Bettwäsche waschen und wechseln – Anleitung mit Tipps

Illustration einer Person, die auf einem Bett kniet, sich ungeschickt ein Bettlaken über den Kopf zieht und versucht, die Bettwäsche zu wechseln, mit einem Kalender für 2017 an der Wand und verstreuten Kissen.

Aktualisiert von Marco am 7. Februar 2026
Veröffentlicht von Martin am 1. Oktober 2019

Das Wichtigste in Kürze

  • Bettwäsche sollte im Sommer alle ein bis zwei Wochen gewechselt werden, im Winter reicht ein Wechsel alle zwei bis vier Wochen.
  • Allergiker waschen ihre Bezüge und Laken am besten wöchentlich, um Hausstaubmilben und Allergene zuverlässig zu reduzieren.
  • 60 °C mit pulverförmigem Vollwaschmittel ist die ideale Kombination – erst ab dieser Temperatur werden Milben, Bakterien und Viren sicher abgetötet.
  • Auf Weichspüler solltest Du bei Bettwäsche verzichten: Er verklebt die Fasern und beeinträchtigt die Saugfähigkeit.
  • Neue Bettwäsche gehört vor dem ersten Einsatz in die Waschmaschine, um Chemikalienrückstände und Produktionsstaub zu entfernen.

Was ist Bettwäsche – und warum ist sie so wichtig?

Als Bettwäsche werden alle Textilien bezeichnet, die Deine Bettwaren – also Kissen, Bettdecke und Matratze – vor Schweiß, Hautschuppen, Staub und vorzeitiger Abnutzung schützen. Dazu zählen Kissenbezüge, Bettdeckenbezüge und Bettlaken. Neben der Schutzfunktion beeinflusst Bettwäsche aber auch maßgeblich Dein Schlafklima und Wohlbefinden.

Im Winter sorgen flauschige Stoffe wie Biber oder Flanell für wohlige Wärme. Im Sommer dagegen halten kühlende Materialien wie Leinen, Seersucker oder leichtes Renforcé-Baumwollgewebe die Temperatur angenehm. Besonders praktisch sind leicht wechselbare Spannbettlaken sowie Bezüge mit Reißverschluss oder Einsteckumschlag (Hotelverschluss) statt Knöpfen – das erleichtert den regelmäßigen Wechsel enorm.

Wie oft solltest Du Deine Bettwäsche wechseln?

Wie häufig frische Bezüge und Laken fällig sind, hängt von mehreren Faktoren ab: der Jahreszeit, Deinem Schlafverhalten und Deinem Gesundheitszustand. Der menschliche Körper verliert jede Nacht Schweiß, Hautschuppen und Haare – ein idealer Nährboden für Hausstaubmilben und Bakterien. Laut der AOK gilt als Faustregel ein Wechsel alle 14 Tage.

Im Sommer häufiger wechseln

Wenn die Temperaturen steigen, schwitzt Du nachts deutlich mehr. Deshalb sollten Bezüge und Laken im Sommer alle ein bis zwei Wochen in die Waschmaschine wandern. Im Winter, wenn der Körper weniger Feuchtigkeit abgibt, reicht ein Wechsel alle zwei bis vier Wochen in der Regel aus.

Allergiker: lieber wöchentlich

Wer unter einer Hausstaubmilbenallergie leidet, profitiert von einem wöchentlichen Wechsel. Die Lungenärzte im Netz empfehlen für Allergiker Baumwollbettwäsche, die wöchentlich bei mindestens 60 °C gewaschen wird. Zusätzlich können sogenannte Encasings – milbendichte Zwischenbezüge für Matratze und Kissen – die Allergenbelastung deutlich senken.

Nacktschläfer und nach Krankheiten

Wer ohne Schlafkleidung schläft, gibt mehr Schweiß und Hautschuppen direkt an die Bettwäsche ab. Hier lohnt sich ebenfalls ein etwas häufigerer Wechsel. Und nach überstandenen Infekten – egal ob Grippe, Erkältung oder eine andere ansteckende Krankheit – ist ein sofortiger Wäschewechsel außerhalb des normalen Rhythmus Pflicht. So gibst Du verbliebenen Keimen keine Chance.

Bettwäsche wechseln: Die Übersicht

  • Sommer (Nicht-Allergiker): alle 1–2 Wochen
  • Sommer (Allergiker): wöchentlich
  • Winter (Nicht-Allergiker): alle 2–4 Wochen
  • Winter (Allergiker): wöchentlich
  • Nacktschläfer, Haustiere im Bett, starkes Schwitzen: wöchentlich
  • Nach Krankheit: sofort wechseln

Bei welcher Temperatur Bettwäsche waschen?

Die richtige Waschtemperatur entscheidet darüber, ob Deine Bettwäsche wirklich hygienisch sauber wird – oder nur oberflächlich frisch aussieht. Denn viele Keime, Bakterien und vor allem Hausstaubmilben überleben niedrige Temperaturen problemlos.

60 °C: der goldene Standard

Eine Studie der Yonsei University (Seoul) zeigt den Unterschied deutlich: Bei 30 °C wurden nur rund 6,5 % der Hausstaubmilben abgetötet, bei 40 °C lediglich 9,6 %. Erst bei 60 °C lag die Abtötungsrate bei vollen 100 %. Auch die Allergenkonzentration (Der f 1) sank bei 60 °C auf minimale 1,3 % des Ausgangswerts. Für hygienische Sauberkeit ist eine 60-Grad-Wäsche mit pulverförmigem Vollwaschmittel deshalb die beste Wahl. Pulverförmige Vollwaschmittel enthalten Bleichmittel, die Keime laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) besonders effektiv abtöten – bereits bei niedrigen Temperaturen.

Tipp

Achte beim Kauf von Bettwäsche darauf, dass sie für 60 °C freigegeben ist. Ob das der Fall ist, verrät Dir ein Blick auf das Pflege-Etikett oder die Verpackung. Baumwolle und Mikrofaser vertragen in der Regel 60 °C problemlos. Empfindlichere Stoffe wie Seide oder Satin sind oft nur bei 30–40 °C waschbar – hier solltest Du ein spezielles Feinwaschmittel verwenden.

90 °C: in der Regel nicht nötig

Eine Kochwäsche bei 90 °C ist im normalen Alltag nicht erforderlich. Ausnahmen können bestehen, wenn im Haushalt eine Person mit stark geschwächtem Immunsystem lebt oder eine akut übertragbare Krankheit vorliegt. Für den Alltag reichen 60 °C vollkommen aus.

Neue Bettwäsche vor dem ersten Gebrauch waschen

Auch wenn sie frisch aus der Verpackung kommt und makellos aussieht: Neue Bettwäsche sollte vor dem ersten Einsatz immer gewaschen werden. Während der Herstellung und Färbung kommen Chemikalien zum Einsatz, deren Rückstände sich im Stoff befinden können. Auch Produktionsstaub und Keime aus Transport und Lagerung werden durch eine gründliche erste Wäsche entfernt.

Drehe die Bezüge dafür auf links und schließe Reißverschlüsse. Dunkle und kräftige Farben wäschst Du am besten separat – sie können beim ersten Waschen ausbluten und hellere Stoffe verfärben. Grundsätzlich gilt: Weiße und bunte Wäsche immer getrennt waschen.

Weichspüler bei Bettwäsche: besser weglassen

Weichspüler klingt nach einem guten Gefühl auf der Haut – bewirkt bei Bettwäsche aber langfristig das Gegenteil. Die enthaltenen Pflegestoffe legen sich wie ein Film um die Fasern und verkleben sie nach und nach. Die Folgen: Die Saugfähigkeit des Stoffs nimmt ab, die Bettwäsche fühlt sich irgendwann hart und kratzig an, und die Atmungsaktivität leidet. Besonders in Kombination mit dem Wäschetrockner verstärkt sich dieser Effekt. Hinzu kommt, dass die meist künstlichen Duftstoffe in Weichspülern Kopfschmerzen oder sogar Schlafstörungen auslösen können.

Tipp: natürliche Alternativen für Duft und Weichheit

Wer auf ein angenehmes Dufterlebnis nicht verzichten möchte, kann ein bewährtes Hausmittel nutzen: Gib ein paar Esslöffel hellen Essig zusammen mit wenigen Tropfen eines ätherischen Öls (z. B. Lavendel – wirkt schlaffördernd) in die Weichspülerkammer Deiner Waschmaschine. Das macht die Fasern weich, neutralisiert Gerüche und kommt ganz ohne bedenkliche Chemie aus.

Bettwäsche trocknen: Trockner oder Leine?

Ob Deine Bettwäsche in den Wäschetrockner darf, hängt vom Material ab. Einen sicheren Hinweis liefert das Pflegeetikett. Grundsätzlich gilt: Baumwolle verträgt die Hitze im Trockner gut und wird dabei schön weich. Empfindlichere Kunstfasern, Seide oder Leinen trocknen sicherer an der frischen Luft.

Unabhängig vom Trocknungsweg solltest Du Deine Bettwäsche nicht übertrocknen, da sich die Bezüge sonst verziehen können. Solange der Stoff noch leicht bügelfeucht ist, lässt er sich mühelos glattziehen – das spart Bügelzeit und schont das Material. Wer die Bettwäsche in der Wohnung aufhängt, sollte für ausreichende Belüftung sorgen, damit keine Feuchtigkeit im Raum stehen bleibt und sich kein Schimmel bildet.

Bettwäsche bügeln: muss das sein?

Die kurze Antwort: nein – zumindest nicht bei allen Materialien. Baumwolle und Leinen dürfen bei hohen Temperaturen gebügelt werden und sehen danach tatsächlich deutlich glatter aus. Wer sich das Bügeln allerdings sparen möchte, greift zu Materialien, die von Natur aus knitterfrei bleiben. Jersey zum Beispiel ist elastisch und muss nicht gebügelt werden. Gleiches gilt für Seersucker – dessen typische Kreppstruktur darf sogar ausdrücklich nicht gebügelt werden, weil sie sonst verloren geht.

Hochwertige Bettwäsche für einfache Pflege

Wer bei der Bettwäsche auf Qualität achtet, hat es bei der Pflege leichter. Die Bettwäsche von Snooze Project besteht aus 100 % GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle in Perkal-Webung. Das Material ist bei 60 °C waschbar, also ideal für eine hygienische Reinigung. Dank der OEKO-TEX Standard 100 Klasse 1 Zertifizierung ist die Bettwäsche frei von bedenklichen Chemikalien und sogar für Babyhaut unbedenklich. Die Bezüge sind mit einem praktischen Reißverschluss versehen, der das Beziehen und Abziehen schnell und unkompliziert macht.

Vorteile hochwertiger Baumwoll-Bettwäsche:

  • Bei 60 °C waschbar – für zuverlässige Hygiene und Milbenbeseitigung
  • Atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend – für ein ausgeglichenes Schlafklima
  • Langlebig und pflegeleicht – Baumwolle wird mit jeder Wäsche weicher
  • Schadstoffgeprüft – zertifiziert nach OEKO-TEX und GOTS

Fazit

Frische Bettwäsche ist kein Luxus, sondern die Basis für erholsamen und hygienisch einwandfreien Schlaf. Im Sommer alle ein bis zwei Wochen, im Winter alle zwei bis vier Wochen – das ist der Rhythmus, der für die meisten Menschen passt. Allergiker und Nacktschläfer greifen am besten wöchentlich zu frischen Bezügen. Die Wäsche bei 60 °C mit Vollwaschmittel in Pulverform erledigt den Rest: Milben, Bakterien und Viren haben dann keine Chance. Verzichte auf Weichspüler, investiere in Bettwäsche, die hohe Waschtemperaturen verträgt, und nimm Dir die wenigen Minuten für den Wechsel. Dein Schlaf wird es Dir danken.

FAQ

Als Faustregel gilt: alle zwei Wochen. Im Sommer oder bei starkem Schwitzen besser wöchentlich. Allergiker sollten ebenfalls jede Woche frische Bezüge aufziehen. Im Winter reicht bei normalem Schlafverhalten ein Wechsel alle zwei bis vier Wochen.
Für hygienische Sauberkeit sind 60 °C mit pulverförmigem Vollwaschmittel ideal. Bei dieser Temperatur werden Hausstaubmilben, Bakterien und Viren zuverlässig abgetötet. Eine 90-Grad-Wäsche ist im Normalfall nicht nötig. Empfindliche Materialien wie Seide oder Satin sollten laut Pflegeetikett bei niedrigeren Temperaturen gewaschen werden.
Ja, unbedingt. Neue Bettwäsche kann Rückstände von Chemikalien aus der Herstellung und Färbung enthalten. Eine gründliche Wäsche vor dem ersten Einsatz entfernt diese Stoffe sowie Staub und Keime aus Produktion und Transport.
Nein. Weichspüler verklebt auf Dauer die Fasern, mindert die Saugfähigkeit und kann die Atmungsaktivität der Bettwäsche beeinträchtigen. Eine natürliche Alternative ist ein Schuss heller Essig mit wenigen Tropfen ätherischem Öl (z. B. Lavendel) in der Weichspülerkammer.
Das hängt vom Material ab. Baumwolle verträgt den Trockner in der Regel gut. Empfindlichere Stoffe wie Kunstfasern, Seide oder Leinen trocknen sicherer an der Luft. Ein Blick auf das Pflegeetikett gibt Aufschluss. Generell gilt: nicht zu lange trocknen, um ein Verziehen der Bezüge zu vermeiden.
Nicht unbedingt. Baumwolle und Leinen können gebügelt werden und sehen danach glatter aus. Materialien wie Jersey oder Seersucker sind von Natur aus knitterfrei und dürfen sogar ausdrücklich nicht gebügelt werden.

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