Snooze Project erklärt: Gelschaum und die Gelschaummatratzen [Projekt: Matratzenkunde]

gelschaummatratze

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Deine kleine Matratzenkunde: Die Gelschaum-Matratze

Gerade dachtest Du noch, Du hättest auf der Suche nach Deiner neuen Matratze schon alles gesehen – und dann liegt sie plötzlich vor Dir: Eine Gelschaummatratze. Das klingt ja sooo schön weich! Halb zog sie Dich, halb sankst Du hin... Aber Moment mal, was denn nun eigentlich: Gel oder Schaum?! Und wieso ist so oft von Gelschaum-Matratzen die Rede, während viele Verkäufer bloß über Gelmatratzen reden? Das Team von Snooze Project hat für Dich nachgehakt, reingeschaut und draufgelegen!

Was ist Gelschaum?

Gelschaum ist eine Kaltschaum-Variante, der während ihrer Herstellung Rohstoffe beigefügt werden, welche aufgrund ihrer physikalischen und chemischen Eigenschaften als Gele bezeichnet werden. Durch spezielle Produktionsprozesse werden diese Substanzen in den Kaltschaum-Grundstoff (üblicherweise Polyurethan) eingelagert und tragen zum  gelartigen Charakter des fertigen Schaumstoffs bei. Der Begriff Gel-Schaum bezieht sich also sowohl auf dessen Rohstoffe als auch auf seine Anpassungsfähigkeit (Quelle: https://www.fsk-vsv.de/wp-content/uploads/2017/03/Produktbeschreibung-PUR-Gel-Schaum.pdf).

Welche Eigenschaften sind typisch für Gelschaum?

Im Gegensatz zu Viscoschaum verfügen moderne Gelschäume über eine hohe Rückstellkraft: Das bedeutet, dass Gelschaum momentgenau auf veränderte Druckverhältnisse reagiert, was das Umdrehen während des Schlafens erleichtert. Weil Gelschaum bei Entlastung sofort wieder seine ursprüngliche Form einnimmt, sind bewegungshemmende Liegekuhlen wie bei manchen viscoelastischen Matratzen mit Memory-Effekt nicht zu befürchten.

Daneben reagiert Gelschaum nicht (wie z. B. Viscoschaum) auf die Zimmertemperatur und Deine Körperwärme, sondern ausschließlich auf Druck. Im Rahmen üblicher Schlafzimmertemperaturen verhält er sich daher – genau wie Latex oder Kaltschaum – jederzeit gleichermaßen elastisch. Gelschaum ähnelt also in seinen Eigenschaften hochwertigen Kaltschäumen, wie sie in den Matratzen von Snooze Project verarbeitet werden – aufgrund seiner Nachgiebigkeit wird er aber als deutlich weicher wahrgenommen. Ob Du selbst das angenehm findest, hängt allein von Deinen individuellen Schlafvorlieben ab.

Matratze


Medizin als Ideenquelle: Die Entstehung der Gelschaummatratze

Bei der Pflege bettlägeriger Patienten werden schon seit einiger Zeit Gelmatratzen eingesetzt: Ähnlich wie Wasserbetten, aber mit einem zähen Gel gefüllt, sorgen die anschmiegsamen Gelmatratzen für eine extrem gleichmäßige Verteilung des Körpergewichts. Sie senken also die Druckpunktbelastung und beugen dadurch dem gefürchteten Dekubitus (Wundliegen) vor.

Wie auf weichen Wolken liegen: Das hättest Du gern auch für Dein Zuhause? Wir gönnen Dir das von Herzen! Doch leider sind professionelle Gelmatratzen mit Preisen um die 1.000 Euro nicht nur sehr teuer – sie sind auch steinschwer und für private Haushalte ziemlich unpraktisch. Um die vorteilhaften Eigenschaften medizinischer Gelmatratzen auch fürs heimische Schlafzimmer nutzbar zu machen, entwickelte die Matratzenindustrie den Gelschaum.

Definition: Was ist eine Gelschaummatratze?

Matratzen aus Gelschaum sind noch immer relativ selten, laufen vor allem viskoelastischen Matratzen aber zunehmend den Rang ab. Gelschaum-Matratzen sind oft flexibler: Sie „umfließen“  die Körperkonturen sehr dicht. Da sich die Aufliegefläche des Körpers auf diese Weise vergrößert, gelten Gelschaummatratzen als besonders druckentlastend.

Falls Dir Wartungsaufwand und Energiekosten Deines Wasserbetts zu hoch geworden sind, könnte die Gelschaummatratze mit ihrer tatsächlich gel-artigen Anpassungsfähigkeit eine mögliche Alternative für Dich sein. Auch sollen Matratzen aus sogenannten „Hightech-Gelschäumen“ nach Angabe vieler Hersteller besonders rückenfreundlich sein – doch wissenschaftlich seriöse Belege für einen gesundheitlichen Nutzen konnten wir von Snooze Project bislang nicht finden. 

Nachgehakt: Die Gelschaummatratze als Werbe-Sphinx

Erst nach langer, gezielter Recherche konnten wir aussagekräftige Informationen über den Herstellungsprozess von Gelschäumen ergattern. Dass die Hersteller ihre Rezepturen lieber für sich behalten, ist zwar verständlich – doch mit dem Schutz von Industriegeheimnissen hat diese Verschwiegenheit wohl nur teilweise zu tun. Ein weiterer Effekt ist vielmehr, dass über die Herstellung von Gelschaum-Matratzen bei Kunden und sogar Händlern Dauer-Verwirrung herrscht.

Die zurückhaltende Informationspolitik der Matratzenindustrie verleiht der Gelschaum-Matratze die Aura einer Hightech-Sphinx, der wundersame Eigenschaften zugeschrieben werden. Der nichtssagende Begriff „dynamisch“ ist da noch eines der harmloseren Werbeversprechen: Von „Sensation“ über „Premium“ und „Pro“ bis „Evolution“ wird alles in den Matratzennamen eingebaut, was irgendwie teuer und zukunftsweisend klingt.

Dass die beiden Begriffe „Gelschaummatratze“ und „Gelmatratze“ oft gleichwertig benutzt werden, macht das Chaos perfekt. Ein überzeugender Matratzenverkäufer erscheint angesichts all dieser Verunsicherungen als rettender Superheld – und hat entsprechend leichtes Spiel mit Dir. Absicht oder Zufall: Diese schlaue Marketingstrategie sorgt für stetig steigende Umsätze mit den meist hochpreisigen Gelschaummatratzen.

Analyse


Gelmatratze und Gelschaummatratze: Was ist der Unterschied?

Da soll noch jemand durchblicken: Die exakt gleiche Matratze vom selben Hersteller siehst Du im einen Prospekt als Gelschaum-Matratze, im anderen aber als Gel-Matratze. Wie kann das sein? Hat die etwa ein Alias? Was kann eine Matratze schon Schlimmes verbrochen haben, um einen Tarnnamen zu brauchen?! Deine eigene liegt schließlich immer nur faul auf dem Bett rum, wenn Du hinguckst! Ganz im Ernst: Es wird Zeit, Licht in diesen Gel-Dschungel zu bringen. Dürfen wir vorstellen: Das Gel(schaum)matratzen-ABC!

Das Original: Die echte Gelmatratze mit Gelfüllung

Gelschaummatratzen werden häufig als Gelmatratzen bezeichnet, obwohl das streng genommen gar nicht zutrifft. Eine echte Gelmatratze, manchmal auch Gelbett genannt, wird wie ein Wasserbett befüllt – allerdings nicht mit reinem Wasser, sondern mit einer geleeartigen Substanz aus mit Quellstoffen angedicktem Wasser. Bei einigen Modellen kann die Festigkeit des Gels auch nachträglich angepasst werden, um ein festeres oder weicheres Liegegefühl zu erreichen. Das klingt flexibel, ist aber in der Anschaffung ein kostspieliger Spaß, der in die Tausende gehen kann.

Gelmatratzen dieser Machart haben einen weiteren „schwer-wiegenden“ Nachteil: Mit ihrem Gewicht von rund 100 kg sind sie schon beim Lakenwechsel kaum durch eine Einzelperson zu bändigen. Zudem müssen die meisten Varianten der ursprünglichen Gel-Matratze elektrisch beheizt werden, um angenehme Schlaftemperaturen zu erreichen: In Zeiten der Klimaerwärmung eine ökologisch bedenkliche Technologie.

Dass Gelmatratzen kleine Diven sind, zeigt sich auch beim Einpassen ins vorhandene Bettgestell: Längst nicht jede Rahmenkonstruktion ist stabil genug, um eine in sich bewegliche, schwappende Gelmatratze dauerhaft im Zaum zu halten. Schlimmstenfalls bildet sich ein Leck, durch das Gel austreten kann. Das Flicken solcher Risse mittels Gelbetten-Reparatursatz funktioniert ähnlich gut wie bei Fahrradreifen: Eine Lösung für die Ewigkeit sieht anders aus...

Gut gemeint: Hybridmatratzen mit Gelschicht

Um die positiven Eigenschaften der Gelmatratze zumindest teilweise auf eine alltagstaugliche, besser handhabbare Matratze zu übertragen, griffen Matratzenhersteller in die Trickkiste: Ganz normale Matratzen wurden einfach um eine dünne, mit Gel gefüllte Auflage ergänzt. Ein Vorteil dieser Gelmatratze gegenüber der komplett mit Gel gefüllten Variante lässt sich nicht leugnen: Da ihr Matratzenkern aus Kaltschaum oder einer Federkern-Konstruktion besteht, ist ihre Stützwirkung höher als die einer puren Gelmatratze.

Gut gemeint – aber auch gut gemacht? Die aus werbepsychologischen Gründen meist blau eingefärbte Gelplatte konnte den Liegekomfort handelsüblicher Kaltschaum- oder Federkernmatratzen zwar wirklich leicht verändern, hatte jedoch einen entscheidenden Nachteil: Sie fühlte sich kalt an. Eine kühlende Matratze also... In tropischen Sommernächten hast Du Dir genau die schon oft gewünscht, oder? Da der IQ von Matratzen-Gel aber ungefähr dem von fünf Metern Feldweg entspricht, richtet sich das sture Zeug nicht nach den herrschenden Außentemperaturen. Auf gut Deutsch: Es kühlt. Immer. Leider auch bei sibirischen Minusgraden. Brrrrr!

Erfolgsmodell der Matratzenindustrie: Die moderne Gelschaummatratze

Glaubst Du an Zufälle? Nachdenklich stimmen könnte Dich die Tatsache, dass die Gelschaummatratze ganz zufälligerweise in dem Moment auf den Markt kam, als Matratzenhersteller und -händler immer schwerer zu kämpfen hatten. Ein übersättigter Absatzmarkt und unerbittliche Preiskämpfe zwischen Matratzendiscountern ließen die Umsatzkurve der Branche einknicken. Eine gut verkäufliche Version 3.0 der Gelmatratze musste her – und zu möglichst hohen Preisen schnell wieder raus, unter die Leute!

Just in dieser ausweglosen Lage kam die Gelschaummatratze daher – und wird seither als Lösung aller nur denkbaren Gesundheits- und Schlafprobleme vermarktet. Für die Gelschaum-Matratze wird festerer Schaumstoff, Kaltschaum, Latex oder Federkern einseitig mit einer nachgiebigen Gelschaum-Schicht versehen.

Reingeschaut: Der Aufbau einer typischen Gelschaummatratze

Die Mehrzahl der Gelschaum-Matratzen besteht aus vier Schichten: Dem Außenbezug, einem schützenden Polstervlies, einer wenige Zentimeter dicken Gelschaum-Platte sowie einer weiteren, dickeren Schicht aus Kaltschaum oder Taschenfederkern. Weit verbreitet sind 7-Zonen-Gelschaummatratzen, die vereinfachend auch als 7-Zonen-Gelmatratzen angeboten werden.

Wie bei allen zonierten Matratzen wird leider auch hier nicht berücksichtigt, dass Du Dich (wie nahezu jeder gesunde Mensch) im Schlaf bewegst - vermutlich liegst Du also nur selten genau so auf einer 7-Zonen-Gelschaum-Matratze, wie sich das der Produktentwickler ursprünglich vorgestellt hat. „Sieben Zonen sind schon deshalb kaum sinnvoll, weil unterschiedlich große Menschen jeweils mit anderen Körperpartien auf den einzelnen Zonen liegen“, sagt Dr. Holger Brackemann, Bereichsleiter Untersuchungen bei Stiftung Warentest.

Einige wenige Gelschaum-Matratzen bestehen übrigens ausschließlich aus Gelschaum, verzichten also auf einen formstabileren Unterbau. Sie haben zwar den Vorteil, dass Du sie beidseitig verwenden kannst – dafür ist ihre Stützkraft aber wesentlich geringer als bei kombinierten Modellen. Auch wenn die Story vom aufgeschäumten Gel ultracool klingt: Gelschaum ist im Grunde nur einer unter vielen Kaltschäumen. Worauf Du am bequemsten schläfst, sollte allein Dein Liegegefühl entscheiden.

Kleiner Kaufratgeber: Worauf Du bei Gelschaummatratzen achten solltest

Wie bei allen Matratzenarten gibt es auch bei Gelschaummatratzen gute und schlechte Modelle. Nachfolgend erläutern wir einige Kriterien, die Dir beim Matratzenkauf helfen können, die Spreu vom Weizen zu trennen: Wenn schon Gelschaum, dann aber richtig!

Die 7 wichtigsten Kauftipps für Gelschaummatratzen

  1. Das Raumgewicht (kurz RG) verrät die Qualität: Je höher die RG-Zahl, umso formstabiler und haltbarer sind Gelschaumschicht und Matratzenkern. Hochwertige Gelschaumplatten beginnen bei RG 50 – der Kaltschaumkern sollte dann mindestens RG 25 aufweisen. Höhere RG-Werte von bis zu etwa 85 (Gelschaum) bzw. 45 (Kaltschaumkern) sind ebenfalls erhältlich, allerdings auch kostspielig.
  2. Die Höhe der Gelschaum-Schicht sollte sich nach Deinen Schlafvorlieben richten. Sinkst Du gern tief und weich ein, darf der Gelschaum gerne 8 cm dick sein – magst Du mehr Gegendruck zur Unterstützung Deiner Muskeln und Gelenke, genügt vermutlich schon eine dünnere Gelschaum-Lage von 2 bis 5 cm. Auch schwere Schläfer fühlen sich auf einer dünneren Gelschaumplatte meist wohler.
  3. Manche Schläfer kommen sich auf Gelschaum-Matratzen wie eingegossen vor und kehren schließlich doch zu herkömmlichen Kaltschaummatratzen zurück. Betrachte vom Hersteller angegebene Härtegrade allenfalls als vage Wegweiser. Da Härtegrade nicht genormt sind, solltest Du selbst ausprobieren, was Du komfortabel findest.
  4. Hausstauballergie? Besonders dann solltest Du darauf bestehen, dass der Bezug Deiner neuen Matratze einen Rundum-Reißverschluss hat, abnehmbar und bei 60° C waschbar ist! Das Innenleben von Matratzen mit Gelschaum lässt Milben übrigens kaum eine Chance, sich einzunisten – vorausgesetzt, der Matratzenkern ist ebenfalls atmungsaktiv.
  5. 10 Jahre Haltbarkeits-Garantie und volles Rückgaberecht bei Nichtgefallen innerhalb eines festgelegten Zeitraums (üblicherweise 14 Tage, 1 Monat oder 100 Tage) sprechen für hochwertige Qualität. Ein ÖKO-TEX-Zertifikat nach Standard 100, Klasse 1 bestätigt die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Materialien.
  6. Lass Dich nicht verzonen: Für hohen Schlafkomfort brauchst Du nicht unbedingt eine 7-Zonen-Gelschaummatratze! Bei Labortests der Stiftung Warentest ließen sich häufig kaum Unterschiede zwischen den angeblichen Zonen messen. Wir empfehlen Dir: Nicht von Zonen und stylisch ungeraden Zahlen blenden lassen – lieber beim Probeliegen / Probeschlafen selbst fühlen, welche Matratze Dir am besten gefällt!
  7. Höher ist besser? Nicht unbedingt! Richtig ist, dass jede Matratze eine Mindesthöhe von etwa 15 cm haben sollte, damit der Unterbau beim Liegen nicht spürbar wird. Ein paar Zentimeter mehr können sicher nicht schaden – doch übertriebene Matratzendicken von mehr als 20 cm dienen eher als Verkaufsargument.

Für wen eignet sich eine Gelschaum-Matratze?

Wenn Du gern weich liegst und Matratzen magst, in die Du förmlich einsinkst, könnte eine Gelschaummatratze zu Dir passen. Die soft gepolsterte Gelschaum-Matratze bettet Seiten- und Rückenschläfer konturgenau ein, was sonst nur ausgeklügelte Kaltschaummatratzen wie die Matratzen von Snooze Project schaffen. Bei Bauchschläfern hingegen kommen Gelschaummatratzen an ihre Grenzen: Sie lassen deren Wirbelsäule zu tief einsinken, was auf Dauer zu Rückenproblemen führen kann.

Du schläfst unruhig und bist „nachtaktiv“? Dann könnte die Gelschaummatratze Deine Alternative zu einer Visco-Matratze sein. Während Viscoschaum-Matratzen gern störende Mulden bilden, sinkt Gelschaum zwar genauso flexibel ein, verfügt aber über eine hohe Rückstellkraft, die Dich beim nächtlichen Umdrehen sanft unterstützt. Ein Effekt, der sich zusammen mit der Nachgiebigkeit des Gelschaums wohl auch bei Gelenkbeschwerden, Muskelverspannungen, Rückenleiden, erhöhter Schmerzempfindlichkeit, Wundliegen (Dekubitus) oder Durchblutungsstörungen positiv auswirken kann –  das versprechen zumindest zahlreiche Anbieter.

Da Gelschaummatratzen meist offenporig und atmungsaktiv sind, profitierst Du als „Heißblüter“ von ihrer leicht kühlenden Wirkung – als „Frostbeule“ solltest Du Dich dagegen lieber anderweitig umschauen. Bei Hausstauballergie oder Asthma kannst Du die meisten Matratzen aus Gelschaum bedenkenlos verwenden: Ausreichend belüftet ist das Material nahezu resistent gegen Hausstaubmilben, Bakterien und Schimmel.

Draufgelegen: Vorzüge und Nachteile der Gelschaummatratze

Inzwischen weißt Du irre viel über Matratzen aus Gelschaum – und mit unserem Snooze Project Blog hast Du das Werkzeug, die Gelschaummatratze direkt mit den vielen anderen Matratzenarten wie Latexmatratzen, Matratzen mit Bonell-Federkern, Taschenfederkern oder Tonnentaschenfederkern sowie Schaumstoff-, Kaltschaum- und Viscomatratzen zu vergleichen. Einfachheitshalber haben wir nachfolgend Vorteile und Nachteile von Gelschaummatratzen im Überblick für Dich zusammengestellt.

Die wichtigsten Vorteile der Gelschaum-Matratze

  • Hohes Raumgewicht, dadurch strapazierfähig und langlebig
  • Punktelastische Druckentlastung durch tiefes Einsinken schwerer Körperpartien (günstig für Seitenschläfer und Wechselschläfer)
  • Hohe Rückstellkraft sorgt für Körperanpassung auch bei aktiven Schläfern
  • Bleibt bei jeder Temperatur elastisch
  • Atmungsaktiv, wirkt leicht kühlend und erzeugt ein trockenes Schlafklima
  • Mit einem bis 60° C waschbarem Bezug ideal für Allergiker
  • Auslaufsichere, energiesparende Wasserbett-Alternative
  • Viele Modelle eignen sich für jeden Lattenrost (auch verstellbaren oder elektrischen) und als Boxspring-Auflage

Wesentliche Nachteile von Gelschaum-Matratzen

  • Zu nachgiebig für Schläfer, die ein härteres Liegegefühl bevorzugen
  • Personen mit höherem Körpergewicht „hängen durch“ – vor allem in Bauchlage
  • Schwerer und unhandlicher als andere Kaltschaum-Matratzen
  • Hoher Anschaffungspreis im Vergleich zu reinen Kaltschaum-Matratzen
  • Manche Modelle erfordern einen Lattenrost mit schmalen Lattenabständen
  • Meist nicht atmungsaktiv genug zur Nutzung direkt auf dem Fußboden
  • Die ideale Dicke der Gelschaum-Schicht hängt von Körpertyp und Schlafgewohnheiten ab und ist schwierig herauszufinden
  • Bislang kaum Auswahl bei Sondermaßen, die von der Gelschaummatratze in 100x200, 140x200, 200x200 und anderen gängigen Größen abweichen
  • Ihr kühles, luftiges Schlafklima ist manchen Schläfern zu ungemütlich
  • Bei minderwertigen Gelschaummatratzen können Liegekuhlen mit schlafstörenden Wärmestaus entstehen
  • Kompliziert bei der Anschaffung, da neben den Eigenschaften der Gelschaum-Lage auch die des restlichen Matratzenkerns beachtet werden müssen

Fazit


Gelschaum-Matratzen: Nonplusultra oder nur ultrateuer?

Wenn Du Dich bereits über unsere Matratzen informiert hast, fragst Du Dich wahrscheinlich gerade, wieso die hochpreisigen Gelschaummatratzen eigentlich besser sein sollen: Schließlich kann die Snooze Project Matratze bei all den guten Eigenschaften nicht nur locker mithalten, sondern ist bedeutend vielseitiger und bringt Dir etliche zusätzliche Vorteile: Die gewissenhafte Herstellung bei einem Traditions-Fachbetrieb im Herzen Deutschlands, eine optimierte Ökobilanz dank kurzer Transportwege, die kostenfreie Lieferung bis an Deine Wohnungstür, geprüfte Schadstofffreiheit nach höchsten Standards...

Unser Appell: Teste und vergleiche, ehe Du unnötig zu viel Geld ausgibst! Während sich die schweren Gelschaum-Matratzen im Alltag häufig doch als unpraktisch entpuppen, empfinden die meisten Schläfer eine mittelharte, hochwertige Kaltschaummatratze wie unsere Snooze Project Matratze als dauerhaft komfortabel und zuverlässig. Ein extraweiches Liegegefühl lässt sich bei Bedarf auch nachträglich durch eine softe Matratzenauflage aus Gelschaum oder ebenfalls sanft einsinkendem, meist deutlich preisgünstigerem Viscoschaum erreichen.

Eins ist allerdings sicher: Ohne die Option zum unverbindlichen Probeschlafen bei Dir zuhause solltest Du heutzutage keine Matratze und auch keinen Topper mehr kaufen müssen. Der menschliche Körper braucht nach Expertenmeinung etwa 4 Wochen, um sich an eine neue Schlafunterlage zu gewöhnen. Nach 100 Tagen und Nächten Probeschlafen unter gewohnten Voraussetzungen und im eigenen Schlafzimmer kannst Du daher treffsicher selbst beurteilen, ob Deine neue Matratze wirklich zu Dir passt – und ob Du mit oder ohne Topper am bequemsten schläfst.

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