Snooze Project erklärt: Taschenfederkern und die Taschenfederkernmatratze [Projekt: Matratzenkunde]

taschenfederkernmatratze

Deine kleine Matratzenkunde: Die Taschenfederkernmatratze

Jetzt aber mal Butter bei die Fische, äh, Federn: Wo genau steckt bei so einer Taschenfederkernmatratze eigentlich die namensgebende Tasche? Oder sind das vielleicht gleich mehrere? Obwohl eine „Matratze To-Go“ sicher auch praktisch wäre: Außen scheint sich die Tasche jedenfalls nicht zu befinden, sonst wäre sie Dir doch in den unzähligen Matratzenprospekten, die Deinen Briefkasten fluten, bestimmt schon aufgefallen. Aber welche Funktion könnten Taschen wohl im Innern einer Federkernmatratze haben? Folge dem Team von Snooze Project auf seiner ganz heißen Spur!

Kunstvoll verpackt, aber nicht gerade geschenkt: Der Taschenfederkern

Die Taschenfederkern-Matratze gehört zur großen Familie der Federkernmatratzen. Du ahnst es sicher schon: Die gesuchten Taschen befinden sich im Innern, also im Kern jeder Taschenfederkernmatratze – deshalb heißt sie, wie sie heißt. Hersteller solcher Matratzen stecken sprichwörtlich jedes Drähtchen in die Tasche: Hunderte Sprungfedern werden hier einzeln in Stoffsäckchen eingenäht.

Taschenfedern: Nur ein perfider Taschenspielertrick?

Da es sich hier um ein deutlich aufwändigeres Verfahren handelt als bei der Herstellung der Bonellfederkernmatratze, werden Taschenfederkernmatratzen auch gleich ein bis zwei Preisklassen höher gehandelt – nach oben gibt es kaum Grenzen. Luxushersteller lassen sich nicht nur gute Verarbeitung und ausgewählte Ausgangsmaterialien, sondern auch ihre eigenen Markennamen und deren guten Ruf sehr teuer bezahlen. Lohnt es sich aber wirklich für Dich, dafür mehr Geld hinzublättern – oder will Dir die dauer-erfinderische Matratzenindustrie nur mit einem neuen Trick ganz elegant Deine schwer verdienten Euronen aus der Tasche ziehen?

Schwer auf Draht: Die Taschenfeder

Wirf mit uns einen Blick ins Innere der Taschenfederkernmatratze: Normalerweise sind die hier verbauten Metallfedern zylinderförmig – eine Sonderform bildet der besonders hochwertige Tonnentaschenfederkern, dessen Stahlfedern bauchig sind und wie kleine Tonnen oder Fässer aussehen. Taschenfederkernmatratzen werden generell als besonders robust, langlebig und rückenfreundlich angeboten. Anders als beim sehr schlicht konstruierten und bedeutend preisgünstigeren Bonellfederkern sind die Stahlfedern sämtlicher Taschenfederkern-Varianten nicht miteinander verbunden: Sie können sich im Rahmen der sie umgebenden Stofftaschen separat bewegen und reagieren um einiges exakter auf Druck. Ein gewisser Preisaufschlag erscheint also zunächst gerechtfertigt. 

Der Taschenfederkern im Boxspringbett

Es muss ja nicht gleich die Superlative sein: Eine Taschenfederkern-Matratze von Staples etwa, dem Hoflieferanten der Queen von England. Dafür, dass hier pro Doppelbett-Matratze rund 1.000 bis 1.500 von Hand ausgeformte Stahlfedern einzeln in feinste Tuche genäht und in mehreren Lagen geschichtet werden, müsstest Du ziemlich tief in die Tasche greifen. Preis nur auf Anfrage, versteht sich... Doch als Unterbau für eine gute Matratze kann Dir auch ein erschwinglicherer Taschenfederkern gute Dienste leisten. Viele Boxspring-Enthusiasten schwören auf den Taschenfederkern als Einlege-Box unter intelligent kombinierten Kaltschaummatratzen wie den Matratzen von Snooze Project. Die beiden punktelastischen Systeme sorgen im Zusammenspiel für die perfekte Stützung von Muskulatur und Wirbelsäule und bieten vielen Schlaftypen ungekannten Liegekomfort.

Matratzenkauf: Nicht in die eigene Tasche lügen

Matratzen mit Taschenfederkern werden manchmal erstaunlich billig angeboten. Wir bei Snooze Project sind immer vorne dabei, wenn es um sinnvolle Einsparungen geht – trotzdem haben wir eine Bitte: Bevor Du Dir beim nächsten Discounter eine Taschenfederkernmatratze für 69,99 kaufst, denk kurz darüber nach, ob DU für diese Summe einige hundert Sprungfedern in Stoffsäckchen einnähen würdest. Klar, jetzt zeigst Du uns 'nen Vogel. Und damit hast Du auch absolut recht. Gefertigt von Handlangern in Billiglohnländern, bestehend aus Restmetall und Billigtextilien, gepolstert mit zu dünnen Schichten aus billigem Schaumstoff, nicht selten sogar mit gefälschten, gekauften oder selbst erfundenen Prüfsiegeln versehen: Solche Matratzen sind meist weder nachhaltig noch langlebig – und für ein gutes Gewissen als „sanftes Ruhekissen“ sorgen sie definitiv auch nicht.

Vorteile der Taschenfederkernmatratze

Wie alle Federkernmatratzen bieten auch Modelle mit Taschenfederkern eine besonders gute Durchlüftung. Ein Federkern lässt zwischen Stahlfedern und Stoff viel Platz, durch den Luft und Feuchtigkeit jederzeit zirkulieren und nach außen transportiert werden können. Schimmel und Milben, die sich naturgemäß eher in feuchten Milieus wohlfühlen, haben also auch im Taschenfederkern schlechte Entwicklungschancen – das sorgt für eine gute Schlafhygiene und kann Dir besonders zugute kommen, falls Du zu Allergien neigst. Wegen des luftigen Kerns wirken Taschenfederkernmatratzen beim Hinlegen eher kühl. Solltest Du nachts öfter mal schweißgebadet aufwachen oder neben einer personifizierten Wärmflasche liegen, könnte eine Taschen-Federkernmatratze Abhilfe schaffen.

Welches Plus bringen die Taschen? 

Der größte Vorzug hochwertiger Taschenfederkerne im Vergleich mit den schlichten Bonell-Federkernmatratzen ist wohl ihre hohe Punktelastizität. Die große Anzahl von Federn und deren Umhüllung durch einzelne, jedoch miteinander vernähte Stofftaschen sorgt dafür, dass Taschenfederkernmatratzen auf Druck punktuell nachgeben, dabei aber nicht zur Seite wegrutschen können. Jede Stelle der Matratze bietet also zu jeder Zeit ausreichend Gegendruck, um Deinen Körper komfortabel zu stützen. Die meisten Schlaftypen kommen mit einer Taschenfederkernmatratze gut zurecht: Sie eignet sich für jede Schlafposition gleich gut. Die gefürchtete Geräuschentwicklung des Federkerns, die sich bei den einfachen Bonellmatratzen meist schon bald nach dem Kauf nachdrücklich quietschend zu Wort meldet, wird durch die Stofftaschen übrigens weitestgehend verhindert – auch geräuschempfindliche Schläfer können also auf einer Taschenfederkernmatratze ruhige Nächte verleben.

Woran erkennst Du eine gute Taschenfederkernmatratze?

Gute Taschen-Federkernmatratzen sollten nicht nur mit einer hochwertigen Metallkonstruktion, sondern auch mit einer dicken Außenpolsterung aus schadstoffgeprüften Schaumstoffen ausgestattet sein. Schäume mit hohen Raumgewichten („RG-Werten“) ab ca. 30 kg/m³ können die punktelastischen Eigenschaften des Taschenfederkerns ergänzen und verstärken. Außerdem sorgen sie dafür, dass schwerere Körperregionen wie Schultern und Becken tief genug einsinken können. Achte auch darauf, dass die Matratzenhülle modernen Hygieneansprüchen genügt: Ein Rundum-Reißverschluss ist heute Bedingung, und eine Maschinenwäsche bei 60 Grad sollte unbedingt drin sein.

Taschenfedern im Qualitätscheck 

Wie gut die Federn im Innern einer neuen Taschen-Federkernmatratze wirklich sind, kannst Du von außen nicht sehen: Schließlich bekommst Du die gründlich eingenähten Federn im Idealfall niemals zu Gesicht. Bestimmte Eckdaten können Dir jedoch Anhaltspunkte für eine fachgerechte Verarbeitung und hochwertige Federung bieten. So ist bei seriösen Anbietern die Menge der Taschenfedern immer in „Anzahl pro Quadratmeter“ angegeben, um Dir einen fairen Vergleich mit anderen Modellen zu ermöglichen. Je höher die Federanzahl, desto punktelastischer der Taschenfederkern: Als, finden wir, gut gelten Werte ab ca. 500 Federn/m².

„Alternativen Fakten“ scheuen den Vergleich 

Viele Matratzenanbieter werben mit Features, die toll klingen, aber nichts aussagen. Taschenfederkern -Matratzen mit 3, 5, 7 oder sogar 9 Liegezonen: Das hört sich wichtig und irgendwie logisch an – zeigt aber nach Meinung vieler Experten kaum Auswirkungen, da Du dafür ständig auf Deine korrekte Schlafposition achten müsstest. Angaben zum Härtegrad und zur Stauchhärte von Taschenfederkernmatratzen können Dir dagegen eine erste Orientierung bieten, ersetzen aber keinesfalls Dein persönliches Liegegefühl: Sie sind leider nicht einheitlich genormt, was einen Vergleich unmöglich macht. Für Gütesiegel gilt generell: Lieber erst mal googeln, welche Kriterien genau für das betreffende Label eigentlich durch wen bewertet wurden. Danach löst sich so manches beeindruckende Qualitäts-Siegel gleich wieder in Wohlgefallen auf...

Nachteile von Taschenfederkernmatratzen 

Apropos Auflösen: Auch so mancher Vorteil einer Taschenfederkernmatratze kann sich je nach Schlaftyp nicht nur in Luft auflösen, sondern sogar als handfester Nachteil entpuppen. Das „angenehm kühle Schlafklima“, von dem Verkäufer oft schwärmen, ist eben nur für Personen angenehm, denen schnell zu warm wird. Als chronisch verfrorene Frostbeule hingegen wirst Du damit vermutlich nicht glücklich.

Lesen nur im Liegen – und dann zum Workout 

Fans verstellbarer Lattenroste müssen beim Kauf einer Matratze mit Taschenfederkern aufpassen: So manches Modell ist eher starr und eignet sich nicht für gemütliche Bücherabende bei hochgeklappten Kopfteil. Taschenfederkernmatratzen sind wegen des hohen Stahlanteils sehr schwer – das macht ihre alltägliche Handhabung und den Transport zum Sport für Trainierte. Viele Menschen befürchten zudem gesundheitliche Nachteile aufgrund des hohen Metallanteils von Taschenfederkern-Matratzen; ob diese Sorge berechtigt ist, konnten Forscher bislang nicht abschließend klären.

Federkern nicht nur mit Federkern vergleichen 

Eine wirklich hochwertige Taschenfederkernmatratze ist nicht selten teurer als Latex- oder Kaltschaummatratzen mit vergleichbarem Schlafkomfort. Deshalb solltest Du vor Deiner Kaufentscheidung immer alle Matratzentypen in Deine Recherche einbeziehen. So wird die Belüftungsproblematik herkömmlicher Schaummatratzen in modernen One-for-All-Matratzen wie denen von Snooze Project clever entschärft: Hier werden neuartige, besonders offenporige Schäume als klimaregulierende Zwischenlage verbaut.

Alle Alternativen checken 

Schaumstoffe sind inzwischen durch verfeinerte Herstellungsverfahren deutlich langlebiger und formstabiler als noch vor wenigen Jahren. Kaltschaummatratzen sind vergleichsweise günstig und bieten Dir oft mehr Vorteile fürs gleiche Geld. Sie sind und bleiben garantiert geräuschfrei, funktionieren perfekt in Kombination mit verstellbaren Lattenrosten, und kommen den Bedürfnissen mobiler Großstadt-Nomaden durch ihr geringes Gewicht perfekt entgegen. Eine richtig gute Kaltschaummatratze steckt also so manchen Taschenfederkern ganz locker in die... – genau: Tasche!

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  • Super informativ und leicht verständlich

    Ich finde es sehr spannend, über die verschiedenen Matratzenarten zu lesen. Es ist super, dass ihr aufklärt, welche Matratze für einem selber am besten geeignet ist und worauf man beim Kauf achten muss. Ehrlich gesagt habe ich vorher nie darauf so geachtet, aber jetzt weiß ich, dass es sich schon lohnt, genauer hinzugucken.