7 Tipps gegen Weihnachtsstress

Weihnachtsstress vermeiden: Unsere Tipps

Aktualisiert am 5. Mai 2022
Veröffentlicht am 15. Dezember 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Menschen empfinden die Weihnachtszeit laut Umfragen als stressig und belastend
  • Auch Weihnachtsstress aktiviert das Stress-System des Menschen 
  • Das bedeutet: Das Herz-Kreislauf-System wird aktiviert, die Nebennieren schütten Adrenalin und Cortisol aus und die Muskeln spannen sich an
  • Viele Menschen leiden in Stresssituationen auch unter Schlafmangel

Wir haben für Dich 7 Tipps zusammengestellt, mit denen Du die Feiertage gelassen angehen kannst. 

Weihnachtsstress vermeiden und besser schlafen

Weihnachtszeit – die schönste Zeit des Jahres. Entspannt sehen wir dem Jahresende entgegen. Besinnlich, bewusst und beglückt. Eine schöne Vorstellung. Doch bei vielen Menschen ist das weit entfernt von der Realität. Sie erleben die Weihnachtszeit als besonders stressig und geben in Umfragen an, dass sie ausgerechnet die besinnlichen Weihnachtstage als belastend für ihre Lebensqualität empfinden. Darunter leidet auch der Schlaf. Was also tun gegen den Weihnachtsstress und wie für besseren Schlaf sorgen. Wir betrachten das Phänomen und geben praktische Tipps.

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Stress – eine Krankheit unserer Zeit?

Wer kennt sie nicht: Situationen, in denen wir überlastet sind. Ob beruflich oder privat, wir reagieren gereizt, werden nervös und hektisch. Alles ist unter Strom. Das harmonische Gleichgewicht ist gestört. An- und Entspannung befinden sich in einem unguten Verhältnis. Die Ruhe nach der Aktivität will sich einfach nicht einstellen. Díeser Stress lauert heutzutage überall. In der Familie, im Berufsleben, im Straßenverkehr, in der Freizeitgestaltung und eben auch in der Weihnachtszeit. Stress erleben wir häufig als eine Sache, die von außen kommt. Das ist so allerdings nicht ganz richtig. Deswegen wollen wir uns kurz ansehen, was Stress überhaupt ist.

Stress – was ist das eigentlich?

Der Urmensch in uns allen

Stress ist eine Kampf-oder-Flucht-Reaktion und so alt wie die Menschheit selbst. Stress ist also etwas sehr menschliches. Gehen wir weiter zurück in der Evolution, wird der Sinn schnell klar: In lebensbedrohlichen Situationen musste der Mensch blitzschnell reagieren. Das Gehirn schaltet dazu auf Alarmstufe rot. Hormone wie Noradrenalin, Adrenalin sowie Cortisol werden ausgeschüttet. Es kommt zu einer unmittelbaren Aktivierung und Mobilisierung von Energie. Der Körper holt alles raus aus seinen Reserven. Wir atmen schneller, Blutdruck und Puls steigen. Jetzt sind wir bereit für Kampf oder Flucht. Die Stressreaktion kommt uns dabei zugute. Sie ist der Motor für die Lebenserhaltung. Insofern ist Stress erstmal gar nichts schlechtes.

Der moderne Stress

Was mal als Mobilmachung für Kampf-oder-Flucht gedacht war, erlebt der moderne Mensch heute natürlich anders. Denn vor wilden Tieren müssen wir uns nicht mehr schützen. Wir leben in einem in der Regel friedlichen Land, die meisten Menschen haben ein sicheres Dach über dem Kopf und können sich relativ problemlos ernähren. Dennoch vergeht kein Tag, in dem wir selbst oder andere Menschen nicht über Stress klagen. Dauernde Erreichbarkeit, Termindruck beim Job, für die Kinder da sein, die Freizeit organisieren – immer mehr steht an in immer weniger Zeit. In diesen Zusammenhängen besteht zwar keine Lebensgefahr, doch der Körper nimmt es beinahe so wahr. So stellt Veronika Engert vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) fest: „Unser Körper reagiert in einer Prüfungssituation prinzipiell genauso wie unter Lebensgefahr“. Das Herz-Kreislauf-System wird aktiviert, die Nebennieren schütten Adrenalin und Cortisol aus und die Muskeln spannen sich an. Kurzum: Das Stress-System wird aktiv. Wenn diese Aktivierung zum Dauerzustand wird, drohen Krankheiten wie z.B. Schlafstörungen.

Stress – der Schlafkiller

Ist ein aktives Stress-System gut für den Schlaf? Die Antwort dürfte nicht schwerfallen: Nein! Die Begründung liegt auf der Hand. Viele Hormone sind an unserem Schlafprozess beteiligt. Melatonin zum Beispiel. Es macht uns müde und lässt uns einschlafen. Wird es morgens hell, klopft das Hormon Cortisol freundlich auf die Schulter des Melatonins und flüstert: Jetzt bin ich dran. Cortisol ist Wachmacher. Zwar ist das Zusammenspiel von Schlaf- und Wach-Hormonen bei weitem nicht so trivial, wie hier jetzt beschrieben, dennoch müsste klar sein, wie Stress sich auswirkt. Ein aktives Stress-System will ja gerade nicht, dass wir schlafen, sondern uns aufmerksam, wach und fokussiert einer “bedrohlichen” Herausforderung stellen. Wer es also nicht schafft, seine Kampf-oder-Flucht-Reaktion vor dem Schlafengehen runterzufahren, wird Probleme mit dem Einschlafen bekommen. Was also tun, auch im Hinblick auf die Weihnachtszeit.

Das Selbstbild als Stressursache

Natürlich gibt es jede Menge objektive Ursachen für Stress. Überforderung bei der Arbeit, eine bevorstehende Prüfung, die Trennung von einem geliebten Menschen, Geldsorgen – da lässt sich eine Menge nennen. Erstaunlich ist allerdings, dass auch Menschen, die von alledem nicht betroffen sind, in Befragungen angeben, dass sie sich unter Druck fühlen. Dadurch wird klar: Stress ist eine subjektive Empfindung. Wo der eine ein kritisches Lebensereignis als spannende Herausforderung empfindet und mit der Bewältigung wächst, fühlt sich der andere überlastet und droht zu scheitern. Das hängt auch mit dem Selbstbild zusammen, das sich Menschen von sich selber machen. Wer das Ideal verfolgt, allem gewachsen zu sein, immer kompetent aufzutreten und einer gehobenen sozialen Stellung anzugehören, der würde ja nicht nur in einem konkreten kritischen Lebensereignis scheitern, sondern auch sein komplettes Selbstbild gefährdet sehen. Wer zu seinen Schwächen steht, seine wahren Ressourcen kennt und wenig Wert auf den sozialen Status legt, der rasselt vielleicht durch eine Prüfung, hat aber nicht das Gefühl, dass sein gesamtes Leben damit gescheitert wäre. Diese Verzahnung von objektiven Stressfaktoren und dem Selbstideal spielt nun auch beim Weihnachtsstress eine wichtige Rolle.

Daher nun 7 Tipps, um Weihnachtsstress zu vermeiden und zu einem guten und entspannten Schlaf auch an den Weihnachtstagen zu finden.

7 Tipps, um Weihnachtsstress zu vermeiden

1 Ein bisschen Frieden

Auch wer sich nicht als religiös definiert, kann sich den eigentlichen Sinn des Weihnachtsfest vor Augen führen. Denn eigentlich geht es um Liebe, Gnade und Dankbarkeit. Ein schöner Fokus, in dem Stress keine Rolle spielen sollte. Back-to-the-roots also.

2 Der Geschenke-Wahnsinn. Geschenkt.

Weniger ist mehr. Jeder Mensch freut sich über Geschenke. Geschenke machen Spaß und Lust. Doch zuviele Lust-Reize verwässern den einzelnen Genuss. Damit verschenkt man Geschenk-Potenzial. Wenn Du Geschenke verteilst, dann nicht mit der Schöpfkelle, sondern mit dem Tee-Löffel, um es bildlich zu sagen.

3 Lieber ein Schlitten als viele Rennrodel

Management-by-delegation heißt eine Zauberformel der modernen Unternehmensführung. Übersetzt: Führung durch Aufgabenübertragung. Einfach mal mit Familie oder Freunden zusammensetzen und gemeinsam überlegen, wer welche Aufgaben für das Weihnachtsfest übernehmen kann. So wurschteln oder – besser – wichteln nicht alle vor sich, sondern sitzen auf einem gemeinsamen Schlitten.

4 Auch mal nein sagen

Onkel Kurt will die Liebsten noch einmal am 1.Weihnachtstag sehen, weil er am 2. in den Skiurlaub fährt. Wenn das nicht in Eure Terminplanung passt, dann auch mal nein sagen. Nur nicht auf Zwang alle Termine unter einen Hut bringen wollen und aus dem Fest der Sinne eine Kontakt-Ralley machen.

5 Nobody is perfect

Kekse backen, Geschenke einpacken, Weihnachtsessen vorbereiten, und alles muss perfekt sein. Wer Emotion durch Perfektion erreichen will, läuft Gefahr an den eigenen Ansprüchen zu scheitern. Das muss nicht sein. Die Kirche im Dorf lassen – das gilt erst recht an den Feiertagen.

6 Weihnachts-Stressoren erkennen

Es ist ja nicht das erste Mal Weihnachten. So kennen wir alle im Prinzip aus der Vergangenheit die typischen Weihnachts-Stressoren: die lange Warteschlange beim Metzger oder Bäcker, übervolle Geschäfte kurz vor Feierabend oder die Baumkrone, von der wieder niemand weiß, wo sie eigentlich ist. Also einfach mal eine Liste all dieser Stressoren machen und entsprechende Ressourcen einplanen, um ihnen entspannt zu begegnen.

7 Stille Nacht, heilige Nacht

Entspannung ist der Königsweg zu gutem Schlaf. Auch wer in der Weihnachtszeit auf Hochtouren unterwegs ist, sollte sich Zeit nehmen, um vor dem Schlafengehen zu entspannen. Denn wer ausgeschlafen ist, hat auch im Weihnachtstrubel mehr Freude. Hier geben wir Tipps für gutes Einschlafen.

FAQ

Was kann man gegen Weihnachtsstress machen?

Strebe nicht nach Perfektion. Verteile Aufgaben. Schaffe Dir Freiräume. Lege den Fokus auf Ruhe und Besinnlichkeit. Schenke lieber weniger als mehr. Verschiebe Konflikte auf eine andere Zeit.

Was ist Weihnachtsstress?

Studien zeigen, dass der Stress-Level bei vielen Menschen um die Weihnachtszeit herum besonders hoch ist. Viele Menschen nehmen sich zuviel vor und haben zu hohe Ansprüche an sich selbst. In dieser Überforderung entsteht Stress.

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