Matratzenhöhe: Wie wichtig ist die Höhe einer Matratze?

Matratzen scheinen während der letzten Jahre immer höher zu werden − doch ist die Höhe einer Matratze tatsächlich wichtig für Deinen guten Schlaf, oder sind besonders dicke Matratzen in Wahrheit bloß Geldmacherei? Snooze Project klärt auf: Wir zeigen Dir, was es mit dem Hype um die Matratzenhöhe auf sich hat − und wie hoch Deine Matratze wirklich sein sollte!

Matratzenhöhe: Grundlagen

Beim Kauf einer neuen Matratze steht der Wunsch nach einem ganz bestimmten Format bestimmt auch bei Dir an oberster Stelle. Während die Länge einer Matratze − von den eher selten nachgefragten Sondermaßen einmal abgesehen − gewöhnlich 200 cm beträgt, richtet sich ihre Breite nach der geplanten Nutzung, Deinen persönlichen Vorlieben, der Größe eines bereits vorhandenen Betts sowie den Abmessungen des Schlafzimmers.

Nur die wenigsten Verbraucher fragen sich hingegen im Vorfeld eines Matratzenkaufs, wie hoch bzw. wie dick ihre neue Matratze eigentlich sein soll. Der Grund dafür ist häufig mangelnde Aufklärung: Kaum jemand ist sich der Rolle bewusst, die auch die Matratzenhöhe in bestimmten Fällen für den Schlafkomfort spielen kann. Snooze Project räumt mit alten Missverständnissen auf: Wir erklären Dir gewohnt sachlich und verständlich alles Wissenswerte rund um die Matratzenhöhe.

Matratzenhöhe: Die Definition unterschiedlicher Höhenangaben

Wichtig zu wissen ist zunächst, dass der Begriff „Höhe“ in Bezug auf Matratzen gleich mehrere Bedeutungen haben kann: Der Handel unterscheidet zwischen Kernhöhe, Gesamthöhe und Steghöhe. Abhängig vom Einzelfall kann jede dieser unterschiedlichen Matratzenhöhen wesentlich für Dich sein − um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, ist es also entscheidend, Höhenmaße stets auch in Deinem ganz individuellen Kontext zu betrachten.

Der eigentliche Matratzenkern ist je nach Modell noch von weiteren Lagen umschlossen, deren Dicke − anders als etwa zusätzliche Topper oder das Bettlaken − zur Gesamthöhe der Matratze beiträgt. Die Gesamthöhe setzt sich also aus der Dicke mehrerer in der Matratze verbauten Materialschichten zusammen. Doch auch speziellere Begriffe wie Kernhöhe, Steghöhe oder Einstiegshöhe erklären sich anhand ihrer Bezeichnungen fast schon von alleine. Wenn Du die folgenden Definitionen kennst, macht Dir in puncto Matratzenhöhe kein Verkäufer mehr so leicht etwas vor.

Definition Kernhöhe

Die Kernhöhe bezeichnet die Höhe des innenliegenden Matratzenkerns. Matratzen bestehen gemeinhin aus dem Matratzenkern, einer Kernummantelung bzw. einseitigen Auflage sowie dem auch von außen sichtbaren Matratzenbezug. Da hauptsächlich das Kernmaterial über die Liege- und Komforteigenschaften einer Matratze entscheidet, gilt die Kernhöhe als aussagekräftiges Qualitätsmerkmal. Die optimale Matratzen-Kernhöhe hängt von Körperform, Gewicht und bevorzugter Schlafposition der darauf liegenden Person ab.

Je nach Matratzentyp können Matratzenkerne aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sein, die die Funktionsweise der jeweiligen Matratze maßgeblich beeinflussen. Bei einer Viscomatratze besteht der Kern aus viscoelastischem Schaumstoff, bei einer Latexmatratze aus aufgeschäumtem Kunst- und/oder Naturlatex, bei einer Kaltschaummatratze aus Kaltschaum und bei einer Federkernmatratze aus einem Geflecht aus Stahlfedern, das nach außen hin zusätzlich mit Schaumstoff- oder Vliesschichten gepolstert wird.

Aufgrund ihres andersartigen Aufbaus können die Kernhöhen unterschiedlicher Matratzentypen bei gleicher Gesamthöhe stark variieren. Weil die Kernhöhe von außen jedoch nicht erkennbar ist, solltest Du Dich vor dem Kauf danach erkundigen: Dadurch verhinderst Du, dass Dir für Dein gutes Geld übermäßig viel unnützes Füllmaterial ohne echten Mehrwert für Deinen Schlafkomfort verkauft wird.

Definition Gesamthöhe

Die Gesamthöhe einer Matratze ergibt sich aus allen fest zu ihr gehörenden Schichten, wozu auch mitgelieferte Spezialbezüge wie Allergiker-Encasings zählen. Nicht zur Gesamthöhe gehören separat erhältliche Topper. Hohe Matratzen sind meist teurer, erzielen ihre Gesamthöhe jedoch häufig nur durch zusätzliche Polsterschichten. Laut Stiftung Warentest genügt für die meisten Schlaf- und Körpertypen eine Matratzen-Gesamthöhe von 16 bis 18 Zentimetern.

Definition Steghöhe

Die Steghöhe umfasst die komplette Schlafunterlage − von Oberkante Lattenrost bis Unterseite Bettlaken. Bei den meisten Matratzenmodellen entspricht die Steghöhe der Gesamthöhe − doch bei Boxspringbetten ist mit der Steghöhe mitunter das Maß der gesamten Schlafunterlagen, also von Matratze plus Matratzentopper gemeint. Die Steghöhe spielt weniger beim Matratzenkauf selbst als bei der Wahl gut sitzender Spannbetttücher eine Rolle.

Der Aufbau von Boxspringbetten unterscheidet sich von dem anderer Bettsysteme: Oft ist die Obermatratze bereits ab Werk vom selben dekorativen Bezugsstoff umhüllt wie die Außenseite des Unterbaus − dann genügt es im alltäglichen Gebrauch, lediglich den auf der Obermatratze liegenden, meist nur wenige Zentimeter dünnen Matratzentopper zu beziehen.

Ist die Boxspringmatratze hingegen nicht mit einem Dekostoff bezogen, sondern „nackt“ wie andere handelsübliche Matratzen, muss sie zusammen mit dem Topper von einem speziellen Boxspring-Bettlaken mit extrahohem Stegmaß umspannt werden − herkömmliche Spannbettlaken wären aufgrund ihrer Auslegung auf die niedrige Steghöhe anderer, dünnerer Matratzentypen etwas zu klein und könnten im alltäglichen Gebrauch verrutschen.

Definition Einstiegshöhe

Die Einstiegshöhe bezieht sich zwar auf das komplette Bett, kann jedoch auch von der Matratzenhöhe abhängen − etwa, wenn beim Auftreten körperlicher Einschränkungen durch Krankheit oder Lebensalter die Einstiegshöhe eines bereits vorhandenen Schlafsystems nachträglich angehoben werden soll. Bei vielen Bettentypen lässt sich die Einstiegshöhe durch eine höhere Matratze um die entscheidenden Zentimeter aufstocken, die das Hinlegen und Aufstehen erleichtern.

Die Einstiegshöhe gibt an, wie hoch Bettfüße, Lattenrost bzw. Federkern-Box, Matratze und eventuelle Auflagen zusammen sind: Gemessen wird die Entfernung vom Boden bis zur Liegefläche. Während Du bei einer niedrigen Einstiegshöhe fast schon ins Bett plumpst und morgens nur mit einer ordentlichen Kraftanstrengung auf die Beine kommst, fällt beides mit einer höheren Einstiegshöhe bedeutend leichter. Am krassen Unterschied zwischen einem extrem niedrigen, bodennahen Futonbett und einem hohen Boxspringbett im amerikanischen Stil wird deutlich, wieso vor allem Senioren ihre herkömmlichen Betten gern mittels dicker Matratzen auf eine bequemere Einstiegshöhe nachrüsten.

Effektiver als durch eine höhere Matratze lässt sich die Einstiegshöhe durch Maßnahmen wie einen verstellbaren Lattenrost oder ein insgesamt höher angelegtes Bettgestell variieren − doch da die Matratze von sämtlichen Komponenten am häufigsten ausgetauscht wird, bietet sie meist die nächstliegende Alternative, um die Einstiegshöhe kostengünstig und mit geringem Aufwand anzuheben.

Matratzenhöhe messen

Beim Ausmessen der Matratzenhöhe müssen Gesamthöhe und Kernhöhe der Matratze klar voneinander getrennt betrachtet werden. Die Kernhöhe lässt sich nicht einfach zuhause messen, da Du hierfür den innenliegenden Matratzenkern aus dem Bezug nehmen und von weiteren ihn umhüllenden Schichten befreien müsstest − ohne professionelle Ausstattung hättest Du jedoch keine Chance, diese Teile wieder zu einer funktionsfähigen Matratze zusammenzusetzen. Wir empfehlen Dir deshalb, die Kernhöhe vor dem Kauf Deiner Matratze beim Anbieter zu erfragen.

Geht es ans Messen der Gesamthöhe, liegt die Problematik woanders: Da jede Matratze ihrem Zweck entsprechend aus nachgiebigen Materialien besteht, ist es gar nicht so leicht, ihre Gesamthöhe bzw. -dicke korrekt festzustellen. Gerade an den Kanten und Rändern wird der weiche Matratzenkern durch den straff sitzenden Matratzenbezug zusammengedrückt, sodass die Messung am Rand oft nicht die durch den Händler angegebene Matratzenhöhe ergibt. Es gibt jedoch einen einfachen Trick zur exakten Ermittlung der Matratzen-Gesamthöhe, den wir Dir gerne verraten.

In 3 Schritten: Matratzenhöhe richtig messen

  1. Lege Deine Matratze auf einen geraden, unnachgiebigen Untergrund (z. B. auf den sauberen Boden)
  2. Lege ein längeres, gerades, nicht allzu schweres Brett (ersatzweise geht auch eine Vorhangschiene oder stabile Leiste) locker auf die Matratze, sodass ein Ende übersteht.
  3. Miss nun die Entfernung von dessen unterem Rand bis zum Untergrund/Boden.

Gängige Matratzenhöhen-Bezeichnungen: Economy, Standard, Komfort & Premium

Auf der Suche nach Deiner neuen Matratze wirst Du vermutlich sehr unterschiedlichen Matratzenhöhen begegnen. Noch vor wenigen Jahrzehnten waren die meisten Modelle lediglich 13 bis 16 cm dick, was den meisten SchläferInnen auch vollauf genügte. Dessen ungeachtet sind heutzutage viele Matratzen bedeutend höher: Die Mehrzahl liegt bei einer Höhe von rund 18 bis 20 cm, wobei die Skala in Einzelfällen bis zu 32 cm erreichen kann.

Die Hauptursache für den Trend hin zu immer höheren Matratzen liegt vermutlich in der demografischen Entwicklung unserer Gesellschaft. Dass es immer mehr ältere Menschen gibt, erklärt die gesteigerte Nachfrage nach besonders dicken Matratzenmodellen in Komfort- oder gar Premium-Höhe: Derartige Matratzen sorgen nicht nur für mehr Bequemlichkeit beim morgendlichen Aufstehen, sondern machen das Bett auch tagsüber als Sitzmöbel beim Anziehen und als leicht erreichbare Ablagefläche für Kleidung oder Wäsche nutzbar.

Wer diese Funktionen (noch) nicht benötigt, kann sich im Grunde genauso gut für eine dünnere Matratze in Economy- oder Standard-Höhe entscheiden: Beim Liegekomfort sind zwischen hohen und weniger hohen Matratzen kaum Unterschiede festzustellen, sofern die Materialqualität stimmt und die Wahl dem individuellen Schlaftyp entspricht. Wer Lattenrost oder Boden durchspürt, braucht meist gar keine höhere Unterlage, sondern einfach nur eine neue und vor allem qualitativ hochwertige Matratze.

Die Entscheidung für eine bestimmte Matratzenhöhe hängt von der Nutzungshäufigkeit des Betts ab − und von den Ansprüchen, die das gesamte Schlafsystem aus Bett, Lattenrost und Matratze erfüllen können soll.

Matratzen-Höhe: Was bedeutet Economy / Standard / Komfort / Premium?

BezeichnungHöheNutzungsbeispiele
Economy-Höhe12-16cmFür Kinder- / Jugendbetten, auch für seltener genutzte Betten wie Gästebett, Bett im Ferienhaus / Wohnmobil.
Standard-Höhe17-20cmBeliebteste Höhe, für die meisten Menschen geeignet, passt zu fast allen gängigen Bettentypen.
Komfort-Höhe21-27cmBei besonderen Ansprüchen an Körperanpassung & Druckentlastung, für Personen mit höherem Körpergewicht, zum Umrüsten von Wasserbetten auf herkömmliche Matratzen.
Premium-Höheab 28cmAus ergonomischen bzw. gesundheitlichen Gründen, bei Wunsch nach erleichtertem Ein- & Ausstieg (betrifft oft SeniorInnen), zur Umrüstung von Wasserbetten, als hohe (Federkern-)Matratze fürs Boxspringbett

Matratzen für Kinder und Jugendliche sind generell niedriger sind als die meisten Erwachsenenmatratzen. Der Grund hierfür liegt in der noch nicht vollständig ausgebildeten Skelett- und Muskelstruktur junger Menschen: Ein allzu tiefes Einsinken in die Liegefläche ist während des Wachstums nicht erwünscht, sodass sich die Economyhöhe für Kinder als vollkommen ausreichend erwiesen hat. Etwas höhere Matratzen sind nach Expertenmeinung erst für Teenager ab etwa 14 Jahren sinnvoll.

Unter den Erwachsenen-Matratzen fallen in puncto Höhe vor allem die Modelle für Boxspringbetten ins Auge. Bei den ursprünglich aus den USA stammenden, inzwischen auch in Skandinavien schon lange verbreiteten Betten mit Federkern-Untergestell statt Lattenrost kommen häufig extradicke Federkernmatratzen in Komfort- oder Premiumhöhe zum Einsatz. Eine genaue Festlegung oder Zuordnung bestimmter Matratzenhöhen zu einzelnen Bettentypen gibt es jedoch nicht: Im Grunde lässt sich jede Matratzenhöhe mit nahezu allen Betten kombinieren.

Qualitätsmerkmal Matratzenhöhe

Welche Eigenschaften ergeben sich aus der Matratzenhöhe?

Dass viele VerbraucherInnen eine höhere Matratzenhöhe unwillkürlich mit mehr Liegekomfort verbinden, liegt in der Anfängen der industriellen Matratzenherstellung begründet: Damals war Schaumstoff sehr teuer − und Matratzen entsprechend dünn gefüllt. Dicke Matratzen waren aufgrund der größeren Schaumstoffmenge für die meisten Menschen unerschwinglich, weshalb sie als Luxusartikel galten. Diese Einordnung ist offenbar bis heute in unseren Köpfen haften geblieben.

Weil die ersten Schaumstoffe noch recht wenig Stützkraft boten, sackte man bei zu geringer Matratzenhöhe tatsächlich oft bis auf den Rost durch − doch inzwischen hat sich die Formstabilität und Rückstellkraft hochwertiger Schaumstoffe wie dem beliebten Kaltschaum längst verbessert: Selbst wenn es angesichts plakativer Werbeaussagen noch immer so scheinen mag, lassen sich aus der Matratzenhöhe heute keine unmittelbaren Rückschlüsse auf weitere Eigenschaften oder Qualitätsmerkmale einer Matratze mehr ziehen.

Warum ist die Matratzenhöhe wichtig?

Beim Schlafen in der Seitenlage sollten Deine Schulterpartie und Dein Hüftbereich so tief in die Matratze einsinken können, dass die Wirbelsäule von hinten gesehen eine gerade Linie bildet. Auf diese Weise ruhst Du in einer natürlichen Haltung, die die nächtliche Erholung von Bandscheiben und Rückenmuskulatur ermöglicht. Bei zu geringer Matratzenhöhe bleibt die Wirbelsäule hingegen gekrümmt: Ähnlich wie auf einer Isomatte kann es zu Fehlstellungen, Muskelverspannungen und Rückenschmerzen kommen.

Wenn Du bequem und ergonomisch korrekt schlafen möchtest, sollte Deine Matratze also eine gewisse Gesamthöhe erreichen − doch selbst für Personen mit höherem Körpergewicht oder für passionierte Seitenschläfer, deren Becken- und Schulterpartie ja besonders tief in die Liegefläche einsinkt, genügt nach Ansicht namhafter Schlafexperten auch für die allnächtliche Nutzung bereits eine Matratzendicke von etwa 16 bis 18 Zentimetern.

Gewicht und Körperbau spielen beim Matratzenkauf eine wesentliche Rolle: Angesichts moderner Materialien mit hoher Stützkraft kommen RückenschläferInnen, Kinder und auch manche leichtgewichtige Erwachsene oft problemlos mit noch dünneren Matratzen zurecht. Sofern die Materialqualität stimmt, müssen die Liegeeigenschaften dünner Matratzen nicht automatisch schlechter sein. Als minimale Matratzendicke setzen Fachleute etwa 10 Zentimeter an: Noch dünnere Modelle eignen sich demnach höchstens für eine gelegentliche Nutzung.

Stellt die Matratzenhöhe ein Qualitätsmerkmal dar?

Besonders hohe Matratzen mit dickem Matratzenkern werden von vielen Anbietern auch als besonders komfortabel angepriesen. Tatsächlich werden entscheidende Güte-Eigenschaften wie hohes Raumgewicht, gute Körperanpassung, hochwertige Materialien oder zeitgemäßer Aufbau des Matratzenkerns aber gar nicht oder nur in geringem Ausmaß von der Matratzenhöhe beeinflusst.

Quellen, die die Kernhöhe einer Matratze als Qualitätsmerkmal werten, verschweigen zumindest einen Teil der Wahrheit: Ein Matratzenkern aus minderwertigen Materialien kann noch so hoch sein − gut schlafen wirst Du auf Dauer aber nicht darauf, zumal oft schon nach wenigen Monaten erste Kuhlen und Dellen fühlbar werden. Davon abgesehen neigen viele Matratzen mit zunehmender Höhe zu einem undefinierten, wackligen und schwammigen Liegegefühl.

Obwohl Matratzen in Komfort- oder Premiumhöhe auf den ersten Blick keine Nachteile mit sich zu bringen scheinen, solltest Du Dich nur dann für sie entscheiden, wenn es sinnvoll erscheint − denn mit zunehmender Matratzenhöhe steigt nicht selten auch der Preis. Dabei nimmt der zusätzliche Nutzen schon ab etwa 20 cm deutlich ab: Dann zahlst Du womöglich mehr für ein Plus an Matratzenhöhe, das Dir in Wahrheit überhaupt keinen echten Mehrwert − also keinen besseren Schlafkomfort − bietet.

In der Gesamtsicht verrät die Matratzenhöhe nichts über die Qualität einer Matratze: Wie bequem und langlebig das jeweilige Modell ist, hängt viel eher von Material, Verarbeitung und Aufbau ab. Ein Matratzenkern aus minderwertigem Schaumstoff kann 30 cm hoch sein − er wird dennoch rasch an Stützkraft verlieren. Nicht selten wird die zusätzliche Höhe auch nur durch unnütze Schichten ohne echte Funktion erzielt. Deswegen empfehlen wir Dir, Dein Geld statt in die Dicke des Matratzenkerns lieber in wesentlichere Qualitätskriterien Deiner neuen Matratze zu investieren.

Kaufberatung & Tipps

Die richtige Matratzenhöhe

Weil Boxspringbetten auch bei uns zunehmend im Trend liegen, sind extrahohe Matratzen in Wohnzeitschriften und Einrichtungsblogs viel häufiger zu sehen als früher − doch im Hinblick auf den gesamten Matratzenmarkt werden sie wohl auch in Zukunft zu den Nischenprodukten zählen. Für Personen mit höherem Körpergewicht oder für SeitenschläferInnen kann es sich dennoch lohnen, auf mehr Matratzenhöhe zu achten: Wer etwas schwerer ist oder am liebsten auf der Seite liegt, sollte keine allzu dünne Matratze wählen. Um möglichst vielen Schlaftypen ein angenehmes Liegegefühl zu ermöglichen, sind die meisten Matratzen heutzutage aber sowieso mindestens 18 cm dick.

Unsere Snooze Project Matratzen können wir dank ihrer hochwertigen Materialien und ihrer Gesamthöhe von 19 cm bedenkenlos allen Schlaftypen bis zu einem Körpergewicht von 120 kg empfehlen. Durch ihren intelligenten, mehrschichtigen Aufbau eignen sich Snooze Project Matratzen für Boxspringbetten genauso gut wie für herkömmliche Bettgestelle mit Roll- oder Lattenrost. Sogar direkt auf dem harten Fußboden liegend sorgen sie jederzeit für zuverlässige Stützung ohne schmerzhafte Durchhänger.

Nachweislich sinnvoll ist die Anschaffung einer Matratze in Komfort- oder gar Premiumhöhe praktisch nur für Menschen, die bei ihrem Bett für einen erleichterten Ein- und Ausstieg sorgen möchten. Aus Marketinggründen wird es gern anders dargestellt, da sich Preisaufschläge bei hohen Matratzen viel leichter argumentieren lassen − doch in Wahrheit müssen selbst Bodenmatratzen, One-fits-All-Matratzen oder Matratzen für Boxspringbetten keine übermäßige Höhe erreichen, um für guten Schlaf zu sorgen.

Weitere wichtige Matratzen-Eigenschaften

Ausgehend von Deinem Schlaftyp und Deinen persönlichen Schlafvorlieben ergibt sich der beste Schlafkomfort aus dem Zusammenspiel zwischen Matratzenmaterial, Aufbau des Matratzenkerns, Stützkraft und Elastizität. Daher solltest Du erst im zweiten Schritt auf die Matratzenhöhe schauen: Es gibt andere, teils bedeutend hilfreichere Merkmale, die Dir manche Enttäuschung beim Matratzenkauf ersparen können.

Matratzenart & -Material

Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen zwei Matratzenarten: Federkern- und Schaumstoff-Matratzen. Eine Tabelle, die die Eignung von Federkern- und Schaummatratzen für unterschiedliche Anforderungen übersichtlich vergleicht, findest Du in unserem Artikel über Matratzenarten.

Bonellfederkern-, Taschenfederkern- und Tonnentaschenfederkern-Matratze gehören zur Familie der Federkernmatratzen und sind in ihrem Innern mit Stahlfedern ausgestattet, die unterschiedlich geformt, miteinander verbunden oder in einzelne Stofftaschen eingenäht sein können – daher auch die verschiedenen Bezeichnungen. Einfache Federkernmatratzen reagieren flächenelastisch, geben also nicht punktgenau nach. An die Punktelastizität hochwertiger Kaltschaummatratzen reichen lediglich teurere Modelle mit Taschenfederkern heran.

Bei Kaltschaummatratze, Latexmatratze und Viscoschaum-Matratze handelt es sich um Schaumstoffmatratzen: Ihre Kerne werden aus Kautschuk oder Polyurethan aufgeschäumt und in Form gegossen oder nachträglich zugeschnitten. Hochwertige Schaummatratzen sind sehr punktelastisch und pflegeleicht − zudem gibt es für jeden Schlaftyp passende Modelle, teils auch schon zu sehr günstigen Preisen. Sogenannte One-fits-All-Matratzen wie unsere Snooze Project Matratze erleichtern den Kauf, da sie vielseitig nutzbar sind und sich praktisch jedem Schlaftyp anpassen.

Raumgewicht

Die entscheidenden Eigenschaften jeder Matratze werden vor allem durch die Qualität des Kernmaterials bestimmt − und diese lässt sich zumindest bei Schaumstoffmatratzen auf einen Blick am Raumgewicht ablesen: Das Innenleben einer Kaltschaummatratze kann beispielsweise ab einem RG-Wert von 35 als gut, ab RG 40 als sehr gut und ab RG 50 als besonders langlebige Premiumqualität gelten. Anhand des hohen Raumgewichts bzw. RG-Werts kannst Du hochwertige Matratzen mit langer Lebensdauer treffsicher erkennen.

Härtegrad

Herstellerangaben zum Härtegrad können zwar Anhaltspunkte liefern, sind aber mangels einheitlicher Normung nicht untereinander vergleichbar. Inzwischen werden zahlreiche Modelle auch mit 2 unterschiedlich nachgiebigen Seiten angeboten. Moderne One-fits-All-Modelle wie unsere Snooze Project Matratzen weisen einen mittleren Härtegrad auf und reagieren dank spezieller Materialien auf zunehmende Belastung mit dem angemessenen Gegendruck − auf diese Weise liegst Du unabhängig von Körpergewicht und bevorzugter Schlafposition immer gleich bequem, ohne Dir um unübersichtliche Härtegrad-Angaben den Kopf zerbrechen zu müssen.

Schichten

Viele Schichten werden gern als Verkaufsargument für hochpreisige Modelle angeführt − doch bei sorgfältiger Produktion genügen bereits zwei bis drei Schichten vollkommen. Ein fachmännisch durchdachter Aufbau aus wenigen sinnvoll angeordneten Schichten nutzt die besten Eigenschaften der verwendeten Materialien optimal aus. Bei Snooze Project sichert eine clevere Kombination aus stützender Basis und anschmiegsamer Komfortschicht die Langlebigkeit und punktgenaue Anpassungsfähigkeit Deiner Matratze − und sorgt dadurch über viele Jahre hinweg für gleichbleibend maximalen Schlafkomfort.

Liegezonen

Ähnlich wie mit den Schichten verhält es sich auch mit den Liegezonen der von zahlreichen Anbietern propagierten 7-Zonen-Kaltschaummatratze, bei der Einschnitte im Matratzenkern die Nachgiebigkeit des Kaltschaums beeinflussen sollen: Schwerere Körperregionen wie Schultern und Becken sollen demnach in die Matratze einsinken können, während leichtere Bereiche gestützt werden.

Da wir uns im Schlaf jedoch unwillkürlich bewegen, kommen die teuer mitbezahlten Zonen in Wahrheit kaum zur Geltung. Zudem haben Labortests schon mehrfach gezeigt, dass die beworbenen Zonen bei vielen Matratzen gar nicht messbar sind. Unsere Snooze Project Matratze beweist mit ihren sparsam, aber gezielt gesetzten Konturenschnitten, dass intelligent aufgebaute Matratzen die menschliche Wirbelsäule auch ohne Zonierung optimal stützen können.

Probeschlafen & Garantie

Der menschliche Körper benötigt oft mehrere Wochen, um sich an eine neue Schlafunterlage anzupassen. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist deshalb auch bei Kaltschaummatratzen die Möglichkeit zum unverbindlichen Probeschlafen bei Dir zuhause – selbstverständlich auf der ausgepackten Matratze und für einen längeren Zeitraum.

Anders als das kurze Probeliegen im Matratzenladen ermöglichen Dir großzügige Probeschlaf-Optionen, Deine neue Matratze in aller Ruhe in Deinen eigenen vier Wänden unter Alltagsbedingungen zu testen. Seriös sind Angebote, die Dir ähnliche Bedingungen einräumen, wie wir es für unsere Snooze Project Kaltschaummatratze tun: 100 Tage & Nächte testen bei kostenlosem Rücktransport unter Erstattung des Kaufpreises, sofern Dir die Matratze doch nicht gefallen sollte. Auf gute Kaltschaummatratzen sollte Dir der Anbieter außerdem 10 Jahre Garantie gewähren.

Noch Fragen? In unserem Blog findest Du viele weitere Tipps und Tricks rund um Deinen nächsten Matratzenkauf.

Fazit: Ist die Matratzenhöhe tatsächlich wichtig?

Auch im Hinblick auf das Thema Matratzenhöhe wird das Internet von manchen Anbietern dazu missbraucht, Fake-News zu streuen und VerbraucherInnen zu verunsichern − dabei geht es in Wirklichkeit oft nur darum, den Konsum anzukurbeln. Die Frage, ob für Dich persönlich eine höhere Matratze besser geeignet ist, lässt sich rein faktisch betrachtet jedenfalls nicht pauschal beantworten. Ausschlaggebend für Deinen entspannten, erholsamen Schlaf sind nach wie vor hauptsächlich Format, Materialqualität und Liegekomfort, während die passende Matratzenhöhe in erster Linie von Deiner Statur und Deiner körperlichen Fitness abhängt.

Hochwertige Matratzen sind oft bereits ab einer Höhe von rund 16 bis 18 cm zu empfehlen: Speziell bei Kaltschaummatratzen mit hohem Raumgewicht und durchdachtem Aufbau reicht diese Dicke selbst für Personen mit höherem Körpergewicht vollkommen aus, da das Material das angenehme Einsinken schwererer Körperregionen ermöglicht und dennoch genügend Stützkraft bietet. Aus mechanischen Gründen sind niedrigere Matratzen zudem tendenziell langlebiger und haltbarer als qualitativ vergleichbare höhere Varianten.

Bereits für eine Matratzendicke ab etwa 20 cm zahlst Du oft bedeutend mehr − doch aus schlafmedizinischer Sicht existieren bislang keinerlei Hinweise darauf, dass Dir hohe Matratzen im Vergleich zu preiswerten Modellen in Standardhöhe einen echten Mehrwert liefern könnten. Der zusätzliche Nutzen höherer (und teurerer) Matratzen in sogenannter Komfort- oder Premiumhöhe bleibt in Wahrheit also für die meisten VerbraucherInnen mehr als fraglich.

FAQ Matratzenhöhe

Wie hoch ist die höchste Matratze?

Die höchste Matratze kommt in einer Premium-Höhe von über 28cm.

BezeichnungHöheNutzungsbeispiele
Economy-Höhe12-16cmFür Kinder- / Jugendbetten, auch für seltener genutzte Betten wie Gästebett, Bett im Ferienhaus / Wohnmobil.
Standard-Höhe17-20cmBeliebteste Höhe, für die meisten Menschen geeignet, passt zu fast allen gängigen Bettentypen.
Komfort-Höhe21-27cmBei besonderen Ansprüchen an Körperanpassung & Druckentlastung, für Personen mit höherem Körpergewicht, zum Umrüsten von Wasserbetten auf herkömmliche Matratzen.
Premium-Höheab 28cmAus ergonomischen bzw. gesundheitlichen Gründen, bei Wunsch nach erleichtertem Ein- & Ausstieg (betrifft oft SeniorInnen), zur Umrüstung von Wasserbetten, als hohe (Federkern-)Matratze fürs Boxspringbett
Welche Matratzen Größen gibt es?

Die beliebtesten Matratzengrößen für Singles sind 90×200 cm und 100×200 cm. Paare hingegen bevorzugen vor allem Matratzen in einer Größe von 160×200 cm sowie 180×200 cm. 70×140 cm ist eine beliebte Matratzengröße für Kinder.

Weitere Matratzengrößen, in der unsere Snooze Project Matratze erhältlich ist, findest Du in der Folgenden Tabelle.

Länge
Breite
190cm200cm210cm220cm
70cm70x190
(ca. 12kg)
70x200
(ca. 12kg)
70x210
(ca. 13kg)
70x220
(ca. 13kg)
80cm80x190
(ca. 13kg)
80x200
(ca. 14kg)
80x210
(ca. 15kg)
80x220
(ca. 15kg)
90cm90x190
(ca. 15kg)
90x200
(ca. 16kg)
90x210
(ca. 16kg)
90x220
(ca. 17kg)
100cm100x190
(ca. 16kg)
100x200
(ca. 17kg)
100x210
(ca. 18kg)
100x220
(ca. 19kg)
110cm110x190
(ca. 19kg)
110x200
(ca.19kg)
110x210
(ca. 20kg)
110x220
(ca. 21kg)
120cm120x190
(ca. 19kg)
120x200
(ca. 20kg)
120x210
(ca. 21kg)
120x220
(ca. 22kg)
130cm130x190
(ca. 21kg)
130x200
(ca. 21kg)
130x210
(ca. 22kg)
130x220
(ca. 23kg)
140cm140x190
(ca. 23kg)
140x200
(ca. 24kg)
140x210
(ca. 25kg)
140x220
(ca. 26kg)
150cm150x190
(ca. 23kg)
150x200
(ca. 24kg)
150x210
(ca. 25kg)
150x220
(ca. 27kg)
160cm160x190
(ca. 24kg)
160x200
(ca. 26kg)
160x210
(ca. 27kg)
160x220
(ca. 28kg)
170cm170x190
(ca. 25kg)
170x200
(ca. 27kg)
170x210
(ca. 28kg)
170x220
(ca. 29kg)
180cm180x190
(ca. 28kg)
180x200
(ca. 29kg)
180x210
(ca. 30kg)
180x220
(ca. 32kg)
190cm190x190
(ca. 30kg)
190x200
(ca. 31kg)
190x210
(ca. 32kg)
190x220
(ca. 33kg)
200cm200x190
(ca. 31kg)
200x200
(ca. 32kg)
200x210
(ca. 34kg)
200x220
(ca. 35kg)

Außerdem bieten wir zahlreiche Sondergrößen zum fairen Preis an.

Wie wichtig ist die Höhe der Matratze?

Die Frage, ob für Dich persönlich eine höhere Matratze besser geeignet ist, lässt sich rein faktisch betrachtet nicht pauschal beantworten. Ausschlaggebend für Deinen entspannten, erholsamen Schlaf sind nach wie vor hauptsächlich Format, Materialqualität und Liegekomfort, während die passende Matratzenhöhe in erster Linie von Deiner Statur und Deiner körperlichen Fitness abhängt.

Hochwertige Matratzen sind oft bereits ab einer Höhe von rund 16 bis 18 cm zu empfehlen: Speziell bei Kaltschaummatratzen mit hohem Raumgewicht und durchdachtem Aufbau reicht diese Dicke selbst für Personen mit höherem Körpergewicht vollkommen aus, da das Material das angenehme Einsinken schwererer Körperregionen ermöglicht und dennoch genügend Stützkraft bietet.

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