Polster reinigen: Flecken & Schmutz effektiv beseitigen

Innenraum eines Wohnmobils mit einer gepolsterten Sitzbank - perfekt zum einfachen Reinigen der Polster -, kompakten Schränken, einem kleinen Teppich und einer Holzlattendecke. Durch die offenen Hecktüren fällt natürliches Licht in den Innenraum, der Fahrerbereich ist vorne sichtbar.

Aktualisiert von Marco am 7. Februar 2026
Veröffentlicht von Petra am 13. April 2024

Das Wichtigste in Kürze

  • Leichte Verschmutzungen wie Staub, Krümel und Tierhaare entfernst Du am besten regelmäßig mit der Polsterdüse Deines Staubsaugers.
  • Bei frischen Flecken ist schnelles Handeln entscheidend: Flüssigkeit sofort mit einem saugfähigen Tuch aufnehmen, dann je nach Fleckenart mit Natron, Speisestärke oder einer Natronlösung nachbehandeln.
  • Abnehmbare Bezüge mit Reißverschluss lassen sich bequem in der Waschmaschine reinigen. Bei fest angebrachten Bezügen helfen Hausmittel wie Gallseife, Natron oder Spülmittel gegen die meisten Flecken.
  • Für eine Tiefenreinigung eignet sich ein Waschsauger, den Du bei Drogerie- und Baumärkten oft ausleihen kannst. Eine professionelle Polsterreinigung lohnt sich vor allem bei empfindlichen Stoffen und hartnäckigen Verschmutzungen.
  • Regelmäßige Pflege verlängert die Lebensdauer Deiner Polstermöbel und sorgt für ein hygienisches Wohnklima.

Polster richtig reinigen: So wirst Du Flecken und Schmutz los

Ob beim Frühjahrsputz oder nach einem frischen Malheur: Irgendwann braucht jedes Polster eine Reinigung. Alltagsschmutz und frische Flecken sind meist schnell entfernt, während ältere Sofas und Sessel eher von einer gründlichen Auffrischung profitieren. Doch wie gehst Du gegen welchen Schmutz am effektivsten vor, und welche Fehler solltest Du bei der Polsterreinigung vermeiden?

Matratzen, Autositze, Polsterstühle, Wohnlandschaften und Campingpolster sind gemütlich und werden entsprechend stark beansprucht. Ihr knautschiges Innenleben aus Schaumstoff, gepaart mit einer atmungsaktiven, durchlässigen Hülle, macht Polster leider auch schmutzanfällig. Besonders Flüssigkeiten hinterlassen oft nicht nur außen Flecken, sondern werden wie von einem Schwamm aufgesaugt. Wie tief Schmutz eindringen kann, hängt nicht zuletzt vom Bezugsmaterial ab.

Textilbezüge sind in der Regel preisgünstiger als Leder, eignen sich für mehr Anwendungsbereiche und fühlen sich für viele Menschen angenehmer an. Wenn Du auf gesundheitlich fragwürdige Spezial-Imprägnierungen verzichten möchtest, wirst Du Flecken auf Dauer kaum verhindern können. Leder ist etwas weniger anfällig, erfordert bei Flecken jedoch eine Sonderbehandlung. Ob Stoff oder Leder: Damit Polster lange schön bleiben, solltest Du sie regelmäßig pflegen.

Sand, Krümel und Tierhaare: Leichte Verschmutzungen von Polstern entfernen

Alltägliche Verunreinigungen an Stoffpolstern entstehen fast von selbst. Frischen Staub oder trockene Schmutzarten wie Sand kannst Du meist problemlos abbürsten oder mit der Polsterdüse Deines Staubsaugers schonend entfernen. Universal-Polsterdüsen findest Du auch einzeln im Handel. Mach Deine Polster am besten zum Teil Deiner wöchentlichen Staubsaug-Routine: Viele Menschen reinigen ihre Polster gleich mit, wenn sie die restliche Wohnung durchsaugen.

Vorsicht, Monster-Krümel

Chips- oder Keksbrösel enthalten oft Pflanzenfette oder Butter. Damit sie auf dem Polsterbezug keine Flecken hinterlassen, solltest Du fetthaltige Krümel immer schnellstens wegsaugen!

Dass Tierhaaren nicht leicht beizukommen ist, wissen Katzen- und Hundefans längst. Bietest Du Deiner Fellnase einen festen Platz mit eigener Kuscheldecke an, bleibt die restliche Couch deutlich sauberer. Je nach Fellstruktur und -länge funktionieren Hilfsmittel wie Fusselroller, Klebeband, alte Feinstrümpfe, Gummihandschuhe, spezielle Tierhaarentferner oder nebelfeuchte Mikrofasertücher unterschiedlich gut. Hier geht Probieren über Studieren.

Wie reinigt man ein Sofa am besten?

Polster mit Textilbezug regelmäßig abzusaugen ist eine gute Basis, beseitigt aber vor allem oberflächliche Verschmutzungen. Die Reinigung unter Kissen und in Ritzen intensiv genutzter Sofas gestaltet sich kniffliger: In schwer zugänglichen Zwischenräumen sammeln sich Staub, Krümel und sogar kleine Gegenstände an. Abhängig von der Bauweise gibt manches Sofa einmal verschluckten Schmutz kaum mehr her.

Sofaritzen reinigen: 5 nützliche Hacks

  • Ein Staubsauger mit schmaler Fugendüse gelangt auch in enge Zwischenräume.
  • Weiche Bürsten oder Pinsel lösen Staub und festhängende Verschmutzungen. Danach nochmal absaugen.
  • Mit Druckluftsprays pustest Du Staub selbst aus den engsten Ritzen.
  • Umwickle Deine flach ausgestreckte Hand so mit Packband, dass die Klebefläche nach außen zeigt, und fahre damit durch den zu reinigenden Spalt.
  • Für besonders unzugängliche Stellen helfen Zahnstocher, Wattestäbchen, Schaschlikspieße, Lineale oder Grillzangen.

Akute Malheurs und frische Flecken: Jetzt schnell reagieren!

Beim Prosten zu heftig angestoßen oder das „Fußbad“ unter der Teetasse nicht bemerkt? Bei verschütteten Flüssigkeiten ist promptes Handeln der wichtigste Schritt zu einem fleckenlosen Stoffbezug. Am besten hältst Du für solche Fälle ein sauberes, fusselfreies Baumwolltuch (etwa eine Mullwindel) griffbereit: Sofort auf den Fleck legen und mit der flachen Hand aufdrücken, um möglichst viel Flüssigkeit aus Polster und Stoff herauszusaugen.

Dein weiteres Vorgehen richtet sich nach der Art des Flecks. Fettflecken solltest Du sofort mit pulverförmigen Hausmitteln wie Speisestärke, Babypuder oder Natronpulver bestreuen. Gegen wässrige Flecken hat sich eine Lösung aus destilliertem Wasser und Natron bewährt, am besten in einer praktischen Sprühflasche: Einfach dünn auf den Fleck sprühen, kurz mit tupfenden Bewegungen einarbeiten und direkt wieder mit einem saugfähigen Tuch trockentupfen.

In beiden Fällen heißt es nun warten: Pulver auf Fettflecken am besten über Nacht einwirken lassen und am Folgetag abbürsten oder wegsaugen. Mit Natronlösung behandelte Flecken einfach einige Stunden trocknen lassen. In einer Sprühflasche hält sich Natronlösung mehrere Wochen. Nach dem folgenden Rezept angerührt eignet sie sich auch zum Vorbehandeln Deiner Wäsche. Die Zutaten bekommst Du in jedem Drogeriemarkt und vielen Supermärkten.

SOS-Fleckenspray auf Natronbasis – aus nur 2 Zutaten:

  • 500 ml destilliertes Wasser
  • 1 gehäufter Teelöffel Natron

Und so geht’s: In einem Messbecher die 500 ml destilliertes Wasser abmessen. Den gehäuften Teelöffel Natronpulver zugeben und verrühren, bis sich alles gelöst hat. In eine Sprühflasche füllen. Fertig!

Hartnäckige Flecken auf dem Polster? So gehst Du vor

Ist der Staub erstmal entfernt, sehen Polster gleich viel besser aus – doch manchmal kommen erst jetzt alte Flecken zum Vorschein. Eingetrocknete Flecken auf dem Stoff sind besonders ärgerlich, denn sie lassen sich deutlich schwieriger entfernen als frische.

Jetzt willst Du vor allem 3 Ziele erreichen:

  • Keine Zeit mit sinnlosen Versuchen verschwenden
  • Den Fleck möglichst restlos beseitigen
  • Den Bezug dabei schonen

Durchdachte Polster wie die von Snooze Project machen Dir das Leben leicht: Ihre Stoffbezüge kannst Du dank Reißverschluss abnehmen und bequem in der Waschmaschine waschen. Die Bezüge und Schäume sind nach OEKO-TEX Standard 100 Klasse 1 zertifiziert – dem strengsten Prüfstandard, der auch für Babyartikel gilt. Beachtest Du die Waschsymbole auf dem eingenähten Pflegeetikett, kann nichts schiefgehen: Ab in die Maschine, und der Fleck ist Geschichte.

Manche Flecken erfordern trotzdem eine Vorbehandlung. Blutflecken weichst Du vorab besser in kaltem Wasser ein, denn Blut enthält Eiweiß, das bei Wärme gerinnt und sich dann kaum noch lösen lässt. Gegen farbstoffhaltige Flecken wie Obstsaft, Rotwein oder Tomatensoße hilft eine Vorbehandlung mit bleichenden Hausmitteln wie Essig oder Zitronensaft. Als bewährter Allrounder gegen Flecken aller Art gilt auch Gallseife: Die enthaltenen Salze, Enzyme und Säuren lösen fett- und eiweißhaltige Verschmutzungen genauso gut wie farbstoffhaltige Flecken.

Bei Polstermöbeln mit fest angebrachtem Bezug ist besondere Vorsicht angesagt: Hier ist die richtige Vorbereitung entscheidend für eine erfolgreiche Fleckentfernung. Zunächst solltest Du herausfinden, womit Dein Sofa bezogen ist: Während manche Gewebe sehr pflegeleicht sind, erfordern andere spezielle Reinigungsmethoden.

Vorsicht bei der Reinigung von Lederpolstern

Fettlösende Reinigungsmittel, die Flecken aus vielen Stoffen problemlos entfernen, können Lederbezüge brüchig machen! Greife besser gleich zu Spezialmitteln aus dem Fachhandel.

Wenn Dich Hausmittel nicht weiterbringen, findest Du bei Drogeriemärkten spezielle Polsterreiniger. Multi-Produkte sollen auch Flecken aus Teppichen und Vorhängen entfernen – ausdrückliche Polsterreiniger sind aber gezielter auf die Problemzone Polster abgestimmt. Viele enthalten neben waschaktiven Substanzen auch schonende Sauerstoffbleiche. Sie entfernen Schmutz nicht nur, sondern sollen auch Farben auffrischen und vor erneuter Verschmutzung schützen.

Starte immer mit dem schonendsten Fleckentferner, und gehe nur bei Misserfolg zur nächststärkeren Variante über. Der Traditionshersteller Dr. Beckmann empfiehlt für den Einsatz seiner Fleckenmittel, vorab Farbechtheit und Materialverträglichkeit an einer unauffälligen Stelle zu testen. Dieser goldenen Regel solltest Du auch dann folgen, wenn Du textile Polsterbezüge mit scheinbar harmlosen Hausmitteln wie Natron, Soda oder Kernseife behandelst.

Flecken aus Polstern entfernen: Weitere hilfreiche Tipps

  • Herstellerangaben beachten: Prüfe das Material und informiere Dich über seine Eigenschaften.
  • Keine harten Bürsten verwenden: Arbeite lieber mit einem sauberen, weichen Schwamm oder Baumwolltuch.
  • Wische zum Reinigen samtiger Bezüge immer gegen den Strich.
  • Verwende auf Polstern nie fetthaltige Reinigungsmittel – auch sie hinterlassen Flecken.
  • Weiche ältere Flecken vorher gründlich ein. Sprudelwasser funktioniert dafür meist gut.
  • Nimm ansonsten immer destilliertes Wasser: Es hinterlässt keine Kalkflecken.
  • Tupfe Schmutz ohne Reiben vorsichtig ab, damit er nicht tiefer ins Polster gelangt.
  • Behandle Flecken stets von außen nach innen, damit sie nicht noch größer werden.
  • Reinige im Zweifelsfall die gesamte Fläche von Naht zu Naht – so vermeidest Du Ränder und Wasserflecken.
  • Ältere Couches lieber großflächig reinigen, sonst bleiben Farbunterschiede sichtbar.
  • Nimm überschüssige Feuchtigkeit durch vorsichtiges Drücken mit einem trockenen Tuch oder mit Küchenpapier sofort wieder ab, um die Trocknung zu beschleunigen.

So reinigst Du Deine Polster mit einem Waschsauger

Der fleckige Bezug Deiner Couch lässt sich nicht abnehmen – oder ist schon so angegraut, dass die ursprüngliche Farbe gar nicht mehr richtig zur Geltung kommt? Wenn sonst nichts mehr hilft, kannst Du an vielen Polstern selbst eine Tiefenreinigung durchführen. Das ist preisgünstiger, als Du vermutlich denkst, und erzielt oft erstaunlich gute Ergebnisse. Steht sonst nur der Weg auf den Sperrmüll zur Wahl, ist es den Versuch immer wert.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Mit einem haushaltsüblichen Dampfreiniger lassen sich Polster höchstens auffrischen. Bezugsstoffe wie Velours können hitzeempfindlich sein. Außerdem könnte auch der innenliegende Schaumstoffkern durch den heißen Dampf beschädigt werden. Deshalb raten sogar Dampfreiniger-Hersteller wie Kärcher, Flecken aus Polstern und Matratzen besser mit einem Waschsauger zu entfernen.

Porentief reine Polster ohne teuren Fachbetrieb: Mit einem Waschsauger bekommst Du das auch selbst hin. Das Sprüh- und Absaugsystem solcher Geräte beseitigt sogar eingesickerte Flüssigkeiten und ähnlich hartnäckige Verschmutzungen. Das Prinzip: Wasser wird mit einem Spezialreiniger versetzt, aus dem Tank unter hohem Druck ins Polster gespritzt und mitsamt dem Schmutz wieder abgesaugt.

Für eine Auffrischungsaktion musst Du nicht gleich einen Waschsauger kaufen: Unter der Bezeichnung „Teppichreiniger“ kannst Du ihn bei Anbietern wie Rossmann und dm ausleihen, sofern Du dort das passende Reinigungsmittel kaufst. Da die Nass-Sauger sehr begehrt und zudem oft in Reparatur sind, solltest Du Dich vorab bei Deiner Filiale erkundigen, ob und wann das Gerät zur Verfügung steht.

Tipp: Angebote vergleichen lohnt sich

Anders als bei Drogeriemärkten brauchst Du bei Baumärkten keine teure Reinigungsflüssigkeit zu kaufen – dafür ist der Teppichreiniger-Verleih dort üblicherweise kostenpflichtig. Eine Kaution musst Du bei Abholung des reservierten Geräts meist auch hinterlegen, bekommst diese bei Rückgabe aber zurück.

Professionelle Polsterreinigung: Was Du darüber wissen solltest

Du hast keine Zeit, Dein Sofa selbst zu reinigen, oder überlässt diese Aufgabe lieber Fachleuten? Besonders bei empfindlichen Stoffen, wertvollen Möbeln oder extrem hartnäckigen Flecken ist es sinnvoll, eine professionelle Polsterreinigung in Betracht zu ziehen. Je nach Bedarf und Art der Verschmutzung wählen die Profis zwischen verschiedenen Reinigungsmethoden.

Gängige Methoden der professionellen Polsterreinigung:

  • Trockenreinigung: Schonende Methode ohne Durchnässung, gut für empfindliche Polster. Bei starken, tiefsitzenden Verschmutzungen allerdings nicht wirksam genug.
  • Dampfreinigung: Sehr effektive Fleckentfernung, desinfiziert und beseitigt Gerüche. Leider nicht für alle Polstermaterialien geeignet.
  • Sprühextraktion: Entfernt auch tiefsitzenden Schmutz, Allergene und Gerüche. Bei fehlerhafter Durchführung können Shampoo-Rückstände im Polster zurückbleiben.
  • Ozonbehandlung: Aktiver Sauerstoff (O3) tötet Bakterien, Pilze, Viren und Milben ab und erreicht auch schwer zugängliche Stellen. Neutralisiert selbst starke Gerüche. Allerdings ist Ozon kurzzeitig giftig und gesundheitlich umstritten, da es Atemwege reizen kann. Zudem kann es die Alterung von Kunststoff und Gummi beschleunigen.

Auch bei professionellen Polsterreinigungs-Betrieben herrscht häufig Fachkräftemangel. Achte deshalb darauf, dass die Reinigungsfachkraft das Material Deiner Polstermöbel kennt und die richtige Methode wählt. Einige Stoffe sind empfindlich und erfordern eine spezielle Behandlung. Frage umgehend nach, falls Dir Zweifel an der Kompetenz kommen.

Wähle nur zertifizierte Reinigungsunternehmen mit nachgewiesener Erfahrung in der Polsterreinigung. Bundesweit agierende Onlineanbieter schneiden in Kundenrezensionen oft eher mittelmäßig ab. Vor angeblichen Sonderangeboten in Wurfsendungen und Hochglanzflyern warnt sogar die Polizei ausdrücklich: Hier droht Dir Abzocke! Frage lieber bei Deiner örtlichen Handwerkskammer nach seriösen, regional ansässigen Fachbetrieben.

Wenn Du den Polsterreinigungsbetrieb Deines Vertrauens gefunden hast, zeige hartnäckige Verschmutzungen und Problemstellen vorab der Reinigungsperson. Vergiss nicht, die voraussichtliche Trocknungszeit nach der Reinigung zu erfragen. So stellst Du bei Zeitdruck sicher, dass Du Deine Möbel rechtzeitig wieder nutzen kannst.

Erkundige Dich auch nach Möglichkeiten einer anschließenden Imprägnierung oder Versiegelung. Manche Bezugsmaterialien lassen sich so gut vor zukünftigen Malheurs schützen und verschmutzen weniger schnell. Besonders wichtig: Kläre schon vorher die Gesamtkosten! Gibt es einen versteckten Mindestpreis? Und was geschieht, falls Du nicht zufrieden bist?

Hausmittel: Womit lassen sich Polster reinigen?

Eine professionelle Reinigung kann Deine Polstermöbel pflegen und ihre Lebensdauer verlängern – ist aber auch aufwendig und nicht ganz billig. Wenn Du Couch oder Sessel schnell und preisgünstig selbst von Flecken befreien willst, sind Hausmittel die naheliegende Lösung. Viele davon findest Du vermutlich in Deinem Putz- oder Küchenschrank – und dort schlummert echtes Potenzial!

Gegen Flecken und Schmutz in Polstern: 10 beliebte Hausmittel

  • Natron (oder Backpulver): Hilft gegen Gerüche, Öl- und Fettflecken sowie leichte Flecken wie Getränkespritzer. Etwas Natronpulver aufstreuen oder bei eingetrockneten Flecken eine mit wenig Wasser angerührte Natronpaste verwenden. Einige Stunden oder über Nacht einwirken lassen, danach abbürsten oder absaugen.
  • Natron und Essig: Wirksam gegen hartnäckige Flecken wie Urin, Stockflecken und unangenehme Gerüche. Natron mit wenig Essig zu einer Paste verrühren, auf den Fleck auftragen, komplett trocknen lassen und abbürsten.
  • Salz: Bekämpft Rotwein-, Kaffee- und Teeflecken. Den frischen Fleck dick mit Salz bestreuen und einige Stunden einwirken lassen, bevor Du es vorsichtig absaugst.
  • Spülmittel: Stark gegen allgemeine Verschmutzungen und Fettflecken. Einige Tropfen mildes Handspülmittel in lauwarmes Wasser geben, den Fleck damit betupfen und die Feuchtigkeit mit einem trockenen Tuch aufsaugen.
  • Glasreiniger (oder mit Wasser verdünnter Spiritus): Wirksam gegen Fettflecken, „speckige“ Ränder, hartnäckigen Schmutz und Schimmel. Auf den Fleck sprühen, kurz einwirken lassen und von außen nach innen mit einem sauberen Tuch abwischen.
  • Gallseife: Bewährtes Allroundmittel gegen Blut-, Fett-, Gras- und farbstoffhaltige Flecken. Sanft auf den Fleck auftragen, einige Minuten einwirken lassen und mit einem feuchten Schwamm wegtupfen.
  • Rasierschaum: Geheimwaffe bei Fett- und Make-up-Flecken, beliebt auch für die Reinigung von Autositzen. Wenig Rasierschaum auftragen, einige Minuten einwirken lassen und Reste gründlich mit einem feuchten Tuch abnehmen.
  • Speisestärke, Babypuder oder Trockenshampoo: Optimal gegen Fettflecken aller Art. Fleck bestreuen oder besprühen, mehrere Stunden oder über Nacht einwirken lassen und das Pulver mitsamt dem Fett absaugen.
  • Essig: Entfernt Kaffee-, Tee-, Rotwein- und Schweißflecken. Wasser und Essig im Verhältnis 1:1 in einer Sprühflasche mischen, auf den Fleck sprühen und mit einem sauberen Tuch abtupfen.
  • Zitronensaft: Bleicht farbstoffhaltige Flecken wie Rotwein, Frucht- und Gemüsesäfte. Etwas Zitronensaft auftragen, einige Minuten wirken lassen und abtupfen.

Tipp vom Snooze Project Team

Haarspray gegen Kugelschreiberflecken – das funktioniert tatsächlich, kann aber klebrige oder glänzende Stellen hinterlassen. Besser ist reines Isopropanol (Isopropylalkohol): Damit löst Du die Tinte von Kulis und Permanentschreibern rückstandsfrei aus Polstern. Auch bei Harz- und Klebstoff-Flecken einen Versuch wert!

Mit Hausmitteln und etwas Ausdauer kannst Du viele Verschmutzungen und Gerüche selbst aus Polstern beseitigen. Manche Flecken lassen sich aber leider nicht vollständig entfernen. Auch bei sehr empfindlichen Bezugsstoffen oder Leder kann eine professionelle Reinigung die bessere Alternative sein. Eingetrocknetem Schmutz beugst Du effektiv vor, indem Du Couch oder Sessel regelmäßig auf Flecken kontrollierst.

Regelmäßig Polster reinigen: Warum das wichtig ist

Staub und Flecken können sich im Bezug festsetzen und ihn mit der Zeit unansehnlich machen. Durch reibende Bewegungen beim Sitzen werden Schmutzpartikel auf Stoffbezügen sogar nach innen durchgedrückt. Dort bilden sie den Nährboden für Hausstaubmilben und können die Alterung der Polstermaterialien beschleunigen. Mit der regelmäßigen Reinigung Deiner Polstermöbel erhältst Du also nicht nur deren Optik, sondern verlängerst auch ihre Haltbarkeit.

Wie häufig Du Polster reinigen solltest, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Nutzungsintensität: Je häufiger ein Polster benutzt wird, desto öfter sollte es gereinigt werden. Ein täglich von mehreren Personen genutztes Wohnzimmersofa verschmutzt schneller als ein selten beanspruchter Sessel im Gästezimmer.
  • Haustiere und Kinder: Hunde, Katzen und kleinere Kinder hinterlassen Haare, Krümel und gelegentlich auch Flüssigkeiten. In solchen Haushalten lohnt sich eine häufigere Kontrolle und Reinigung der Polstermöbel.
  • Einsatzbereich: Polster im Wohnmobil verschmutzen meist schneller als in Wohnräumen, weil sie beim täglichen Umbau intensiv beansprucht werden und auf engem Raum fast zwangsläufig mit schmutziger Outdoor-Kleidung in Berührung kommen.
  • Umweltfaktoren: Rauchen in Innenräumen oder die Nähe zu stark befahrenen Straßen lassen Polstermöbel schneller vergilben oder vergrauen. Klebrige Inhaltsstoffe wie Teer und Ruß bewirken, dass sich auch Staub und Allergene wie Blütenpollen fester ins Gewebe setzen.
  • Material und Design des Bezugs: Verschiedene Materialien erfordern unterschiedliche Reinigungsmethoden und -häufigkeiten. Manche Stoffe und Farben sind anfälliger für Flecken oder Gerüche. Besonders praktisch sind abnehmbare Bezüge, die Du einfach in die Waschmaschine stecken kannst.

Wenn Du Dein Sofa bei der wöchentlichen Putzroutine mit Polsteraufsatz und Ritzendüse absaugst und Flecken sofort behandelst, genügt es in der Regel, es alle 6 bis 12 Monate gründlicher zu reinigen. WDR-Haushaltsexpertin Yvonne Willicks rät im Rahmen ihrer Tipps für den Frühjahrsputz, Sofa und Sessel vorzuschieben, von allen Seiten abzusaugen und abnehmbare Bezüge regelmäßig in der Waschmaschine zu waschen.

Mit regelmäßiger Polsterpflege trägst Du sogar zur Nachhaltigkeit bei: Bleiben Couch, Sessel und Polsterteile länger ansehnlich, musst Du sie nicht so früh ersetzen. Das spart Ressourcen und reduziert den herstellungs- und transportbedingten CO2-Ausstoß.

Clever ist auch, schon beim Kauf neuer Polstermöbel ans leichte Reinigen zu denken. Moderne Modul-Sitzmöbel lassen sich nach Belieben auseinandernehmen und sind dadurch besonders reinigungsfreundlich. Auch bei den Snooze Project Polstern nach Maß ist die einfache Reinigung von Anfang an mitgedacht: Alle Bezüge sind dank Reißverschluss abnehmbar und waschbar – für mehr Hygiene und mehr Wohlfühlen.

Geruch aus Polstern entfernen: Das kannst Du tun

Wenn Polstermöbel plötzlich unangenehm riechen, liegt das nicht immer an mangelnder Sauberkeit. Chemisch-stechende Ausdünstungen bei ganz neuen Sofas sind kein seltenes Phänomen. Ausgiebiges, mehrtägiges Lüften hilft meist schon dagegen. Störende Gerüche entstehen auch bei zu hoher Luftfeuchtigkeit im Raum. Ein penetranter Kellergestank kann auf Schimmelbefall hindeuten – dann solltest Du die Reinigung besser Profis überlassen.

Tipp: Schimmelgeruch vorbeugen

Wenn Du beim Aufstellen Deiner Polstermöbel einige Zentimeter Platz zur Wand lässt, kann eventuelle Kondensfeuchtigkeit besser verdunsten und Schimmel findet keinen Nährboden.

In vielen Fällen entstammen muffig-dumpfe Gerüche aber tatsächlich einer Mischung aus Schweiß, Haut- und Haarfetten, Parfüm, Kosmetik, alten Flecken und Staub. Bei häufig genutzten Polstern sind übelriechende Alltagsverschmutzungen ganz normal – besonders in Haushalten mit Kleinkindern oder Tieren. Raumdeos oder ähnliche Mittel helfen nur selten dauerhaft: Solange Du die Ursachen nicht beseitigst, kommt der Geruch meist immer wieder durch.

Sauge betroffene Sofas oder Sessel also zuerst von allen Seiten ab, säubere gründlich sämtliche Ritzen und entferne sichtbare Flecken und Anhaftungen. Erzielst Du damit noch nicht den erhofften Erfolg, helfen die folgenden Tipps zur Geruchsneutralisierung. Denke auch hierbei daran, das Mittel Deiner Wahl zunächst an einer unauffälligen Stelle zu testen!

Geruch aus Polstern entfernen: Bewährte Methoden und Hausmittel

Zum Thema Geruchsbeseitigung kursieren zahlreiche Tipps. Viele sind durchaus einen Versuch wert – andere taugen jedoch nichts oder können Deine Polstermöbel schlimmstenfalls sogar beschädigen. Es lohnt sich also, Ratschläge vor dem Loslegen zu prüfen.

Von Zitronen- oder Essigwasser für Polster raten wir Dir ausdrücklich ab: Erstens bekämpfst Du den Gestank so nur oberflächlich, und zweitens kann die bleichende Wirkung der Säuren den Stoff beschädigen. Laut dem Umweltbundesamt können die in derartigen Lösungen enthaltenen organischen Nährstoffe außerdem das Wachstum von geruchsverursachendem Schimmel fördern, statt ihn zu beseitigen. Wähle zum Einsprühen lieber die weiter oben beschriebene Natronlösung.

Stinkende Polster: Empfehlenswerte Methoden und Geruchskiller

  • Lüften: Essens- und Partygerüche verschwinden oft schon, wenn Du den Raum über Nacht gründlich lüftest – am besten bei weit geöffnetem Fenster. Sauerstoffreiche Außenluft und Sonnenlicht beschleunigen die Zersetzung vieler Verschmutzungen. Aufgrund der Bleichkraft der Sonne nur für sehr helle Polster und garantiert lichtechte Bezüge geeignet!
  • Natronpulver: Löst Geruchsprobleme, indem es Feuchtigkeit aufnimmt und Bakterien sowie Hausstaubmilben bekämpft. Für ein Zweisitzer-Sofa ca. 200 g Natronpulver gleichmäßig auf dem Bezug verteilen, über Nacht einwirken lassen und gründlich absaugen.
  • Gemahlener Kaffee: Großzügig auf die Couch streuen, einige Stunden einwirken lassen und absaugen. Der wahrnehmbare Kaffeeduft verschwindet bald von selbst. Nicht auf sehr hellen oder empfindlichen Stoffen anwenden!
  • Rosenwasser: Überlagert den Geruch durch den eigenen, angenehmen Duft. Mit ca. 50 cm Abstand dünn aufsprühen und trocknen lassen.
  • Katalyselampe: Überdeckt Gerüche nicht, sondern zerstört dank eines speziellen Brenners die verantwortlichen Moleküle. Einfach in der Nähe des Polsters verwenden, bei Bedarf wiederholen. Brandgefahr beachten! Mit duftenden oder geruchsneutralen Flüssigkeiten erhältlich.
  • Geruchsentferner mit Tensiden, Enzymen oder Mikroorganismen: Meist gezielt abgestimmt auf bestimmte Gerüche wie Tier-Urin. Nutzung je nach Herstelleranweisung. Oft etwas teurer, in hartnäckigen Fällen oder für Tierhaushalte aber durchaus sinnvoll.

Febreze und Co.: Was können Textil-Erfrischer wirklich?

Im Drogeriemarkt bekommst Du sogenannte Textilerfrischer. Die Sprays sollen Gerüche in nicht waschbaren Textilien neutralisieren – auch in Polsterbezügen. Textilerfrischer enthalten Cyclodextrin, einen Mehrfachzucker aus ringförmigen Molekülen. Cyclodextrin bindet chemische Substanzen, die unangenehme Gerüche verursachen: Es schließt unerwünschte Geruchsmoleküle in seinem Hohlraum ein und hinterlässt im Idealfall nichts als Frische.

Trotzdem stehen Textilerfrischer immer wieder in der Kritik. Der Inhaltsstoff Cyclodextrin selbst gilt als unbedenklich – er ist als Lebensmittelzusatzstoff E 459 sogar in der EU zugelassen. Viele Produkte sind allerdings stark parfümiert, wodurch sie in seltenen Fällen Allergien auslösen können. Das Risiko ist jedoch gering, da sich Textilerfrischer als wässrige Lösungen sehr rasch aufs Gewebe legen und nur kurz in der Raumluft schweben.

Die Wirkung solcher Geruchsentferner hat allerdings Grenzen: Nicht wenige Online-Rezensionen unterschiedlicher Textilerfrischer beklagen, dass der Gestank nach einigen Stunden bis Tagen wieder durchgekommen sei. Gerade bei Polstern wirken die Sprays oft nur oberflächlich. Dennoch können die Produkte sinnvoll sein: zum Beispiel als schneller Frischekick fürs Sofa, wenn sich spontan Besuch ankündigt.

Fazit

Polster sauber und frisch zu halten ist kein Hexenwerk – erfordert aber die richtigen Methoden zur richtigen Zeit. Leichte Verschmutzungen beseitigst Du mit regelmäßigem Staubsaugen, frische Flecken mit schnellem Handeln und bewährten Hausmitteln. Bei hartnäckigen Verschmutzungen helfen Waschsauger oder professionelle Reinigungsdienste. Am einfachsten machst Du es Dir mit abnehmbaren, waschbaren Bezügen, wie sie die Snooze Project Polster nach Maß bieten. So bleiben Deine Polstermöbel lange einladend – und Du genießt ein sauberes, hygienisches Zuhause.

FAQ

Eine wöchentliche Grundreinigung mit dem Staubsauger (inklusive Polsterdüse und Ritzendüse) ist empfehlenswert. Eine gründlichere Reinigung ist in der Regel alle 6 bis 12 Monate sinnvoll. Bei Haustieren, Kindern oder intensiver Nutzung kann ein kürzerer Rhythmus nötig sein.

Das hängt von der Fleckenart ab. Natron ist ein guter Allrounder gegen leichte Flecken und Gerüche. Gallseife wirkt zuverlässig gegen Fett-, Eiweiß- und Farbstoffflecken. Salz eignet sich besonders bei frischen Rotwein- oder Kaffeeflecken. Grundsätzlich gilt: Immer mit dem schonendsten Mittel beginnen und vorher an einer unauffälligen Stelle testen.

Nur wenn die Bezüge abnehmbar sind und das Pflegeetikett eine Maschinenwäsche erlaubt. Snooze Project Polster sind mit einem Reißverschluss ausgestattet, sodass Du den Bezug einfach abnehmen und waschen kannst. Beachte dabei immer die Waschsymbole auf dem Etikett.

Essig bekämpft Gerüche nur oberflächlich und kann den Bezugsstoff durch seine bleichende Wirkung beschädigen. Laut Umweltbundesamt können die organischen Nährstoffe in Essiglösungen sogar das Wachstum von Schimmel fördern. Natronpulver oder eine Natronlösung sind die bessere Wahl.

Bei empfindlichen Stoffen, wertvollen Möbeln oder sehr hartnäckigen Verschmutzungen kann eine professionelle Reinigung sinnvoll sein. Achte auf zertifizierte, regional ansässige Fachbetriebe und kläre vorab die Kosten, die eingesetzte Methode und die Trocknungszeit. Deine örtliche Handwerkskammer kann seriöse Anbieter empfehlen.

Für die Polsterreinigung ist ein Waschsauger deutlich besser geeignet. Dampfreiniger können Bezugsstoffe wie Velours beschädigen und auch den Schaumstoffkern durch die Hitze in Mitleidenschaft ziehen. Der Waschsauger sprüht Reinigungsflüssigkeit ins Polster und saugt sie mitsamt dem Schmutz wieder ab – das ist schonender und gründlicher.

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