Holzarten

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Grundlagen


Holz & Holzmöbel kaufen: So findest Du das passende Holz für Deine Pläne

Holz ist ein faszinierendes Natur-Material mit schier unzähligen Einsatzmöglichkeiten. Der häufigste Grund für die Online-Suche nach Holz sind nicht nur Materialbestellungen für Industrie- und Fachbetriebe: Auch Heimwerker und Bastler wagen sich an manches spannende Do-It-Yourself-Projekt. Träumst Du auch von einem stylischen Bett oder Nachttisch Marke Eigenbau? Vielleicht bist Du aber auch gerade auf der Suche nach schönen Fertigmöbeln aus Holz − nur: welche Holzart nimmst Du da am besten?

Definition: Was ist Holz? / Was versteht man unter dem Begriff Holz?

Unter Holz im ursprünglichen Sinn versteht man das harte Gewebe aller Sprossachsen (Stämme, Äste und Zweige) von Bäumen und Sträuchern. Inzwischen werden aber auch holzige Gewebe von Palmen oder Bambus als Holz bezeichnet, weshalb heute generell die Einlagerung des Biopolymers Lignin in die pflanzliche Zellwand als holztypisch angesehen wird. Gehölze (holzbildende Pflanzen) zählen zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschheit.

Aufgrund seiner Vielseitigkeit und seiner Sonderstellung als schnell nachwachsendem Rohstoff und Energieträger gehört Holz zu den wichtigsten pflanzlichen Produkten überhaupt. Bei seiner Weiterverarbeitung entstanden schon früh Gebrauchsgegenstände, Transportmittel, Bauwerke und Waffen. Speere, Schilde, Essgeschirr, Flöße und Boote, Pfahlbauten, Holzkohle, Stühle, Tische, Brücken, Häuser, Befestigungs-Anlagen: All das ließ und lässt sich bis heute aus Holz herstellen.

Holz entsteht einerseits als willkommenes Nebenprodukt, beispielsweise im Obst- und Nussanbau, wird jedoch andererseits auch häufig zu seiner alleinigen Gewinnung in Nutzwäldern angebaut. Die Holz- und Forstwirtschaft ist seit Jahrtausenden Bestandteil und „Motor“ der menschlichen Zivilisation. Die deutsche Waldfläche besteht derzeit zu weit über 90 Prozent aus Nutzwald. Erst in den letzten Jahren gibt es Bestrebungen, wieder mehr Waldflächen in Naturwälder übergehen zu lassen, um Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten zu schaffen. Die am wenigsten nachhaltige Methode der Holzgewinnung ist die Rodung natürlicher Urwälder, wie sie in weiten Teilen Asiens und Südamerikas stattfindet.

Die Struktur von Holz: Hartholz vs. Weichholz

Im Wald können wir es selbst sehen: Jedes Gehölz hat seinen ganz typischen, artspezifischen anatomischen Aufbau. Aus diesem Grund können sich Holzarten in Bezug auf ihre Struktur und Beschaffenheit sehr stark voneinander unterscheiden. Die wissenschaftliche Beschreibung von Holzstrukturen und die Bestimmung von Holzarten sind sogar Aufgabe einer eigenen Wissenschaft, der sogenannten Holzanatomie.

Wissenschaftlich werden die Holzarten nicht nur in Laub- und Nadelhölzer eingeteilt: Experten unterscheiden je nach Zellaufbau (der Fachbegriff lautet „Darrdichte“) zwischen Hartholz und Weichholz. Diese Unterscheidung ist für Selbermacher und Möbelhaus-Shopper gleichermaßen wichtig, denn nicht jede Holzart eignet sich gleich gut für jedes Möbel. Während Dein Holzbett bedenkenlos aus Weichholz gebaut werden kann, halten draußen bei Wind und Wetter Gartenmöbel aus den dichteren Harthölzern deutlich länger durch. Dieses Wissen kann Dich vor kostspieligen Fehlkäufen bewahren.

Echtholz, Vollholz, Massivholz: Was bedeutet das?

Vollholz

Vollholz ist die Verarbeitungsart, die am nächsten am natürlich gewachsenen Holz angesiedelt ist: Es entsteht aus großen Blöcken, die direkt aus dem Baumstamm gesägt werden. Dazu wird der Stamm von der Rinde befreit, getrocknet und schließlich zu Schnittholz zersägt. Dabei entsteht zum Beispiel Bauholz wie Holzbohlen, Balken, Bretter, und Latten. Für den Möbelbau eignen sich hauptsächlich die hochwertigsten Vollholz-Teile ohne Astlöcher, Risse oder Einschlüsse. Weil die Verarbeitung dieses Holztyps sehr anspruchsvoll sein kann, sind Vollholz-Möbel vergleichsweise teuer.

Massivholz

Massivholz ist eine meist etwas preisgünstigere Alternative zu Vollholz. Bei Massivholz handelt es sich ebenfalls um Schnittholz, das komplett aus Holz besteht − allerdings muss Massivholz im Gegensatz zu Vollholz nicht aus einem Stück geschnitten werden. Ein Massivholzbrett kann aus mehreren Holzteilen desselben Baums oder sogar aus Teilen mehrerer Bäume derselben Baumart bestehen. Die Holzstücke werden zunächst miteinander verleimt, nach dem Trocknen gehobelt und dann erst zu Brettern etc. zugesägt.

Echtholz

Echtholz ist hingegen nicht unbedingt massives Holz: Mit der Bezeichnung „Echtholz“ können auch weniger hochwertige Verarbeitungsformen gemeint sein, die lediglich mit einer dünnen Echtholz-Schicht furniert sind. Unter dem Echtholzfurnier können sich MDF-Platten, Spanplatten oder einfaches Sperrholz befinden, von denen jedoch außen nichts zu sehen ist. Echtholz-Möbel bestehen also meistenteils aus billigerem Faserholz mit „echter“, aber nur sehr dünner Holzoberfläche.

Welche Vorteile und Nachteile Vollholz, Massivholz und Echtholz haben, und für welche Zwecke sich welche dieser drei Holzsorten am besten eignet, erfährst Du ausführlich, wenn Du oben die Links zum jeweiligen Holztyp anklickst!

Welches Holz ist ökologisch sinnvoll?

Immer größer wird beim Holzkauf das Thema Nachhaltigkeit geschrieben, denn Tropenholz gelangt nach wie vor im großen Stil in den europäischen Handel − nicht nur als Material für Möbel, sondern auch im Form von Terrassendielen und sogar Holzkohle. Generell kannst Du davon ausgehen, dass heimische Holzarten unter ökologischen Gesichtspunkten deutlich besser dastehen als die meisten nicht-heimischen Hölzer.

Die unkontrollierte Abholzung tropischer Regenwälder verschlechtert nicht nur die globale Co2-Bilanz immens, sondern vernichtet zudem die Rückzugsbereiche seltener Arten. Zusätzliche Belastungen entstehen durch den Transport großer Mengen Tropenholz um den halben Globus: Der schlechte ökologische Fußabdruck zahlreicher Holzarten aus Fernasien oder Südamerika gibt Anlass zur Suche nach regionalen Alternativen. Die EU hat 2013 die Einfuhr illegal geschlagenen Holzes nach Europa unter hohe Strafen gestellt − dennoch sind Nachhaltigkeitssiegel immer noch mit Vorsicht zu genießen.

Am bekanntesten ist wohl das FSC- Siegel (Forest Stewardship Council): Die unabhängige Nicht-Regierungsorganisation setzt sich seit über 25 Jahren weltweit für eine umweltfreundliche, sozialförderliche Waldbewirtschaftung ein. Der FSC hält selbst heimische Hölzer in puncto Umweltschutz nicht automatisch für gut: Auch diese Holzarten können aus Urwaldregionen stammen. So wächst die Fichte zwar in Deutschland, Fichtenholz im Handel kann aber genauso gut aus schützenswerten Wäldern in Russland stammen. Deshalb sollteste Du beim Holz- und  Möbelkauf grundsätzlich auf das FSC-Siegel achten.

Entscheidungshilfe beim Holz- und Möbelkauf: Holzarten von A-Z

Welche Holzart ist gut, welche schlecht? Wir gehen es ganz locker an: Viele Holzarten kennst Du vermutlich sowieso schon längst, weil wir alle von vielen unterschiedlichen Hölzern umgeben sind − sei es bei Möbeln, Gebrauchsgegenständen oder Weinkisten. Manche Holzarten werden aber noch nicht sehr lange im großen Stil genutzt, und Du hast womöglich noch nie von ihnen gehört.

Die Eigenschaften der wichtigsten Holzarten sowie deren Vorzüge und Nachteile stellen wir Dir deshalb gerne vor. Wenn Du Wert auf ökologische Nachhaltigkeit legst, erfährst Du hier, welche umweltfreundlichen Hölzer in europäischen bzw. regionalen Forstbeständen vorkommen. Und damit Du erkennst, für welchen Zweck sich welches Holz am besten eignet, erläutern wir Dir natürlich auch gleich die Verwendungs-Möglichkeiten der unterschiedlichen Holzarten von Ahorn bis Zwetschge!

Holzlexikon: Die wichtigsten Holzarten / Holztypen von A-Z


Ahorn

Ahornholz wird vor allem in Nordamerika, Europa und Asien gewonnen. Es ist hell, gleichmäßig gemasert und mittelhart bis hart. In Europa gedeihen 13 heimische Ahorn-Arten, von denen vor allem Spitzahorn und Bergahorn industriell verarbeitet werden. Sie unterscheiden sich farblich von Zuckerahorn und Eschenahorn aus den USA und Kanada.

Ahorn ist unempfindlich gegen Abnutzung und wird nicht nur für Möbel, sondern auch als Parkettholz und zum Innenausbau genutzt. Generell lässt sich das feste und zugleich elastische Ahornholz gut verarbeiten und imprägnieren. Für den Außenbereich eignet es sich dennoch nicht, da es zu Rissen, Pilzbefall und bläulichen Verfärbungen neigt.

Akazie

Der Akazienbaum zählt zu den Mimosen-Gewächsen und ist in Australien, Europa, Amerika und Afrika heimisch. Akazienholz ist eine der härtesten Holzsorten, dabei aber ungewöhnlich biegsam, weshalb es gern für schnörkellose Möbel, aber auch für den Außenbereich verwendet wird. Bevor Du Akazienmöbel kaufst, solltest Du genau nachfragen, denn oft wird auch Robinie als Akazie angeboten. Qualitativ macht es allerdings keinen großen Unterschied, ob Du Akazienholz oder Robinienholz bekommst: Beide haben sehr ähnliche, überwiegend vorteilhafte Eigenschaften.

Das Holz der Akazie ist in verschiedensten Farbgebungen verfügbar. Eine Holzöl-Behandlung bringt seine lebhafte Maserung am besten zur Geltung. Sogar unbehandelt ist Akazienholz im Outdoor-Einsatz über Jahrzehnte hinweg witterungsbeständig, unempfindlich gegen Insektenfraß und praktisch immun gegen Pilzbefall − auf plötzliche Temperatur-Schwankungen oder trockene Heizungsluft reagiert es jedoch oft mit unschönen Rissen.

s. auch Robinie

Birke

Von über 50 Birken-Arten in Asien, Europa und Nordamerika werden hauptsächlich Hängebirke und Moorbirke industriell genutzt. Optik und Härte von Birkenholz können je nach Herkunftsort sehr unterschiedlich ausfallen: Meist ist Birke eher weich, biegsam, leicht zu bearbeiten, wenig gemasert und hell − manchmal aber auch gelblich bis rötlich gefärbt. Die sogenannte Eisbirke oder Flammbirke aus Finnland hat eine flammenartige Holzzeichnung. Sie wächst langsamer und bekommt dadurch eine so dichte Struktur, dass sie als Hartholz gilt.

Birke wird für Möbel, Lattenroste, Parkett, Furnier, Musikinstrumente, Diskus-Scheiben und Wurfspeere genutzt, aber auch als Brennholz eingesetzt. Weil Birkenholz geruchlos ist, wird es im Lebensmittelbereich für Kisten und Fässer verwendet. Birkenstämme eignen sich aufgrund ihrer attraktiven, weiß gemaserten Rinde optimal für Dekorationszwecke.

Birne / Birnbaum

Birnbaumholz wird schon lange gerne im Möbelbau verwendet. Es ist hart, schwer, wenig elastisch und strukturbedingt besonders formstabil. Die Farbgebung von Birnenholz ist vor allem vom Alter des Baums abhängig: Sie reicht von blassem Gelbbraun bis zu einem intensiven Rotbraun, das mit der Zeit stark nachdunkelt. Das Holz der Birne ist sehr dicht und weist kaum sichtbare Jahresringe auf.

Trotz seiner Härte lässt sich Birnbaumholz relativ leicht bearbeiten, weshalb es sich für künstlerische Schnitzereien und hochwertige Möbel, aber auch für Paneele, Vertäfelungen, Parkett, Musikinstrumente, Kinderspielzeug und gedrechselte Möbelteile wie Tischbeine eignet. In Deutschland erhältliches Birnbaumholz stammt zum Großteil von alten Obstplantagen, weshalb es eher selten und dadurch recht teuer ist. Als heimische Holzart hat es dafür aber eine einwandfreie Ökobilanz.

Buche

Buchenholz zählt zu den meistverarbeiteten Harthölzern europäischer Herkunft: Vor allem die heimische Rotbuche mit ihrem rötlichen Innenkern ist als Möbel-Werkstoff mit warmer Ausstrahlung beliebt. Neben Fichten- und Kiefernholz ist Buche bei uns das meistverwendete Industrieholz, liefert aber auch begehrte Spezialhölzer für verschiedenste Zwecke. In Nordasien und Nordamerika wachsende Buchenarten werden ähnlich verwendet. Sie haben je nach Art und Wuchsregion hell gelbliches bis rosa-braunes Holz. Die Hainbuche ist übrigens gar keine Buche, sondern ein Birkengewächs: Ihr Holz ist weicher und wird eher für Nutzgegenstände oder Werkzeuggriffe benutzt.

Heimisches Buchenholz erreicht eine sehr gute Umweltbilanz. Nach einer speziellen Methode verarbeitet, ist es besonders hart und verzieht sich kaum, weshalb es sich auch für stark beanspruchte Flächen und Nutzmöbel (Theken, Arbeitsplatten etc.) eignet. Für den Boots- und Instrumentenbau lässt sich Buche über Dampf hervorragend biegen. Buchenholz hält auch im Freien länger als die meisten anderen Holzarten, sofern es mit Holzschutzmitteln imprägniert und im Anschluss geölt oder gewachst wird.

s. auch Rotkernbuche

Eiche

Eichen liefern ein langlebiges, witterungsbeständiges Hartholz, sind weltweit verbreitet und spielen in der Holzindustrie eine Hauptrolle. Unser Eichenholz stammt meist von der Stieleiche (auch Sommereiche, Deutsche Eiche), die eine gute Ökobilanz aufweist. Weil es selbst unbehandelt lange stabil bleibt, wird das Holz der Eiche nicht nur für Möbel, Bodenbeläge, Treppen und Furniere, sondern auch im Freien, beim Haus- und Fachwerkbau, im Schiffbau und zur Herstellung von Fässern eingesetzt. Rinde und Holzabfälle der Eiche werden im medizinischen Bereich zur Herstellung von Gerbsäure verwertet („Eichenrinde-Bäder“).

Weniger stark gemaserte Eichenmöbel können klassisch, aber auch hypermodern wirken, da Eichenholz fast jeden Wohnstil problemlos mitgeht. Generell wird bei Eiche hauptsächlich das feste, grau-braune Kernholz verwendet − die äußere Schicht des Stamms ist zu weich für die Möbelherstellung. Farbe und Maserung von Eichenholz können abhängig von Unterart, Wuchsregion und Bearbeitung stark variieren. So wird für Wildeiche-Möbel im Sinne einer rustikal-natürlichen Optik Holz von Eichen ausgewählt, die besonders viele Äste aufweisen.

Räuchereiche wird mit Ammoniak oder Salmiakgeist begast − bei diesem „Räuchern“ erhält das Eichenholz einen tiefbraunen Farbton und wird geschmeidiger, elastischer sowie widerstandsfähiger gegen Pilz- und Insektenbefall. Räuchereiche eignet sich zur Herstellung von Gartenmöbeln, Booten und äußerst belastbarem Massivparkett.

Erle

Erlen kommen nicht nur in ganz Europa, sondern auch in Teilen Nordafrikas und Asiens vor. Bei uns wird vornehmlich die europäische Schwarzerle zu rötlich-weißem, rötlich-gelbem oder hellbraunem Holz verarbeitet, das am Licht später noch nachdunkelt. In gebeizter Form wird das leichte Weichholz der Erle dank seiner unauffälligen Maserung oft als preisgünstigere Edelholz-Imitation benutzt („Mahagoni-Optik“ etc.).

Das Holz der Erle hat Eigenschaften, die Bastelfans unzählige Möglichkeiten eröffnen: Vom Schnitzen, Fräsen oder Drechseln übers Verleimen, Verschrauben und Polieren bis hin zum Lackieren ist alles vergleichsweise einfach machbar − lediglich beim Einschlagen von Nägeln solltest Du vorsichtig sein, da Erlenholz zum Splittern neigt. Ob für Möbel, im Modellbau, für Spanplatten oder zur Papierherstellung: Erlenholz ist sehr vielfältig verwendbar, eignet sich aber wegen seiner Witterungs-Empfindlichkeit nicht für den dauerhaften Einsatz im Freien.

Esche

Die Esche ist mit mehreren Unterarten in Europa, Nordamerika, Ost- und Südostasien vertreten. Das Holz der gemeinen Esche und der Eberesche („Vogelbeerbaum“) besitzen als heimische Holzarten beide eine gute Ökobilanz. Ihr schweres Hartholz ist trotz seiner hohen Festigkeit relativ elastisch und wird wegen seiner lebhaften Maserung mit sichtbaren Jahresringen gern als attraktives Material für die Innenausstattung verwendet. Das sehr abriebfeste Eschenholz kommt aber auch im Möbelbau, für Bodendielen, als Parkett sowie in vielen anderen Bereichen zum Einsatz.

Das zähe, schwer spaltbare Holz der Esche lässt sich nicht einfach verarbeiten − dafür verzieht es sich danach kaum noch. Seine Farbgebung changiert je nach Eschenart und Herkunft von weißgrauen oder hellgelblichen bis hin zu rötlich-weißen Nuancen. Die Verarbeitung von Eschenholz ist aufwendig, da es sich um ein nur mit hohem Kraftaufwand spaltbares Holz handelt. Abgesehen davon eignet sich Eschenholz nur bedingt zum Polieren und nimmt Holzschutzmittel schlecht an. Da es auch von Natur aus nicht witterungsfest ist, solltest Du Dich für den Outdoor-Bereich lieber nach anderen Holzarten umsehen. 

Fichte

Fichtenholz stammt in unseren Breiten meist aus angepflanzten Nutzwäldern in großen Forstregionen. Das preisgünstige, schnell nachwachsende Fichtenholz macht rund dreißig Prozent der europäischen Waldflächen aus und kommt in puncto Umwelt als heimische Holzart sehr gut weg. Auch in den meisten anderen Erdteilen kommen diverse Fichtenarten vor. Wie die meisten Nadelhölzer ist auch Fichtenholz ein Weichholz. Es ist elastisch, bringt wenig Gewicht auf die Waage und reißt beim Trocknen kaum.

Das helle, meist gelbliche oder rötliche Holz der Fichte wird wegen seiner Tragfähigkeit gerne für stark belastete Möbel wie Regale oder Betten verwendet, kommt aber auch beim Bau von Musikinstrumenten, Dachstühlen, Saunakabinen oder Paletten zum Einsatz. Seine Oberfläche ist zungenförmig gemustert und kann ausgeprägte Astlöcher aufweisen. Fichtenholzabfälle werden zu Brennholz oder zu Zellstoff für die Papierherstellung verarbeitet. Fichtenholz enthält viel Harz, weshalb es sich nur schlecht imprägnieren lässt. Da es anfällig gegen Rotfäule, Pilze und Insektenfraß ist, eignet es sich nicht für den Außeneinsatz.

Kiefer

Die Kiefer ist ein Nadelgehölz, das meist aus Forstgebieten auf der nördlichen Halbkugel stammt. Das helle Kiefernholz hat einen ähnlichen Grundfarbton wie das der Fichte, ist aber meistens von dunkleren, leicht rötlichen Bereichen durchzogen, wodurch es rustikaler wirkt − Astkiefer weist zusätzlich deutlich sichtbare, dunkle Astlöcher auf. Das preisgünstige Holz der Kiefer ist generell etwas härter als Fichtenholz, lässt sich aber sehr gut bearbeiten. Kiefernholz wird wegen seiner Tragfähigkeit und Haltbarkeit bevorzugt im Baubereich eingesetzt, wird aber auch zu Möbeln, Faserplatten, Fußbodenbelägen, Brennholz oder Papier verarbeitet.

Erst durch eine Kesseldruck-Imprägnierung wird Kiefernholz so wetterfest, dass es auch im Außenbereich für Zäune oder Pfosten genutzt werden kann. Eine schlechte Ökobilanz weist Kiefernholz vor allem dann auf, wenn es in tropischen oder subtropischen Gebieten als Monokultur angebaut wird: Hier schlagen weite Transportwege negativ zu Buche. Sogenanntes Nordisches Kiefernholz ist hingegen sehr umweltfreundlich, sollte aber wegen der drohenden Waldbrandgefahr besser in Mischkultur mit anderen Baumarten angebaut werden.

Kirsche / Kirschbaum

Rotbraunes, feinporiges Kirschholz ist besonders als Möbel- und Furnierholz beliebt. Das Edelholz stammt von der Vogelkirsche, Wildkirsche bzw. Süßkirsche, die sich von selbst in Mischwäldern aussät, aber nicht gezielt angebaut wird. Der in weiten Teilen Mitteleuropas und Nordafrikas natürlich vorkommende Baum wächst heute auch in Nordamerika (bei uns als Black Cherry gehandelt) und Indien. Zur Blütezeit kann ein Kirschbaum rund eine Million Kirschblüten tragen, die Bienen und anderen Insekten als Nahrungsquelle dienen. Als heimische Holzart weist Kirschholz insgesamt eine sehr gute Öko-Bilanz auf.

Das edle Kirschbaumholz ist mittelschwer und sehr gut zu bearbeiten. Obwohl elastisch und fest, kann sich Kirschbaumholz bei der Trocknung jedoch stark verziehen und reißen. Da Kirschenholz witterungsunbeständig und gegen Pilz- und Insektenbefall empfindlich ist, eignet es sich eher für den Innenbereich. Die Verarbeitung von Kirschbaumholz ist einfach, weshalb es gern für Drechselarbeiten und im Instrumentenbau benutzt wird. Auch die Behandlung der Kirschholz-Oberfläche mit Beize oder Lasur ist ohne Weiteres möglich.

Lärche

Die Lärche ist ein Nadelbaum, der sich vor allem in der nördlichen Alpenregion wohlfühlt, aber auch in Teilen Asiens und Nordamerikas verbreitet ist.  Während die äußere Schicht im Lärchenstamm relativ schmal ausfällt und hellgelbes Holz hervorbringt, ist ihr Kernholz von rötlich-brauner Farbe. Durch die dunklen Jahresringe wirkt Lärchenholz sehr kontrastreich. Das Holz der Lärche ist sehr hart, schwer und formbeständig. Problematisch sind knorrige Lärchen mit Drehwuchs, deren verwundene Struktur sich negativ auf die Festigkeit auswirkt.

Lärchenholz lässt sich wegen seines Harzgehalts nur schwierig beizen oder lackieren. Es eignet sich aber auch unimprägniert problemlos für draußen, wo es im Laufe der Zeit eine silbergraue Oberfläche ausbildet, und wird gern für Gartenmöbel, Außenverschalungen, Türen und Fenster verwendet. Im Haus können aus dem Holz der Lärche Wandpaneele, Treppen und Böden gefertigt werden − für Möbel ist es ebenfalls geeignet, aber recht selten, da andere Nadelhölzer preisgünstiger sind. Unter ökologischen Gesichtspunkten ist die heimische Lärche wegen ihrer kürzeren Transportwege zu bevorzugen.

Linde

Die Linde ist in ganz Europa verbreitet und war lange ein häufiger Waldbaum, ehe sie zugunsten der Buche verdrängt wurde. Die deutsche Holzindustrie verwendet das Holz der Winterlinde, der Sommerlinde und der Holländischen Linde, doch weitere Nutzarten der Linde wachsen weltweit. Das zart und gleichmäßig gemaserte Lindenholz ist sehr hell. Seine Farbgebung reicht von weiß-gelb bis weiß-rötlich − seltener zeigen sich zartgrüne Streifen oder Flecken. Da das Holz der Linde zu bläulichen Verfärbungen neigt und nicht witterungsfest ist, muss es fachgerecht behandelt und geschützt werden.

Früher hatte jedes Dorf seine Tanzlinde − heute nimmt die Bedeutung von Lindenholz stetig ab, obwohl die Linde das optimale Weichholz fürs Kunsthandwerk liefert: Mit dem weichen Lindenholz lässt es sich prima drechseln oder schnitzen, da es kaum Risse bildet. Das Holz der Linde wird bevorzugt für verschnörkelte, kunstvolle Elemente im Instrumentenbau (Harfen, E-Gitarren), zur Fertigung von Gussformen, aber auch für die Möbelherstellung genutzt. Bei Lindenmöbeln, die oft aus Fernost importiert werden, solltest Du im Hinblick auf die Umwelt lieber Möbel aus heimischer Fertigung wählen, sofern es der Preis erlaubt.

Mahagoni

Mahagoni gehört zu den tropischen Edelhölzern, kommt aus Afrika, Westindien, Mittel- und Südamerika und gilt als besonders elegant. Seine Farbskala umfasst sämtliche Rotbraun-Töne von einem warmen Hellbraun bis zu einem dunkelroten Schwarzbraun. Da die Maserung bei Mahagoni-Holz je nach Sorte und Herkunft stark variiert, findet sich für fast jede Verwendung die passende Optik. Um nicht stumpf zu wirken, muss die Oberfläche von Mahagoni stets gewachst oder lackiert werden.

Das recht teure Mahagoniholz wird nicht nur zu Möbeln und Furnier verarbeitet, sondern in entsprechend vorbehandelter Form auch für luxuriöse Terrassenmöbel und attraktive Böden im Außenbereich verwendet. Sogar für den Bootsbau ist das Holz des Mahagonibaums geeignet: Es ist sehr langlebig, widerstandsfähig und formstabil. Mahagoniholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft ist durch Ökosiegel zertifiziert, erreicht wegen seiner weiten Transportwege aber keine wirklich gute Ökobilanz.

Mango

Der Mangobaum wird in vielen tropischen und mediterranen Ländern hauptsächlich als Obstbaum angebaut. Alte Bäume, die nicht mehr genug Früchte hervorbringen, werden gefällt − Mangoholz ist also ein umweltfreundliches, nachhaltiges Nebenprodukt aus dem Mangoanbau, und nur sein Transport fällt je nach Herkunftsland ökologisch mehr oder weniger stark ins Gewicht. Da Mangobäume bis zu einem Meter dick werden können, werden aus ihrem Holz fast immer Vollholzmöbel für den Innenbereich gefertigt.

Mangoholz hat mehrere positive Eigenschaften, die es vor allem für den Möbelbau interessant machen: Es ist hart, langlebig, leicht und dennoch sehr stabil, sodass es sich auch für Arbeitsplatten, Regale oder Betten optimal eignet. Durch seine warme, hell- bis dunkelbraune Färbung fügt sich das exotische Mangoholz perfekt in viele moderne Wohnstile ein: Mit der Zeit unterstreicht eine natürliche Rissbildung seinen einzigartigen Vintage-Charakter.  Die Oberfläche von Mangomöbeln wird meist mit einer schützenden Lackierung, Öl- oder Wachsschicht versiegelt, die seine faszinierende Maserung betont.

Nuss / Nussbaum

Der Begriff Nussbaum fasst im Hinblick auf die Holzvermarktung gleich mehrere, botanisch unterschiedliche Nussbäume zusammen, die ähnliche Eigenschaften bezüglich ihrer Holzverwendung haben. Weil der Walnussbaum in Deutschland kein gezielt angebauter Waldbaum ist, sondern eher vereinzelt in Parks oder Gärten steht, ist deutsches Nussbaumholz selten und teuer.

Struktur und Färbung von Nussbaumholz unterscheiden sich je nach Standort und Art. Französischer Nussbaum schimmert rötlich-braun und zeigt eine lebendige Maserung. Dunkler und einheitlicher gefärbt ist amerikanischer Nussbaum (Black Walnut, Schwarznuss), der mangels heimischer Walnussbäume inzwischen auch bei uns Einzug gehalten hat und bevorzugt für Furnierholz genutzt wird. Es gibt auch Kreuzungen der unterschiedlichen Nussbäume, deren Holz kommerziell als Nussbaumholz angeboten wird.

Nussbaum-Holz ist generell formstabil, dekorativ, leicht zu verarbeiten und sehr strapazierfähig. Als Edelholz kommt das Holz des Nussbaums oft bei der Innenausstattung, im Instrumentenbau und beim Möbelbau zum Einsatz. Ein Nachteil ist sein Preis: Da nur wenig heimisches Nussbaumholz verfügbar ist, ist dieses entsprechend teuer. Nussholz ist nicht wetterfest, weshalb es im Außenbereich keine Rolle spielt. Unter ökologischen Aspekten solltest Du lange Transportwege vermeiden und lieber zu europäischem Nussbaumholz umschwenken.

s. auch Walnuss / Walnussbaum

Olive / Ölbaum

Der immergrüne, im Mittelmeerraum beheimatete Olivenbaum kann 1000 Jahre und älter werden und liefert ein nachhaltiges Holz mit guter Ökobilanz. Auch in Afrika, Fernost, Australien und Amerika wachsen Unterarten der Olive, weshalb ihr Holz rund um die Welt gehandelt wird. Angebaut wird der Olivenbaum wegen seiner ölhaltigen Früchte, die eingelegt gegessen oder zu Olivenöl verpresst werden können − deshalb wird er gelegentlich auch Ölbaum genannt. Olivenholz ist ein willkommenes Nebenprodukt und wird zunehmend beliebter. Das Holz der Olive eignet sich nicht als Material für Balkonmöbel: Es ist wasserempfindlich und neigt zur Rissbildung, wenn es Temperaturschwankungen ausgesetzt wird.

Die knorrigen Stämme des Olivenbaums bringen Bretter mit sehr reizvoller, vielfältiger Maserung hervor. Nur wenige Teile ohne die für Olivenholz typischen, oft recht großen Lufteinschlüsse eignen sich zur Möbel-Herstellung. Hauptsächlich werden aus dieser hochwertigen und langlebigen Holzart aber dekorative Gebrauchsgegenstände für Küche und Haushalt produziert. Neben Schneidebrettern, Messerblöcken und ähnlichen Koch-Accessoires kann Olivenholz auch für den Instrumentenbau genutzt werden.

Pinie

Die Pinie ist ein europäischer Nadelbaum, der aus den nördlichen Mittelmeerregionen stammt. Sie ist auch als MittelmeerkieferSchirmkiefer oder Italienische Steinkiefer bekannt. Wirtschaftlich betrachtet kommt ihren Samen, den Pinienkernen, die größte Bedeutung zu: Sie schmecken harzig-nussig und lassen sich zu hohen Preisen verkaufen. Das sehr helle, weißlich oder zartrosa getönte Pinienholz ist markant dunkel gemasert und wird aufgrund seiner kontrastreichen Jahresringe gern gekälkt und/oder geölt im Möbel-Handel angeboten.

Je nach Behandlung kann Pinienholz rustikal-natürlich oder auch sehr elegant wirken. Bei der Möbelherstellung wird es meist als Massivholz verarbeitet und eignet sich aufgrund seiner Robustheit und attraktiven Optik ideal für Betten, Schränke, Regale und Vitrinen. Die Ökobilanz von Pinienholz ist gut, da nur der Transport leicht negativ zu Buche schlägt. Pinienholz wird gelegentlich auch als Bauholz oder für die Masten großer Segelschiffe genutzt. Für andere Outdoor-Anwendungen eignet sich Kiefernholz nicht, da es anfällig gegen Pilzbefall und Insektenfraß ist.

Robinie

Die aus Nordamerika stammende, sich seit dem 18. Jahrhundert auch in Europa wild verbreitende Robinie (auch: falsche Akazie, Pseudo-Akazie, Scheinakazie) ähnelt äußerlich der Akazie, ist aber nur entfernt mit ihr verwandt. Robinien bieten nicht nur reichlich Nahrung für Bienen, sondern liefern zudem uns Menschen die witterungsbeständigste und belastbarste heimische Holzart überhaupt. Natürlich enthaltene Substanzen schützen Robinienholz rund 50 Jahre lang effektiv vor Verrottung: Von seiner giftigen Rinde befreit, gilt es als perfektes Material für Gartenzäune, Spielplätze oder Outdoor-Möbel.

Als umweltfreundliche Alternative auch zu witterungsbeständigen Tropenhölzern wie Teak gewinnt Robinienholz zunehmend an Beliebtheit. Ist das Spalten erst geschafft, empfiehlt sich das Hartholz der Robinie sogar als hervorragendes Brennholz mit hohem Heizwert. Balken, Streben oder Bretter aus Robinienholz werden im Baustoffhandel häufig als Akazie angeboten − auch bei angeblichen Akazienmöbeln kann es sich dadurch in Wahrheit gelegentlich um Robinie handeln. Faktisch macht das jedoch keinen wesentlichen Unterschied, da Akazienholz und Robinienholz nahezu dieselben Merkmale aufweisen.

Rotkernbuche

Alte Buchen, deren Holz sich rotbraun einfärbt und eine besonders lebendige Maserung ausbildet, werden als Rotkernbuche bezeichnet. Obwohl das Holz der Rotkernbuche dieselben Eigenschaften mit sich bringt wie ganz normales Buchenholz von jüngeren Bäumen, ist es wegen der Seltenheit ausreichend alter Buchen ziemlich teuer. Rotkernbuchenholz schneidet hinsichtlich seiner Umweltaspekte hervorragend ab: Es ist heimisch, stammt von vereinzelten Waldbäumen und hat meist kurze Transportwege.

Bis vor wenigen Jahren galt Rotkernbuchenholz als minderwertig − heute ist das seltene Naturmaterial gerade für exklusive Möbel besonders begehrt. Umso wichtiger ist es, Möbel aus Rotkernbuche gegen Sonneneinstrahlung zu schützen, denn die rote Färbung neigt zum Verblassen. Auch zur Außennutzung von Rotkernbuchenholz ist eine vorherige Oberflächenbehandlung obligatorisch, da es sich sonst schnell verzieht.

Teak / Teakbaum

Neben seinen ursprünglichen Verbreitungsgebieten in Indien, Myanmar, Thailand und Laos wird der Teakbaum heute auch aus dem gesamten restlichen Tropenraum zu uns exportiert. Gefährdet sind originäre Teakbestände in südasiatischen Monsunwäldern speziell durch illegalen Holzeinschlag sowie Wanderfeldbau, weshalb Teakholz aus ökologischer Sicht nicht die beste Wahl beim Holz- bzw. Möbelkauf ist. Das Kernholz des Teakbaums ist hell- bis mittelbraun und kann sowohl kühle als auch warme Farbnuancen haben − selten ist es sogar braunschwarz gestreift (Schwarzstreifen-Teak).

Natürliche Inhaltsstoffe wie Kautschuk und sekundäre Pflanzenstoffe sorgen nicht nur dafür, dass Teakholz eine matte, klebrige Oberfläche aufweist − von Pilzen, Insekten und sogar Bohrmuscheln wird das schwer entflammbare sowie wasserabweisende Hartholz ebenfalls verschmäht, weshalb es sich optimal für Außenbereich, Schiffbau, Bodenbeläge, Türen und Möbel eignet. Die Bearbeitung von Teakholz kann dadurch zu einer klebrigen Angelegenheit werden, ist mit scharfen Hartmetall-Werkzeugen aber trotz seiner Härte relativ gut zu bewerkstelligen.

Walnuss / Walnussbaum

Während unter dem Begriff "Nussbaumholz" mehrere ähnliche Nussbaumarten zusammengefasst werden, bezeichnet der Begriff Walnussholz ausschließlich das Holz der "echten“ Walnuss, wie sie auch bei uns in Parks, neben Ackerflächen oder als Alleebaum vorkommt. Der Walnussbaum stammt aus Asien und hat sich von dort aus mit der Zeit bis nach Europa ausgebreitet. Kultiviert wird er hauptsächlich wegen seiner Früchte, der Walnüsse − in Deutschland hat er jedoch schon lange an Bedeutung verloren. Heute stammt bei uns erhältliches Walnussholz meist von großen Nuss-Plantagen in Frankreich oder Kalifornien.

Neuerdings gibt es Bestrebungen, auch in Deutschland wieder mehr Walnussbäume anzupflanzen. Bis dahin dürfte französisches Walnussholz unter ökologischen Aspekten am nachhaltigsten sein. Dank seiner ausgeprägten Maserung und variantenreichen Farbgebung ist das schwere, harte Walnussholz eine gute Alternative zu vielen Tropenhölzern. Es lässt sich problemlos bearbeiten, ist aber wenig wetterfest. Das attraktive Wurzelholz des Walnussbaums wird gern für Armaturenbretter von Luxuskarossen verwendet. Für Innenausstattungen, im Instrumentenbau und bei der Möbelfertigung kommen sämtliche Baumteile zum Einsatz.

s. auch Nuss / Nussbaum 

Zirbe / Zirbelkiefer

Einen regelrechten Hype erfährt seit einigen Jahren das Zirbenholz (auch Zirbelholz, Zirmholz): Das ihm entströmende, aromatisch duftende ätherische Öl soll eine beruhigende Wirkung haben − zudem wirkt es bakterienhemmend und hält Insekten fern. Die Zirbelkiefer heißt je nach Region auch Zirbe, Zirbenbaum, Zirm, Arve oder Arbe. Die knorrigen Nadelbäume wachsen ausschließlich in den Karpaten, der Hohen Tatra und den Zentralalpen, wo sie dank der dort herrschenden Witterungsverhältnisse ein sehr hartes, aber leichtes und ansprechend gemasertes, helles Holz produzieren.

Die Samen der Zirbe sind essbar, Zirbelholz-Extrakte werden für Spirituosen und in der Aromatherapie eingesetzt, aber auch das Zirbenholz selbst eignet sich wegen seines schlaffördernden Aromas optimal zur Herstellung von Massivholzbetten und Lattenrosten. Das leicht zu bearbeitende Holz der Zirbenkiefer wird bereits seit Jahrtausenden zur Fertigung von Berghütten, aber auch von Gebrauchsgegenständen für Küche und Haushalt genutzt. Der Vertrieb wird häufig regional organisiert, weshalb Zirbenmöbel und andere Produkte aus Zirbenholz meist sehr nachhaltig und umweltfreundlich sind.

Zwetschge / Zwetsche

Zwetschgenholz ist rotbraun und sehr kontrastreich gemasert, weshalb es gern für Kleinmöbel, Drechsel- und Schnitzarbeiten verwendet wird. Zwetschgenholz fällt als Nebenprodukt im Obstbau an: Der Zwetschgenbaum wird in Europa, Asien, Nordamerika und Südafrika kultiviert und hat sich durch unzählige Kreuzungen perfekt an die regionalen klimatischen Gegebenheiten angepasst.

Aufgrund seiner speziellen Eigenschaften ist Zwetschgenholz zwar hart, aber nicht witterungsbeständig und kaum resistent gegenüber Insekten und Pilzen. Zwetschgenholz ist oft spröde und nicht sehr formstabil − dennoch lässt es sich leicht bearbeiten. Wird das Holz der Zwetschge zu schnell getrocknet oder Temperatur-Schwankungen ausgesetzt, neigt es zu Rissbildung und Schwund. Seine Oberfläche lässt sich gut mit Holzschutzmitteln, Lasuren, Ölen oder Lacken behandeln. Zwetschenholz weist bei regionalem Bezug eine hervorragende Umweltbilanz auf, ist aber nur in kleinen Mengen verfügbar.

Unser Fazit


Holz ist einzigartig − und hat viele Positive Eigenschaften

Da es für nahezu jede Anwendung das passende Holz gibt, begegnet Dir dieses nachhaltige Material wohl jeden Tag in verschiedensten Formen. Brennstoff für den Kamin, stabiles Bettgestell, federnder bzw. starrer Lattenrost oder heimeliger Wohnzimmertisch: Holz hat dank seiner unterschiedlichen Eigenschaften so viele Vorteile, dass es aus unserem Alltag kaum wegzudenken ist.

Holz ist antistatisch. Besonders Massivholz kann zudem das Raumklima verbessern und je nach Sorte antibakterielle Eigenschaften aufweisen, die es auch für Asthmatiker interessant machen. Für jede Anwendung gibt es geeignete Hölzer, wodurch sich Holz perfekt als Material für BastlerInnen und HeimwerkerInnen eignet. Durch die Unterschiede bezüglich seiner Maserung und Farbgebung lässt sich nahezu jede Optik durch die Wahl der passenden Holzart erreichen. Selbst im anspruchsvollen Außenbereich können manche Holzsorten Terrassenmöbel aus Kunststoff locker schlagen, denn während verwitterter Polyrattan meist ersetzt werden muss, lassen sich gute Outdoor-Holzmöbel immer wieder aufarbeiten.

Unter den richtigen Anbau- bzw. Abbau-Bedingungen ist Holz als Rohstoff nachhaltig und umweltfreundlich. Da gerade in den Tropen noch immer große Wälder gerodet und letztendlich vernichtet werden, solltest Du beim Kauf von Rohholz, Holzmöbeln, Laminatböden und ähnlichen Holzprodukten immer auf die FSC-Zertifizierung achten. Um weite Transportwege im Sinne einer besseren CO2-Bilanz zu vermeiden, greifst Du im Zweifelsfall am besten auf heimische oder zumindest europäische Holzarten zurück.

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