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Was sollte ich beim Matratzenkauf beachten? Ratgeber mit Tipps zum Kaufen von Matratzen

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Endlich die Richtige: Worauf sollte man beim Matratzenkauf achten?

Was macht aus fünf Tagen Urlaub gefühlte drei Wochen? Eine unbequeme Hotelmatratze! Unruhige Nächte, verspannte Muskeln, von Erholung keine Spur – bis man endlich total erleichtert in die heimische Heia fällt. Falls Dir das auch schon passiert ist, weißt Du, dass manche Erlebnisse erst mit zeitlichem Abstand wirklich lustig werden… Sicher ist: Mit der passenden Matratze ist das Leben einfach schöner. Deshalb verraten wir Dir hier, wie Du Deinen ganz persönlichen Wellnessbereich findest. Wer braucht da noch Urlaub?!

Die fatale Schnäppchenfalle

Noch vor ein paar Jahren hätte Dein Weg zur neuen Matratze unweigerlich durch regionale Matratzenläden geführt. Mittlerweile ist die Branche bis auf wenige Online-Anbieter für ihre undurchsichtige Preispolitik und phantasievolle Werbelyrik berüchtigt – Fachleute warnen vor der „Matratzen-Mafia“. Neben Marketing-Gemauschel und selbstgestrickten Mondpreisen birgt auch das Probeliegen Risiken: Fast jede Matratze fühlt sich zunächst gemütlich an, nachdem Du vorab längere Zeit stehen, sitzen oder laufen musstest. Innerhalb weniger Minuten kannst Du den dauerhaften Liegekomfort deshalb kaum beurteilen.

Dein bester Matratzenberater: Du

Experten raten inzwischen dazu, eine neue Matratze anhand persönlicher Vorlieben auszuwählen. Auf diese Weise findest Du auch ohne Probeliegen die ideale Matratze – genau passend für Deine Bedürfnisse. Das einfach Probeliegen im Fachgeschäft dauert oft nur ungefähr 5 bis 15 Minuten, diese Zeitspanne reicht regelmäßig nicht aus um eine Matratze optimal zu testen. Die Probeschlafen-Option daheim dagegen ermöglicht Dir Deine ideale Matratze entspannt zu Hause zu prüfen!

Ein kleiner Bestands-Check und unsere 5 Jokerfragen helfen Dir dabei:

  • Schläfst Du alleine oder zusammen mit Deinem Partner oder Deiner Partnerin?
  • Bist Du allergisch gegen Hausstaub oder neigst generell zu allergischen Reaktionen?
  • In welcher Position schläfst Du am liebsten?
  • Wechselst Du Deine Position öfter mal, oder bewegst Du Dich im Schlaf nur selten?
  • Welches Liegegefühl findest Du bequem: weich, mittelfest, hart?

Jetzt mal ganz ehrlich!

Um Deine Traum-Matratze ganz gezielt ausfindig zu machen, nimmst Du zuerst den Ist-Zustand unter die Lupe: Was gefällt Dir an Deiner bisherigen Schlafunterlage? Stört Dich etwas am Liegegefühl? Wachst Du morgens mit einem lockeren Feeling auf, oder tut Dir etwas weh? Ist Dir nachts häufig heiß oder kalt? Hat Deine Matratze ein gutes Handling, wenn Du sie wenden oder neu beziehen möchtest?

Kurz: Was soll so bleiben – und was soll sich zukünftig ändern? 

Zur Bestandsaufnahme gehört auch der Karosserie-Check. Auf welcher Unterlage soll Deine neue Matratze liegen: verstellbarer oder starrer Rost, Fußboden, Plattform-, Paletten- oder Boxspringbett? Ist Dein Bettkasten rundum geschlossen, oder ist für gute Belüftung gesorgt? Wie groß ist die Liegefläche? Bleibt das alles vorerst so, oder willst Du lieber flexibel bleiben?

Einzel oder Doppel? 1 oder 2 Matratzen?

Auf einer durchgehenden Federkernmatratze stört Ihr Euch durch jede Bewegung gegenseitig – wer schläft schon gern auf einem Trampolin? Viele weitere Matratzentypen gleichen gravierende Gewichtsunterschiede nicht ausreichend aus. Wenn Du nicht alleine schläfst, kann es also durchaus sinnvoll sein, zwei verschiedene Matratzen zu kaufen. Den Kampf gegen die Besucherritze gewinnst Du dann am ehesten mit einem Topper, einer zusätzlichen Matratzenauflage in den Maßen der Gesamtfläche. Nicht so einfach, oder? Mit der richtigen Matratze schon: Ersparen kannst Du Dir den ganzen Aufriss mit einer clever aufgebauten Kaltschaummatratzeinnovative Modelle passen zu den meisten Schlaftypen und eignen sich deshalb ideal als großflächige Partnermatratzen.

Allergie? Juckt Dich kein bisschen!

Im Dauerclinch mit Hausstaubmilben? Als Allergiker kannst Du Deine neue Matratze gleich mit einem Encasing überziehen – sein enges Gewebe sperrt die kleinen Biester wirkungsvoll aus. Aus hygienischen Gründen sollte ein Matratzenbezug dennoch abnehmbar und bei 60 Grad waschbar sein. Für Allergikermatratzen eignet sich Kaltschaum: er leitet Feuchtigkeit schnell nach außen ab und ist absolut frei von tierischen Fasern. Daher achte auch darauf, dass die Matratzen in solchen Fällen Allergiker geeignet sind!

Hol Dir die Pole-Position

Schläfst Du am liebsten auf der Seite, brauchst Du eine anpassungsfähige, ausreichend dicke Matratze, die Deiner Hüft- und Schulterpartie tiefes Einsinken ermöglicht. Liegst Du hauptsächlich auf Bauch oder Rücken, sollte die Matratze Deine Körpermitte unterstützen – sonst drohen Durchhänger, die oft zu Rückenschmerzen führen. Auch heute wirst Du gelegentlich noch Matratzentypen empfohlen bekommen, die sich für Deine Schlafposition angeblich besonders eignen. So riet man Seitenschläfern früher zu teuren Latexmodellen, die auch tatsächlich punktelastisch sind. Doch bei den pflegeleichteren Kaltschaummatratzen hat sich in den letzten Jahren viel getan: Hochwertige Varianten bieten Dir durch ausgeklügelte Materialkombinationen in jeder Schlafposition eine hohe Punktelastizität bei ausgezeichneter Druckverteilung. Auf Deutsch: Top-Komfort in allen Lebenslagen.

Stellungswechsel

Liegst Du lange ruhig in der gleichen Position, können die viel beworbenen Visco- oder Gelschäume für Dich geeignet sein. Entwickelt wurden solche Matratzen ursprünglich für bettlägerige Pflegepatienten. Sie passen sich durch Körperwärme und -gewicht Deiner Kontur an, ohne wie andere Matratzen Gegendruck auszuüben. Änderst Du jedoch wie die meisten gesunden Menschen Deine Schlafstellung mehrmals pro Nacht, kann genau das zum nervigen Störfaktor werden – die entstandene Kuhle „hält Dich fest“ und wirkt Deinem natürlichen Bewegungsdrang entgegen. Immer dran denken: Teure Matratzen sind nicht automatisch auch gut für Dich.

Weichgespült bis hammerhart

Bei Härtegraden wird die Industrie erfinderisch. „Die Härteangaben der Hersteller stimmen häufig nicht. Die Matratzenbranche erzählt Werbemärchen, dass sich die Lattenroste biegen“, schrieb die Stiftung Warentest im März 2016. Weil keine bindende Norm existiert, kann sich jeder Produzent seine eigene Härtegradskala ausdenken. Und es geht noch schlimmer: Bei zahlreichen Modellen entspricht auch die angegebene Unterteilung in mehrere Liegezonen nicht den Tatsachen; viele Experten halten sie allerdings sowieso für sinnlos.

Diese 11 Punkte solltest Du beim Kauf von Matratzen beachten: Unsere Checkliste

PunkteFrageAntwort
Scheinrabatte Ab wann ist eine Matratze günstig?  Nicht auf Scheinrabatte, Alles-muss-raus Aktionen oder Marketing-Tricks hereinfallen. Hersteller und Händler werben regelmäßig mit absurden Rabatten und Aktionen um Dich zum Kauf zu verleiten. Vergeliche immer nur die finalen Preise!
Raumgewicht Welches Raumgewicht muss eine gute Matratze haben? Raumgewichte sollte grundsätzlich sehr hoch sein, um insbesondere eine lange Haltbarkeit der Matratze zu gewährleisten. Ab ca. 35kg/m³ kannst Du von einer guten Qualität ausgehen. Schau mal nach was wir zum Raumgewicht und dessen Bedeutung sowie Relevanz schreiben. Hier gilt es einiges zu beachten, insbesondere bei materialübergreifenden Unterschieden.
 Höhe Welche Höhe sollten gute Matratzen haben? Matratzen sind oft bereits ab 18cm gut. Allerdings fängt ab ca. 20cm der zusätzliche Nutzen der Matratzendicke an abzunehmen. Und man zahlt dann oft für eine Matratzenhöhe die eigentlich keinen richtigen Mehrwert stiftet.
Schichten Wie viele Schichten hat eine gute Matratze? Mehr Schichten machen Matratzen dem Grunde nach nicht gleich hochwertiger, auch wenn das manchmal so scheint. Fakt ist: mehr Schichten haben regelmäßig auch mehr Schichten Kleber dazwischen. Mit jeder zusätzlichen Schicht (Kleber) verringert sich damit dann auch oft leider die atmungsaktivität der Matratze. Hier gilt insofern weniger ist mehr! Hast Du Dich mal gefragt wie sich die unterste Schicht einer Matratze mit 4 oder 5 Schichten anfühlt?
Punktelastizität Muss die Matratze punktelastisch sein?  Achte darauf, dass die Matratze punktelastisch ist. Eine hohe Punktelastizität gewährleistet eine gute Verteilung Deines Körpergewichts auf die gesamte Liegefläche und fördert dadurch einen erholsamen Schlaf. Am besten kannst Du das mit Deiner Probeschlaf-Option ermitteln und testen.
Material Kaltschaum, Memory-Schaum, Latex oder Federkern? Kaltschaum ist seit Jahren das beliebteste und bewährteste Matratzenmaterial. Federkern, Memory oder Latex haben alle spezielle und individuelle Eigenschaften, die manchmal teilweise auch nachteilig sein können. Außerdem werden diese oft auch als Verkaufsargumente für höhere Preise genutzt.
Härtegrad Welcher Härtegrad ist für mich und meine Matratze richtig? Härtegrade sind ebenso ein Thema für sich. Natürlich ist es wichtig wie man gerne schläft - ob hart, weich oder mittelfest. Allerdings sind Härtegrade nicht normiert und außerdem ein sehr individuelles Kriterium. Daher solltest Du das am besten mit der Probeschlaf-Option ausgiebig zu Hause testen. 
Zonen Wie viele Zonen muss eine Matratze haben? Das ist eine Frage, die in aller Regel nur Du selbst beantworten solltest. Denn zum Beispiel, wie kann eine 7-Zonen Matratze gleich gut für eine 1,50m Frau und einen 1,96 Mann sein? Ganz genau - auch das wird meistens leider als Argumentation für einen hohen Preis genutzt. Daher lass Dich auch hier nicht von unzähligen Liegezonen täuschen und teste Deine Matratze ganz einfach im Rahmen von Probeschlaf-Optionen selbst!
Testseiten Was taugen Matratzen-Testseiten dem Grunde nach? Achte darauf, dass die Testseiten unabhängig sind (wie beispielweise Stiftung Warentest) und grundsätzlich nicht gleich alles für bare Münze nehmen - auch wenn es noch so seriös aussieht! Schau Dir dazu am besten unseren Beitrag zu genau diesem Thema an! Denn nicht jeder Matratzen Test ist auch immer neutral und fair! 
Garantie Wie lange kannst Du ohne Kuhlenbildung schlafen? Die richtige Garantie erleichtert Dir die Auswahl und hilft Dir besser zu schlafen. Denn damit bist Du auf der sicheren Seite und kannst entspannt in die Nacht dösen - ohne Angst vor der Bildung von Kuhlen haben zu müssen. Eine hohe Garantiezeit ist hier klar im Vorteil.
Probeschlafen Kann ich die Matratze zu Hause testen? Achte darauf, damit Du nicht die besagte Katze im Sack kaufst, dass Du Deine Traum-Matratze zu Hause in aller Ruhe nicht nur testen sondern auch probeschlafen kannst. Probeschlafen ist in diesem Fall besser als das reine und kurze Probeliegen im Fachgeschäft. Dein ganz persönlicher Weg zu Deiner idealen Matratze!

Was ist nun wirklich wichtig?

Unser Fazit: Lass Dich beim Matratzenkauf nicht von Härtegraden, Zonen, Alles-muss-raus Scheinrabetten oder Schichten blenden. Hersteller und Handel lassen sich unnötigen Schnickschnack und Weltraumtechnologien oft teuer bezahlen. Achte lieber gnadenlos auf eine gute Matratzenqualität. Qualitativ hochwertige Kaltschaummatratzen erkennst Du an hohen RG-Werten und einer langen Haltbarkeitsgarantie. Den Rest entscheidet hauptsächlich Dein persönliches Liegegefühl!

Unser Tipp: Seriöse Anbieter bieten Dir die Möglichkeit an, Deine neue Matratze ausgiebig zu Hause für mehrere Nächte zu testen. Mit dieser kostenlosen Probeschlaf-Option liegst Du auf jeden Fall richtig!

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  • Sehr informativ

    Hallo!
    Finde den Blog über den Matratzenkauf wirklich sehr informativ. Bevor ich in ein Bettenhaus gehe und mich dort auch noch beraten lasse, stütze ich mich gerne auf Matratzentests wie diesen hier . Auf solche Testurteile konnte ich mich bisher immer sehr gut verlassen.

    liebe Grüße Judith

  • Wirklich spannender Beitrag

    Super interessant mal zu sehen was man alles so beachten kann (muss) bei einem "einfachen" Matratzenkauf. Danke!