffelten Waschbrett, wobei so mancher Fleck aufgrund der hohen mechanischen Belastung einem Loch wich. Stark verschmutzte Weißwäsche musste weiterhin stundenlang in einem Waschtopf auf dem Holz- oder Kohleherd gekocht werden. Erst dank eiweißlösender Enzyme im Waschmittel konnte nach und nach auf diese aufwendigen Prozeduren verzichtet werden.

Moderne Waschmittel: Bessere Waschleistung, schonender zur Umwelt

Aufgrund des technischen Fortschritts wurde ab den 1960er Jahren die heute übliche Maschinenwäsche populär und löste – sehr zur Freude der Hausfrauen – die mühsame, zeitraubende Handwäsche ab. Schon bald änderten sich dadurch auch Zusammensetzung und Inhaltsstoffe der im Handel erhältlichen Waschmittel. Erste Tenside verbesserten als Lösungsvermittler zwischen Schmutz und Wasser das Waschergebnis, wurden wegen ihrer schlechten Umweltverträglichkeit jedoch durch biologisch abbaubare Tenside vorwiegend pflanzlicher Herkunft ersetzt.

Bis heute wird das Waschmittelsortiment im Handel immer vielfältiger. Umweltbewusste KonsumentInnen reduzieren nicht nur die Waschmittelmenge und bevorzugen recyclingfähig verpackte Öko-Waschmittel aus nachwachsenden Rohstoffen – viele setzen sogar wieder auf natürliche Waschmittel wie die mehrfach verwendbaren Waschnüsse. Auch der DIY-Trend, Waschmittel zur Vermeidung einer Überdosierung einfach selbst zu mixen – z. B. aus Waschsoda, Kernseife und ätherischen Ölen – soll die unnötige Gewässer-Belastung vermindern.

Bei fertig vorportionierten Waschmitteltabs, -caps oder -pods ist eine individuelle Dosierung der enthaltenen Komponenten nicht möglich: Sie mögen zwar praktisch sein, schaden aber der Umwelt und nicht zuletzt auch Deinem Portemonnaie. Es lohnt sich, auf dieses Thema näher einzugehen – doch vorher erläutern wir Dir zunächst, wieso es überhaupt unterschiedliche Arten von Waschmitteln gibt.

Welche Waschmittel-Arten gibt es?


Waschmittel unterscheiden sich zunächst in ihrem Anwendungs-Zweck. Bei der Wahl des richtigen Waschmittels spielt nicht nur das Material der Textilien – von Wollstrick bis Funktionsfaser – eine Rolle, sondern auch ihre Farbe. Wir geben Dir einen Überblick über die derzeit gängigen Waschmittelarten, ihre Anwendung, ihre Vor- und Nachteile sowie ihren Verwendungs-Zweck.

Vollwaschmittel: Klassiker für weiße & stark verschmutzte Wäsche

Moderne Vollwaschmittel (auch: Universalwaschmittel, Kochwaschmittel) sind für alle Temperaturen zwischen 20° C und 95° C sowie für die meisten Textilienarten und Waschverfahren geeignet. Diese Waschmittel-Variante soll Deine Wäsche nicht nur zuverlässig von hartnäckigen Flecken befreien, sondern auch Weißes wieder zum Strahlen bringen. Um dies zu erreichen, werden vor pulverförmigen Vollwaschmitteln optische Aufheller und Bleiche zugesetzt. Bleiche hat neben der gründlichen Fleckentfernung noch einen weiteren Vorteil: Sie hilft bei der Vernichtung unerwünschter Pilze, Bakterien und Viren.

Hygiene-Experten sind sich einig: Bleichehaltige Vollwaschmittel in Pulverform reduzieren die Keimbelastung bereits ab einer Waschtemperatur von 60° C zuverlässig auf ein ungefährliches Minimum. Dennoch solltest Du Buntes möglichst nur dann mit einem Vollwaschmittel-Pulver waschen, wenn es wirklich erforderlich ist: Farben können nämlich durch den hohen Bleichegehalt mit der Zeit verblassen, und auch die Gefahr des Abfärbens auf andere Wäschestücke ist mit Vollwaschmitteln besonders groß. Weiße Wäsche wie Bettlaken, Tischdecken oder helle Saunatücher kannst Du dagegen bedenkenlos mit Vollwaschmittel in die Maschine stecken.

Colorwaschmittel: Hält Buntes lange schön

Auch Color- bzw. Buntwaschmittel gibt es als Pulver- oder Flüssigwaschmittel. Diese Produkte sind speziell für farbige (im Sinne von „nicht weiße“) Wäschestücke konzipiert, eignen sich meist für einen Temperaturbereich von 20° C bis 60° C und enthalten weder Bleiche noch optische Aufheller. Dunkle Wäschestücke werden mit einem Colorwaschmittel ebenso farbschonend sauber wie Textilien in bunten Farben.

Die meisten Buntwaschmittel enthalten sogenannte Farbübertragungs-Hemmer, die eine wechselseitige Verfärbung Deiner Lieblingsstücke verhindern: Die herausgelösten Farbpigmente werden so von der Waschlauge umschlossen, dass sie sich nicht mehr auf anderen Textilien in derselben Waschtrommel absetzen können. Obwohl das ziemlich gut funktioniert, raten wir Dir trotzdem, Dunkles und Helles getrennt zu waschen. Stark abfärbende Textilien steckst Du für die 3 ersten Wäschen am besten separat in die Maschine.

Tipp: Du liebst dunkle Kleidung? Dann kannst Du gezielt ein Waschmittel für Schwarzes nutzen, das Textilien schonend reinigen soll und dunkle Farben wie Schwarz, Dunkelblau, Petrol, Aubergine oder Braun länger erhält.

Feinwaschmittel: Zart zu Spitze & Wolle

Feinwaschmittel werden für die zum Verfilzen neigende Wolle und andere empfindliche Fasern wie Seide empfohlen. Sie sind für die Maschinenwäsche bei 30 °C, aber auch für die schnelle Handwäsche im Waschbecken geeignet. Genau wie Colorwaschmittel enthalten Feinwaschmittel keine Bleichmittel und optischen Aufheller: Sie arbeiten dafür häufig mit schmutzlösenden Enzymen und Seife. Waschtemperaturen über 40° C würden die enthaltenen Enzyme zerstören – deshalb sind in solchen Fällen normale Buntwaschmittel geeigneter.

Vorsicht ist bei Baumwolle, Viskose, Lyocell oder Modal angebracht: Für Wäschestücke, die Cellulosefasern enthalten, solltest Du ausschließlich Feinwaschmittel ohne das Enzym Cellulase verwenden – anderenfalls könnten diese Gewebe während des Waschvorgangs angegriffen und beschädigt werden. Für Wolle eignet sich am besten ein rückfettendes Wollwaschmittel: Es enthält natürliches Lanolin (Wollfett) und sorgt dafür, dass Wollsachen, aber auch Seide, Leder oder Felle länger schön bleiben.

Baukastenwaschmittel: Genau dosierbar & umweltschonend

Waschmittel nach dem Baukasten-Prinzip basieren auf den drei Hauptbestandteilen ganz normaler Vollwaschmittel:

  1. Basiswaschmittel
  2. Enthärter
  3. Bleichmittel

Das Besondere daran ist, dass Du als BenutzerIn eines Baukastensystems jeden dieser Bestandteile einzeln kaufen und für jede Waschladung nach Bedarf dosieren kannst. Der Vorteil liegt auf der Hand: Während beim Vollwaschmittel nur die Menge variiert werden kann, punktet das anpassungsfähige Baukasten-Waschmittel mit den Möglichkeiten der individuellen Anpassung an Deine regionalen Gegebenheiten (Wasserhärte), den Verschmutzungsgrad Deiner Wäsche (Flecken) und Deine persönlichen Vorlieben (Duft).

Ein typisches Beispiel: Benötigst Du viel Enthärter, weil das Leitungswasser in Deiner Region besonders hart (also kalkhaltig) ist, kannst Du die Dosis dieser einzelnen Komponente erhöhen – die anderen Mengen können weiterhin auf normalem Level bleiben. Anders als bei einem fertig gemischten Vollwaschmittel gelangt dadurch also kein unnötig überdosiertes Bleichmittel und Basiswaschmittel ins Abwasser. Ist Deine Wäsche mal stärker verschmutzt, kannst Du gezielt etwas mehr Bleiche zugeben.

Auch der Duft lässt sich bei den meisten Waschmittelbaukästen nach Belieben wählen: Entweder nimmst Du fertige Waschmittelparfüms aus ätherischen Ölen oder einzelne ätherische Öle wie Lavendel. Leidest Du unter Allergien, kannst Du den Duft einfach komplett weglassen.

Tipp: Waschmittel nach dem Baukasten-Prinzip überzeugen nicht nur mit ihrer Umweltverträglichkeit, sondern können durch fallgerechten Gebrauch auch Deinen Geldbeutel schonen.

Sensitiv-Waschmittel für Allergiker: Saubere Wäsche ohne Hautbeschwerden 

Herkömmliche Waschmittel enthalten oft potenzielle Allergene. Allergieauslösende Bestandteile können Tenside, Bleichmittel, Enzyme, Farb- und Duftstoffe sein. Wenn Du unter einer Allergie leidest oder sensible Haut hast, die auf frisch gewaschene Kleidung mit Irritationen reagiert, solltest Du ein Sensitiv-Waschmittel wählen. Solche Waschmittel für Menschen mit Allergien oder sensibler Haut kommen ohne die gängigen Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe aus: Sie nutzen stattdessen als gut verträglich bekannte Ersatz-Zutaten.

Auch spezielle Waschmittel für Babys ähneln in ihrer Rezeptur den Allergiker-Waschmitteln. Ihre Verwendung kann sinnvoll sein, doch ganz normale Öko- oder Baukasten-Waschmittel eignen sich oft ähnlich gut für die Wäscheberge Deines Nachwuchses und bestehen aus pflanzlichen, besser biologisch abbaubaren und deshalb umweltfreundlicheren Substanzen.

Funktionswaschmittel: Spezialisten für Sport- & Funktionstextilien

Funktions-Waschmittel sind meist auf niedrige Waschtemperaturen ausgelegt und werden in Privathaushalten hauptsächlich für Sportbekleidung und Outdoor-Mode genutzt. Funktionswaschmittel können Deine Fitnesswear nicht nur reinigen, sondern je nach Produkt auch gezielt pflegen oder imprägnieren. Dadurch bleibst Du effektiver vor Wind und Wetter geschützt und erhöhst die Haltbarkeit Deiner Sportklamotten.

Ebenfalls erhältlich sind spezielle Waschmittel für Funktionsfasern wie Gore-Tex, Membran-Bekleidung, bestimmte Mischgewebe oder Mikrofaser. Diese modernen Spezialwaschmittel ähneln Feinwaschmitteln, werden aber mit bestimmten Inhaltsstoffen für den jeweiligen Einsatzbereich angereichert. Manche Waschmittel für Funktionskleidung binden und neutralisieren unangenehmen Schweißgeruch, andere eignen sich speziell für Leder-Outfits oder entfernen bestimmte Fleckentypen besonders souverän.

Material & Konsistenz: Welche Anwendungsformen von Waschmittel gibt es?


Tabs, Pods, Caps, Flüssig, Gel, Pulver, Perlen: Ständig kommen neuartige Produkte auf den Markt, die Dir das Waschen angeblich erleichtern sollen – doch waschen die auch wirklich sauber? Welche Unterschiede gibt es zwischen all diesen Anwendungsformen, und wie findest Du die beste Waschmittel-Art für Deine Wäsche und Deinen ganz persönlichen Alltag?

Damit Du Dir diese Fragen zukünftig ganz einfach selbst beantworten kannst, haben wir für Dich die Vorteile und Nachteile der einzelnen Waschmittel-Varianten herausgefunden.

Waschmittel-Tabs: Praktisch, aber teuer

Waschmitteltabs findest Du im Handel als Vollwaschmittel und Colorwaschmittel. Die Tabs verschiedener Marken sehen oft auch anders aus: Sie scheinen aus mehreren „Phasen“ zu bestehen, die teils bunt eingefärbt sind und auch unterschiedliche Formen aufweisen können. Psychologische Tests haben gezeigt, dass die Probanden von der Wirksamkeit scheinbar mehrschichtiger Tabs eher überzeugt sind als bei reinweißen Waschmitteltabs.

Tatsächlich werden Farbstoffe meist nur zugegeben, um die hochkonzentrierten, aber unscheinbaren Waschmittel-Tabs optisch attraktiver und besser unterscheidbar zu machen - in Wahrheit handelt es sich bei all den Schichten aber um dasselbe gepresste Pulver. Waschmittel-Hersteller preisen ihre einzeln oder paarweise in Folie verpackten Tabs gern als benutzerfreundlich und praktisch an: Tab(s) auspacken, je nach Produkt in die Waschmittelkammer oder direkt in die Waschtrommel legen, und los geht’s. Doch sind Tabs wirklich zu empfehlen?

Tipp: Manche Waschmaschinen sind nicht darauf ausgelegt, komprimierte Waschmittel in der Einspülkammer aufzulösen. Solltest Du mit Tabs kein gutes Waschergebnis erzielen, lege beim nächsten Mal den bzw. die Tab(s) einfach direkt in die Waschtrommel, ehe Du die Wäsche hineingibst.

Zeitersparnis und bequeme Anwendung der Waschmittel-Tabs haben gleich in zweifacher Hinsicht ihren Preis: Du bezahlst im Vergleich mit Waschpulver nicht nur deutlich mehr für die handlichen Tabs, sondern kannst Deine Waschmittelmenge kaum mehr nach Bedarf unterschiedlich dosieren. Braucht Deine Schmutzwäsche mal mehr Waschmittel, musst Du gleich ein komplettes Tab zusätzlich benutzen. Das kann auf längere Sicht nicht nur teuer werden, sondern schadet auch der Umwelt viel stärker, als zur Fleck-Entfernung eigentlich nötig wäre.

Waschmittel-Pods: Problematisch für Kleinkinder & Umwelt

Waschmittel-Pods werden vor Beladung der Waschmaschine unter der Schmutzwäsche platziert. Sie bestehen aus mehreren Kammern, die ihren flüssigen Inhalt freisetzen, sobald sich die transparente Hülle aus Polyvinylalkohol im Waschwasser auflöst. Dabei bleibt immerhin kein Mikroplastik in Form fester Partikel übrig, doch die gesundheitlichen Auswirkungen von Polyvinylalkohol sind bislang noch nicht vollständig untersucht. Bei Hautkontakt scheint es nach aktuellem Stand aber ungefährlicher zu sein als das direkte Berühren eines Waschmittels, wie es bei Tabs oder Pulver vorkommen kann.

Dass Waschmittelpods im Gegensatz zu Tabs nicht mehr in Kunststoff-Folie eingeschweißt werden, mag umweltfreundlicher sein. Im Zusammenspiel mit der bunten Optik der Pods kann die leichte Zugänglichkeit dieser Waschmittel aber Kleinkinder im Haushalt gefährden: Sie fühlen sich von den bonbonähnlich aussehenden, weichen Gel-Waschmittel-Kissen angesprochen und versuchen womöglich, diese zu essen oder damit zu spielen. Die Haut der Pods löst sich auch bei Kontakt mit Speichel auf, und aggressive Waschkonzentrate gelangen direkt an die Haut oder in Augen und Mund.

Tipp: Wir raten Dir eindringlich dazu, bunte Waschmittel wie Pods, Caps oder Tabs unzugänglich für Kinder, aber auch für demente oder geistig beeinträchtigte Personen aufbewahren! Beim leisesten Verdacht auf eine Vergiftung oder Verätzung solltest nicht zögern, den Giftnotruf anzurufen!

Auch sonst schneiden Waschmittelpods beim Abwägen ihrer Vorzüge und Nachteile nicht sonderlich gut ab. Laut Stiftung Warentest kosten die Gelkissen nicht nur wesentlich mehr als konventionelle Waschmittel, sondern schaden durch ihre schlechte Dosierbarkeit auch der Umwelt. Die Aufbewahrung von Pods hat es ebenfalls in sich: Liegen die Pods lange in der sie umgebenden Box, ziehen sie meist irgendwann Feuchtigkeit aus der Luft an, verkleben oder laufen aus. Wenn das geschieht, kannst Du den restlichen Inhalt oft bloß noch als Müll entsorgen. AnwenderInnen berichten zudem, dass die lösliche Folie gelegentlich schleimige Reste hinterlässt – und die machen es sich in Form unschöner Schlieren auf der frisch gewaschenen Wäsche gemütlich.

Die soften Waschkissen werden oft als All-in-1-Pods beworben – dabei tun sie nicht mehr, als von jedem anderen Waschmittel zu erwarten wäre (Zitat aus einer Werbung für 5-in-1-Pods: „1. Tiefensauber, 2. Flecklösend, 3. Strahlend rein, 4. Frischer Duft, 5. Effektiv bei 30 Grad“). In unabhängigen Labortests konnte die Reinigungsleistung vieler Waschpods nicht überzeugen, denn wie alle Gel-Waschmittel enthalten sie keine Bleiche. Herkömmliche Pulverwaschmittel sind Pods in puncto Waschkraft tendenziell überlegen, preisgünstiger und außerdem umweltschonender.

Waschmittel-Caps: Waschen mit Gel & Pulver zugleich

Waschmittel-Caps sehen ähnlich aus wie Pods, bestehen aber aus einer Kombination von Gel-Waschmittel und Waschpulver in separaten Kammern. Die Trennung der Bestandteile bis zum Waschvorgang soll laut Herstellern ein besonders gutes Waschergebnis bewirken. Die in Caps eingesetzten pulverförmigen Waschmittel kommen ohne sogenannte Stellmittel (Rieselhilfsstoffe) aus und sind dadurch umweltverträglicher als andere Vollwasch- bzw. Buntwaschmittel.

Caps haben jedoch sehr ähnliche Nachteile wie Pods: Gelkissen müssen wie alle anderen Gel-Wasch­mittel ohne Bleiche auskommen, da diese sich in Flüssigkeiten nicht chemisch stabil einbinden lässt. Auch die Pulverphase von Waschcaps enthält nicht etwa Bleiche, sondern soll Flecken durch Enzyme und Tenside entfernen − bei niedrigen Wasch­temperaturen klappt das aber nur selten vollständig.

Da Caps wie Pods und Tabs zu den fertig portionierten Waschmitteln zählen, sind sie nur dann umweltfreundlich, wenn hinsichtlich Wasserhärte und Verschmutzungsgrad Deiner Wäsche die von Hersteller angenommenen Muster-Voraussetzungen herrschen – ansonsten wirst Du vermutlich auch mit Caps viele Waschladungen gezwungenermaßen zu hoch dosieren.

Genau wie Pods werden auch Waschmittel-Caps hinten in die leere Trommel der Waschmaschine gelegt. Die Folie von Caps ist dieselbe wie bei Pods – mit denselben Vorteilen (plastikfrei), aber auch denselben Problemen (teils schlechte Löslichkeit, ungeklärte Gefährlichkeit). Die kindersichere Verwahrung ist bei Caps übrigens genauso wesentlich wie bei den rein flüssig gefüllten Pods, denn auch Caps sind faszinierend bunt und fühlen sich für neugierige Kleinkinder aufgrund der beiden unterschiedlichen Konsistenzen von Pulver- und Gelwaschmittelkammern ganz besonders spannend an.

Flüssigwaschmittel: Sanft zu bunten Stoffen

Flüssigwaschmittel sind als Alternative zu Waschpulvern sehr beliebt. Abgepackt in Kunststoffflaschen oder Nachfüllbeuteln lassen sie sich sehr einfach und genau nach Bedarf dosieren – damit sind sie meist umweltfreundlicher als Pods oder Caps. Die Dosierung erfolgt je nach Waschmaschine entweder in die für Flüssigwaschmittel geeignete Einspülkammer oder mithilfe einer Dosierkugel aus Plastik, die mit dem Waschmittel gefüllt und direkt in die Waschtrommel gelegt wird. Flüssige Waschmittel, die in konzentrierter Form auch als Gelwaschmittel angeboten werden, lösen sich in Wasser rasch vollständig auf. Das hat große Vorteile, die sich vor allem bei flüssigen Colorwaschmitteln bemerkbar machen.

Auf frisch gewaschener Buntwäsche lagern sich bei der Benutzung von Pulver häufig weiße Waschmittelrückstände ab – mit Flüssigwaschmittel passiert das nicht, weil sie keine Bleichmittel, Zeolithe (als Wasserenthärter) oder Riesel-Hilfsstoffe enthalten, die auf Deiner Wäsche zurückbleiben könnten. Hierin liegt auch der Grund dafür, dass sogar Vollwaschmittel in flüssiger Form die Farben Deiner Buntwäsche schonen und lange erhalten: Sie entfernen Flecken im Gegensatz zu Vollwaschpulvern nicht mit Bleiche, sondern allein durch Tenside und optische Aufheller.

In fast jedem Haushalt stellt sich irgendwann die Frage: Flüssig-Wasch­mittel oder Pulver – was ist besser? Für Textilien wie Buntwäsche, schwarze Wäsche oder Feines eignen sich moderne Flüssigwaschmittel sehr gut und hinterlassen sie nach erfolgtem Waschgang fast so sauber wie ein Waschpulver. Lediglich bei Vollwaschmitteln spielen die Flüssigen noch immer in der zweiten Liga: Waschpulver entfernt durch seinen Bleichezusatz hartnäckige Flecken und Grauschleier aus weißer Wäsche meist deutlich gründlicher.

Für Menschen, die zu Allergien oder Hautirritationen neigen, können die in Flüssigwaschmitteln als Bleiche-Ersatz enthaltenen Tenside zum Problem werden. Auch Duft- und Konservierungsstoffe, die durch die wässrige Konsistenz von Flüssigwaschmitten erforderlich sind, werden von manchen AnwenderInnen nicht so gut vertragen und belasten unsere Gewässer – wenn auch längst nicht mehr so stark wie die ersten Flüssigwaschmittel, die 1987 auf den Markt kamen. Aufgrund der Allergiegefahr müssen Konservierungsmittel innerhalb der EU unabhängig von ihrer enthaltenen Menge generell auf der Waschmittel-Packung deklariert werden.

Gel-Waschmittel: Schonend konzentrierte Waschkraft

Eine Sonderform der Flüssigwaschmittel bilden die sogenannten Gelwaschmittel. Sie sind meist etwas dickflüssiger als herkömmliche Flüssigwaschmittel und sollen durch ihre höhere Konzentration an Wirkstoffen besonders gut gegen starke Verschmutzungen helfen. Spezielle Color-Waschmittel in Gelform sollen die strahlenden Farben Deiner Buntwäsche zudem nicht nur erhalten, sondern sogar auffrischen können. Das ist vor allem bei schon leicht verblassten Lieblingsstücken einen Versuch wert – Wunder solltest Du aber nicht erwarten.

Tipp: Gel-Waschmittel kannst Du auch zur Vorbehandlung von Flecken oder „speckigen“ Hemdkragen benutzen. Gib dazu einfach einige Minuten vor der Wäsche eine kleine Menge Waschmittel-Gel direkt auf den zu entfernenden Fleck oder die angeschmutzten Bereiche – anschließend kannst Du das vorbehandelte Teil mit den restlichen Textilien wie gewohnt in der Maschine waschen.

Wie alle flüssigen Waschmittel enthalten auch Gel-Waschmittel keinerlei Bleichmittel. Deshalb ist Color-Gel ideal dazu geeignet, Buntes farbschonend zu reinigen. Weiße Wäsche wird mit Vollwaschmitteln in Gelform aber nicht immer richtig sauber: Obwohl optische Aufheller eingesetzt werden, lassen sich starke Verschmutzungen mit einem Gel-Waschmittel nicht so gründlich bekämpfen wie mit bleichehaltigem Vollwaschmittel-Pulver.

Waschpulver: Bewährtes Waschmittel mit Vor- und Nachteilen

Pulver-Waschmittel werden hauptsächlich in Nachfüllpacks aus Kunststoff-Folie, Pappkartons oder Eimern verkauft. Es gibt „normale“ Waschpulver in größeren Packungen, in denen Füllstoffe enthalten sind, aber auch Konzentrate bzw. Kompaktwaschpulver mit hoher Wirkstoffdichte, die in geringerer Menge dosiert werden müssen, aber genauso sauber waschen. Welche Pulvervariante Verbraucher benutzen, hängt hauptsächlich von ihren Gewohnheiten ab.

Vollwaschmittel-Kompaktpulver reinigen meist besser als herkömmliche Pulver. Waschpulver aus Jumbo-Kartons hat zwar aufgrund seiner Zusammensetzung mehr Volumen, kann im Vergleich aber dennoch leichter sein: Nach Untersuchungen durch die Stiftung Warentest besteht es oft zu mehr als einem Drittel aus Natriumsulfat – einem Füllstoff, der zum Wäschewaschen nicht nötig ist, sondern nur das Pulver rieselfähig hält. Enthaltene Enthärter sind oft weniger effizient, und die Menge der Enzyme und waschaktiven Substanzen ist geringer. Kompakte Pulver bieten Dir demnach mehr Waschleistung fürs gleiche Geld und sind umweltfreundlicher, da sie weniger Füllstoffe enthalten und auf zeitgemäßen Rezepturen basieren.

Bei stark verschmutzter Wäsche und in Fällen, die eine besonders effektive Reinigung erfordern (z. B. Infektionskrankheit bei einem Deiner Haushalts-Mitglieder), solltest Du möglichst zu einem bleichehaltigen Vollwaschpulver greifen. Bei normal verschmutzter Buntwäsche hast Du dagegen die freie Wahl: Sie bleibt mit einem bleichefreien Color-Waschpulver lange schön, wird aber mit einem flüssigen Colorwaschmittel ähnlich sauber. Pulverwaschmittel, Perls und Tabs kommen jedoch im Gegensatz zu flüssigen Waschmitteln ohne Konservierungsstoffe aus, was sich für AllergikerInnen günstig auswirken kann.

Pulver-Waschmittel müssen richtig dosiert werden, um ihre ganze Reinigungskraft zu entfalten. Schau deshalb immer auf den Packungs-Aufdruck, denn auch bei Deinem gewohnten Pulver kann sich die Dosierung durch Rezeptur-Anpassungen verändern. Vorsicht beim Dosieren: Das Einatmen von Waschpulver-Staub kann die Atemwege schädigen! Achte am besten darauf, das Waschpulver beim Einfüllen in die Waschmittelkammer nicht unnötig aufzuwirbeln. Bei den leichter handhabbaren Waschperlen („Perls“) oder fertig portionierten Tabs, die im Grunde ebenfalls aus Waschpulver bestehen, tritt das Staubproblem kaum auf.

Die Dosierung von Waschpulver hat es in sich: Nimmst Du zu wenig, gehen Flecken oft nicht vollständig raus – bei einer Überdosierung verbleiben aber häufig weiße Rückstände auf der Wäsche. Wenn sich Bestandteile des Pulver-Waschmittels nicht vollständig im Wasser lösen konnten und sich am Ende des Waschgangs auf Deiner Wäsche absetzen, sieht das besonders bei Kleidungsstücken unschön aus. Passiert es dennoch, hilft nur ein weiterer Spülgang.

Waschperlen: Mega-sauber mit Perls?

Eine Spielart klassischer Waschpulver stellen die sogenannten Waschperlen dar: Sie bestehen aus zu kleinen Kügelchen gepresstem Waschpulver, sind dadurch sehr kompakt und können sparsam eingesetzt werden. Sie sind ähnlich effektiv wie Kompakt-Waschpulver und eignen sich ebenfalls für die Reinigung stark verschmutzter Textilien. Auch Waschmittel in Perlenform sind in unterschiedlichen Varianten als Bunt- oder Vollwaschmittel erhältlich. Perls lassen sich recht einfach dosieren und haben den Vorteil, dass sie anders als Pulver bei ihrer Handhabung keine potentiell gesundheitsschädlichen Staubwolken erzeugen.

Wenn Deine Waschmaschine das Waschpulver aus der Kammer nicht immer vollständig einspült, sind Waschperlen allerdings nicht die perfekte Wahl: Sie sind dafür bekannt, gern zu verkleben und sich zumindest in manchen modernen, besonders wassersparenden Maschinen nicht ganz aufzulösen. Besser klappt es oft, wenn die körnigen Perlchen zusammen mit der Wäsche direkt in die Trommel dosiert werden.

Unsere Tipps & Tricks zum richtigen Waschen 


Da die Waschleistung immer auch von der regionalen Wasserhärte und der benutzten Waschmaschine abhängt, ist es schwierig, eine generelle Empfehlung für das richtige Waschmittel abzugeben. Am wichtigsten für die Wahl der Anwendungsform eines Waschmittels sind auch Deine persönlichen Vorlieben, Prioritäten und Lebensumstände: Während manche Umweltaktivistin allerhöchstens mit einem Baukasten-Waschmittel einverstanden sein kann, wird ein alleinerziehender Vater unter Zeitdruck womöglich eher zum fertig portionierten Waschmittelpod oder -tab greifen.

Damit Deine Wäsche in Zukunft sauber wird und lange ansehnlich bleibt, sind noch ein paar weitere Infos erforderlich. Die häufigste Frage überhaupt lautet: Welche Waschmittel braucht man denn nun wirklich unbedingt?

Das richtige Waschmittel: Diese 3 brauchst Du wirklich

Weil es uns ähnlich ging wie Dir, haben wir Waschprofis gefragt, welche Waschmittel man zuhause haben sollte, um gegen möglichst viele Flecken und Verschmutzungen gefeit zu sein. Die einhellige Antwort lautet: Sofern Du keinen Waschmittelbaukasten nutzt, mit dem Du Wirkung und Duft sowieso ganz nach Bedarf zusammenstellen kannst, genügen 3 fertig gekaufte Waschmittel vollkommen, um Deine Wäsche wieder richtig sauber und frisch zu bekommen.

Tipp: Die beste Voraussetzung für die Beseitigung starker Flecken ist die richtige Vorbehandlung. Wie Du die gängigsten Flecken-Arten mit einfachen Mitteln vorbehandeln kannst, erfährst Du in unserer Fleckentabelle.

Welche Waschmittel solltest Du Dir also zulegen? Die Experten der Stiftung Warentest raten erstens zu einem Vollwaschmittel in Pulverform, das weiße Textilien, verschmutzte Härtefälle und auch unangenehm riechende Wäsche gründlich reinigt. Seine dank der enthaltenen Bleiche sehr hohe Waschkraft entfaltet sich ab 60° C sogar gut genug, um die meisten Pilze, Bakterien und Viren (Corona bzw. SARS-CoV-2, Grippe, Durchfallerkrankungen etc.) hygienisch sicher zu beseitigen. Wichtig ist, hierfür das ganz normale 60°-Buntwäsche-Programm zu wählen: Sparsame 60°-Eco-Programme erreichen häufig gar nicht die angegebene Temperatur, sondern nur eine vergleichbare Waschwirkung, die zur Vernichtung von Keimen aber nicht immer ausreicht.

Die zweite Empfehlung der Warentester bezieht sich auf ein Colorwaschmittel für alles Bunte. Diese speziellen Buntwaschmittel enthalten generell kein Bleichmittel und schonen die Farben von dunkler Wäsche und Buntwäsche über viele Waschgänge hinweg. Für Deine Buntwäsche darfst Du ruhig ein Flüssig-Colorwaschmittel benutzen: Sollte sich doch mal ein hartnäckiger Fleck durchmogeln, kannst Du immer noch ausnahmsweise Dein Vollwaschpulver einsetzen.

Drittens rät die Stiftung Warentest zu einem Feinwaschmittel für Wolle und Seide. Da diese beiden tierischen Fasern zu empfindlich für die üblichen Voll- oder Buntwaschmittel sind, eignen sich hierfür besser milde Spezialprodukte, die praktischerweise auch gleich antistatisch wirken. Feinwaschmittel für Wolle und Seide sind pH-neutral und kommen ohne aggressive Enzyme aus, die die sensiblen Naturfasern beschädigen könnten.

Die richtige Waschmittel-Menge: Lieber sparsam dosieren

Laut Stiftung Warentest gilt für die Dosierung: weniger ist mehr. Als Orientierungshilfe kannst Du die Dosier-Tabelle auf der Verpackung nutzen, die Deiner regionalen Wasserhärte und dem Verschmutzungsgrad Deiner Wäsche am ehesten entspricht – dabei kannst Du mit der Menge Deines Waschmittels getrost am unteren Rand der Hersteller-Empfehlung bleiben.

Die Experten der Stiftung Warentest raten, die Dosis an Waschmittel zu verwenden, die laut Packungsangabe für leicht bis normal verschmutzte Wäsche empfohlen wird. Während Du die Waschmittel-Menge bei wenig Wäsche reduzieren kannst, brauchst Du etwas mehr Waschmittel, wenn Deine Kleidung stark bzw. sichtbar verschmutzt ist. An dieser Stelle kommt der wesentliche Nachteil fertig portionierter Tabs, Pods und Caps zum Tragen: Weil sie nicht teilbar sind, lassen sie sich nicht zielgerichtet dosieren und bringen dadurch unnötig viele Chemikalien in unseren Wasserkreislauf ein.

Tipp: Mit steigendem Härtegrad des Leitungswassers benötigst Du mehr Waschmittel, um Deine Wäsche richtig sauber zu bekommen. Du bist Dir unsicher, ob das Wasser in Deinem Wohngebiet eher weich oder hart ist? Die regionalen Daten kannst Du bei Deinem Wasserversorger erfragen oder teilweise auch online abrufen.

Die richtige Wäsche-Füllmenge: Volle Waschmaschinen helfen der Umwelt

Wie viel Wäsche passt eigentlich in eine Waschladung? Zunächst kannst Du Dich zur optimalen Beladung Deiner Waschmaschine an den Herstellerangaben orientieren: Das höchstmögliche Fassungsvermögen wird vom Hersteller in Kilogramm angegeben, sodass Du anhand Deines auf der Körperwaage gewogenen, mit Schmutzwäsche bestückten Wäschekorbs eine erste Vorstellung über die Füllmenge verschaffen kannst.

Zu voll oder zu leer: Beides kann sich negativ auswirken. Ist die Trommel Deiner Maschine allzu vollgepackt, kann sich Deine Wäsche beim Drehen nicht mehr optimal durchmischen, und auch das Waschmittel kann sich – vor allem bei Pulver und Tabs – nicht mehr so gut auflösen. Abgesehen von der übergroßen Belastung aller mechanischen Teile der Waschmaschine, die leicht zu Verschleißschäden an Trommel, Lagern oder Motor führen kann, bilden sich in einer zu vollen Waschtrommel oft auch unerwünschte weiße Pulver-Rückstände, die nach dem Schleudern auf der Wäsche verbleiben.

Eine zu leere Maschine hat jedoch ebenfalls Nachteile: Selbst bei modernen Modellen, die die eingelegte Wäschemenge mit einem Sensor erfassen, werden im Vergleich zur voll beladenen Maschine verhältnismäßig mehr Wasser, Waschmittel und Energie verbraucht. Ganz schwierig wird es, wenn Du vorportionierte Waschtabs, Pods oder Caps bevorzugst, denn sie lassen sich nicht einfach teilen, wenn Deine Maschine mal nur zur Hälfte füllst.

Tipp: Mit modernen Buntwaschmitteln wird auch leicht verschmutzte Kochwäsche problemlos sauber, sodass Du bei halbvollem Wäschesammler auch mal beide Wäschesorten zusammen bei 40° C waschen kannst. Nur bei höheren Hygiene-Anforderungen (Flecken oder Keimbelastung) musst Du Weißes und andere 60°-Wäsche tatsächlich getrennt von Deiner restlichen Buntwäsche waschen.

Das optimale Ladegewicht für Waschmaschinen kannst Du ganz simpel erreichen, indem Du Deine Wäsche locker in die Trommel gibst, oben aber stets eine Handbreit Platz lässt. Auf diese Weise liegt die Wäsche locker genug, und auch pulverförmige oder gepresste Waschmittel können sich gut auflösen.

Falls Du Dir manchmal unsicher bist, welche Wäschestücke Du wie waschen solltest, liefert Dir unser Lexikoneintrag über Waschsymbole wertvolle Tipps und eine übersichtliche Tabelle als pdf-Download zum Ausdrucken und Aufhängen.

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  • Daumen hoch!

    Gute Hilfe und Tipps. Einiges kennt man, aber trotzdem gelungen.