Hygiene-Alarm: Wie oft solltest Du Deinen Schlafanzug (Pyjama) waschen und wechseln?

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In Bed with Marilyn Monroe: Und wann ist Dein Pyjama reif für die Wäsche?

Als gefeierter Star brauchte sich Marilyn sicher keine Gedanken um verschwitzte Nachtwäsche oder verknautschte Laken zu machen: Schließlich kümmerte sich ihr Hauspersonal um die nötige Betthygiene. Bei Dir zuhause musst Du das selber machen? Tröste Dich, wir von Snooze Project auch! Aber mal ehrlich: Wer bringt einem eigentlich bei, wie häufig ein Schlafanzug oder ein Nachthemd gewechselt werden müssen? Okay, dann machen wir das mal – hier und jetzt!

Ein Hauch von nichts: Nur jeder Achte schläft nackt

„Was ich im Bett trage? Nun, natürlich Chanel No. 5!“ – mit dieser inzwischen legendär gewordenen Interview-Enthüllung zog sich die Hollywood-Diva raffiniert aus der Affäre und gab damit ihren Fans reichlich Anlass, der Phantasie freien Lauf zu lassen. Nackt zu schlafen hat Vorteile, doch laut einer repräsentativen Umfrage der Zeitschrift „Textilwirtschaft“ gehen lediglich rund 13% der Deutschen hüllenlos ins Bett. Du gehörst zu den anderen 87%? Dann fragst Du Dich, genau wie der Rest dieser bedauernswerten Mehrheit, vermutlich auch immer wieder mal: „Muss ich meinen Schlafanzug eigentlich jetzt schon waschen?“

Tabuthema Betthygiene? Teils, teils!

Okay, Informationen über die Waschhäufigkeit für Bettwäsche bietet das Internet zuhauf. Wie, wie oft, womit: Alle schmutzigen Details werden Dir online zur Genüge beantwortet, auch hier im Blog bei Snooze Project. Aber wieso redet eigentlich kaum jemand über Nacht-Klamotten wie Pyjamas, Schlafanzüge, Nachthemden, T-Shirts, Longshirts & Co.? Ganz einfach: Unser Bett ist der privateste, individuellste Wohnbereich überhaupt. Hier kannst Du sein, wie Du bist – und tragen, was Du magst. Wann und wie oft Du Deine Nachtwäsche wechselst, ist ebenfalls allein Deine freie Entscheidung. Es könnte also ganz einfach sein - wenn da nicht auch ein Aber wäre...

Tägliche Wäsche nicht immer nötig

Jetzt könntest Du denken: „Ich wechsle meinen Schlafanzug einfach jeden Tag – dann brauche ich mir nie mehr Gedanken drum zu machen, basta!“. Klingt logisch, doch auf die Dauer kommen dabei ganz ordentliche Wäscheberge zusammen. Da Dir hierdurch hohe Kosten für Wasser, Strom und Waschmittel entstehen können, lohnt es sich tatsächlich, nur bei Bedarf die Maschine anzuwerfen. In vielen Fällen genügt es sogar, die Nachtwäsche nur alle vier Tage auszutauschen. Wenn Du unsere Tipps beherzigst, schläfst Du hygienisch korrekt, versprochen – und tust zugleich etwas für unsere Umwelt. 

Time for Change: Individuelle Waschregeln für Deinen Schlafanzug

Du bist einzigartig. Deshalb hängt der Zeitpunkt fürs Waschen Deines Pyjamas oder anderer Nachtwäsche von vielen persönlichen Faktoren ab. Wenn Du nachts leicht ins Schwitzen gerätst, kann es durchaus nötig sein, Deinen Schlafanzug alle ein bis zwei Tage zu wechseln. Duschst Du morgens, nimmst Du nachts den Staub und Schweiß des Tages mit in Deine Schlafkleidung – das ist nicht per se schädlich, doch auch in diesem Fall sollten getragene Schlafanzüge spätestens jeden zweiten Tag in Deine Wäschetonne wandern. 

Behaglicher Wohnen dank Schlafanzug

Deine Schlafklamotten dienen zugleich als Hausanzug, den Du am liebsten gleich beim Heimkommen anziehst? Kein Problem: Schließlich liegst Du mit Deinem Pyjama-Look voll im Trend! Genau wie bei der Wachwerd-Kluft zahlreicher Im-Schlafanzug-Frühstücker ist aber auch hier das Fleckrisiko deutlich höher als bei der ausschließlich zum Schlafen getragenen Nachtwäsche. Ob Chipsfett oder Nuss-Nougat-Creme: Solche Verschmutzungen schreien nach einer gründlichen Maschinenwäsche – ansonsten bekommt Dein Bettzeug mit ziemlicher Sicherheit auch noch sein Fett ab, und die Milben feiern 'ne heiße Party.

Hygienisch kuscheln

Schlafen Babys oder Kleinkinder im gleichen Bett wie Du, ahnst Du es wahrscheinlich eh schon: Egal, welches Malheur passiert – Dein Schlafanzug ist spätestens nach einem erfolgreichen Spuck-, Spei- oder Pipikaka-Angriff reif für die Waschmaschine. Falls Hasso oder Miezi in Deinem Bett mitkuscheln dürfen, solltest Du Deine Schlafklamotten grundsätzlich täglich wechseln. Das verringert nicht nur die Gefahr der Übertragung von Parasiten und Bakterien, sondern entfernt zugleich auch einen Teil der lästigen Tierhaare aus Deinem Schlafbereich.

Schlafumgebung beeinflusst die Waschfrequenz 

Wie oft Du Deinen Schlafanzug wirklich waschen musst, hängt sogar von äußeren Faktoren ab. Dabei geht es hauptsächlich um die Temperatur: Im Sommer schwitzt Du einfach stärker als mitten im tiefsten Winter. Die Folge: Deine Schlaf-Textilien saugen größere Schweißmengen auf. Falls Du in einer warmen Dachwohnung lebst, weißt Du nur allzu gut, wovon die Rede ist – wenn die Hitze auch nach Sonnenuntergang nicht mehr weichen will, ist selbst die luftigste Nachtwäsche spätestens nach zwei Tagen fällig für ein Erfrischungsbad in der Waschmaschine. Klimatisierte Schlafzimmer bleiben dagegen angenehm kühl – Pyjamas halten hier locker 3 bis 4 Tage durch, ohne unhygienisch zu sein. Das gilt besonders dann, wenn Du Deinen Slip auch beim Schlafen anbehältst.

Die richtige Aufbewahrung: Kissenversteck oder Bügel?

Dein Schlafanzug riecht schmuddelig oder fühlt sich klamm an, wenn Du ihn abends anziehen willst – dabei hast Du ihn doch erst einmal getragen?! Snooze Project hat den Test gemacht. Unser Resultat: Schlafanzüge bleiben deutlich länger frisch, wenn sie tagsüber mittels eines Kleiderbügels möglichst luftig aufgehängt werden. Liegen sie dagegen bis zum Schlafengehen unter dem Kopfkissen oder hängen an einem Wandhaken im Bad, kann überschüssige Feuchtigkeit nicht ausreichend verdunsten: Besonders Baumwollstoffe bleiben dann unangenehm klamm. Die Folge: Bakterien machen sich breit und erzeugen den typischen, muffigen Geruch. Also: Nach dem morgendlichen Umziehen ab auf den Bügel mit Deiner Nachtwäsche – und Du kannst Dich Abend für Abend auf Deinen gemütlichen, frisch duftenden Schlafanzug freuen.

Mehr Sicherheit mit dem richtigen Stoff

Im Winter ist bei Dir zuhause dauernd jemand erkältet? Die Kids bringen ständig neue Krankheiten aus Kindergarten oder Schule mit nach Hause? Bei Euch leidet jemand an einer chronischen Erkrankung? Dann eignen sich Schlafanzüge aus Baumwolle besonders gut für Euch. Achte schon beim Kauf darauf, dass sich Nachtwäsche bis 60° C waschen lässt – in der Kombination mit einem bleichehaltigen Vollwaschmittel machst Du so allen Keimen gründlich die Hölle heiß.

Spezialfall Funktionswäsche 

Für Personen, die im Schlaf besonders stark schwitzen, bieten einige Hersteller sogenannte Funktionsschlafanzüge aus speziell gewebten Textilfasern an. Ihr Vorteil: Diese Stoffe transportieren Schweiß und Feuchtigkeit besonders rasch nach außen und bleiben dadurch selbst schön trocken. Auch, wenn es sich nicht so anfühlt: Auch solche Pyjamas solltest Du wenigstens alle vier Tage waschen. Anders als Wasser verdunsten die im Schweiß enthaltenen Salze und Keime nämlich nicht – sie sammeln sich im Gewebe an und können nur bei der Wäsche wirklich entfernt werden.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt... 

In letzter Zeit wird vermehrt für Schlafanzüge mit Silberionen geworben. Angeblich müssten sie wegen der antibakteriellen Wirkung des Silbers viel seltener gewaschen werden – und das auch bei niedrigeren Temperaturen. Fakt ist: Das biozide Edelmetall vermindert nachweislich die Ansiedlung und Vermehrung von Mikroorganismen in Textilien und beugt damit auch der Geruchsentwicklung vor. Falls Du unter Neurodermitis oder einer ähnlich quälenden Hautkrankheit leidest, könntest Du davon profitieren: Das lästige Jucken wird bei vielen deutlich reduziert, und sie können endlich wieder ruhig durchschlafen. Leider hält die geniale Schutzwirkung jedoch nicht sehr lange an – das Silber wäscht sich nach und nach heraus, wodurch der Schlafanzug seine Wirkung verliert. Für Gesunde lohnt sich die teure Anschaffung daher nicht wirklich.

Die Mehrheit hat nicht immer recht 

Eine Umfrage im Auftrag des Matratzenherstellers Ergoflex hat ergeben, dass britische Männer nach durchschnittlich 13 Tagen und Frauen sogar erst nach 17 Tagen zu einem frisch gewaschenen Schlafanzug greifen. Die meisten gaben zu, dass ihnen der Gedanke an einen Pyjamawechsel erst dann komme, wenn der bisherige Schlafanzug unangenehm rieche. Dabei nehmen unsere Schlafanzüge und Nachthemden deutlich mehr Schweiß und Hautschüppchen auf als die Bettwäsche – schließlich liegen sie die ganze Nacht lang direkt auf unserer Haut. Der seltene Wechsel kann deshalb sogar gesundheitsgefährdend sein: Bei angeschlagenem Immunsystem kannst Du Dir dadurch Pilzinfektionen oder eine fiese Blasenentzündung einfangen.

Mediziner raten: Alle vier Tage wechseln 

Gesundheitsexperten waren über das Ergebnis der britischen Studie entsetzt. Sie sprechen sich einhellig dafür aus, Nachtwäsche selbst bei günstigsten Bedingungen spätestens nach 4 Nächten in die Wäsche zu geben. Die Vorsitzende des "International Scientific Forum on Home Hygiene", Professor Sally Bloomfield, empfahl im Interview mit der britischen Tageszeitung The Guardian, alle zwei bis vier Tage den Schlafanzug zu wechseln. Wer besonders stark schwitzt, solle das sogar täglich tun.

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  • Informativ und interessant

    Sehr interessanter Artikel! Ehrlich gesagt habe ich mir überhaupt keine Gedanken gemacht, wie oft man seinen Schlafanzug wechseln soll. Ich habe von klein auf gelernt, dass die Sachen nach 6-7 Tagen in den Wäschekorb müssen und habe es bis dato auch eingehalten. Es sei denn, ich habe mich schon vorher eingesaut. Dass man alle zwei bis vier Tage seine Nachtwäsche wechseln muss, überrascht mich doch sehr. Denn im Schlaf bewegt man sich ja nicht viel und schiwtzen tu ich da auch nicht sehr.
    Vielen Dank für den Artikel. Da habe ich wieder etwas Neues gelernt.