Im Check: So schlafen unsere Gruppengegner bei der WM 2018 in Russland

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Mexiko

Man mag es kaum glauben, aber das Klischee hat einen realen Hintergrund: Hach, jetzt eine geruhsame Siesta in der Hängematte! Was bei Dir Bilder vom Urlaub mit viel Sonne, Meer und Palmen heraufbeschwört, ist für die Einwohner tropischer Länder oft pure Notwendigkeit. Bei hohen Temperaturen bietet die Hängematte eine angenehme Rundum-Belüftung, wie sie mit Lattenrost und dicker Matratze niemals zu erreichen wäre. Ein weiterer Vorteil: Allerlei lästiges Getier, das sich am Boden aufhält, bleibt ausgesperrt. Viele Lateinamerikaner schätzen dieses Gefühl der Sicherheit und schlafen so gern in Hängematten, dass es vor allem in Mexiko, Brasilien und Peru unzählige Modelle in allen Farben und Größen zu kaufen gibt. Fehlen die passenden Bäume zur Befestigung, greift man hier auf spezielle Gestelle zurück, die sich fast überall aufbauen lassen. So wundert folgender Fakt nicht weiter: Mittelamerika und Südamerika stellen den weltweit größten Absatzmarkt für Hängematten.

Da die Temperaturen in Russland selbst im Hochsommer nicht annähernd an die mexikanische Heimat heranreichen, sagen wir voraus: Fans und Spieler werden in handelsüblichen Betten nächtigen und erst nach dem Turnier den Urlaub wieder in der Hängematte genießen.

Für die zu Hause verbliebenen Anhänger heißt es hingegen: vor allem nichts verpennen! Wenn das erste Gruppenspiel gegen Deutschland stattfindet, ist es in Mexiko gerade mal 10 Uhr morgens. Eine klassische Siesta sollten die mexikanischen Fans also erst nach Abpfiff einlegen.

Schweden

Ohne Zweifel kommen die meisten Betten der Welt inzwischen vom bekannten schwedischen Möbelhaus mit den vier großen Buchstaben. Ein Rahmen aus Sperrholz, ein Lattenrost und eine Matratze drauf, fertig. Auf unserer sehr, sehr wissenschaftlichen Suche nach vertrauenswürdigen Zahlen haben wir leider nichts zu der Gesamtzahl an Zeugungen auf BIMNES, HEMNES und co gefunden. Dafür aber eine andere Leidenschaft der Nordmenschen.

Die Schweden sind wie die meisten Skandinavier eigentlich heimliche Liebhaber einer ganz besonderen Art von Betten: Boxspringbetten!

Hier liegt der Schwede gern, denn das Boxspringbett verspricht die ultimative Entspannung. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass sowohl die mitgereisten Fans als auch die schwedische Mannschaft sich auf ihren Lieblingsbetten entspannen können: die meisten Hotels sind mit Boxspringbetten ausgestattet.

Der Schwede schätzt am Boxspringbett vor allem die stabile Verarbeitung und die außergewöhnliche Höhe des Bettes.

Das schwedische Midsommar Fest fällt in diesem Jahr übrigens auf den 24. Juni - einen Tag nach dem Gruppenspiel gegen Deutschland. In der längsten Nacht des Jahres mag nicht einmal das geliebte Boxspringbett die Schweden zur Nachtruhe locken. Hier wird traditionell mit Schnaps und Heringshappen um den Midsommar-Baum getanzt, bis das nächste Frühstück aufgedeckt wird. Ob die schwedischen Spieler in Russland das Mittsommerfest ähnlich traditionell begehen werden, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen. Höchste Geheimhaltungsstufe, versteht sich.

Südkorea

Zwischen Klischee und Wirklichkeit befinden sich die Schlafgewohnheiten unseres letzten Gegners aus Gruppe F.

Traditionell schlafen Südkoreaner nämlich gerne nur mit einer Heizdecke auf dem Boden, nicht selten auch ganz ohne eine Unterlage. Was wie Folter klingt, ist für viele Südkoreaner die pure Entspannung. Doch heutzutage trifft das wohl nur noch auf ausgesprochene Traditionalisten unter den älteren Semestern zu. Junge Koreaner hingegen genießen die Vorzüge eines westlichen Bettes inzwischen ganz selbstverständlich.

Man kann jedoch häufig beobachten, dass die ganze Familie vor dem Sofa auf dem Boden sitzt und dies für bequemer und gemütlicher hält.

Da mag es nicht verwundern, dass in Südkorea ein großes Problem um sich greift: Teenager schlafen in Südkorea im Schnitt nur 5, 75 Stunden pro Nacht. Damit führen sie die Liste der Nationen mit dem geringsten Nachtschlaf vor China und Japan an.

Richtig entspannen tut man in Korea also scheinbar woanders. Die sogenannten Jjimjilbang, die traditionellen Badehäuser, erfreuen sich in Korea immer noch großer Beliebtheit. Hier gibt es neben kosmetischen Behandlungen (z.B. Plazenta-Massage) auch jede Menge Orte um sich gemütlich zurückziehen zu können. Und nicht selten übernachten Zugreisende sogar an diesen außergewöhnlichen Orten, etwa wenn der Anschlusszug erst am nächsten Morgen geht.

Wir wünschen auf jeden Fall eine gute Nachtruhe!

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