Deine Matratze von Milben befreien (reinigen): Tipps & Tricks

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Allgemein


Deine Matratze von Milben befreien – Allergene Spinnentierchen adé

Du wünschst Dir einen effektiven Matratzen Milbenschutz, um Deine Niesattacken während der wohlverdienten Nachtruhe endlich zu überwinden? Auch wenn sich wohl so mancher Putzteufel hygienische Matratzen ohne Milben herbeisehnt, bleibt dieser Wunsch ein Traum. Dennoch gibt es so manchen Trick, um Milben in Matratzen zu vernichten.

Während einige Verhaltensweisen – beispielsweise regelmäßiges Wechseln der Bettwäsche – durchaus Milben den Kampf ansagen, gibt es zahlreiche Empfehlungen, die unwirksam oder sogar schädlich sind. In diesem Zusammenhang sind beispielsweise Chemiekeulen à la Matratzen Milbenspray zu nennen, die nicht biologisch wirksam sind.

Um Deine Matratze von Milben zu befreien, kommt es auf ein facettenreiches Zusammenspiel verschiedener Tipps an. Dabei musst Du keinesfalls zu einer brillanten Putzfee 'metamorphosieren'. Eine gewisse Hygiene ist zwar unerlässlich, aber sie ist eben nur ein Puzzleteilchen, um Milben in Matratzen und Textilien zu verscheuchen.

Auch wenn es nicht funktioniert, Deine Matratze komplett milbenfrei zu bekommen, gibt es zahlreiche Tipps und Tricks, die wir Dir im folgenden Ratgeber ans Herz legen möchten. Von A wie Allergie über W wie Weltallpartikel bis hin zu Z wie Zoologie möchten wir mit Dir zusammen auf Milbenjagd gehen.

Was sind Milben? (Definition)

Obwohl Milben ganz sicher nicht zu den beliebtesten Haustieren gehören, hat jeder von uns welche daheim. Während Hund und Katze gezielt ins Haus geholt und gekuschelt werden, kommen Milben als ungebetene Gäste - ganz ohne Einladung und ohne jubelnden Applaus - in die eigenen vier Wände. In etwas nüchterner Betrachtung der Zoologie zählen die als kleine 'Bettmonster' verschrieene Plagegeister zur Kategorie der Spinnentiere.

Letztendlich handelt es sich bei Milben um ganz natürliche Mitbewohner, die genau wie die Luft zum Atmen zu unserer häuslichen Umgebung dazu gehören. Sie können weder Krankheiten übertragen noch sind sie ein Zeichen dafür, dass der hauseigene Putzteufel seine Leidenschaft für Hygiene über Bord geworfen hat. Milben in Matratzen sind einfach ähnlich wie das Amen in der Kirche eng miteinander verbunden und nicht trennbar.

Die 'Mini-Spinnen' haben eine vergleichsweise kurze Lebensdauer von zwei bis maximal vier Monaten. Milben haben es kulinarisch auf menschliche und tierische Hautschüppchen abgesehen. Darüber hinaus stehen auch Schimmelpilze auf dem Speiseplan hungriger 'Bett-Ungeheuer'. Mit ein bis zu zwei Gramm Hautschuppen - die jeder von uns pro Tag verliert -, können ca. 1,5 Millionen Spinnentierchen beköstigt werden.

Vorkommen und Auswirkung


Wie Milben entdecken?

Die unerwünschten Milben in einer Matratze zu erkennen, ist nicht möglich. Denn die Kleinstlebewesen sind mit bloßem Auge nicht sichtbar, da sie nur 0,1 bis 0,5 Millimeter groß sind. Es würde auch keinen Sinn machen, sie per Lupe zu suchen. An der Tatsache, dass sich die kleinen Spinnen bei uns allen im Bett und in sonstigen Textilien tummeln, gibt es nichts zu rütteln.

Anstatt auf die Suche bzw. auf Milbenjagd zu gehen, ist es das A und O, das unkontrollierte Vermehren der kleinen Tierchen in Schacht zu halten. Wie Dir das am besten gelingt, präsentieren wir Dir in den folgenden Abschnitten.

Welche Auswirkungen haben Milben?

Die Milbe selbst ist gar nicht das Problem, wenn es um Hygiene bzw. um allergische Reaktionen geht. Eine einzige Milbe produziert im Laufe ihres Lebens ungefähr das 200-fache ihres eigenen Gewichts an Exkrementen. Letztere sind das eigentliche Problem. Machst Du Dir bewusst, dass es sich Millionen von Milben in unseren Betten bequem gemacht haben, wird schnell klar, dass die Konzentration an Allergenen nahezu explodiert.

Für Personen, die nicht allergisch auf Milben reagieren, ist dies unproblematisch. Für Milben- und Haustauballergiker können die kleinen Spinnchen allerdings schnell zu nervigen Quälgeistern werden, die das Wohlbefinden und die Gesundheit drastisch einschränken können.

Wie entsteht Hausstaub eigentlich?

Die ausgeschiedenen Kotbällchen trocknen zunächst und zerfallen anschließend in kleinste Teilchen. An dieser Stelle wird klar, warum sich eine Milbenallergie nicht von einer Hausstauballergie abgrenzen lässt und als Hausstaub-Milbenallergie bekannt ist: nach dem Zerfallen verbinden sich die Exkremente mit dem Hausstaub, der sich facettenreich aus Millionen von Partikeln zusammensetzt. Dieses Sammelsurium aus winzigen Teilchen basiert auf Hautschuppen und Haaren von uns und unseren liebsten Vierbeinern.

Hinzu kommen Dreckpartikel, die wir mit den Schuhe ins Haus tragen. In diesem Zusammenhang ist neben Erde auch der Abrieb von Autoreifen, Bremsstaub und Mineralstaub zu nennen. Dazu gesellen sich Fusseln vom Fußboden, kleinste Textilpartikel der Kleidung und Abrieb von Sofa und Bett, die sich ganz natürlich während der Nutzung ablösen.

Zusätzlich gelangt beim Lüften Staub von draußen ins Haus. Dabei handelt es sich u. a. um Pilzsporen, Blütenstaub, Rußpartikel und Schwermetalle aus Auto-, Industrie- und Flugzeugabgasen. Vollendet wird das Repertoire durch zerbröselnde Blätter und zerfallende Insekten. Und als krönender Abschluss setzt sich der Hausstaub auch noch aus Salzkristallen der Ozeane, Saharastaub, Rußteilchen von Vulkanausbrüchen und aus Weltallpartikeln dank Atomexplosionen, abstürzenden Meteoriten und Sonnenwinden zusammen.

Allergien durch Haustaub & Milben

Nachdem sich die Milben mit dem Haustaub samt bekanntem allergenen Potential vereint haben, wird der milbenhaltige Staub - insbesondere während der Hausarbeit - ordentlich aufgewirbelt. Dabei steigt die Konzentration der Luft an allergenem Staub explosionsartig an, da das Gemisch beim Staubsaugen, Fegen oder beim Betten machen in die Luft gelangt. Während selbst gesunde Hausfrauen und Hausmänner beim Frühjahrsputz so mancher Niesattacke unterliegen, kann die Staubbelastung für Allergiker zu gesundheitlichen Risiken führen.

Da Milben nicht nur Feuchtigkeit – beispielsweise durch Nachtschweiß – sondern auch Temperaturen um die 25 °C lieben, vermehren sie sich besonders in den Sommermonaten. Mit Beginn der Heizperiode und der trockenen Luft sterben zwar zahlreiche Spinnentierchen ab, allerdings leiden gerade in dieser Zeit viele Allergiker unter gesundheitlichen Beschwerden. Wie kann das sein? Die Erklärung liegt in der Beobachtung, dass die Konzentration an Milbenkot im Herbst und Winter in den Matratzen besonders hoch ist.

Tipp: Um Abhilfe zu schaffen, bekommst Du unter Matratzen pflegen wertvolle Tipps zum optimalen Handling Deiner Matratze.

Welche Symptome rufen Milben & Hausstaub hervor?

Charakteristisch für eine Milben- und Hausstauballergie sind Atembeschwerden. Während Augenjucken, Niesen und ein dauerhafter Schnupfen zu den typischen Begleiterscheinungen gehören, kann es bei schwereren Formen neben Husten auch zu Atemnot und zu einem allergisch bedingten Asthma bronchiale kommen.

Tipps:

  • Falls Du unsicher bist, ob Deine Allergiebeschwerden auf Hausstaub oder Milbenkot basieren, solltest Du zunächst darauf achten, ob Du besonders während der Nacht und am Morgen unter heuschnupfenähnlichen Symptomen leidest
  • Ein zweites Indiz für eine mögliche Hausstaub- bzw. Milbenallergie ist das ganzjährliche Auftreten von Atemnot und Co.

Milben entfernen


Milben aus der Matratze loswerden & Milbenbefall effektiv vorbeugen

Es ist nicht möglich, die Matratze zu 100 Prozent von Milben zu befreien und Hausstaubmilben können nicht dauerhaft abgetötet können. In diesem Zusammenhang tummeln sich geschätzt ca. 2.000.000 Hausstaubmilben permanent in unserer Bettwäsche und in unseren Matratzen.

Auch wenn Du die Milben nicht nur durch regelmäßiges Putzen und Waschen allein über den Jordan schicken kannst, ist eine gewisse Hygiene wichtig, um die Vermehrung einzudämmen. Dass Du die Matratze nicht mal eben in die Waschmaschine stecken und reinigen kannst, versteht sich von selbst. Allerdings kannst Du deutlich profitieren, wenn Du beim Kauf einer neuen Matratze darauf achtest, dass sie – wie beispielsweise unsere Snooze Project Matratzen - einen bei 60 °C waschbaren Bezug besitzt.

Während es normalerweise ausreicht, den Matratzenbezug ein– bis zweimal pro Jahr zu waschen, sollten Allergiker den Bezug ca. drei- bis viermal pro Jahr in der Waschmaschine reinigen. Zusätzlich sind spezielle Schutzbezüge à la Matratzen Encasings gegen Milben empfehlenswert.

Tipp: Unter Matratzen reinigen findest Du informative Hinweise, wie Du Deine Matratze professionell reinigen kannst.

Um das Milbenwachstum und die Staubvermehrung zukünftig besser in Schacht zu halten, möchten wir Dir in der folgenden Übersicht noch final die wichtigsten Tricks mit auf den Weg geben, um allergische Beschwerden effektiv zu reduzieren.

Unsere 20 Tipps gegen Milben bzw. bei einer Hausstauballergie (Liste)

  1. die Matratze mit einem Encasing – einem milbendichten Bezug – verhüllen
  2. Oberbett & Kopfkissen ebenfalls per Encasing vor Milben schützen
  3. das Schlafzimmer regelmäßig lüften & dabei die Bettwäsche zur Seite legen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann
  4. im Schlafzimmer möglichst auf Staubfänger – beispielsweise offene Regale, Vorhänge, Velours und alte Teppiche in schwerer Qualität verzichten
  5. Teppiche & Polstermöbel regelmäßig mit speziellen Milbensprays in biologischer Qualität reinigen (kein chemisches Matratzen Milbenspray)
  6. Abwaschbare Sitzmöbel – zum Beispiel aus Kunstleder – favorisieren & so wenig Textilien wie möglich im Schlafzimmer verwenden
  7. beim Kauf von Oberbett, Bettwäsche, Kopfkissen & Bettlaken auf eine kochfeste Qualität von 95 °C achten & regelmäßig waschen
  8. Kuscheltiere von allergischen Kindern bei mindestens 60 °C waschen oder in der Kühltruhe von den Spinnentierschen befreien
  9. allergiefreundliche Staubsauger mit leistungsfähigem Hepa-Filter bevorzugen (Mehr Tipps siehe Matratzen absaugen)
  10. Staubbehälter des Staubsaugers regelmäßig leeren & den Filter wechseln
  11. bei stärkerem Schweiß - beispielsweise im Sommer - die Bettwäsche öfter wechseln
  12. die Bettwäsche regelmäßig waschen
  13. beim Kauf einer Matratze darauf achten, dass sie für Allergiker geeignet ist
  14. eine alte Matratze, in der sich Millionen von Milben tummeln können, durch ein neues Modell ersetzen
  15. spezielle Luftreiniger aus Hepa-Filter & Ionisator für Zuhause und im Büro regelmäßig wechseln
  16. die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer sollte bei maximal 60 Prozent – idealerweise bei 50 Prozent  - liegen
  17. den Bereich unterhalb des Bett regelmäßig mit speziellen Nass-Saugern reinigen oder feucht wischen
  18. den Matratzenbezug regelmäßig waschen bzw. kochen
  19. im Haus Turnschuhe & Co. vor der Tür oder im Flur ausziehen & Hausschuhe tragen, um Hausstaub zu reduzieren
  20. für eine möglichst kühle Temperatur unter 20 °C im Schlafzimmer sorgen
Tags: GESUNDHEIT

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  • Danke für die tollen Tipps!

    Ich finde es super, dass ihr einen Artikel über Milben veröffentlicht habt, da ich eine Staub/Milben-Allergie seit Kindesalter habe. Deswegen gucke ich auch immer wieder nach Alternativen, um die Allergieauslöser zu vermindern. Die Erklärungen und Tipps sind gut auf den Punkt gebracht. Danke!